Mit Rationalität gegen die Krise

Julian Nida-Rümelin Foto: Perikles Lizenz: CC BY 3.0

Julian Nida-Rümelin hat soeben mit „Die gefährdete Rationalität der Demokratie“ ein neues Buch vorgelegt. Es ist eine Demokratietheorie. Aber auch ein Weckruf zur besonnenen Analyse der momentanen Demokratiekrise. Von unserem Gastautor Nils Heisterhagen.

Julian Nida-Rümelin schafft es seit Jahren einen Drahtseilakt zu meistern. Dieser besteht darin, erfolgreich zwischen theoretischen und praktischen Büchern hin und her zu wechseln. „Der Akademisierungswahn“ oder „Über Grenzen denken“ heißen seine praktischen Bücher der Realpolitik, die sich aber zwischendurch immer mal wieder mit akademischen Schriften bei Suhrkamp abwechseln. Seiner Theorie bleibt er auch in der Praxis treu. Zuletzt anschaulich erklärt in „Über Grenzen denken“.

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Die Landwacht in Halle – eine Bürgerwehr der Nazis

Gastautor Thomas Weigle zu Besuch in ’seinem‘ Waldstadion in Frankfurt. Foto: privat

Ein eher unbekanntes Kapitel der 1000 Jahre ist die Etablierung  der sogenannten Stadt- und Landwachen durch den Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler, deren Gründung und Tätigkeiten bisher noch nicht so sehr im Fokus der Forschung standen. Ich bin darauf eher zufällig bei Recherchen für ein anderes Thema im Haller Stadtarchiv gestoßen.

Von unserem Gastautor Thomas Weigle

Das Naziregime war von Anfang an ein Polizeistaat, der ein sehr wachsames Auge auf seine Bürger hatte

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Corona: „Ich hätte meine Eltern und Omi gerne noch ein paar Jahre“

Lisa Daimagüler Foto: Privat

Es ist jetzt auch höchste Zeit das öffentliche Leben einzudämmen und Schulen, Kindergärten und Universitäten zu schließen, wie auch Home Office anzubieten.

Deutschland hat einen sehr laissez-fairen Umgang mit dem Virus und alle die denken, es sei Panikmache, rationalisieren nicht, dass wir es mit etwas Neuartigem zutun haben, das so keineswegs kontrollierbar ist.

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Greenpeace: Der Pestizidbericht kommt für Verbraucher teuer

Mähdrescher bei der Ernte. Was hat Greenpeace gegen normale Landwirte?
Mähdrescher bei der Ernte. Was hat Greenpeace gegen normale Landwirte? Photo by Joao Marcelo Marques on Unsplash

Ein Gastbeitrag von Fred Roeder, Geschäftsführer des Consumer Choice Center. Ein neuer Bericht der selbsternannten  Journalismusplattform Unearthed des Umweltverbands Greenpeace vermeldet, dass ein Großteil der an Landwirte verkaufte Pestizide hochgefährlich seien. Doch diese Anschuldigungen sind schwer irreführend und können Verbraucher teuer zu stehen kommen.

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Von der Empörung zu Lösungen

Fridays for Future Demonstration in Bochum 2019 Foto. Stefan Laurin

Der Student Clemens Traub hat eine Kritik an „Fridays for Future“ geschrieben. Sie hat es in sich. Von unserem Gastautor Nils Heisterhagen.

Während normale Bachelor-Studenten schon von 40-Seiten Bachelorarbeit überfordert scheinen und ihre Unlust in oft unüberhörbarem Nörgeln über das ach so anstrengende Studium darbieten, legt ein junger Student nun einfach mal ein Buch vor. Man kann nur froh sein, dass es solche jungen Leute noch gibt. Clemens Traub heißt der junge Mann und seine Streitschrift im Quadriga-Verlag heißt „Future for Fridays?“. Er hat einiges an der Klimabewegung auszusetzen.

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Postwachstumsideologie als Alltagsreligion und Distinktionsbedürfnis

Niko Paech auf einer Veranstaltung zur Postwachstumsökonomie Foto: Marcus Sümnick Lizenz: CC BY 3.0

Von unserem Gastautor Mathias Beschorner

Die Postwachstumsökonomie beansprucht die Lösung für die ökologische Krise und den Klimawandel zu sein, fußt auf dem Bericht des Club of Rome, bedient sich aber auch bei Anarchisten wie Silvio Gesell und Ökonomen wie Thomas Malthus, deren Werke[i] als erste (Post-)Wachstumskritiken zu betrachten sind. Viele ihrer Ansätze werden in der Schülerbewegung um Fridays For Future und im Diskurs um den Klimawandel diskutiert und durchaus als ‚radikal‘ begriffen. Inhaltlich verstehen sich die Aktivisten zumeist als recht heterogen, obwohl es einen gemeinsamen Nenner gibt: die Verurteilung von ökonomischem Wachstum, modernen Produktivkräften, Naturzerstörung und Konsumüberfluss.  Mit zumeist

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Seine Linie heißt Emanzipation

Sigmar Gabriel Foto PR

Sigmar Gabriel hat mit „Mehr Mut“ gerade ein neues Buch geschrieben. Es ist lesenswert und verrät viel darüber wer Sigmar Gabriel ist. Von unserem Gastautor Nils Heisterhagen.

