Heute, am 10. November sollte in dem Siegener Musikclub Vortex Surfer ein Konzert mit der Extrem Metal Band Arallu aus Israel stattfinden. Der Auftritt der Band wurde nun abgesagt. Wer ist diese Band? Von unserem Gastautor Jonas Dörge.
1999 wurde die Band Arallu von dem Bassgitarristen Mordechai „Butchered“ Daniel gegründet. Dieser lebt mit seiner Familie in Ma‘ale Adummim. Die Band führt die von der Band Salem begründete Tradition des Black und Death-Metal in Israel fort und weist über diese hinaus.
Israelisches Haus nach Barbarenangriff Foto: Kobi Gideon / Government Press Office Lizenz: CC BY-SA 3.0 DEED
Eindrücke von der Pressevorführung der bis dahin unveröffentlichten Aufnahmen des Terrorangriffs auf Israel am 7. Oktober. Von unserem Gastautor Tobias Huch.
Tel Aviv – Als Journalist im Nahen Osten habe ich schon sehr viel Grauen mit ansehen müssen. Ich wurde im August 2014 Augenzeuge des Völkermords an den Jesiden im Irak. Ich sah die Verbrechen, die die Terrorgruppe IS (Islamischer Staat / Dai’sh) angerichtet hatte: Menschen wurden lebendig verbrannt, von Dächern geworfen, in Massen hingerichtet. Ich sah Familien auf der Flucht, sprach mit vergewaltigten Frauen, die unter ihren Peinigern herumgereicht und weiterverkauft wurden; ich hörte Kinder davon berichten, wie man sie mit Gewalt zum Islam zwangskonvertieren wollte.
Anti-Israel-Demo in Bochum am 18. Oktober (Foto: Roland W. Waniek)
Im Rahmen der „Aktionswochen gegen den Antisemitismus“ referiert heute Abend in der Zanke in Bochum der Sozialwissenschaftler Florian Hessel zum Thema „Die größte List des Teufels… – über Verschwörungsvorstellungen & Antisemitismus gestern & heute“. Im Vorfeld haben wir uns mit ihm darüber unterhalten, weshalb Verschwörungsvorstellungen in modernen Gesellschaften einen derart großen Zulauf haben und welche Rolle sie für den Judenhass und den Terror der Hamas spielen. Das Interview führte unser Gastautor Holger Pauler.
Verschwörungsvorstellungen haben Konjunktur. Die „Neue Rechte“ spricht vom „großen Austausch“, so genannte Querdenker sehen in der Corona-Politik einen inszenierten Plan zur Erlangung der Weltherrschaft und islamistische Terroristen sehen in Israel die Ursache allen Unglücks. Was verbindet diese Erzählungen?
Was diese Bewegungen in unserer Gegenwart verbindet, ist ein grundlegender „Antiliberalismus“. Die Institutionen der Gesellschaft und deren Verfahren wie Kompromiss und Interessenausgleich werden als Manipulation und Verschwörung gegen die Bevölkerung angesehen. Zum einen geht es um ein verallgemeinertes Misstrauen, nicht nur gegen die „Mächtigen“. Zum anderen kommt ein starker Selbstbezug bis hin zum Narzissmus hinzu. Der Kern der Verschwörungsvorstellung ist der Glaube, dass Medien, Politik, Ökonomie, Kultur, Gesellschaft – vielleicht die ganze Welt – von bestimmten, unheimlichen,
„Wenn es dem zionistischen Siedlerregime in Israel noch einmal gelingen sollte, die Völker des Nahen Ostens noch einmal in einen Krieg zu stürzen, wird das Ergebnis nicht der Sieg des Zionismus, sondern die Vernichtung Israels sein.“
Pro-Palästina-Demo in Duisburg am 9. Oktober (Foto: Roland W. Waniek)
Jedes Mal, wenn es in Gaza zum Krieg kommt, muss ich an diesen Spruch von Joey Adams denken. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.
Es ist nun keineswegs eine neue Erkenntnis, dass, wer oder was die Sache der Palästinenser so weltweit unterstützt, meist recht wenig Interesse am Wohlergehen derselben hat, sondern sie nutzt für das wirkliche Anliegen: Zerstörung oder Schwächung Israels und als Ventil für den eigenen Antisemitismus.
Pro-Palästina-Demo in Duisburg am 9. Oktober (Foto: Roland W. Waniek)
Nach dem Pogrom der Hamas an 1400 Israelis, fast alle Zivilisten, darunter etwa 200 Kibbuzbewohner, sowie der Entführung von mindestens 210 Israelis nach Gaza zeigte sich Olaf Scholz kampfentschlossen und strategisch geschickt: Er verkündete, dass es demnächst ein Verbot der PFLP-Vorfeldorganisation „Samidoun“ geben werde. Gemeinhin werden solche rechtsstaatlichen Verbote klandestin vorbereitet und umgesetzt, um die Verdunkelungsgefahr zu reduzieren. Nun weiß jedes der geschätzt 100 hiesigen Samidoun-Mitglieder und deren Umfeld, was zu tun ist…
Bereits am 28. Februar 2021 hatte Israels damaliger Verteidigungsminister Gantz auf Empfehlung des National Bureau for Counter Terror Financing (NBCTF) und der Israel Security Agency die Organisation „Samidoun Palestinian Prisoner Solidarity“ – kurz: Samidoun – als terroristische Organisation eingestuft. Samidoun war 2012 von führenden PFLP-Mitgliedern gegründet worden und war bald auch in zahlreichen Städten Deutschlands aktiv.
Über 127 Plastiktüten mit dem Suchtmittel Captagon liegen zur Vernichtung bereit, nachdem sie von US- und Koalitionspartnern in Südsyrien 2018 beschlagnahmt wurden Foto: Staff Sgt. Christopher Brown Lizenz: Gemeinfrei
Wie sich herausstellt nahmen die Mörder der Hamas vor dem Massaker am 7. Oktober das Aufputschmittel Captagon. Diese Droge half schon den Jihadisten des IS dabei, ihre Blutorgien zu verüben. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.
Als die deutsche Wehrmacht 1940 durch Frankreich walzte fragten sich der Generalstab in Paris, wie die feindlichen Soldaten tagelang ohne Pause und Schlaf auskommen konnten. Die Antwort lautete: Sie nahmen die „Panzerschokolade“ genannte Pillen Pervitin, ein Amphetamin, das aufputschte und zugleich auch abstumpfte.
Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant trifft Truppen an der Grenze zum Gazastreifen Foto: Ariel Hermoni/Defense Ministry Lizenz: CC BY-SA 4.0
Seit dem 7. Oktober gelten neue Regeln im Krieg zwischen Israel und der Hamas. Das scheint letztere noch nicht ganz verstanden zu haben. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.
Jeder langjährige Konflikt entwickelt eigene, meist ungeschriebene Regeln. Die gelten zwischen Polizei und organisiertem Verbrechen ebenso wie sie bis Samstag früh zwischen Hamas und israelischem Staat galten. Damit ist seit den pogoramartigen Massakern, die Hamasmilizionäre an über tausend Zivilisten verübt haben nun Schluss.
Persönliche Erinnerungen des Filmkritikers Peter Kremski an seine 50-jährige Freundschaft mit dem Filmemacher Christoph Böll.
Mit Christoph Böll verband mich eine lange Freundschaft. Begonnen hat sie in den 1970er Jahren im Studienkreis Film, dem Filmclub an der Ruhr-Universität Bochum. Im Oktober 1973, gleich zu Beginn meines Studiums, wurde ich Mitglied im Uni-Filmclub. Christoph gehörte schon seit zwei Jahren dazu.
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