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Wenn Thomas Tuchel tatsächlich verfügbar wird, sollte der BVB sich um seine Dienste bemühen

Thomas Tuchel als BVB-Trainer. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Im Vorjahr verfasste ich hier im Blog spontan einen satirischen Beitrag, dass Ex-BVB-Coach Tuchel ein Kandidat für die Nachfolge von Lucien Favre sei. Damals hatte die Schwarzgelben gerade einen weiteren Rückschlag in der Bundesliga erlitten und der Frust saß sowohl bei mir als auch bei vielen anderen BVB-Anhängern so tief, dass mein Tuchel-Text zu einem der erfolgreichsten dieses Blogs aller Zeiten wurde.

Auch deshalb erweckte ein Beitrag der Sport-Bild heute direkt mein besonderes Interesse, indem von einem nahenden Abgang Tuches bei seinem aktuellen Arbeitgeber, Paris Saint-Germain, die Rede ist.

Der Trainer, der in Paris seit Jahren unter einem immensen Erfolgsdruck steht, scheint mit der Entwicklung des Klubs insgesamt unzufrieden und zudem in interne Streitigkeiten verstrickt zu sein.

Nun denn.

Da der BVB ja bekanntlich unter seinem Coach Lucien Favre auch aktuell einfach nicht zu der gewünschten Stabilität zu finden scheint, immer wieder unerklärliche Rückschläge wie die jüngste Pleite in der Vorwoche beim FC Augsburg (0:2) erleidet, könnte sich die Frage nach einer Tuchel-Rückkehr bald im echten Leben stellen.

Der Trainermarkt ist in der Spitze aktuell ziemlich leergefegt, wie ja auch die Verpflichtung von Manuel Baum beim FC Schalke 04 kürzlich noch einmal eindrucksvoll gezeigt hat.

Welche Alternativen hätte der BVB also, wenn es Favre in den kommenden Wochen und Monaten immer noch nicht gelingen sollte den BVB näher an die Bayern heranzuführen? Auch Favres kontrakt in Dortmund läuft ja bekanntlich am Saisonende aus.

Sollte Tuchel PSG also im kommenden Frühjahr tatsächlich verlassen wollen und Favre in Dortmund das bisschen Restkredit bei den Fans verspielen, was läge näher als eine Rückkehr des ambitionierten und selbstbewussten Thomas Tuchel zum BVB?

Klar, nach den Streitigkeiten vom Frühjahr 2017 müssten sowohl BVB-Boss Aki Watzke als auch Tuchel zunächst einmal über ihren Schatten springen und ihre persönlichen Streitigkeiten ad acta legen. Unter erwachsenen Männern in Führungspositionen sollte das aber doch wohl möglich sein.

Von der Logik her, würde in der aktuellen Situation kaum ein Trainer in Dortmund mehr Sinn machen als ein Thomas Tuchel.

Tuchel verkörpert nämlich vieles von dem, was man Favre abspricht. Er ist ausgesprochen eloquent, dynamisch, ehrgeizig, verbal offensiv und medial mehr als vorzeigbar. An seiner fachlichen Qualifikation besteht zudem ebenfalls kein Zweifel. Lediglich in Sachen Fan-Nähe ist er dem Anhang in Dortmund wohl ähnlich schwer zu verkaufen wie Favre.

Aki Watzke sollte vielleicht einmal die Fühler in Richtung Tuchel ausstrecken, denn eines dürfte klar sein: Wenn Tuchel und Paris sich tatsächlich in Kürze trennen sollten, wird auch er nicht lange auf dem Markt verfügbar sein.

Nachdem der BVB zuletzt bereits einige große Trainernamen vom Markt hatte verschwinden lassen, da er, trotz der zahlreichen Rückschläge und verpassten Chancen, an Favre festhielt, dürfte Tuchel der sicherlich erfolgversprechendste Kandidat sein, mit dem der BVB auch endlich wieder den angestrebten Titel gewinnen könnte.

 

 

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3 Kommentare zu “Wenn Thomas Tuchel tatsächlich verfügbar wird, sollte der BVB sich um seine Dienste bemühen

  • #1
    Guenter Rense

    Thomas Tuchel "scheint mit der Entwicklung des Klubs insgesamt unzufrieden und zudem in interne Streitigkeiten verstrickt zu sein". Kommt mir irgendwie bekannt vor… Da die handelnden Personen auf beiden Seiten nahezu die gleichen wie zu seinem damaligen Abgang beim BVB sind, sollten solche Fehler kein zweites Mal vorkommen, das würde JETZT vor allem viel zuviel Geld kosten.

  • #2
    Robert Müser

    Wenn es in der Leitungsebene des BVB eine Funken Verstand gibt, dann lässt man die Finger von dieser Idee. Die handelnden Personen der BVB-Führung beim damaligen unwürdigen Abgang von Tuchel sind immer noch in Amt und Würden, so dass sich hier atmosphärisch nicht viel geändert hat. Der nächste große Krach zwischen Watzke und Tuchel wäre somit absehbar und daher sehr wahrscheinlich.

    Auch muss sich Tuchel keine ernsthafte Gedanken um eine mögliche lange Arbeitslosigkeit machen, da er mit seinem derzeitigen Verein beweist, dass er gut auch bei einem schwierigen Umfeld noch Titel holen kann. Da wird sich schnell ein neuer Verein für ihn finden und der wird aber nicht in Dortmund sein …

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