„Sigmar, halt doch mal deine Linie“, so heißt ein Kapitel in der Gabriel-Biografie „Patron und Provokateur“ der Journalisten Christoph Hickmann und Daniel Friedrich Sturm. Der Vorwurf des Zick-Zack-Siggis begleitet Gabriel schon fast sein ganzes politisches Leben über.

Und doch ist der Vorwurf falsch. Die Biografen geben es gewissermaßen selbst zu, als sie in dieser Biografie auch schreiben: „Emanzipation, das ist eines der Schlüsselwörter, die er seine Karriere hindurch immer wieder benutzt“.

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Die mächtigen Kassierer zeigten Dortmunds Schauspielhaus ihr mächtiges Gemächt. Dieses Mal nicht.

Foto: Probe zu „Die Kassierer und Die Drei von der Punkstelle“ / Copyright: Birgit Hupfeld

Unser Gastautor Alex Stürze war gestern bei den Kassierern im Schauspielhaus Dortmund.

Zum zweiten Mal beehrten Die Kassierer das Dortmunder Schauspielhaus, nicht zuletzt auch um Kay Voges einen merkwürdigen Abschied zu bescheren. Die Kassierer, eine Punkinstitution nicht nur im Ruhrgebiet sondern bundesweit, existieren seit 1985. Dementsprechend hatten sie auch dieses Mal wieder ein großes Potpourri an umwerfenden Melodien im Gepäck. Von Klassikern wie „Mein Glied ist zu groß“, über „Sex mit dem Sozialarbeiter“ bis hin zu „Das schlimmste ist, wenn das Bier alles ist“ fehlte keiner der großen Hits.

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Nietzsche und die SPD

Friedrich Nietzsche, 1882 Foto: Gustav Adolf Schultze Lizenz: Gemeinfrei

Man muss wollen – gilt auch für die SPD. Eine Ermunterung an Norbert Walter-Borjans. Von Nils Heisterhagen

Der nüchterne politische Beobachter fragt sich dieser Tage, wenn er überhaupt mal an die SPD denkt:

Wann wacht die SPD aus ihrer esoterischen Selbstbespiegelung auf? Wann geht sie raus ins Leben anstatt sich auf die Social-Media-Kanzel zu stellen? Der alten und großen SPD geht es dieser Tage nicht gut. Ihre kleine Erholung von 12 Prozent auf 16 Prozent ist ein Strohfeuer und dem Dilettantismus der FDP in Thüringen zu verdanken. Bis Thüringen war die FDP auf dem Weg zu 13 Prozent. Nun kämpft sie um ihre Existenz. Und sobald die CDU sich geordnet hat, wird wieder Schluss sein, mit den kleinen Streckübungen der SPD. Dann wird man wieder die Gesichter langziehen, weil man sich wieder auf 13-14 Prozent einpendelt. Es wäre also Zeit für einen Aufbruch – auch aus imaginierten Selbstgewissheiten. Nur passiert das halt nicht.

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„Fridays for Future ist die Rebellion der Privilegierten“

Klimademonstrant in Bochum

Von unserem Gastautor Clemens Traub.

„Das typische Milieu der meisten Fridays for Future-Demonstranten kenne ich gut. Es ist in gewisser Weise mein eigenes und das meines jetzigen Freundeskreises. Großstädtisch, linksliberal, hip. Arzttöchter treffen auf Juristensöhne. Gin-Tasting und Diskussionen über plastikfreies Einkaufen stehen nebeneinander auf der Tagesordnung. Veganismus zählt ebenso zum unausgesprochenen Codex des Hip-Seins wie der Einkauf im Second-Hand-Laden. Und der Bioladen um die Ecke wertet die Lage der eigenen Wohnung auf. Akademikerkinder bleiben unter Akademikerkinder. Querschnitt der Gesellschaft also? Weit gefehlt. Fridays for Future ist die Rebellion der Privilegierten und sie bietet ihnen die perfekte Möglichkeit, ihren eigenen kosmopolitischen Lebensstil und das eigene Talent zur Schau zu stellen.

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