Mähdrescher bei der Ernte. Was hat Greenpeace gegen normale Landwirte? Photo by Joao Marcelo Marques on Unsplash
Ein Gastbeitrag von Fred Roeder, Geschäftsführer des Consumer Choice Center. Ein neuer Bericht der selbsternannten Journalismusplattform Unearthed des Umweltverbands Greenpeace vermeldet, dass ein Großteil der an Landwirte verkaufte Pestizide hochgefährlich seien. Doch diese Anschuldigungen sind schwer irreführend und können Verbraucher teuer zu stehen kommen.
Fridays for Future Demonstration in Bochum 2019 Foto. Stefan Laurin
Der Student Clemens Traub hat eine Kritik an „Fridays for Future“ geschrieben. Sie hat es in sich. Von unserem Gastautor Nils Heisterhagen.
Während normale Bachelor-Studenten schon von 40-Seiten Bachelorarbeit überfordert scheinen und ihre Unlust in oft unüberhörbarem Nörgeln über das ach so anstrengende Studium darbieten, legt ein junger Student nun einfach mal ein Buch vor. Man kann nur froh sein, dass es solche jungen Leute noch gibt. Clemens Traub heißt der junge Mann und seine Streitschrift im Quadriga-Verlag heißt „Future for Fridays?“. Er hat einiges an der Klimabewegung auszusetzen.
Niko Paech auf einer Veranstaltung zur Postwachstumsökonomie Foto: Marcus Sümnick Lizenz: CC BY 3.0
Von unserem Gastautor Mathias Beschorner
Die Postwachstumsökonomie beansprucht die Lösung für die ökologische Krise und den Klimawandel zu sein, fußt auf dem Bericht des Club of Rome, bedient sich aber auch bei Anarchisten wie Silvio Gesell und Ökonomen wie Thomas Malthus, deren Werke[i] als erste (Post-)Wachstumskritiken zu betrachten sind. Viele ihrer Ansätze werden in der Schülerbewegung um Fridays For Future und im Diskurs um den Klimawandel diskutiert und durchaus als ‚radikal‘ begriffen. Inhaltlich verstehen sich die Aktivisten zumeist als recht heterogen, obwohl es einen gemeinsamen Nenner gibt: die Verurteilung von ökonomischem Wachstum, modernen Produktivkräften, Naturzerstörung und Konsumüberfluss. Mit zumeist
Sigmar Gabriel hat mit „Mehr Mut“ gerade ein neues Buch geschrieben. Es ist lesenswert und verrät viel darüber wer Sigmar Gabriel ist. Von unserem Gastautor Nils Heisterhagen.
„Sigmar, halt doch mal deine Linie“, so heißt ein Kapitel in der Gabriel-Biografie „Patron und Provokateur“ der Journalisten Christoph Hickmann und Daniel Friedrich Sturm. Der Vorwurf des Zick-Zack-Siggis begleitet Gabriel schon fast sein ganzes politisches Leben über.
Und doch ist der Vorwurf falsch. Die Biografen geben es gewissermaßen selbst zu, als sie in dieser Biografie auch schreiben: „Emanzipation, das ist eines der Schlüsselwörter, die er seine Karriere hindurch immer wieder benutzt“.
Foto: Probe zu „Die Kassierer und Die Drei von der Punkstelle“ / Copyright: Birgit Hupfeld
Unser Gastautor Alex Stürze war gestern bei den Kassierern im Schauspielhaus Dortmund.
Zum zweiten Mal beehrten Die Kassierer das Dortmunder Schauspielhaus, nicht zuletzt auch um Kay Voges einen merkwürdigen Abschied zu bescheren. Die Kassierer, eine Punkinstitution nicht nur im Ruhrgebiet sondern bundesweit, existieren seit 1985. Dementsprechend hatten sie auch dieses Mal wieder ein großes Potpourri an umwerfenden Melodien im Gepäck. Von Klassikern wie „Mein Glied ist zu groß“, über „Sex mit dem Sozialarbeiter“ bis hin zu „Das schlimmste ist, wenn das Bier alles ist“ fehlte keiner der großen Hits.
