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Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

Prof. Dr. Stefan T. Hopmann Foto: Privat

Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone.

Andreas Lichte: Sie kennen Prof. Klaus Prange noch von Ihrer Zeit an der Christian-Albrecht-Universität in Kiel?

Stefan T. Hopmann: Ja, als einen der analytisch streng, sprachlich präzise schwierige Zusammenhänge beschreiben kann – garniert mit trockenem norddeutschem Humor …

Lichte: Neulich sprach ich mit Prof. Prange über Reformpädagogik, konkret, die Missbrauchsfälle in der Odenwaldschule. Prof. Prange sagte: „Familie als Profession ist bedenklich …“ Halten Sie auch die Rolle des Klassenlehrers in der Waldorfschule als „geliebte Autorität“ für problematisch?

Hopmann: Nicht nur für „problematisch“, sondern für gefährlichen Unsinn. Für mich klingt der Anspruch, „geliebte Autorität“ sein zu wollen, sehr nach „geliebter Führer“, einer irrationalen Form der Unterordnung. Schule als Familie stellt den Anspruch, wie eine Familie für alle Seiten des jungen Menschen zuständig zu sein. Wer so etwas will, vertritt eine totalitäre Pädagogik. Lehrkräfte sind nicht für das „ganze Kind“ zuständig, auch kein besserer Elternersatz, sondern ihre Aufgabe bezieht sich nur insoweit auf die Kinder, insoweit diese Schülerinnen und Schüler sind. Die Aufgabe der Lehrkräfte ist die professionelle Förderung von schulischen Lernprozessen. Natürlich müssen sie dazu auch über die sonstige Situation der Kinder Bescheid wissen, aber es ist weder ihre Aufgabe, noch für sie tatsächlich möglich eine pädagogische Gesamtverantwortung für ein Kind zu übernehmen. Genau so wenig ist pädagogisch vertretbar, von den Kindern zu erwarten, sie sollten ihre Lehrpersonen lieben. Auch das betreibt irrationale Unterordnung. Sie sollten ihre Lehrkräfte als pädagogische Professionelle achten, soweit sie guten Unterricht machen, aber sie müssen sie dafür nicht mehr lieben als ihren Zahnarzt.

Lichte: Der Klassenlehrer unterrichtet in den Klassen 1 – 8 alle elementaren Fächer, ist für die Schüler die einzige Bezugsperson: führt dies zu einer schicksalhaften Abhängigkeit?

Hopmann: Schicksalhaft klingt mir zu dramatisch. Das würde die doch begrenzte Rolle, die Lehrkräfte im Leben der meisten Kinder spielen, übertreiben. Die psychische Abhängigkeit von einer einzelnen Lehrkraft kann schwerwiegende Folgen haben, muss es aber nicht.

Lichte: Ist es nicht eine Überforderung des Klassenlehrers, 8 Jahre lang alle Fächer unterrichten zu müssen? Welche Qualität kann so ein Unterricht noch haben?

Hopmann: Natürlich hat die Konstruktion, eine einzelne Lehrkraft allzuständig sein zu lassen, zwei entscheidende Risiken: Zum einen gibt es keine Lehrkraft, die tatsächlich sämtliche Schulinhalte auf einem so hohen fachlichen Niveau beherrscht, dass sie die unterschiedlichen Lernbedürfnisse und Lernschwierigkeiten angemessen berücksichtigen kann. Die Schulforschung ist sich da ziemlich einig: Spezialisierung ist notwendig. Zum andern öffnet die Verwiesenheit auf eine einzige Bezugsperson natürlich die Möglichkeit, für psychischen (und ggf. physischen) Missbrauch.

Lichte: Die Waldorfschulen werben damit, Kinder „individuell“ zu fördern. Sehen Sie hier einen Widerspruch zu der in der Waldorfpädagogik verbindlichen „Jahrsiebtelehre“ (Rudolf Steiners esoterische Einteilung der Individualentwicklung des Menschen in Abschnitte von 7 Jahren)?

Hopmann: Waldorfschulen wollen nicht im allgemein üblichen Sinne „individualisieren“, d.h. die je einzigartige Persönlichkeit eines Kindes achten. Vielmehr werden entsprechend den Waldorflehren die Kinder unterschiedlichen Charaktertypen, Entwicklungsstufen, Seeleneigenschaften usw. zugeordnet, denen sich dann die jeweilige pädagogische Behandlung unterordnen soll. Gehörst du zum Typ A, richtet sich die Behandlung nach Verfahren B usw. Man kann das recht gut kennenlernen, wenn man sich ansieht, wie Rudolf Steiner selbst in seinen Lehrerkonferenzen Einzelfälle analysierte. Es ging ihm nicht um konkrete Individuen, sondern darum, jedes Kind in eine anthroposophische Kategorie zu pressen.

Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun.

Lichte: Ein Werbeslogan der Waldorfschulen lautet: „Im Mittelpunkt der Mensch“. Im Standard sagen Sie über die anthroposophische Pädagogik: „Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht.“

Hopmann: Im Mittelpunkt steht bei denen der Mensch, wie Rudolf Steiner ihn sieht, also als Reinkarnation, als Mitglied einer Rasse, als Charaktertyp usw. Ziel ist es, den jeweiligen Menschen entsprechend den Steinerschen Lehren zu formen bzw. sein „Wesen“ zu entfalten. So wie bei anderen Sekten verbindet sich damit ein Totalitätsanspruch: Wir wollen dich mit Haut und Haaren, mit deiner ganzen Persönlichkeit vereinnahmen – nicht anders als eine Bank dein Geld will: Nicht um nett zu dir zu sein, sondern um an dir Geld zu verdienen. Bloß blöd, wenn man zu jenen Wesen zählt, denen laut Steiner Dahinsiechen oder Verkümmern vorausbestimmt ist. Denen geht es dann wie bei der Bank, wenn die Kreditwürdigkeit dahin ist.

Lichte: Die Waldorfschulen beeindrucken durch ihre soziale Homogenität: fast alle Schüler kommen aus bildungsbürgerlichem Milieu, Kinder aus „sozial schwachen Verhältnissen“ oder mit „Migrationshintergrund“ sucht man vergeblich.

Hopmann: Das sollte nicht überraschen: Das war schon immer so, ist aber kein Spezifikum der Steinerschulen, sondern typisch für viele Formen privater Beschulung. Sie werden nicht zuletzt von solchen bildungsaktiven Eltern gesucht, die ihren Kindern den Umgang mit den „Schmuddelkindern“ ersparen und dadurch – vermeintlich – bessere Startchancen ermöglichen wollen.

Lichte: In Deutschen Waldorfschulen nimmt man soviel Nachhilfe, wie in keiner anderen Schulform. Erst zahlt man Schulgeld und dann Nachhilfe …

Hopmann: Dazu kann ich nicht viel sagen, da man dazu recht genau kontrollieren müsste, ob der Nachhilfeumfang auch dann vergleichsweise ungewöhnlich ist, wenn man mit anderen Kindern aus ähnlichen sozialen Umständen und mit ähnlichen kognitiven, emotionalen usw. Voraussetzungen vergleicht. Es könnte ja beispielsweise auch so sein, dass Waldorfschulen solche Kinder anziehen, die selbst oder deren Eltern im Regelschulsystem schon Probleme hatten. Ohne eine ordentliche Längsschnittstudie besagt die Menge gekaufter Nachhilfe nicht viel.

Lichte: In Deutschland haben sich die Waldorfschulen nicht an der PISA-Studie beteiligt (eine gesonderte Auswertung für die Waldorfschulen gibt es hier nicht). Die staatlichen Schulaufsichten kontrollieren nicht, eine unabhängige, wissenschaftliche Forschung zum Innenleben der Waldorfschulen scheint nicht erwünscht.

Hopmann: Es gibt manchmal in anderen Ländern PISA-Daten für Waldorfschulen oder auch andere empirische Vergleichsdaten zu Schulleistungen. Im allgemeinen schneiden diese dabei nicht schlecht ab. Das besagt aber nicht viel, solange man nicht genau kontrolliert, ob die aus diesen Schulen Getesteten sozial, kognitiv usw. den anderen Testgruppen entsprechen und wie viel der Leistungsunterschiede tatsächlich auf schulische Faktoren zurückzuführen ist. Bei der anzunehmenden sozialen Zusammensetzung der Waldorfschulen wäre unbeschadet der Schulqualität alles andere als im Durchschnitt deutlich bessere Testleistungen ein Armutszeugnis. Die wenige sonstige empirische Forschung, die es zu Waldorfschulen gibt, stammt fast ausschließlich aus der Feder bekennender Waldorfianer oder ihnen nahestehender. Das liegt freilich daran, dass die Waldorfschulen eine wirklich unabhängige, ergebnisoffene Untersuchung ihrer pädagogischen Praxis nicht zu lassen.

Lichte: Im Jahr 2007 entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ sind. Kann und darf sich eine Schule auf einen notorischen Rassisten als Autorität berufen?

Hopmann: Können kann sie schon. Dürfen scheint sie auch zu dürfen. Es ist ja nicht einzigartig: Manche berufen sich auch auf andere Reformpädagogen, die beispielsweise für pädophile Umtriebe gerichtsnotorisch wurden (Wyneken) oder sich aktiv mit Faschisten eingelassen hatten (Montessori). Der Irrglaube scheint zu sein, man könnte in deren Lehren zwischen Gutem und Schlechtem derart unterscheiden, dass man für letzteres nicht mithaftet. Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist.

Lichte: In Waldorf- Werbebroschüren und Schulhomepages heißt es, die Waldorfschulen leisteten eine „Erziehung zur Freiheit“ und zur Kreativität. Sind Waldorfschüler freier? Kreativer?

Hopmann: Ach wenn doch nur irgendjemand so etwas guten Gewissens versprechen könnte! Das ist nicht mehr oder weniger als eine maßlose Überschätzung dessen, wie viel Einfluss Schule auf Freiheit und Kreativität hat. Schule konkurriert im Rauschen des Lebens mit Dutzenden anderen Einflüssen, von denen manche wirksamer sein können, etwa Familie, Freundeskreis, Zeitgeist … Und welche Freiheit, welche Kreativität sind gemeint in einer Schulphilosophie, deren Erfinder weder als Demokrat, noch als Ästhet hervorgetreten ist, sondern der eine autoritäre Geisteshaltung einnahm und eine naturalistische Schrumpfästhetik bevorzugte? Mag sein, dass trotz der Waldorfpädagogik das Engagement im kulturellen und ästhetischen Bereich manchem Waldorfschüler geholfen hat, seine eigenen Ideen zu entwickeln. Mehr als „anekdotische Evidenz“, Berichte über mehr oder weniger erfolgreiche Waldorfschüler, gibt es da nicht, jedenfalls – wie auch für alle anderen Leistungsversprechen der Waldorfschulen – keine unabhängigen Längsschnittuntersuchungen, die so vollmundige Selbstbeschreibungen bestätigen könnten.

Lichte: Ich danke Ihnen für unser Gespräch.

Prof. Dr. Stefan T. Hopmann: Professur für Schul- und Bildungsforschung mit besonderer Berücksichtigung der Bildungsgeschichte und des internationalen Vergleichs an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Universität Wien.

Im Interview verlinkte, weiterführende Artikel der Ruhrbarone:

Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, von Andreas Lichte, ausgebildeter Waldorflehrer

„Waldorfschule: Curriculum und Karma – das anthroposophische Erziehungsmodell Rudolf Steiners“, von Prof. Dr. Klaus Prange, Erziehungswissenschaftler

Drei Gründe für die Waldorfschule, von Andreas Lichte

3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“, von Andreas Lichte

 

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128 Kommentare zu “Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

  • #1
    Mir

    Der lächelnde Mann auf dem Bild, ist das der Autor Andreas Lichte? Oder ist das der befragte PRofessor? Können sie bitte Bildunterschriften oder Alternativtext nutzen, um nicht umständlich nachfragen zu müssen oder selbst zu recherchieren.

  • #2
    Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie

    Nach der Lektüre der drei kürzlich erschienenen Biografien über Rudolf Steiner, verfasst von habilitierten deutschen Hochschullehrern, die mit der Sekte sympathisieren und ihr auf Biegen und Brechen mit grotesken Aussagen zu einem positiven Image verhelfen möchten, ist diese wissenschaftliche Stellungnahme eine einzige Wohltat.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie

    PS
    Wir hoffen, noch im Juli einen Artikel zu den Anstrengungen der Biografen Miriam Gebhardt, Heiner Ullrich und Helmut Zander veröffentlichen zu können.

