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Will Jako auf Baade zugehen? Firma könnte sich Bloggerdruck beugen

In Glaube, Sitte, Heimat | Am 1 September 2009 | Von Stefan Laurin

Der Sportartikelhersteller Jako und seine Anwältin Iris Sanguinette von der Kanzlei Horn & Kollegen versuchen den Blogger Trainer Baade fertig zu machen.

Der hatte im Frühjahr einen längst offline gestellten Text über das neue Jako Logo veröffentlicht, eine Abmahnung kassiert und eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Soweit so schlecht. Den Artikel kenne ich nicht, aber damit müsste die Geschichte, auch wenn Trainer Baade Unfug geschrieben haben sollte, auch mal erledigt sein. Ganze 400 Leute haben den Text auf seinem Blog gelesen.  Sie ist aber nicht erledigt – mittlerweile wollen Jako und  Sanguinette 5100 Euronen von Trainer Baade. Eine ganze Menge Geld für einen Blogger. Die ganze unglaubliche Geschichte kann man bei Allesaussersport nachlesen.

Trainer Baade soll angeblich durch Schmähkritik über das neue Logo der Marke geschadet haben – nun gut, ich kannte bislang Jako dem Namen nach nicht, das Logo erinnert mich an einer der vielen längst untergegangenen Ostblock-Fluggesellschaften und und dass sie Ausrüster von Dynamo Dresden sind interessiert mich auch nicht. Das die Eintracht mit  Trikots mit diesem Logo auflief, war für mich  immer ein Zeichen der  wirtschaftlichen Schwäche  der Frankfurter – zu erfolglos für Nike, Adidas und Puma. Aber die Sache mit Trainer Baade, die interessiert mich.

Andrea Hay von der Jako-Pressestelle räumt im Gespräch mit den Ruhrbaronen ein, dass sie den Imageschaden den Jako durch die laufende Berichterstattung erlitten habe, nicht abschätzen könne und will auf Trainer Baade zugehen um mit einer gemeinsamen Erklärung die "Sache richtig zu stellen." Für sie ist das alles ein Mißverständis. Für Trainer Baade allerdings einen finanzielle Belastung. Näher auf den Fall eingehen wollte Hay aber am Telefon nicht. Man wolle andere Wege der Kommunikation suchen. Ein solcher Weg wäre eine Erklärung, aus der hervorgeht, dass man sich eine andere Anwaltskanzlei nimmt und Baade in Ruhe lässt.



36 Kommentare und 24 Ping(s) zu »Will Jako auf Baade zugehen? Firma könnte sich Bloggerdruck beugen«

  1. #51 | JAKO.de sagt am 2. September 2009 um 23:39

    ähm weiß einer wieso die seite http://www.jako.de seid stunden offline ist?

  2. #52 | Desiko sagt am 3. September 2009 um 01:03

    Auf diese Weise höre ich zum ersten Mal von JAKO. Nun ja, ich denke, ich werde weiterhin Adidas-Artikel kaufen – und die Waren anderer Unternehmen, die auch mit A anfangen, mit denen JAKO aber nicht verglichen werden möchte. Kann man ja auch verstehen: das Logo mit dem großen A weckt positive *ssoziationen. Und jeder *rsch kennt es.

  3. #53 | Wir sind das Internet » Blog Archiv » Update: Abmahnungen gegen Trainer Baade sagt am 3. September 2009 um 09:41

    [...] gestern bereits bei den Ruhrbaronen zu lesen war, befindet man sich wg. der Abmahnung und dem inzwischen offenkundigen PR-GAU in Gesprächen mit [...]

  4. #54 | Cheerleader sagt am 3. September 2009 um 10:46

    Ich dachte immer, im Netz herrscht Meinungsfreiheit? Hab ich da was verpasst?
    Also wenn ich die Marke “Jako” höre, muss ich eh unweigerlich an Michael Jackson denken. Hmm, nach der Geschichte werde ich das wohl auch weiterhin tun :) Da hat sich die Fa. Jako aber selbst ein Bein gestellt. *Kopfschüttel*

  5. #55 | sKyle's Blog » Post Topic » Negative PR gefällig? – So gehts! sagt am 3. September 2009 um 17:49

    [...] ruhrbaronde.de will JAKO nun auf Baade [...]

  6. #56 | supernorbert sagt am 3. September 2009 um 19:59

    Es gibt mittlerweile eine Pressemitteilung von JAKO
    http://www.textberater.com/news/jako-wir-haben-uberreagiert/
    wurde auf http://www.textberater.com veröffentlicht.

    Bis jetzt kein Post vom Trainer (jedenfalls nicht in seinem Blog)

  7. #57 | Susanne sagt am 3. September 2009 um 22:08

    Der Jako-Vorstandsvorsitzende hat sich soeben entschuldigt. Nach zulesen auf http://heilbronn-franken-wirtschaft.de/?p=2620

  8. #58 | Thomas sagt am 4. September 2009 um 00:02

    Die vollständige Einlassung von Rudi Sprügel,dem Vorstandsvorsitzenden der JAKO AG ist auf deren Website zu finden:

    http://www.jako.de/jako_site_germany/advantage_jako/presse

  9. #59 | JAKO: Entschuldigen muss schwer sein « Verlorene Generation sagt am 4. September 2009 um 10:25

    [...] Ruhrbarone: Will Jako auf Baade zugehen? Firma könnte sich Bloggerdruck beugen [...]

  10. #60 | k2r sagt am 7. September 2009 um 14:09

    > ?Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen?, betont
    > Rudi Sprügel, ?aber rückblickend betrachtet, wäre es viel besser gewesen,

    Den ersten Teil des Satzes wegzulassen, wäre gut gewesen, hätte aber wohl Stolz gekostet. So kostet es Sympathie.

    Schade, cool wäre es gewesen, einfach ein moralisches Foul durch zugekaufte Spieler einzugestehen, dem Gegner ohne “Eigentlich hatten wir doch recht” die Auslagen zu erstatten und ein Paket Trikots zur gefälligen Überprüfung der Produktqualität und zum Spiel gegen die Werksmannschaft zukommen zu lassen.

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