VOX auf 9.11. Quotenjagd

Ob das ein Zufall ist? Republikweit machen die Terrier von VOX Reklame für den Film „Auf der Jagd“, der ausgerechnet am 9. September ausgestrahlt wird.

Ausriss: Ruhrbarone

Im Vordergrund des knallroten Plakates erkennt man einen abgehetzten Wesley Snipes, der mit abgewetzten Klamotten und Panik in den Augen wegrennt. Im Hintergrund steht breitbeinig ein smarter Tommy Lee Jones im edlen Zwirn, der mit einer Pistole auf den Flüchtenden zielt. Es erscheint recht unwahrscheinlich, dass die Privatfernsehanstalt völlig zufällig an jenem Tag einen zehn Jahre alten Actionschinken zur Prime-Time versenden, den es als Video inzwischen auf jedem Flohmarkt zu kaufen gibt. Eher hat man sich wohl in der Marketingabteilung überlegt, womit man im Jahre Sieben nach Nine-eleven Quote erzielen kann. Der Subtext des Plakates vermittelt ja in einem einzigen Motiv, was das Publikum vom 11. September und deren Folgen glaubt zu wissen. Ein Zerlumpter mit Migrationshintergrund wird von einem mächtigen Amerikaner gejagt. Was aber erfährt der Zuschauer, wenn er den Film dann schaut? Der Flüchtige ist ein ehemaliger Agent, der in Folge eines Flugzeugabsturzes Opfer eines CIA-Komplotts wird. Es scheint, als hätten bei VOX die Verschwörungstheoretiker das Ruder übernommen.

Gastautor: Lutz Debus

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4 Kommentare

  1. #1 | Faouzi sagt am 8. September 2008 um 10:01 Uhr

    Hä? „Ausgerechnet am 9. September“?? „VOX auf 9.11. Quotenjagd“???
    Vielleicht sollte über Überschrift und Vorspann noch mal jemand drüberschauen …
    Oder den doch recht gehaltlosen und an den Haaren herbeigezogenen Text gleich wieder löschen. So viel zum Thema Verschwörungstheoretiker.

  2. #2 | Jens sagt am 8. September 2008 um 10:24 Uhr

    Also darf man fürderhin nie mehr am 11.9. irgendwelche Action-Filme bringen. Jedenfalls nicht mit Hinweis auf das Sendedatum. Aber so eine Filmwerbung ohne Sendedatum ist nicht wirklich prickelnd, oder?

  3. #3 | Stephan sagt am 8. September 2008 um 10:30 Uhr

    Wäre Vox sein amerikanischer Namensvetter Fox und der Film Passagier 57 (wenn wir bei Wesley Snipes bleiben wollen) würde ich den Gastbeitrag von Lutz Debus ja noch irgendwie nachvollziehen können, aber ich gebe Faouzi absolut Recht, der Beitrag war wohl nix.

    Geht es darum, dass Vox zu arm für gute Filme ist, dass das Sommerloch sich in diesem Jahr auf den September ausdehnt oder ich einfach nicht in der Lage bin, die Brillianz des Beitrags durch die Würze mit Uni-Vokabeln zu erkennen?
    Womöglich stehe ich ja mit meiner Meinung auch alleine da…

  4. #4 | Jan sagt am 11. September 2008 um 10:03 Uhr

    Der Gastautor „Lutz Debus“ hat wohl in (s)einem Zustand geistiger Umnachtung das falsche Wörterbuch befragt oder schlicht weg ein anderes Datum im Kopf. An sich noch nicht schlimm und auch nicht der Rede wert, nur wie immer kommt es darauf an wer was wann wo sagt. Der gesamte Beitrag enthält weder Sinn noch Aussage. Kombiniert mit inhaltlichen Fehlern wird es dann ganz schnell Finster.
    Eine Tragödie im Ausmaß der Anschläge auf das World Trade Center für solch einen hirnlosen Quatsch zu benutzen ist Geschmacklos sondergleichen.

    Der gute Rat zum Schluß. „Herr Debus sollten Sie jemals wieder einen durch Sie verbrochenen Text veröffentlichen, beherzigen Sie doch vorher folgendes. Nüchtern Sie über drei Tage aus und schalten Sie in drei Teufels Namen vorher Ihr Hirn ein.“

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