  • #3
  • #4
    FS

    Als ehemaliger Waldorfschüler bin ich weder von dieser Schulform noch von der dahinterstehenden Ideenwelt besonders angetan, finde einiges aus diesem Interview aber genauso unsinnig. So ist der der Klassenlehrer der ersten acht Jahre keineswegs die einzige Bezugsperson. Selbst wenn er relativ viel unterrichtet werden viele Fächer (z. B. Sprachen und Sport) von anderen Lehrern übernommen. Auch die Idee, dass die Klassenlehrer „geliebte Autoritäten“ wären ist arg konstruiert. Das mag zwar in irgendwelchen Büchern stehen, in der Realität ist die Schüler-Lehrer-Beziehung aber auch nicht anders als auf staatlichen Schulen. Was zuletzt das Steiner-Geschwurbel betrifft – daran glauben die Lehrer doch selbst nicht. Selbst wenn sie es nicht offen zugeben würden: die Hauptmotivation der meisten ist es, vor Klassen zu unterrichten deren Schüler (wie Hopmann treffend formuliert) fast alle aus bildungsbürgerlichem Milieu kommen. Wie eine Lehrerin in einem ehrlichen Moment zugab: „Hier ist einfach weniger Ghetto“. Sowohl für die meisten Eltern als auch für die meisten Lehrer ist die Wadorf-Idee nichts weiter als ein Vehikel für die Schaffung ein schönen heilen Privatschul-Welt. Sehr viel mehr sollte man da nicht hineininterpretieren.

  • #5
    Stefan Laurin

    So, die Beschriftung des Fotos wurde jetzt eingefügt. Danke für den Hinweis.

  • #6
    Andreas Lichte

    @ FS #4

    „geliebte Autorität“ für die Rolle des Waldorflehrers ist die KORREKTE Bezeichnung. Hab ich so „gelernt“, am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, bei der dortigen Steiner-Gehirnwäsche:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

    Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

  • #7
    Klaus

    Sehr viel mehr sollte man da nicht hineininterpretieren.

    Da wird nichts interpretiert. Dass viele Schüler ihren Lehrer nicht als „geliebte Autorität“ bezeichnen würden, heißt lediglich, dass die „Theorie“ nicht wörtlich von den Schülern nachempfunden wird, aber nicht, dass sie praktisch bedeutungslos wäre. Die Schulen haben ein Konzept und einen Auftrag, eine „Mission“, die sie erfüllen, so weit wie es irgendwie geht. Alles an diesen Schulen, Ausbildung, Lehrplan, Methode, Leitung, Gebäudegestaltung …, alles ist „anthroposophisch“. Das sollte man nicht „weginterpretieren“.

  • #8
    Klaus

    Und: Man liest immer wieder solche „Erfahrungsperichte“ als „Argument“ gegen Kritik. Nur möchte nie jemand sagen, an welcher Schule die denn gemacht wurden. Eigenartig.

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  • #12
    Egal

    Bei aller hier genannter Kritik an Waldorfschulen, darf man dabei eines nicht übersehen: Waldorfschulen nehmen oftmals die Kinder, die im Regelschulsystem scheitern würden – so z.B. welche mit dem sogenannten ADHS/ADS-Syndrom. Diese Kinder würden sonst höchstwahrscheinlich auf Haupt- oder Sonderschulen gehen müssen, mit weitaus schlechteren Bildungschancen oftmals, denn diese Kinder will man nicht im deutschen Schulsystem beschulen – in vielen „höheren“ Schulen weigert man sich und selektiert die nach unten ab!

    die Waldorfschule leistet damit einen Beitrag manche Kinder sogenannt „begabungsgerecht“ auszubilden, die sonst geringere Chancen hätten.

    Positiv anzumerken bei der Waldorfdidaktik ist, dass praktisch-handwerkliches gleichberechtigt neben anderem Wissen steht, was sich auch bei der Berufswahl oft bemerkbar macht, da es dort oftmals viel selbstverständlicher ist, nicht in höhere und niedere Bildung zu denken.

    es bleibt dabei: ohne manche Schulen wie Waldorfschule würden die Sonderschulen in DE weit stärker frequentiert werden, ebenso die Hauptschulen – viele Eltern die ich kenne, flüchten nur deshalb auf Privatschulen, weil deren Kinder im Regelschulsystem nicht angemessen beschult werden können – die passen anscheinend nicht zum System.

  • #13
    Egal

    es wäre erfreulich von der deutschen Bildungsforschung mal einen Beitrag zum mehrgliedrigen Schulsystem zu vernehmen – das wird anscheinend kritiklos akzeptiert, obwohl jeder wissen dürfte, dass sich die Entwicklungspsychologie seit 1920 (Beginn der 4jährigen Grundschule) weiterentwickelt hat und das damals eine rein politische Entscheidung war, nicht sachliche. Dass jenes kein kindgerechtes Schulsystem ist interessiert in DE niemanden – das wird immer kritiklos hingenommen. Dagegen ist die Waldorfschule nun wirklich harmlos und weitgehend problemfrei – das Schulsystem hier kotzt manche Kinder regelrecht aus. Die will man nirgends haben – selbst bei normaler Intelligenz kommen manche auf schlechte Schulen, die eigentlich nicht ihrer „Begabung“ entsprechen.

    da hab ich doch vollstes Verständnis, wenn jemand stattdessen die Waldorfschule wählt statt eine Selektieranstalt, die permanent die Kinder miteinander vergleicht, was überhaupt nicht international üblichen Standards entspricht – normalerweise orientiert man sich anderswo an festgelegten Bildungsstandards und vergleicht nicht die Kinder untereinander, um damit selektieren zu können.

    Wo bleibt denn da die Kritik? Dann lieber mehr Waldorfschulen, die nehmen alle Kinder, die können sich die nicht aussuchen, wie es ihnen passt – die nehmen was sie kriegen. Die Gebühren sind gewöhnlich auch sozial gestaffelt und solange es in DE ein Schulsystem gibt, dass einfach nicht in der Lage ist, viele Kinder angemessen zu beschulen, sollte man nicht die Nische kritisieren. Mit den Kindern ist sicher alles in Ordnung, das Schulsystem stimmt nicht. Das gibts anderswo in der Welt auch nicht, dass man in den Schulen permanent „brauchbare“ von „weniger brauchbaren“ Kindern selektieren kann.

    also zumindest in meinem Bekanntenkreis flüchten viele vor dem Regelschulsystem, weil man ein stressfreies und kindgerechtes Lernen möchte – dafür die Eltern zu kritisieren halte ich für unangemesen. Ich würd auch kein Kind in der Regelschule einschulen.

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  • #16
    Drei Gründe für die Waldorfschule

    @ Egal, #13

    Zitat Egal: „Waldorfschulen, die nehmen alle Kinder, die können sich die nicht aussuchen, wie es ihnen passt …“

    Antwort:

    http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

    „Drei Gründe für die Waldorfschule

    (…) „Eltern berichteten wiederholt, dass Kinder vom Waldorfkindergarten und der Waldorfschule abgelehnt wurden. Die Kinder mussten u. a. bei dem Aufnahmegespräch etwas malen: ein Sechsjähriger malte z.B. ein Haus ohne Tür, wozu er kommentierend auf Nachfrage der Waldorfpädagogin sagte: »Die Tür ist hinten.« Dies wurde von ihr als ein »Anzeichen« dafür gedeutet, dass das Kind seine Seele nicht öffnen will, sie lehnte die Aufnahme ab.” (…)“

  • #17
    egal

    das muss nicht generell in jeder Waldorfschule derart sein – da arbeiten auch nur Menschen

    Tatsache ist, dass es eine Alternative für all diejenigen ist, die ihren Kindern die Selektionsanstalt ersparen wollen – ich vermisse die Kritik der deutschen Bildungsforschung am mehrgliedrigen Schulsystem – davon hört man nie etwas, dabei bedient sich generell das Schulsystem hier nicht pädagogisch sinnvoller Methoden, die anderswo üblich sind. Dazu kommt nie Kritik – das ist fast unverändert seit 1809.

    ich würde gerne mal wissen, wieso das nicht kommentiert wird von der sogenannten Bilungsforschung hier. Seltsamerweise sind damit alle einverstanden. Die Waldorfschulen nehmen oft die Kinder, die man anderswo nicht beschulen will – die haben vielleicht wenige mit Migrationshintergrund, aber dafür oft die Zappeligen, die man anderswo ebenso wenig haben will. Und mit vielen Privatschulen ist es genauso – die nehmen oft das, was im Regelschulsystem nicht gut zurecht kommt – was besseres wird einem hier in vielen Gegenden ja nicht geboten – manch einer fährt sein Kind 2 Stunden quer durch ein Bundesland, damit es „begabungsgerecht“ beschult werden kann.

    http://www.privates-gymnasium.de/

    wieso hört man dazu nie etwas von der sogenannten Bildungsforschung hier?

  • #18
    Stefan Laurin

    @egal: So war das in meiner Schulzeit (80er). Auf die Privatgymnasien gingen die Deppen mit reichen Eltern, die auf dem Gymnasium nie ein Abitur bekommen hätten. Die mussten es sich dann kaufen 🙂

  • #19
    egal

    @Laurin

    das spielt keine Rolle – Deutschland schiebt seine Kinder ständig auf schlecht gemachte Schulen ab! Und das gravierende ist, dass diejenigen, deren Eltern sich nunmal keine private Schule leisten können, gnadenlos untergehen und nach unten duchgereicht werden – die können nicht so schnell aus dem Schulsystem fliehen. Dann landet halt das ADS/ADHS-Kind von armen Leuten auf der Sonderschule oder Hauptschule. Ihr schiebt hier die ganze Zeit kleine Kinder ab und findet das normal! Ein solches Land ist krank! 10jährige unterteilt man nicht in wertvoll und wertlos ein. Was ist das für eine Mentalität hier? Das hinterfragt hier nicht mal einer!

    mich interessiert, wieso man in der Bildungsforschung anderer Länder zu solch gravierend anderen Ansichten als in DE kommt! Dort hält man es anscheinend nicht für vernünftig, 10jährige Kinder zu selektieren. Und die Bildungsforschung hier äußert sich oft nicht dazu – deshalb interessiert mich deren Position.

    alle Eltern wollen das gleiche, egal ob reich oder arm – die wollen für ihre kinder vernünftige Schulabschlüsse – ich mach doch niemanden daraus einen Vorwurf, dass er sein Kind nicht auf einer schlechten Schule sehen will. Da sind alle Eltern gleich. Und in vielen Gegenden gibts halt evtl. als Fluchtmöglichkeit die Waldorfschule.

  • #20
    Stefan Laurin

    @egal: Quatsch. Millionen Menschen haben in diesem angeblich so schlimmen Schulsystem ihre Abschlüsse gemacht und danach beruflichen Erfolg. Besser geht es immer, aber sich nicht mit einer Sektenschule.

  • #21
    Klaus

    10jährige unterteilt man nicht in wertvoll und wertlos ein

    Nein, man unterteilt sechsjährige in Mensch oder Dämon.

    O-Ton des großen Rudolf:

    „Dr. Steiner: Das Mädchen L. K. in der 1. Klasse, da wird irgend eine recht schlimme Verwickelung da sein mit dem ganzen Innern. Da wird auch nicht viel zu machen sein. Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, dass Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in bezug auf ihre Gestalt. Man kann nicht eine Dämonenschule errichten.

    x: Wie ist das möglich?

    Dr. Steiner: An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange für einander determiniert die hinuntersteigenden Individualitäten. Es geschehen auch Generationen, für die keine Individualität Lust hat hinunterzukommen und sich mit der Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen. Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächtnis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis.

    Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesenheit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zurück.

    Es könnte sein, dass irgendwie automatisch etwas geschehen könnte. Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da. Man kann unter Umständen in den Gehirn-Automatismen eine Pseudo-Moral züchten.

    Man redet sehr ungern über diese Dinge, nachdem wir ohnedies vielfach gegnerisch angefallen werden. Denken Sie, was die Leute sagen, wenn sie hören, hier wird erklärt, dass es Menschen gibt, die keine Menschen sind. Aber es sind Tatsachen. Wir würden auch nicht solchen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, dass manche Leute herumgehen, die gerade dadurch, dass sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Menschen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt.

    Aber wir wollen das nicht in die Welt hinausposaunen. Die Gegnerschaft ist so schon groß genug. Solche Dinge chokieren die Menschen furchtbar. Es hat einen furchtbaren Chok hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, dass ein ganz berühmter Universitätsprofessor, der einen großen Ruf hat, dass der nach einem sehr kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt ein wiederverkörperter Neger war, ein Forscher.

    Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden.“

    (Rudolf Steiner: Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919-1924, GA 300, Konferenz vom 05.07.1923)

  • #22
    egal

    die Leute stecken da ihre letzte Knete rein, damit die Kinder vernünftig beschult werden! Mit der ersten Schule (ADHS-Notschule) sind sie Pleite gegangen.

    manche Kinder brauchen nunmal ein kinderfreundliches Schulsystem! Das macht man anderswo auch so! Anderswo können sie die nicht nach unten durchreichen.
    Man muss die Leistungen der Kinder auch nicht untereinander vergleichen – auch das ist anderswo nicht üblich! Anderswo splittet man auch nicht alles auf – da arbeitet man immer mit Herz, Hirn und Hand – hier kriegt einer nur Hirn, ein anderer nur Hand.

    ich weiß nicht, ob die Bildungsforschung in Deutschland auch im 19. Jahrhundert stehengeblieben ist, aber irgendwie hab ich den Eindruck sie ist besonders rückständig.

