
Man kann den Wechsel von Max Meyer zu Rot-Weiß Oberhausen natürlich als Fußball-Romantik verkaufen, wie es gerade einige Medien versuchen. Als die rührende Geschichte des verlorenen Sohnes, der nach einer Odyssee durch Europa heimkehrt, um verletzungsbedingt etwas kürzerzutreten, die Familie zu priorisieren und nebenbei den Trainerschein zu machen.
Man kann die Lupe aber auch umdrehen. Dann blickt man nicht auf ein Fußball-Märchen, sondern auf eine knallharte sportliche Tragödie und ein bitteres Mahnmal für eine völlig fehlgeleitete Karriereplanung.
Machen wir uns nichts vor: Max Meyer ist gerade einmal 30 Jahre alt. In diesem Alter befindet sich ein zentraler Mittelfeldspieler im Normalfall im Zenit seines Schaffens. Stattdessen schlägt das einstige Jahrhunderttalent der Schalker „Knappenschmiede“, das 2015 noch Real Madrid im Estadio Santiago Bernabéu schwindelig spielte, nun in der vierten Liga auf. Regionalliga West. Die Liga, die im Pott nicht grundlos als die „Schweineliga“ gefürchtet ist, weil man aus diesem sportlichen Amateursumpf kaum wieder herausfindet.
Der Wendepunkt dieser Karriere ist untrennbar mit einem Wort verknüpft: „Weltklasse“. Als Meyers damaliger Berater Roger Wittmann im Jahr 2018 dieses Label wählte, um Schalke 04 bei den Vertragsverhandlungen zu einem Top-Amgebot für seinen Schützling zu bewegen, schien die Realität komplett verloren gegangen zu sein. Meyer schlug das Millionenangebot der Königsblauen aus, im festen Glauben, die europäischen Spitzenklubs würden Schlange stehen. Ein kolossaler Irrtum.
Was folgte, war keine Weltkarriere, sondern die chronische Flucht vor den eigenen Erwartungen. Weder bei Crystal Palace, noch beim 1. FC Köln oder Fenerbahçe Istanbul konnte er dauerhaft Fuß fassen. Zuletzt kickte er auf Zypern bei APOEL Nikosia. Mit jedem Vereinswechsel sank das sportliche Niveau, schwand das Scheinwerferlicht und wuchs der Spott der Öffentlichkeit.
Der Fall Max Meyer zeigt schmerzhaft, was passiert, wenn Gier und maßlose Selbstüberschätzung ein riesiges Talent ersticken. Anstatt auf Schalke zur Vereinslegende zu reifen, wurde er zum Wandervogel ohne Kompass. Der Wechsel nach Oberhausen ist kein freiwilliger Schritt zurück zu den Wurzeln – er ist das endgültige Eingeständnis des Scheiterns im Profifußball.
Schade um eine einst traumhafte Karriere und wahrlich kein Fußballmärchen!
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Ziel ist es vom RWO, in die dritte Liga aufzusteigen. Entsprechend suchen sie auch nach Verstärkung, damit dieser Weg als Meister dann auch gelingt.
Abgesehen davon, die Liga ist gar nicht so schlecht. Neben den RWO spielen auch der WSV und der Bonner SC, so wie die zweite Mannschaft von Schalke und Dortmund, in der Liga
Mir ging es hier um die traurige Entwicklung von Max Meyer. Die traurige Geschichte von RWO wäre da noch einmal ein ganz anderes Kaliber. 😉