  • #23
    Stefan Laurin

    @egal: Die Leistungen der Menschen werden immer miteinander verglichen. Auch das muss man als Kind lernen. Und man lernt es besser früh in der Schule als später im Job. Dann kanns zu spät sein…

  • #24
    egal

    andere Länder haben mittlerweile Abiturquoten von 80 bis 90% — ihr nicht – andere beschulen 80-90% ihrer behinderten Kinder in der Regelschule und das funktioniert – ihr versteckt eure vor den anderen Kindern. wie soll man so das reale Leben kennenlernen. Das besteht aus Heterogenität – nicht aus homogenisierbaren Gruppen.

  • #25
    Stefan Laurin

    @egal: Das wird ein großer Spaß wenn die Eltern merken dass die Kinder aus den LB-Schulen auf einmal im Rahmen der Konklusion Inklusion in die Regelschule kommen. Eine bessere Werbung für Privatschulen hat es noch nie gegeben.

  • #26
  • #27
    Wie gut sind Waldorfschulen?

    @ egal, #22

    Zitat Egal: „manche Kinder brauchen nunmal ein kinderfreundliches Schulsystem!“

    Meinst du ernsthaft, die Waldorfschule sei „kinderfreundlich“? Lies mal diesen Erfahrungsbericht einer ehemaligen Waldorfmutter:

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

    „Wie gut sind Waldorfschulen?

    Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR (…)

    Die Wahnvorstellungen Rudolf Steiners werden in der Waldorfschule ausgelebt – mit kräftiger finanzieller Unterstützung des Staates. Dieser lässt diese Sekte schalten und walten, wie es ihr gefällt. Ohne Gegenleistung, ohne Auflagen, ohne wirksame Kontrollen. Wo leben wir? Der Gesetzgeber verpflichtet die Schulaufsicht, auch die Qualität von Privatschulen zu überprüfen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass nur kompetente, gut ausgebildete Lehrer Schüler unterrichten dürfen. Selbstverständlich sollte es auch sein, dass jederzeit die Möglichkeit gegeben ist, an eine andere, auch öffentliche Schule zu wechseln – ohne riesige Wissenslücken und seelische Schäden aus der Waldorfschule im Ranzen mitzunehmen (…)“

  • #28
    egal

    wen interessiert was jemand 1924 mal gesagt hat, das Schulsystem hier ist auch nahezu unverändert seit 1809 —

    das ist nunmal nicht Pädagogik, wie sie in anderen Ländern üblich ist – da soll ein Kind bestimmte Bildungsstandards erreichen – wen interessiert da die subjektive Meinung eines Lehrers, ob Aufsatz A besser geschrieben ist als der Aufsatz von Kind B – man muss auch nicht die Deutschleistungen von Aische und Carolin vergleichen – das ist nicht vergleichbar. Zensiert wird anderswo oft erst ab Klasse 7. In manchen Gegenden ist es schon Zufall, wer auf welche Schule kommt und in einigen Gegenden senden sie die Grundschulklassen fast geschlossen ans Gymnasium. Da kann man die letzten 4 Kinder auch gleich mitschicken – wird doch immer alberner hier.

    und dann wird hier jeder Mist zensiert – manch einer bleibt hier wegen Banalitäten sitzen. Und manch einer sitzt in der Sonderschule und hat nur sprachliche Defizite. Euer Schulsystem ist der letzte Dreck – sowas kann man keinem Kind anbieten.

  • #29
    egal

    es ist, wie sie selbst sagen: in Privatschulen landen oft diejenigen, die in den Regelschulen scheitern. Die flüchten davor.

    ich hab es oft erlebt in meinem Bekanntenkreis – wär die Regelschule gut gemacht, wären sie dort weiter zur Schule gegangen. Aber wer will schon sein Kind auf einer Hauptschule sehen – dann lieber Geld ausgeben, wenn man es sich leisten kann.

    und das Fächerangebot wär auch überarbeitungswürdig, aber so unterfinanziert wie hier auch noch alles ist — das hat hier einfach keine Priorität! Andere Länder geben mehr dafür aus.

  • #30
  • #31
    Stefan Laurin

    @Klaus: Wenn das LAnd das Geld aufbringen würde, die Schulen und Betreuungsangebote entsprechend auszubauen, in den Klassen zum Teil zwei oder drei Lehrer zu haben – ok. Dann könnte es gehen. Das wird das Land aber nicht tun. Und deswegen werden die Privatschulen profitieren. Finde ich nicht schön.

  • #32
    Klaus

    Das war eine „rhetorische Frage“. Sie haben’s ja auch bemerkt. Aber so wie Sie sich das ausmalen, wird es m.E. auch wohl nicht kommen.

  • #33
    egal

    wie gesagt, dort arbeiten auch nur Menschen und manch einer dort, bringt eine ideologische einstellung mit und ein anderer arbeitet dort, weil er bestimmte Ansätze gut findet. Es gibt auch Waldorfschulen, wo es nicht so ist.

    Des weiteren sehe ich mich in meiner Einstellung vollends bestätigt: Warum sitzen wohl 40 Kinder pro Klasse – na weil diese Eltern eine Alternative zur Selektieranstalt suchen und das Angebot ist in manchen Gegenden rar – ich hab Glück, hier bei uns gibt es dänische Schulen als Alternative, so dass ich mir dieses Schulsystem ersparen kann – gebe es sie nicht, hätt ich mich alternativ evtl. auch für eine Waldorfschule entschieden. Der gute Ansatz dort ist der Aspekt das auch keine Geringschätzung des Praktisch-Handwerklichen erfolgt und teilweise Prinizipien wie Naturerziehung einfließen -das heißt nicht, das anderes dort wiederum schlecht gemacht ist.

    es gibt gute Ansätze und schlechte, nichts würde gegen eine konzeptionelle Anpassung und Modernisierung auch der Waldorfschule sprechen

    „Suchen eine Schule ohne Leistungsdruck“ „hilfesuchende Alleinerziehende “

    was dieses Land braucht ist eine gut gemachte Schule für ALLE Kinder!! Ihr seid hier auf dem Niveau von vor 200 Jahren stehengeblieben – mit Ausnahme der Ritterschulen, die haben sie denn doch aufgelöst.

    ich hab eine gute Schule für euch gefunden – im Ausland – die ist wirklich gut gemacht und es ist für jedes Kind was dabei! Da steht praktisches Wissen gleichberechtigt neben theoretischem und die Kinder entscheiden in der Oberstufe selbst, was sie wirklich interessiert – dort macht man Outdooreducation und beschäftigt damit auch die Zappeligen und da gehts darum, bestimmte Bildungsstandards zu erreichen anstatt Kinder untereinander zu vergleichen – da wird nicht ausdifferenziert, sondern der Ganze Mensch gebildet – mit allem was dazu gehört.

    aber sowas ist hier nicht gewollt. Ausdifferenzieren ist hier ein Wahn – bis irgendwann niemand mehr die gesamte Lebenswelt mitbekommen kann. In meinen Augen hat das ebenfalls etwas wahnhaft-sektenhaftes an sich. Hier wird immer alles bis zum Letzten „Ausdifferenziert“ – überall. Das ist hier ein Wahn!

  • #34
    Stefan Laurin

    @egal: In großen Klassen sehe ich keinen Vorteil. Und vor allem ist eine individuelle Förderung von Kindern in großen Klassen nicht möglich. Das sind mir kleine Klassen, in denen auf die unterschiedliche Leistungsfähigkeit eingegangen wird besser. Mittelmaß kann kein Schulziel sein.

  • #35
    Peter

    Je schlechter das Bildungssystem der staatlichen Schule ist, desto stärker profitieren die Privatschulen.
    Vielleicht ist ja ein Schelm, wer Böses dabei denkt – aber die Privatschulen sparen dem Staat jährlich Millionen an AUsgaben im Bildungshaushalt. Redet da mal jemand drüber?

    @Stefan Laurin: Und dass Kinder heutzutage bereits am Ende der 2. Klasse Angst um ihre Versetzung ins Gymi haben müssen, halten Sie also auch für ein sinnvolles frühzeitiges sich-vergleichen-müssen? Diese Kinder sind 6 oder 7 Jahre alt.
    Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein.

  • #36
    Stefan Laurin

    @Peter: Der Staat subventioniert die Privatschulen jährlich mit Millionen. Das Geld würde ich lieber im staatlichen Schulsystem sehen, wo es alle zu Gute kommt.

  • #37
    Frage

    Mich interessiert eine Einschätzung der Leser zu dieser Antwort von Prof. Hopmann:

    “Hopmann: (…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann.

    Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist.”

    Eine Variation von “sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen” findet sich bei Klaus Prange, “Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik”, S. 86:

    “In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner öffentlicher Präsentation [der Waldorfschulen], die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist, der Eindruck, man habe es bei der anthroposophischen Pädagogik mit einer Art Mogelpackung zu tun, die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.”

  • #38
    Egal

    Das Regelschulsystem lebt auch immer noch im Zeitgeist des 19. Jahrhunderts, was Hopmann nur an der Waldorfschule kritisiert.

    Das Regelschulsystem ist in manchen Dingen sogar rückschrittlicher als die Waldorfschule. Der Handwerker muss auch in den deutschsprachigen Ländern aus dem untersten (Bildungs)stand entlassen werden!

    Das ist ein gleichberechtigter Bürger und nicht mehr der unterste, vierte Stand, der nur einfache Bildung braucht! Die gründen auch ihre Unternehmen! Und anderswo wird das ebenfalls als Higher Education oft studiert!

    Die deutschsprachigen Länder sind immer noch im Denkschema des 19. Jahrhunderts, das braucht er nicht an Waldorfschulen zu kritisieren. Was das angeht, sind sie eindeutig progressiver.

    Das Regelschulsystem lebt auch in einer obskuren Weltanschaung, die sektenartig ist – eine Bildungs- und Begabungsideologie aus dem Ständestaat des 19. Jahrhunderts – vormoderne Zeiten. Das steht anderswo alles gleichwertig nebeneinander! Und dann diese pseudowissenschaftliche Begabungstheorie, die es sonst weltweit nirgends gibt in dieser Form. Das ist gruseliger als Anthroposophie.

    Ihr müsst den 4. Stand nach oben holen, wie es sich für moderne Gesellschaften gehört. Der braucht auch mehr als nur einfache Bildung für einfache Handlanger. Das ist auch ein Wissensgebiet. Nicht immer den sozialen Status des 19. Jahrhunderts pflegen, und den einfach gebildeten Arbeiter konservieren. Auch der einfache Arbeiter bleibt anderswo oft nicht mehr bestehen – das wird immer mehr gleichgestellt – das ist immer der Bürger und der geht anderswo immer auf die gemeinsame Schule aller Bürger!

    Die meisten Privatschulen anderswo sind auch religiös geprägt – wer es mag. Eine gewisse Absonderung wird es immer geben für Randgruppen. Trotzdem teilt man niemals seine Bürger in verschiedene Bildungsstände ein. Das soll immer für alle zugänglich sein!

  • #39
    Stefan Laurin

    @Egal: Totaler Quatsch. Du kannt mit einem Meister in Deutschland studieren. Ín viele Handwerksberufe kommt man nur noch mit Abitur . die sind längst „Higher Education“. Und in Ständen zu denken ist schon etwas obskur. Und schau ich mir den Erfolg dieses Landes auf den Weltmärkten an – so mies kann das Bildungssystem – bei allen Problemen nicht sein. Offensichtlich machen es nicht alle anderen besser. Und jetzt gehen sie mal bitte auf das Interview ein – im übrigens: Alles was sie über dies Site in ihren Kreisen gehört haben stimmt 🙂

  • #40
    Andreas Lichte

    @ Egal #38

    Sehr geehrter Herr Egal,

    2 Alternativen, warum Sie hier Kommentare in Endlosschleife zur – vermeintlichen – Misere des Deutschen Bildungssystems schreiben:

    – Sie haben Prof. Hopmanns Interview nicht verstanden

    – Sie schreiben für die Waldorfschule, für den „Bund der Freien Waldorfschulen“

  • #41
  • #42
    Gertrud

    In vielfacher Variation gibt es nun mehr und weniger kritische Berichte zu Waldorfschulen, doch es fehlt die Erforschung des vorschulischen Lernens nach den Vorgaben von Rudolf Steiner. Hier stelle ich sowohl Diskussions- wie Reformbedarf fest.
    Interessieren Praxis und Theorie der Waldorfkindergärten so wenig, dass sie in keiner öffentlichen Diskussion auftauchen? Dabei werden in den ersten Jahren der Kindheit werden bekanntlich wichtige Weichen fürs Leben gestellt – darin sind sich Fachleute jeglicher Provenienz einig.
    Aus meiner persönlichen Erfahrung und dem, was ich so überblicke, sind Waldorfkindergärten noch stärker abgeschottet als die darauf aufbauenden -schulen, herrscht hier noch mehr Autoritätsglaube vor, ist keine Öffnung für konventionelle pädagogische Arbeit ersichtlich, fehlt es an Dialog.
    Auch waldorfintern wird der Kindergartenarbeit kaum Aufmerksamkeit geschenkt.
    Wer schickt heutzutage seine Kinder dorthin?
    Gerade auf dem Hintergrund der immensen Veränderungen in der Bildungslandschaft der vorschulischen Erziehung, wie sie derzeit vor sich gehen, sehe ich Waldorfkindergärten, wie sie in der herkömmlichen Bezeichnung heißen, z in der Gefahr, gänzlich abzuhängen im pädagogischen Wettbewerb, sich völlig zu isolieren.
    Wo sind die Stimmen ihrer Vertreter? Wo die kritischen Mahner?

  • #43
    Stefan Laurin

    @Gertrud: Wenn Sie etwas zu dem Thema veröffentlichen möchten, freuen wir uns auf Ihren Gastkommentar.

  • #44
    Manfred

    @ Redaktion Ruhrbarone

    Richten Sie bitte Prof. Hopmann meinen Dank dafür aus, daß ein Wissenschaftler so klare Worte für die Anthroposophie und die von ihr betriebenen Waldorfschulen gefunden hat!

    Natürlich ist die Anthroposophie eine Sekte, die einflußreichste Sekte, die es in Deutschland gibt. Die Waldorfschulen sind Sektenschulen.

  • #45
    verklaerbaer

    Sekten gibt’s doch überall !

    Wundert es einen, dass in Deutschland Schulen wie Sekten betrieben werden? Die selbe soziale Struktur (Eltern) findet man bei einer anderen Sekte, die von Steven Jobs geführt wird. Auch hier interesseiren nicht die Inhalte, niemand liest die über hundert Seiten Vertrag in denen sich der Verbraucher komplett auszieht. Man muss oder will den affigen Apfel neben dem entblödenden Sylt-Symbol (noch peinlicher die Sansibar!) auf dem Auto haben und die Geräte vor sich im Cafe auf dem Tisch, darum geht es. Wenn ich mein Kind auf die Waldorf-Schule schicke, habe ich doch as fürs Kind getan, oder? Das glauben die Eltern, damit sind sie beruhigt. Schlimmer ist es, wenn sie Überzeugungstäter sind. Diesen Gutmenschen kann und sollte man nicht mehr helfen, sie werden – wie ihre Waldorf-Kinder – im internationalen Wettbewerb untergehen.

  • #46
    Stefan Laurin

    @verklaerbaer: Jedes Produkt des Hauses Apple ist natürlich dem dümmlichen Waldorfkrempel vorzuziehen. Und wer es gut meint stellt seinem Kind einen Mac zur Verfügung. Wir kennen doch alle den wahren Satz: „Ich würde meinem Kind lieber Drogen geben als MS-DOS“

  • #47
    „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“

    Die Waldorfsekte hält sowas für richtig, wahr, erstrebenswert, Zitat Rudolf Steiner:

    „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“

    “So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn”

    usw., usw., – selber suchen, Steiner-Rassenwahn gibt es im Überfluss!

  • #48
    hinz

    Kenne einige Skinheads(Anti Rassisten) die auf der Waldorf waren-das waren wohl die vernünftigsten dort die sich nicht bereitwillig der Gehirnwäsche hingaben.

  • #49
    Joachim Roux

    Dazu sollte man diesen Link beachten und natürlich lesen:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/drei_gruende_fuer_die_waldorfschule/

  • #50
    Jeremias

    Was nützen 80-90% Abiturienten?

    Braucht ein Handwerker Abitur? In meiner Jugend konnte ein Schüler mehr als ein Abiturient von heute; zumindest hatte er wesentliche Dinge gut verstanden und konnte sie aus dem Effeff.

    Ich kenne Meister, die nehmen Hauptschüler mit gutem Abschluss eher als Abiturienten.

    Natürlich sollte der Bidungsstand eines Schülers dem Standard entsprechen und nicht mit dem Bildungstand seiner Mitschüler verglichen werden. Sowas ist mir erst jetzt als ich die Kommentare von „egal“ gelesen hatte, bekannt geworden.

    Ich hatte mal ein Lehrer – ich kann mich gut daran erinnern – weil ich damals der Beste einer Klassenarbeit war, der gat sich geweigert, Die Noten nach Klassendurchschnitt zu vergeben. Er hielt stur an den Standardwerten fest. Dabei hat er stets ein kritisches auf die Standardwerte. Er zog die Bewunderung meiner Eltern auf sich, weil er immer wieder bedrängt wurde. Zum Direktor hat er immer gesagt, wenn Sie diesem Schüler eine „gute“ Note gönnen, müssen Sie das unterschreiben.

    An der Uni hatte ich einen griechischen Studienfreund. Der hat mir erklärt, daß es in Griechenland keine ausgebildeten Handwerker geschweige Meister gäbe. In Griechenland gäbe es nur Ingenieure und der müsse jeden Handgriff seinen Mitarbeitern beibringen. Deshalb halte er dieses deutsche System Ausbildung zur Fachkraft und Weiterbildung zum Meister, Techniker, Ingenieur von der Ingenieurschule und Ingenieur von der Hochschule(Uni) für toll. Und jetzt wisse er auch, warum Deutschland eine fühende Industrienation sei.

    Und die Einteilung Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium sei auch sinnvoll, da er in seiner Schulzeit beobachtet habe, daß viele Mitschüler gar nicht solange auf der Schule sein wollten, sondern lieber gleich handwerklich arbeiten wollten. Deshalb sei er dafür, daß die Hauptschule nur fünf Jahre(so war es in meiner Jugend), und die Realschule nur sechs Jahre dauern sollte. Und genau diese Schüler hätten die Lernwilligen bis zum Abitur behindert.

    Und fürs Sprachenlernen gibt es heute ein breites Angebot: Einfache Kommunikation, ReiseKommunikation, Kommunikation für Technik oder Business. Ein Hobbes und weitere Philosophen interessiert praktisch nur Anglistiker, Romaniker, Philosophen, Ärchaologen usw.

  • #51
    oh là là

    @ Jeremias

    „Sprachenlernen“ mit Rudolf Steiner:

    “Einen Anfang kann sie [die Waldorfschule] nur machen durch jenes Verständnis, welches unsere Lehrerschaft entgegenbringt dem Charakter des Französischen, daß man es so behandelt, daß man sich bewußt ist, man bringt eigentlich eine Dekadenzerscheinung in die Schule hinein; das muß man nicht den Kindern sagen, aber man sollte sich schon darüber klar sein.”

    “Was die französische Sprache aufrecht erhält, ist der Furor, das Blut der Franzosen. Die Sprache ist eigentlich tot, und sie wird als Leichnam fortgesprochen. Das ist am allerstärksten an der französischen Poesie des 19. Jahrhunderts hervorgetreten. Korrumpiert wird die Seele ganz sicher durch den Gebrauch der französischen Sprache. Sie gewinnt nichts als die Möglichkeit einer gewissen Phraseologie. Das wird auch übertragen auf andere Sprachen bei denjenigen, die das Französische mit Enthusiasmus sprechen.

    Es liegt dies vor, daß gegenwärtig die Franzosen dasjenige, was ihre Sprache als Leichnamssprache aufrechterhalten hat, das Blut, auch noch selbst verderben. Die schreckliche Kulturbrutalität der Verpflanzung der schwarzen Menschen nach Europa, es ist eine furcht bare Tat, die der Franzose an anderen tut. Sie wirkt in noch schlimmerer Weise auf Frankreich selbst zurück. Auf das Blut, auf die Rasse wirkt das unglaublich stark zurück. Das wird wesentlich die französische Dekadenz fördern. Das französische Volk als Rasse wird zurückgebracht.”

    Rudolf Steiner, “Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule 1919 bis 1924″

  • #52
    Leo

    Wer genau wissen möchte, warum Waldorf-Schulen – trotz der erschröcklichen Enthüllungen von Journalisten und des vernichtenden Urteils von akademischen Schwergewichten – bei ‚Eltern so beliebt sind, der lese nochmal Kommentar #4:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-%e2%80%9eman-kann-nicht-nur-ein-%c2%bbbisschen%c2%ab-waldorf-sein%e2%80%9c/comment-page-1/#comment-92735

    Das ist die nackte Wahrheit, oder, wie die Angelsachsen es ausdrücken, „the white elephant in the room“.

    Kaum ein Waldorf-Lehrer und noch viel weniger die Eltern von Waldorf-Schülern glauben an den ganzen Esoterik-Tinneff. Es geht einfach nur darum, einen Ort zu haben, an dem die Kinder angstfrei lernen können.

  • #53
    Tiger

    @ Leo

    „die nackte Wahrheit“, oder “the white elephant in the room”:

    “Hier ist einfach weniger Ghetto”

    es lebe die ausländerfreie Waldorfschule!

  • #54
    Leo

    @Tiger

    Exakt. Wobei es keine Rolle spielt, ob man das gut findet oder nicht.

    Wenn der sechste Geburtstag des Erstgeborenen naht, spielt die Weltanschauung keine Rolle mehr.

    Es gibt unzählige Zeitgenossen, die an kein übersinnliches Wesen glauben und die Vorstellung für absurd halten, dass ein Toter nach 3 Tagen auferstanden soll. Dennoch werden Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Junior einen Platz in der katholischen Bekenntnisschule zu sichern.

  • #55
    Tiger

    @ Leo

    verstehe ich dich richtig? Findest du es empfehlenswert, seine Kinder der Sektenschule Waldorfschule anzuvertrauen, nur weil man dort vor Ausländern sicher ist?

    unterschreibst du das: „es lebe die ausländerfreie Waldorfschule!“

  • #56
    Leo

    @Tiger

    Für die Beliebtheit von Waldorf-Schulen – und um die geht es ja in dem Artikel – sind Faktoren maßgeblich, die mit der Waldorf-Pädagogik nichts zu tun haben.

    Ich selbst war mal an einer Schule, an der ich der einzige Deutsche war, und es war eine gute Erfahrung. Das war aber in einem anderen Land und vor langer Zeit.

  • #57
    Drei Gründe für die Waldorfschule

    „Drei Gründe für die Waldorfschule

    (…) Viele Eltern wissen aber ganz genau, was sie tun, wenn sie sich für eine Waldorfschule entscheiden. Im folgenden werden drei Gründe für deren Schulwahl behandelt, die ich vorweg als Thesen formuliere:

    These I: Die Leistungen des Kindes sind zu schwach, um auf einer öffentlichen Schule zu bestehen. An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter.

    These II: „Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

    These III: „Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern (…)“

    hier ausgeführt: http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

  • #58
    Klaus

    Kaum ein Waldorf-Lehrer …

    Nö, klar, die „Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft“ hat mit Rudolf Steiner praktisch nichts am Hut und im „Bund der Freien Waldorfschulen“ ist er nahezu unbekannt.

    Und wer sollte solchen Unsinn glauben?

  • #59
    Elementarwesen

    Zu Prof. Hopmanns Antwort: „… sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun.“

    http://www.erziehungskunst.de/artikel/ohne-elementarwesen-laeuft-nichts/

    “Ohne Elementarwesen läuft nichts!

    … Zu Besuch bei Elementarwesen in Susannes Wohnung

    Gestern war ich bei Susanne, sie wollte einige Wesen ihrer Wohnung kennenlernen. Ich zeigte ihr im Esszimmer neben der Küchenzeile das Wohnungswesen, das man in einem Durchmesser von etwa siebzig Zentimeter und einer Höhe von etwa 1,50 Meter erleben konnte. Sie stellte sich hinein und fühlte sich geerdet, mit seelischer Wärme durchströmt und konnte sich in der Vorstellung gut in alle Zimmer ausbreiten. Ich bat sie, zwei Schritte weiterzugehen und zu vergleichen. All die Erlebnisse waren weg, der Vergleichsort fühlte sich seelisch leerer an – dort ist eben kein besonderes Elementarwesen. Das Wohnungswesen koordiniert alle Elementarwesen der Wohnung, lebt sehr stark das soziale Leben der Menschen mit und ist deshalb ein geeigneter Ansprechpartner. Deshalb bat ich Susanne, das Wohnungswesen einmal direkt anzusprechen. Sie meinte, sie könne das nicht. Ich sagte: »Du musst es einfach tun und das Wohnungswesen ernst nehmen.« Sie versuchte es und sagte: »Ich habe den Eindruck, dass ich mich erst mit dem Wesen noch mehr anfreunden muss, bevor eine differenziertere Kommunikation möglich ist.« Doch das war schon das erste Gespräch mit dem Wohnungswesen! Susanne tastete dann noch mit den Händen das Wesen, das sich dichter und pelziger anfühlte als die Umgebung.

    Ich suchte weiter. In einer Ecke des Esszimmers saß ein Zwerg. Dieser war sehr fest geformt, etwa einen halben Meter hoch, darüber wurde es sehr licht, weit und weise. Schnell begriff ich, dieser Zwerg ist viel schlauer als ich, er besitzt Weltenweisheit. Dieser Zwerg hat keine spezielle Aufgabe in der Wohnung, sondern ist ein direkter Begleiter von Susanne und lebt in ihrer Aura. Sie bekommt durch ihn einen intuitiven Überblick und kann mit seiner Hilfe zum Beispiel bei Beratungen die Biographie eines Menschen schnell überschauen. Ich ging weiter in das Wohnzimmer. Vor dem Fenster fand ich einen größeren Bereich voller Bewegung und träumender und leicht melancholischer Weisheit: das Wasserwesen der Wohnung. Im Flur zwischen WC und Bad entspannt sich das Herz und wird zufrieden, eine sehr feine Stimmung. Ich bat Susanne, an etwas zu denken, über das sie sich sehr gut ärgern kann. Doch es wollte ihr nicht gelingen. Sie kam in den Ärger nicht hinein. Denn dieses Elementarwesen hat eine harmonisierende, erlösende Wirkung und verwandelt Wut in Verständnis.

    Es gibt heute an jedem Ort nicht nur Erdwesen, Wasserwesen, Feuerwesen und Luftwesen, sondern überall noch eine fünfte Art: die Christus-Elementarwesen. In der Wohnung von Susanne wird man von einem solchen gleich im Flur empfangen. Diese Christuselementarwesen setzen vor Ort das um, was Rudolf Steiner die »Erscheinung des Christus in der Ätherwelt« genannt hat. Doch ich habe keinen Platz, um mehr darüber zu schreiben, oder darüber, wie unser Seelenleben und Karma aus Elementarwesen gebildet wird oder wie es den Wesen in technischen Geräten geht oder wie wir dem Körperelementarwesen bei der Heilung helfen können. Deshalb kann ich nur ermuntern, sich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen. An jeder Ecke des Lebens arbeiten Elementarwesen mit. Ohne sie läuft nichts!

    Zum Autor: Thomas Mayer bietet zusammen mit Agnes Hardorp Seminare und Schulungen in anthroposophischer Meditation an.”

    http://www.erziehungskunst.de/impressum/

    Impressum

    Herausgeber:
    Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
    Wagenburgstr. 6
    D-70184 Stuttgart

    erziehungskunst.de ist das Online-Portal der Zeitschrift Erziehungskunst.
    Diese ist Organ folgender Verbände:

    • Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
    • Internationale Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V.
    • Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
    • Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.

    Redaktion:

    Dr. Ariane Eichenberg, Mathias Maurer, Henning Kullak-Ublick, Lorenzo Ravagli

  • #60
    Ex-Waldi

    Zu den drei (angeblichen) Gründer für die Waldorfschule.

    „These I: Die Leistungen des Kindes sind zu schwach, um auf einer öffentlichen Schule zu bestehen. An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter.“

    Ich würde die These I abändern: Die Leistungen mancher Kinder sind zu schwach, um auf einem öffentlichen Gymnasium zu bestehen und landen deshalb auf einer Waldorfschule.
    Die Abschlüsse (Abitur, Realschulabschluss) sind an Waldorfschulen nicht leichter als an Regelschulen, da Schulabschlüsse von den Schulministerien der jeweiligen Bundesländer vorgegeben und von diesen abgenommen werden.

    „These II: „Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.“

    Das Schulgeld an Waldorfschulen ist meist sozial gestaffelt und richtet sich nach dem Einkommen der Eltern. Von 5 Euro bis zu mehreren tausend Euro pro Monat ist so ziemliche alles dabei. Neben Schulgeld und Spenden der Eltern sind Waldorfschulen häufig auf die aktive (handwerkliche, logistische …) Mitarbeit der Eltern angewiesen.
    Die Behauptung Waldorfschulen seien „ohne Ausländer“ ist nicht zutreffend. Jedoch haben Waldorfschulen einen deutlich geringeren Ausländeranteil als Regelschulen.

    „These III: „Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern (…)”“

    Eltern die ihre Kinder auf Waldorfschulen geben sind keine homogene Gruppe, hierfür gibt es unterschiedliche Motive. Tendenzielle trifft man an Waldorfschulen jedoch gerne auf Eltern mit ausgeprägtem Interesse an Kunst, Kultur, Literatur, Musik, Theater, Philosophie, Mystik, Ökologie, Spiritualität, Komplementärmedizin, alternativen Gesellschaftsformen …

  • #61
    Stefan Laurin

    @Ex Walidi: „Tendenzielle trifft man an Waldorfschulen jedoch gerne auf Eltern mit ausgeprägtem Interesse an Kunst, Kultur, Literatur, Musik, Theater, Philosophie, Mystik, Ökologie, Spiritualität, Komplementärmedizin, alternativen Gesellschaftsformen …“ Ich übersetz das mal: Spinner…

  • #62
    Ex-Waldi

    @ Stefan Laurin

    Ja, auf der Waldorfschule traf ich vereinzelt auch auf Eltern und Lehrer die ich subjektiv als Spinner bezeichnen würde. Ähnliche Erfahrungen habe ich jedoch auch außerhalb der Waldorfschule gesammelt.

  • #63
    Martin

    @ Ex-Waldi

    willst du einfach mal loswerden, daß du dich in der Sektenschule Waldorfschule pudelwohl fühlst?

  • #64
    Ex-Waldi

    @ Martin

    Sowohl auf der Berufsschule und der Fachoberschule (Abendschule) habe ich mich eindeutig wohler als auf der Waldorfschule gefühlt. Mit ein Grund warum mein Sohn heute eine Gymnasium besucht. Meine Zeit als Waldorfschüler ist schon fast 20 Jahre her. Trotz aller Kritik, habe ich auch gute Erinnerungen an diese Zeit.

  • #65
    Waldorf-Spinner

    Waldorf-Spinner: Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg:

    „Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler: …“

    „Waldorfschule: Physik vom Hellseher“, http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-detlef-hardorp-lautsprecher-der-anthroposophie/

  • #66
    Friedrich

    „Waldorf-Spinner Dr. Detlef Hardorp“ ist eine Verharmlosung, denn:

    „Hardorp ist in mehrere Skandale verwickelt“ siehe:

    http://psiram.com/ge/index.php/Detlef_Hardorp

  • Pingback: Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte | Ruhrbarone

  • #68
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei. Von unserem Gastautor Andreas Lichte (…)

    (…) Im Interview für die Ruhrbarone befragte ich Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, zu Steiners Jahrsiebten:

    „Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun.“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

  • Pingback: zoom » Waldorfschulen und Rudolf Steiner: Rassismus zu Multikulti umdeuten? «

  • #70
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti

    Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, behauptet, dass sich Rudolf Steiner für eine multikulturelle Gesellschaft engagiert habe (…)

    (…) Es ist also besser, niemals ungeprüft einem Funktionär der Waldorfschulen zu glauben, und schon gar nicht Detlef Hardorp, denn was ist von einem Anthroposophen zu halten, der wie Hardorp auch noch Rudolf Steiner zum eigentlichen Entdecker der Quantenphysik verklärt?

    Die Einordnung von Rudolf Steiners Rassimus überlasse ich Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, den ich für die Ruhrbarone interviewte, Zitat Hopmann:

    „Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist.“

    zum vollständigen Artikel:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-dr-detlef-hardorp-verkauft-rudolf-steiners-rassismus-als-multikulti/

  • #71
  • Pingback: Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein. | Ruhrbarone

  • Pingback: zoom » Badische Zeitung feiert Rudolf Steiner -Kritik nicht erwünscht? «

  • #74
    Waldorfschule Sekte

    Waldorfschule als Sekte:

    “Freie Waldorfschule Kempten: Ein ehemaliger Schüler berichtet

    (…) Diese Schule ist eine Sekte, die meiner Meinung nach komplett verboten werden sollte. Vor allem ist es unerhört, dass so etwas noch mit Steuergeldern unterstützt wird (…)“

    http://blog.psiram.com/2011/11/freie-waldorfschule-kempten-ein-ehemaliger-schuler-berichtet/

  • #75
    Waldorfschule als Sekte

    “Wie gut sind Waldorfschulen?

    (…) Die Wahnvorstellungen Rudolf Steiners werden in der Waldorfschule ausgelebt – mit kräftiger finanzieller Unterstützung des Staates. Dieser lässt diese Sekte schalten und walten, wie es ihr gefällt (…)“

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

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  • #80
    Andreas Lichte

    “Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule“

    http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

  • #81
    Andreas Lichte

    “Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird (…)”

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

  • #82
    Andreas Lichte

    “Hitler, Steiner, Mussolini

    (hpd) Andreas Lichte beschreibt eine in Deutschland weitestgehend unbekannte historische und aktuelle Situation in Italien und kommt in seinem Artikel „Zur Anthroposophie im italienischen Faschismus und ihrer anthroposophischen Rezeption heute“ zu belegten Darstellungen und Schlussfolgerungen, die ein helles Licht auf die Implikationen der Anthroposophie werfen.

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird: Man erklärte, dass Waldorfschulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischen Staat im Großen anstrebt“.(1) Wurde die Anthroposophie von den Machthabern in Deutschland letztlich als weltanschauliche Konkurrenz wahrgenommen, so war sie in Italien eine willkommene „spirituelle“ Ergänzung des Faschismus. Hier konnten Anthroposophen ihren Traum von der „überlegenen arischen Rasse“ (2) ausleben, und daran arbeiten, Rudolf Steiners programmatische Aussage „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ (3) zu verwirklichen.

    „Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses großen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.“ (4) (…)“

    weiter: http://hpd.de/node/12972

  • #83
    ich

    Anmerkung zum Leser „egal“. Deswegen Argumentationsweise ist ein schönes Beispiel für den Jargon der Eigentlichkeit.

  • #84
    Andreas Lichte

    “Liebe (Waldorf-) Schüler, helft mir mal beim Französisch! („Un homme et une femme“)

    (…) Warum ich ausgerechnet Waldorfschüler anspreche? C’est tout simple: Der Begründer der Waldorfschulen, Rudolf Steiner, hielt Französisch für „tot“, „dekadent“, und wollte es „abschaffen“. Siehe unten. „Der Reiz des Verbotenen“ – für Waldorfschüler (…)

    Rudolf Steiner über Französisch

    „Einen Anfang kann sie [die Waldorfschule] nur machen durch jenes Verständnis, welches unsere Lehrerschaft entgegenbringt dem Charakter des Französischen, daß man es so behandelt, daß man sich bewußt ist, man bringt eigentlich eine Dekadenzerscheinung in die Schule hinein; das muß man nicht den Kindern sagen, aber man sollte sich schon darüber klar sein.

    Man ist sich darüber klar, aber auf der anderen Seite ist es absolut ausgeschlossen, daß wir von der Waldorfschule den Anfang machen mit dem Kampfe für die Abschaffung der französischen Sprache. Das ist aus äußeren Gründen nicht möglich. Wir haben ja noch kein freies Geistesleben (…)“ [Seite 278]

    „Was die französische Sprache aufrecht erhält, ist der Furor, das Blut der Franzosen. Die Sprache ist eigentlich tot, und sie wird als Leichnam fortgesprochen. Das ist am allerstärksten an der französischen Poesie des 19. Jahrhunderts hervorgetreten. Korrumpiert wird die Seele ganz sicher durch den Gebrauch der französischen Sprache. Sie gewinnt nichts als die Möglichkeit einer gewissen Phraseologie. Das wird auch übertragen auf andere Sprachen bei denjenigen, die das Französische mit Enthusiasmus sprechen.

    Es liegt dies vor, daß gegenwärtig die Franzosen dasjenige, was ihre Sprache als Leichnamssprache aufrechterhalten hat, das Blut, auch noch selbst verderben. Die schreckliche Kulturbrutalität der Verpflanzung der schwarzen Menschen nach Europa, es ist eine furchtbare Tat, die der Franzose an anderen tut. Sie wirkt in noch schlimmerer Weise auf Frankreich selbst zurück. Auf das Blut, auf die Rasse wirkt das unglaublich stark zurück. Das wird wesentlich die französische Dekadenz fördern. Das französische Volk als Rasse wird zurückgebracht.“ [Seite 282]

    Rudolf Steiner, „Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule 1919 bis 1924 – Konferenz vom Mittwoch 31. Januar 1923, 16–19 Uhr“, GA 300b (…)”

    zum vollständigen Artikel: http://www.ruhrbarone.de/liebe-waldorf-schueler-helft-mir-mal-beim-franzoesisch-un-homme-et-une-femme/

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  • #87
    Andreas Lichte

    “Kann Celia Schönstedt kein Französisch? Französisch und die Waldorfschule …

    Ich fragte die Pressesprecherin beim „Bund der Freien Waldorfschulen“, Celia Schönstedt, nach einer Stellungnahme zu „Französisch“, der, Zitat Rudolf Steiner, „Leichnamsprache“, die „die Seele korrumpiert“ (…)”

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/kann-celia-schoenstedt-kein-franzoesisch-franzoesisch-und-die-waldorfschule/

  • #88
    Andreas Lichte

    Das Interview „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“ wurde auch von “Psiram” (vormals EsoWatch) übernommen, hier:

    http://blog.psiram.com/2011/07/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #89
    Andreas Lichte

    Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…) „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1

    Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3 (…)

    Kontinuität bis in die Gegenwart: Atlantis und die Rassen

    „Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus, schrieb Karutz 1934, »gewinnt man auch die positive Einstellung zur Rasse wieder, die unter dem wissenschaftlichen Materialismus verlorengegangen war«31: »Die nationalsozialistische Völker- und Rassenpolitik ist in der geistigen Wirklichkeit verankert.«32

    Um die Zusammengehörigkeit von anthroposophischer und nationalsozialistischer Rassenlehre zu dokumentieren, zitierte er Steiner und Hitler nebeneinander als Beweis, »dass sich hierin die auf Blut, Boden, Vererbung aufgebaute Weltanschauung des Dritten Deutschen Reiches und die Geisteswissenschaft nicht widersprechen«.33

    Karutz erklärte: »Der Nationalsozialismus ist, vielen unbewusst, tatsächlich eine geistige Bewegung, Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht.«34“35

    „Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht“ – und von denen auch noch in der Gegenwart „gesprochen“ wird, in Waldorfschulen, wenn „Atlantis“ und die darauf folgenden anthroposophischen „Kulturepochen“36 unterrichtet werden. Die Kultusministerien und Schulaufsichten scheinen sich nicht dafür zu interessieren, wenn damit in Waldorfschulen Rassismus in „kindgerechter Form“ vermittelt wird – und die Eltern?

    O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“:

    „Mutter: »Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.«

    SWR: »Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …«“ (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

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  • #91
    Andreas Lichte

    „Grundschule mit Astralleib

    taz, 01.10.2012, VON BERND KRAMER

    In Hamburg sollen erstmals Waldorflehrer an einer staatlichen Schule unterrichten. Kritiker verweisen auf die esoterischen Wurzeln der Pädagogik (…)

    Heiner Ullrich, Professor für Erziehungswissenschaften an der Uni Mainz, verweist darauf, dass 90 Prozent der Waldorf-Pädagogen eine Befragung zufolge fest in der Anthroposophie Rudolf Steiners verhaftet sind: „Ein so hohes Maß an weltanschaulicher Geschlossenheit gibt es nicht einmal mehr an katholischen Privatschulen“, sagt Ullrich. Steiner glaube beispielsweise an Reinkarnation und ging davon aus, dass Kinder sich in Sieben-Jahres-Rhythmen entwickeln und mit der Pubertät einen farbig-leuchtenden Astralleib als Hülle um ihren Körper gebären – Erkenntnisse, die Steiner mittels Hellsicht gewonnen haben will und die der modernen Erziehungswissenschaft widersprechen. (…)

    Ursula Caberta, einst Sektenbeauftragte und jetzt Jugendschutzreferentin, kritisiert das Vorhaben ihrer Senatskollegen: „Was da passiert, ist völlig unmöglich. Da wird eine staatliche Schule für die abstrusen Lehren von Rudolf Steiner geöffnet.“ (…)

    An den Erfolg des Hamburger Schulversuchs glaubt Ullrich indes nicht: „Am Anfang mag es vielleicht ein paar Berührungspunkte geben“, sagt er. „Aber sobald die Waldorfkollegen bei der Schülerbeurteilung von astralischen Kräften oder von Reinkarnation sprechen, werden die staatlichen Lehrer wohl sagen: bitte nicht!““

    http://www.taz.de/Staatliche-Schule-mit-Waldorfpaedagogik/!102733/

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  • #93
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg

    von Andreas Lichte, Berlin, 3. September 2012 (…)

    Vorab per E-Mail an: Senator Ties Rabe / Prof. Dr. Stefan T. Hopmann (…)

    Rudolf Steiners „Jahrsiebtelehre“:

    Die Waldorfpädagogik übernimmt die in der Anthroposophie übliche Einteilung des Menschen in „Wesensglieder“. Diese „Wesensglieder“ entwickeln sich laut Rudolf Steiner in zeitlichen Abschnitten von 7 Jahren, den „Jahrsiebten“. Dazu sagt Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview „Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein“4, Zitat:

    „(…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das ‘Ich’ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Prof. Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)“ (…)

    zum vollständigen offenen Brief an Senator Ties Rabe: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-in-staatlicher-traegerschaft-offener-brief-an-senator-ties-rabe-hamburg/

  • #94
    Andreas Lichte

    „Esoterik an Waldorfschulen – Bildung dank ‘Bildekräften’: Lest Rudolf Steiner!

    Die aktuelle Debatte um die Gründung einer „staatlichen Waldorfschule“ in Hamburg wirft die Fragen auf: Soll Anthroposophie zum staatlichen Schulprogramm zählen? Wie esoterisch ist die Waldorfschule? Von unserer Gastautorin Jana Husmann (…)

    Steiner im Unterricht?

    Schon das anthroposophische Fach Eurythmie, welches das „Tanzen des eigenen Namens“ über Waldorfkreise hinaus bekannt gemacht hat, zeugt indes vom Einfluss der Steinerschen Lehre im Unterricht. Warum auch nicht, mag man angesichts des harmlosen Gehopses denken. Weniger entspannt dagegen sind Berichte zur Bedeutung von Steiners Welt- und Menschenbild im Geschichtsunterricht. So wurde in den letzten Jahren verschiedentlich problematisiert, dass sich Steiners obskure Vorstellungen von „Rassen“ und „Atlantis“ in Mitschriften von Schülern der fünften Klasse wiederfanden. Wie erklärt sich die Vermittlung derartiger Inhalte, wenn die Anthroposophie im Unterricht inhaltlich doch eigentlich keine Rolle spielt?

    Das Waldorf-Konzept ist von einer Diskrepanz getragen: Man wirbt mit Steiners vermeintlich „ganzheitlicher“ und künstlerisch ambitionierter Pädagogik als Erziehungskonzept, negiert jedoch weitgehend den Einfluss der Steinerschen Lehre (und damit seiner okkultistischen Weltanschauung) im Unterricht. Die Abgrenzung von anthroposophischen Inhalten wird vorgeblich dadurch plausibilisiert, dass Steiners Schriften im Unterricht nicht gelesen werden. Demgegenüber steht jedoch die Praxis der Lehrerausbildung, in der die Lektüre diverser Steiner-Schriften (ca. 350 Bände der Gesamtausgabe stehen zur Verfügung) und die Vermittlung des anthroposophischen Welt- und Menschenbildes einen zentralen Stellenwert einnehmen. Die künftigen Lehrkräfte müssen Steiners hellseherische Weisheiten also büffeln, bevor sie die Schüler mit anthroposophischer „Erziehungskunst“ beglücken. Die Ideen Steiners, so der dahinter stehende Gedanke, sollen pädagogisch „indirekt“ vermittelt werden. Mit Blick auf diese Praxis spricht etwa der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange von einer „Technik der Indoktrination“.[i] (…)“

    zum vollständigen Artikel von Dr. Jana Husmann: http://www.ruhrbarone.de/esoterik-an-waldorfschulen-bildung-dank-bildekraeften-lest-rudolf-steiner/

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  • #96
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    (…) Ein einfaches und sicheres Mittel, zu sehen, was in der Waldorfschule wirklich unterrichtet wird, ist ein Blick in die Epochenhefte der Schüler. Dies erklärt sich so:

    Die Waldorfpädagogik übernimmt die in der Anthroposophie übliche Einteilung des Menschen in „Wesensglieder“. Diese „Wesensglieder“ entwickeln sich laut Rudolf Steiner (1861–1925) in zeitlichen Abschnitten von 7 Jahren, den „Jahrsiebten“:

    – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt,

    – von 8–14 Jahre der Ätherleib,

    – von 15–21 Jahre der Astralleib,

    – vom 21 Lebensjahr an endlich das ‘Ich’1 – erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.

    Für die Unterrichtspraxis bedeutet das, dass der Waldorflehrer nur die Fähigkeiten ansprechen darf, die der Schüler seinem Alter entsprechend auch schon besitzt. Ein Schüler der 1sten bis 8ten Klasse, – der Klassenlehrerzeit, sie ist identisch mit dem 2ten Jahrsiebt –, verfügt laut Rudolf Steiner noch nicht über einen voll ausgebildeten „Astralleib“ oder gar ein „Ich“. Was soll der Waldorflehrer mit einem so unvollständigen Schüler anfangen? Richtig, er gibt „Frontalunterricht“ in seiner extremsten Form: Der Schüler soll nachahmen, nachahmen, nachahmen … schreibt nur ab, was ihm der Lehrer vorgibt: In den Epochenheften liegt also eine unmittelbare Wiedergabe des Lehrstoffes der Waldorfschulen vor.

    Man sollte erwarten, dass Eltern, die sich bewusst für die Waldorfschule entschieden haben, – also für eine „andere“ Pädagogik entschieden haben –, dieses „andere“ auch kennen, oder kennenlernen wollen, also in den Epochenheften nachlesen, was ihre Kinder in der Schule gelernt haben. Dazu ein kurzer O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, ‘Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?’:

    „Mutter: ‘Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.’

    SWR: ‘Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …’“

    „Atlantis“. In einem Geschichtsepochenheft der 5ten Klasse. Ist Atlantis „Geschichte“? Und wie geht die Geschichte in der Waldorfschule weiter? So, die Überschriften aus einem anderen Geschichtsepochenheft:

    – Urindische Kulturepoche, 7200 v. Chr. bis 5100 v. Chr.

    – Die 2. nachatlantische Kulturepoche, Die Urpersische Kulturepoche, 5100 – 2900 v. Chr.

    – Die 3. nachatlantische Kulturepoche, chaldäisch-babylonische-assyrische Epoche, 3000 – 750 v. Chr.

    Ist das Geschichte? Nein. Es gibt keine „nachatlantischen Kulturepochen“, wie sollte es auch, wenn Atlantis ein Mythos ist? Und was sind das für absurde Datierungen? Die auch im Detail nicht besser werden:

    Im Geschichtsepochenheft wird Buddha der „Urindischen Kulturepoche“ von 7200 – 5100 v. Chr. zugeordnet. Im Standardwerk „Philosophie und Religion Indiens“ werden für Buddha folgende Lebensdaten genannt: 563 – 483 v. Chr.: Differenz ca. 5000 Jahre …

    Die Lebensdaten Zarathustras sind umstritten, in Frage kommt ein Zeitraum von ca. 1800 v. Chr. bis ca. 600 v. Chr.. Im Geschichtsepochenheft ist für die „Urpersische Kulturepoche”, der Zarathustra zugerechnet wird, aber 5100 – 2900 v. Chr. angegeben, was in jedem Fall falsch ist.

    An diesen wenigen Beispielen wird deutlich, dass im Geschichtsunterricht der Waldorfschule keine „Geschichte“ unterrichtet wird, was für jeden Laien ersichtlich ist, auch ohne Vorkenntnis der Anthroposophie. Hier würde man eigentlich kritische Nachfragen der Eltern erwarten – „Was soll das?!?” „LERNT mein Kind auch etwas in der Waldorfschule? Etwas anderes als diesen Humbug …”, aber offensichtlich werden diese Fragen nicht gestellt.

    Wenn man die Grundlagen der Anthroposophie kennt, weiss man, dass in der Waldorfschule anthroposophische Geschichtsschreibung unterrichtet wird (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

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  • #99
    Erfahrener

    Hinweis admin: Beleidigungen und Diffamierungen gelöscht

    Und natürlich kommt vom ihm auch wieder der längst widerlegte alte Rassismus-Vorwurf gegen den Schulgründer Rudolf Steiner …

    Hinweis admin: siehe zum bestätigten Rassismus Rudolf Steiners:

    3 Jahre Rudolf Steiner ist ‘zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen’ – die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) entschied, dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben

    Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’ – Rassismus im Geschichtsunterricht der Waldorfschule

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  • #102
    Andreas Lichte

    Erste deutsche staatliche Waldorfschule: Wirbt Christian Füller, taz, für die ‘Sekte’ Anthroposophie?

    Regelmässig erfreut die taz ihre anthroposophischen Leser mit der Beilage „taz THEMA Anthroposophie“. Nun wirbt Christian Füller in der taz-Rubrik „Zukunft – Bildung“ für ein höchst umstrittenes Schulprojekt, die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands, als „Zukunftsmodell für das Bildungswesen“. Wirbt Christian Füller damit für die, Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ Anthroposophie?

    Christian Füller beginnt seinen Artikel so: „Die Nachrichtenlage ist unübersichtlich, was die staatliche Waldorfschule in Hamburg anlangt. Ein Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen sammelt Unterschriften, um die Schule zu verhindern.“ Quellenangaben – z.B. einen einfachen link – hält Christian Füller offensichtlich nicht für nötig, um die „Nachrichtenlage“ zu verbessern, stattdessen versucht er es mit einer Unterstellung: „Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen …“.

    Nein, André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, und Initiator der Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ ist kein „Steiner-Hasser“. Sebastiani interessiert sich als Lehrer einer öffentlichen Schule in Bremen für „Bildung“. Irgendwann stiess er auf das Thema „Waldorfschule“ und hat sich seitdem intensiv damit auseinandergesetzt, wie bei den Ruhrbaronen hier nachzulesen ist: Waldorfschule: Versteinerte Erziehung.

    Für Sebastiani steht heute fest, dass es eine Waldorfschule ohne Anthroposophie nicht geben kann. Das ist eine Schlussfolgerung, die ich als ausgebildeter Waldorflehrer ausdrücklich bestätige: alles, was in der Waldorfschule passiert, basiert letztlich auf den Vorgaben Rudolf Steiners (1861–1925), Begründer der esoterischen Weltanschauung Anthroposophie. Über den anthroposophischen Hintergrund der Waldorfpädagogik informierte ich auch Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe in einem offenen Brief, Zitat:

    „(…) Die Waldorfpädagogik übernimmt die in der Anthroposophie übliche Einteilung des Menschen in ‘Wesensglieder’. Diese ‘Wesensglieder’ entwickeln sich laut Rudolf Steiner in zeitlichen Abschnitten von 7 Jahren, den ‘Jahrsiebten’. Dazu sagt Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview ‘Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein’, Zitat:

    ‘(…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das »Ich« – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Prof. Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun’ (…)“

    Wer sich wie Christian Füller für eine „staatliche Waldorfschule“ einsetzt, wirbt also – zumindest indirekt – für die „Sekte“ Anthroposophie. André Sebastiani warnt in der „Süddeutschen Zeitung“: „(…) eine staatliche Waldorfschule könne wissenschaftlich zweifelhafte Inhalte an Schulen salonfähig machen.“

    Wer das nicht möchte, unterzeichnet einfach die Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ …

  • #103
    Erfahrener

    admin: werden Sie Ihre „Sekten“-Propaganda woanders los. Zu Ihrem Stichwort:

    Afrika

    Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti

    (…)

    [der Anthroposoph] Max Stibbe war ein lautstarker Verteidiger der Apartheid und verbrachte das letzte Jahrzehnt seines Lebens im Weiss-regierten Südafrika. Er gründete die Waldorfschule in Pretoria, die bis heute nach ihm benannt ist.

    Stibbes Vermächtnis lebte nach seinem Tod im Jahre 1973 für Jahrzehnte weiter, nicht nur in Südafrika, sondern auch in den Niederlanden. Stibbe war eine der Hauptfiguren, die die „Rassenkunde“ zu einem Teil der Waldorfpädagogik machten. Die rassistischen Artikel, die Stibbe in den Sechzigerjahren in „Vrije Opvoedkunst“ [„Freie Erziehungskunst“] veröffentlichte, bildeten die Grundlage für „Rasse-Völkerkunde“-Kurse in Niederländischen Waldorfschulen bis weit in die Neunzigerjahre

    (…)“

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  • #106
    Andreas Lichte

    Henning Kullak-Ublick, der ‘Bund der Freien Waldorfschulen’, und die Glaubwürdigkeit

    Die von André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, initiierte Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ macht weiter Schlagzeilen. Nun berichtete auch der Deutschlandfunk. Und Henning Kullak-Ublick, Vorstand des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, hält urplötzlich eine „Waldorf-Schule light“ für möglich, nachdem diese zuvor von Waldorf-Seite entschieden abgelehnt worden war: ist Kullak-Ublick glaubwürdig? (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/henning-kullak-ublick-der-bund-der-freien-waldorfschulen-und-die-glaubwuerdigkeit/

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  • #108
    Andreas Lichte

    Ansgar Martins, waldorfblog, behauptet, dass 99% der Waldorflehrer den Scharlatan und Rassisten Rudolf Steiner unterstützen:

    „(…) Hier zeigt sich dann auch, wie weit Ullrichs Behauptung zutrifft, ‘dass 90 Prozent der Waldorf-Pädagogen … fest in der Anthroposophie Rudolf Steiners verhaftet’ seien. Auch wenn ‘nur’ ein Drittel der Waldorflehrer zu den ‘praktizierenden’ Anthroposophen gehört, scheint nicht nur für 90, sondern eher 99% eine “Waldorfschule ohne Steiner” kein anstrebenswertes Ziel zu sein. (…)“

  • #109
    Andreas Lichte

    „‘Der Sieben-Jahres-Rhythmus ist in der Waldorfpädagogik und für die Gestaltung der Arbeit mit den uns anvertrauten Kindern ein wesentliches Element’, sagt Ursula Paulus, Lehrerin an der Waldorfschule. Das ‘Jubiläum’ dreimal sieben Jahre will die Schule in Haddenhausen jetzt feiern (…)“

    „Waldorfschule wird ‘erwachsen’“, Mindener Tageblatt, 01.05.2013, http://www.mt-online.de/lokales/minden/8421395_Waldorfschule_wird_erwachsen.html

  • #110
    NöckUndine

    Hopmann: „Vielmehr werden entsprechend den Waldorflehren die Kinder unterschiedlichen Charaktertypen, Entwicklungsstufen, Seeleneigenschaften usw. zugeordnet, denen sich dann die jeweilige pädagogische Behandlung unterordnen soll. Gehörst du zum Typ A, richtet sich die Behandlung nach Verfahren B usw. Man kann das recht gut kennenlernen, wenn man sich ansieht, wie Rudolf Steiner selbst in seinen Lehrerkonferenzen Einzelfälle analysierte.“

    Die Gefahr, die Hopmann erkennt, mag bestehen. Es ist aber sicher bedenklich, unmittelbar von Steiners persönlicher Handlungs- und Denkweise auf die Handlungs- und Denkweise der heutigen Waldorflehrer zu schließen. Waldorflehrer sind heute nicht mehr die ehrfürchtigen Steiner-Jünger, die sie in den ersten Jahrzenten nach 1919 noch gewesen sein dürften.

  • #111
  • #112
    Auf der Suche nach Infos über das Waldorf-Paradox

    Hallo, bin angehende Erzieherin, informiere mich für ein Referat gerade über das Thema Steiner/Waldorf.

    Vor dem Referat hatte ich ungefähr folgenden Kenntnisstand/Meinung: Waldorfschulen sind irgendwie freier als staatliche, es gibt keine Noten. Und es gibt Vorurteile: die lernen nicht genug/das Falsche oder so, tanzen ihren Namen.
    Meine Meinung dazu war dann: Hm. Frei und so ist doch super, keine Noten auch. Also was soll das, naja, Vorurteile gibts ja überall. Wahrscheinlich sind Waldorfschulen ziemlich gut für Kinder, wenig Zwang… Abgesehn davon hab ich mich NICHT WEITER INFORMIERT – warum auch, hatte weder ein Kind, was ich dort einschulen wollte oder sonstwas damit zu tun.

    Nun habe ich mich entschlossen, Erzieherin zu werden und treffe wieder auf das Thema. Jetzt gibts ja auch Internet und so was und in kürzester Zeit merke ich (auch wenn in unseren Fachbüchern Steiner nicht krititisiert wird): Da gibts massive Kritik und zwar gruselig: Zitate von Steiner, wo man erkennt, dass er offensichtlich leicht wahnsinnig war, außerdem rassistisch. Ein Buch in dem nachgewiesen wird, dass er rassistisch war. Die Verschleierung, diffuse Aussagen von Waldorfpädagagogen („Dazu möchte ich keine Aussage machen.“ “ Da bin ich die falsche Ansprechpartnerin.“ „Ich habe mit der Antroposophie nie viel zu tun gehabt.“), Atlantis wird als Fakt vermittelt im Waldorf-Geschichtsunterricht, es wird empfohlen, die Kinder nicht gegen Masern zu impfen (weil die nötig sind, um ein guter Mensch zu werden oder so), usw.

    Aber vor allem: Eltern und (ehemalige) Schüler, die betonen, wie toll das ist, dass es da keine Noten gibt (hallo? schon mal von anderen Schultypen gehört, wo auch alles frei ist, man keine Noten hat, im Übrigen viel mehr Mitspracherecht und mindestens so viel Kreative und musische Anregung??) und dass daher die Kritik schon mal völlig unberechtigt ist.
    Was soll das?

    Was ich nicht verstehe: wenn man ein Kind hat und überlegt es auf ne W-Schule zu geben – wie kann man sich da NICHT informieren? Denn wer sich informiert, würde das nicht machen. Freiheit und Musik und alles schön und gut. Diese Sachen kann Ihr Kind auch an anderen Schulen kriegen. Aber mein Kind würde ich NIE an eine Schule tun, wo die Gefahr besteht, dass die Lehrer dort diese wahnsinnigen Sachen denken und lehren. Klar gibt es wohl genug Lehrer, die genug Scheuklappen haben, um an einer W-Schule zu unterrichten und trotzdem nicht allzuviel Anthroposophisches an die Schüler weiterzugeben. Aber wenn Sie nicht so einen Lehrer erwischen, sondern einen der andern (laut W-Schulen ja 50 Prozent oder so, die voll dahinter stehen, siehe weiter oben auf dieser Webseite)??
    Ich würde das Risiko nicht eingehen wollen, ganz ehrlich. Es gibt so viele gute Schulen, da muss ich mir nicht von vornherein eine aussuchen, wo die Chance 50 Prozent ist, dass mein Kind indoktriniert wird von Wahnsinnigen.

    Oder?

  • #113
    Auf der Suche nach Infos über das Waldorf-Paradox

    Für Eltern, die sich informieren wollen, welche Alternativen zu Waldorf es gibt (mit weniger Druck, mehr Förderung usw…), hier ein Link zu freien Schulen:
    http://www.freie-alternativschulen.de/cms/jml/images/download/adressliste.pdf

  • #114
    Wissenschaftsrat der GWUP an Senator Ties Rabe

    Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg

    Offener Brief an den Hamburger Schulsenator Ties Rabe

    Sehr geehrter Herr Senator Rabe,

    mit Unverständnis und großer Sorge haben wir Ihre Entscheidung zur Kenntnis genommen, im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein Waldorfkonzept in die bestehende Schule an der Fährstraße zu integrieren. Wir halten diese Entscheidung für ein völlig falsches Signal für den Wissenschafts- und Bildungsstandort Hamburg, die für Deutschland ein Präzedenzfall wäre, und fordern Sie dringend auf, diese Entscheidung zurückzunehmen.

    Die Waldorfpädagogik wurde durch den Esoteriker und Okkultisten Rudolf Steiner begründet und ist Teil seiner esoterischen, anthroposophischen Lehre. Sie enthält ein Sammelsurium von anti-aufklärerischen, pseudowissenschaftlichen und rassistischen Ideen. Dazu zählen beispielsweise eine esoterische Entwicklungslehre („Jahrsiebte“) und eine willkürliche Einteilung der Charaktere der Schüler und Schülerinnen in vier Grundtypen („Temperamente“). Der Waldorf-Klassenlehrer soll nach Steiner Künstler, Priester und höchste Autorität sein. Er soll das Temperament und das angebliche „Karma“ seiner Schüler, das von ihren „früheren Leben“ geprägt ist, durch „Hellsicht“ erkennen und sein pädagogisches Handeln danach ausrichten. Diese esoterischen Konzepte durchdringen alle Fächer, auch den musisch-künstlerischen Bereich. Sie sind ein zentraler Teil der Waldorflehrerausbildung und kommen bis heute im Unterricht zur Anwendung.

    Unsere Gesellschaft benötigt zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs. Dafür brauchen wir einen Unterricht, der sich an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachdidaktiken orientiert, nicht an den hellsichtigen Schauungen Rudolf Steiners. Einen Unterricht, in dem die Vielfalt der geistes- und naturwissenschaftlichen Erkenntnismethoden vermittelt wird. Einen Unterricht, der Kinder Freude und Staunen über eine Welt lehrt, die man untersuchen, erforschen und verstehen kann. Einen Unterricht, in dem die Kinder aber auch ermutigt werden, sich selbst, ihre Lehrer und das bisher Erforschte zu hinterfragen, zu testen und ihre Weltsicht gegebenenfalls zu korrigieren und zu erweitern. Das gilt auch für den musisch-künstlerischen Bereich. Mit der Waldorfpädagogik, die mit der Anthroposophie Rudolf Steiners untrennbar verbunden ist, sind diese Erfordernisse einer modernen Gesellschaft in keiner Weise vereinbar. Die Waldorfpädagogik versteht sich als geschlossenes Konstrukt, daher ist es nach unserer Ansicht nicht möglich, einzelne „positiv“ erscheinende Komponenten davon herauszupicken, ohne die schädlichen Komponenten zwangsläufig mit einzukaufen. Lapidar ausgedrückt: Ein bisschen Waldorf geht ebenso wenig wie ein bisschen schwanger.

    Wir fordern daher nachdrücklich, vom geplanten Schulversuch, der auf Kosten der Kinder geht, Abstand zu nehmen und statt esoterischer Lehren ohne Wenn und Aber eine aufgeklärte, moderne und wissenschaftliche Weltsicht ins Zentrum der Schulbildung zu stellen.

    Erläuterungen finden Sie im Anhang dieses Schreibens.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. habil. Rainer Wolf

    Vertreter des Wissenschaftsrats im Vorstand der GWUP

    Unterzeichner:

    Prof. Dr. Michael Bach
    Dr. Mark Benecke
    Prof. Dr. Dr. Ulrich Berger
    Prof. Dr. Peter Brugger
    Prof. Dr. Christoph Daxelmüller
    Prof. Dr. Edzard Ernst
    Dr. Krista Federspiel
    Prof. Dr. Dittmar Graf
    Prof. Dr. Wolfgang Hell
    Prof. Dr. Martin Hermann
    Prof. Dr. Dieter Herrmann
    Wolfgang Hund
    Prof. Dr. Bernulf Kanitscheider
    Prof. Dr. Johannes Köbberling
    Prof. Dr. Walter Krämer
    Prof. Dr. Peter Kröling
    Prof. Dr. Martin Lambeck
    Prof. Dr. Heinz Oberhummer
    Dr. Rainer Rosenzweig
    Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer
    Dr. habil. Rainer Wolf
    Prof. Dr. Hartmut Zinser.

    Die Unterzeichner sind Mitglieder des Wissenschaftsrates der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.

  • #115
    Nono

    Was für ein bornierter Unsinn!
    Zum Glück überholt die Realität diese ewrig gestrigen Miesepeter.

  • #116
  • #117
    Andreas Lichte

    „Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…)

    Anthroposophen arbeiteten in allen für sie wichtigen Praxisfeldern mit nationalsozialistischen Organisationen zusammen, im Überblick:

    – Waldorfschulen: „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1 Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3

    – Anthroposophische Medizin: „Die Vereinigung anthroposophischer Ärzte stellte eine Hauptstütze der NS-treuen »Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde dar«.“4

    – „Biologisch-dynamische“ Landwirtschaft: „1935 wurde der »Reichsverband für biologisch-dynamische Wirtschaftsweise« korporatives Mitglied der nationalsozialistischen »Deutschen Gesellschaft für Lebensreform« (Motto: »Die Weltanschauung der Deutschen Lebensreformbewegung ist der Nationalsozialismus«).“5

    (…)“

    zum Artikel, einer Zusammenfassung der Forschungsergebnisse des Historikers Prof. Peter Staudenmaier: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

  • #118
    Becker Julian

    Da fällt einem ja nix mehr zu ein meine Familie sind Antroposophen und ich bin es nicht ich finde teile gut und teile nicht aber rechts ist Rudolf Steiner nicht.Man sollte sich keine Meinung über Antroprosophen bilden wenn man nur eine Zeitung wie Erziehungskunst liest.Und es gibt in jeder Gruppierung Radikale diese gleich mit allen gleich zu stellen ist nicht gerechtfertigt.Sind Pfadfinder alle Rechts oder Katoliken alles Kinderficker??Nein nur einzelne und bei den Pfadfindern die Grupierung Wandervögel von diese werden aber ausgegrenzt und nicht geduldet sie dürfen auf keinem lager teilnehmen.Das gleiche gilt für die Antroposophie in dieser gibt es auch einzelne abgedrehte aber das sind vielleicht 10% und die anderen 90% Alles nazis die auf dem besen ums feuer reiten??Die Waldorfschule ist ein Ort der nicht für jedes Kind geignet ist ich hatte vorurteile wollte nie dahin bin von der Hauptschule dahin weil es eh keine perspektiven mehr für mich gab und was bin ich jetzt Student.Die Waldorfschulen von heute sind nicht mehr mit denen von vor 10Jahren zu vergleichen. Damals durfte man noch nichtmal ein Totenkopf T-Shirt anziehen und heute kann jeder kommen wie er will es ist nix mehr anthro es gibt zwar noch fächer wie Eurethmy und Werken und gartenbau aber wo ist gartenbau und werken verkehrt??Eurethmy ist eine Sache die ein bischen komplizierter ist und nicht leicht zu verstehen ist.Aber diese hat auch gute seiten sie ist ein bischen wie yoga und sport mit musik die zeiten wo man in kleid als junge über die Bühne rennt sind auch so ziemlich vorbei. Und Bio Landwirtschaft wer heute nicht bio ist wird fast so blöd ageschaut wie ein Raucher.Und nein ich kaufe kein bio ist zu teuer.Die meißten Hollywoodstars waren in einer Waldorfaschule warum weil sie teuer sind und einen guten Ruf haben und man Später sozialer ausgebildet ist als an einer Staatsschule.Wiegesagt ich regen so Artikel wie den obrigen auf weil er einfach die Fakten verdreht.Rudolf Steiner hat was rechtes gesagt ja mehrer sachen aber als Beispiel wie man es nicht machen sollte wenn man natürlich genau die zwei rechten sätze rauschreibt und sagt ha nazi gefunden dann frag ich mich warum es dann noch katholiken gibt oder gewisse Redneckreligionen.Ich bin Evangelisch also nix Anthroreligion.Wenn ein Professor so einen Artikel schreibt dann sollte er sich auch korrekt informieren!!!!!

  • #119
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  • #121
    Andreas Lichte

    „Eliten an die Waldorfschule – Strickzeug statt Smartphone

    FAZ, 6.8.2014 (…)

    Totalitär und esoterisch oder einfach nur gut behütet?

    Diese Ergebnisse sagten gar nichts aus, beklagt ein Bildungsforscher von der Universität Wien: Denn es fehle eine Vergleichsgruppe. Waldorfschüler kämen überdurchschnittlich oft aus gut situierten, bildungsbürgerlichen Familien, sagt Stefan Hopmann. Mit Gymnasiasten aus entsprechenden Milieus müsste man ihre Karrierewege daher vergleichen, um eine Aussage über den Schulerfolg treffen zu können. Er zweifelt daran, dass es jemals eine solche unabhängige Untersuchung über Waldorfkarrieren geben wird: „Die möchten sich nicht über die Schultern gucken lassen.“ Aber Hopmann sagt, die meisten Waldorfschüler „überstehen die Schulzeit relativ unbeschadet“. Der Einfluss der Schule auf den späteren Lebenserfolg sei ohnehin relativ gering.

    Hopmann ist ein erklärter Gegner der Steinerschen Pädagogik. Er hält Anthroposophen für eine esoterische Sekte, spricht von „totalitärer Pädagogik“ und findet den Unterricht an manchen Waldorfschulen so subtil indoktrinär, dass es selbst die meisten Eltern nicht bemerkten. Doch auch er sagt: Waldorfpädagogik sei zunehmend für eine breite Mittelschicht attraktiv. Denn das gehobene Herkunftsmilieu der Kinder gefalle vielen Eltern. Und das Milieu an einer Schule sei, neben der Entfernung zum Wohnort, das entscheidende Kriterium für die Schulwahl. Für pädagogische Konzepte hingegen interessieren sich nur wenige Eltern. „Ich nehme an, dass die meisten Eltern nicht eine Zeile Rudolf Steiner gelesen haben in ihrem Leben.“

    (…)“

    zum vollständigen Artikel der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/waldorfschulen-unter-die-lupe-genommen-13075296.html

  • Pingback: „Gute Karriereaussichten“ für Waldorfschüler – wie das? @ gwup | die skeptiker

  • #123
    Andreas Lichte

    „Rudolf Steiner, ‘Philosoph’?

    (…)

    Von den Eltern kommt keine ernstzunehmende Kritik an Rudolf Steiner und seiner „Waldorfpädagogik“, die für den Bildungswissenschaftler Prof. Dr. Stefan T. Hopmann ein „heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze“ ist. Steiner ist schließlich der Begründer der Schule, für die man sich „bewusst“ entschieden hat, auch bereit ist, Schulgeld zu zahlen: Kritik an Steiner würde bedeuten, sich selbst in Frage stellen zu müssen.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/01/rudolf-steiner-philosoph/

  • #124
    Andreas Lichte

    „Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’

    Rudolf Steiner (1861–1925) behauptete, Einblick in die „Akasha-Chronik“, ein geistiges Weltengedächtnis in der „Ätherwelt“, zu haben. Über diese „Chronik“, in der alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten seien, schreibt Rudolf Steiner sein Buch …

    (…)“

    weiter: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/

  • #125
    Andreas Lichte

    Wie sehr die Waldorfschulen „Sekte“ sind, zeigt auch deren Rolle bei der Verbreitung von Masern, dazu:

    – der Klassiker: „Masern werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen“

    – aktuell: „Waldorf-Rechenkünste in Sachen Masern: ungenügend“, André Sebastiani in der Diskussion mit Celia Schönstedt, Pressesprecherin des Bundes der Freien Waldorfschulen: über anthroposophische Impfgegner und die extreme Häufigkeit von Masern bei Waldorfschülern

  • #126
    Andreas Lichte

    Die „Sekte“ Anthroposophie mit ihrem neuesten Propaganda-Coup:

    eine mehrbändige „kritische“ Werkausgabe Rudolf Steiners wird von einem Anthroposophen geschrieben und herausgegeben, und als Mogelpackung „unabhängige Wissenschaft“ verkauft:

    „Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’: ‘Des Steiners neue Kleider’

    (…)

    Was Clement nun als ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’ abliefert, ist der Versuch, der Öffentlichkeit eine rein anthroposophische Sicht auf Rudolf Steiner als unabhängige Wissenschaft zu verkaufen.

    Wie weit Clement in seiner anthroposophischen Heiligsprechung Rudolf Steiners geht, mit welchen letzten Mitteln er versucht, Steiner als „eigenständig“ darzustellen, überrascht dann aber doch, Peter Staudenmaier:

    „Ein besonders bedauerliches Beispiel illustriert die Unzulänglichkeiten in Clements Herangehensweise. In seiner Diskussion von Steines Aneignung der fiktionalen Figur des ‘Hüters der Schwelle’ schreibt Clement, dass ‘Kritiker’ der Anthroposophie die ‘Anklage’ erhoben hätten, dass Steiner diese Figur aus einem Roman des neunzehnten Jahrhunderts von Edward Bulwer-Lytton übernommen habe. Aber dies hat nichts mit Kritik zu tun, noch viel weniger mit Anklagen; es ist eine einfache Angabe der Quelle Steiners. Es ist zugleich ein sinnvolles Beispiel für Anleihen des Okkultismus aus der fiktionalen Literatur.

    Clement leugnet rundweg all dies, indem er offensichtlich den historischen Kontext ignoriert. Das ist ein sehr seltsamer Standpunkt, da Steiner offen andere Elemente aus Bulwer-Lyttons fiktionaler Literatur auslieh, so wie den Begriff ‘Vril’, und da der fragliche Roman viele unverhohlen okkulte Bestandteile enthält und ein schönes Beispiel des Viktorianischen Revivals von Themen der Rosenkreuzer ist.“16

    Bulwer-Lyttons „Vril“ wird von Steiner als „Lebenskraft“ übernommen, wie auch die „in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier“17 in Rudolf Steiners rassistischem Science-Fiction-Trash „Aus der Akasha-Chronik“.“

    zum vollständigen Artikel beim Ratgeber-News-Blog (mit Quellenangaben): https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2015/04/14/christian-clements-kritische-ausgabe-der-schriften-rudolf-steiners-ska-des-steiners-neue-kleider/

  • #127
    Andreas Lichte

    "So wie bei anderen Sekten verbindet sich damit ein Totalitätsanspruch: Wir wollen dich mit Haut und Haaren, mit deiner ganzen Persönlichkeit vereinnahmen –" sagt Prof. Hopmann über Waldorfschule und Anthroposophie.

    Jost Schieren, Professor an der anthroposophischen "Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft" versucht ganz unverfroren, Waldorfpädagogik und Anthroposophie als "Freiheit" zu verkaufen:

    "Der Waldorf-Werber", http://hpd.de/artikel/waldorf-werber-12931

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