Friedrich Nietzsche, 1882 Foto: Gustav Adolf Schultze Lizenz: Gemeinfrei
Man muss wollen – gilt auch für die SPD. Eine Ermunterung an Norbert Walter-Borjans. Von Nils Heisterhagen
Der nüchterne politische Beobachter fragt sich dieser Tage, wenn er überhaupt mal an die SPD denkt:
Wann wacht die SPD aus ihrer esoterischen Selbstbespiegelung auf? Wann geht sie raus ins Leben anstatt sich auf die Social-Media-Kanzel zu stellen? Der alten und großen SPD geht es dieser Tage nicht gut. Ihre kleine Erholung von 12 Prozent auf 16 Prozent ist ein Strohfeuer und dem Dilettantismus der FDP in Thüringen zu verdanken. Bis Thüringen war die FDP auf dem Weg zu 13 Prozent. Nun kämpft sie um ihre Existenz. Und sobald die CDU sich geordnet hat, wird wieder Schluss sein, mit den kleinen Streckübungen der SPD. Dann wird man wieder die Gesichter langziehen, weil man sich wieder auf 13-14 Prozent einpendelt. Es wäre also Zeit für einen Aufbruch – auch aus imaginierten Selbstgewissheiten. Nur passiert das halt nicht.
„Das typische Milieu der meisten Fridays for Future-Demonstranten kenne ich gut. Es ist in gewisser Weise mein eigenes und das meines jetzigen Freundeskreises. Großstädtisch, linksliberal, hip. Arzttöchter treffen auf Juristensöhne. Gin-Tasting und Diskussionen über plastikfreies Einkaufen stehen nebeneinander auf der Tagesordnung. Veganismus zählt ebenso zum unausgesprochenen Codex des Hip-Seins wie der Einkauf im Second-Hand-Laden. Und der Bioladen um die Ecke wertet die Lage der eigenen Wohnung auf. Akademikerkinder bleiben unter Akademikerkinder. Querschnitt der Gesellschaft also? Weit gefehlt. Fridays for Future ist die Rebellion der Privilegierten und sie bietet ihnen die perfekte Möglichkeit, ihren eigenen kosmopolitischen Lebensstil und das eigene Talent zur Schau zu stellen.
Nach Erfurt und Hamburg bewegt sich die alte Schildkröte CDU auf einmal mit einer Geschwindigkeit, die man ihr gar nicht mehr zugetraut hätte. Anders als bei der betagten Tante SPD haben offenkundig ein paar Christdemokraten aus der ersten Reihe Lust, die Partei zu führen und die Kanzlerschaft anzustreben.Unser Gastautor Ansgar Lange ist CDU-Fraktionsgeschäftsführer im nordrhein-westfälischen Remscheid.
Bei dem Weg der notwendigen inhaltlichen und personellen Erneuerung sollte die Staatspartei der Bundesrepublik aber ein paar einfache Regeln beherzigen. Jede Partei braucht eine Seele. Am kalten Feuer der völligen Ideologiefreiheit können sich weder Mitglieder, Wähler noch Funktionäre dauerhaft wärmen. Der konservative und der wirtschaftsliberale Zweig der deutschen Christdemokratie waren immer ein wichtiger Bestandteil der Volkspartei CDU. Man könnte diese Klientel auch allgemein bürgerlich nennen.
Judensau an der Stadtkirche Wittenberg Foto:Posi66 Lizenz: CC BY-SA 4.0
Von unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani
Geehrte LeserInnen!
Dieser Tage las ich ein Interview auf der Website des «Deutschlandfunk» mit dem
Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann, der der Meinung ist, dass man die «Judensau» zu
Wittenberg weiterhin im Kirchenrelief lassen soll, als Denkmal, dass der «heutige Standard»
keine Selbstverständlichkeit ist und weil man als Jude mit den «Spannungen leben» lernen
muss. Herr Kaufmann meint wohl, dass es uns Juden im Vergleich zu damals gut geht. Nun
Gemälde eines der Olympia-Terroristen, Xavier Tricot, CC BY-SA 3.0
Die Ausrichtung der Olympischen Spiele im Jahr 1972 in München hatten den Charakter eines Meilensteins für die junge Bundesrepublik, der nach den nationalsozialistischen Verbrechen eine ungebrochene und positive Identifikation mit der Nation herzustellen sollte. Dass dies nicht gelang, ist nicht zuletzt auf den antisemitischen Terrorakt palästinensischer Terroristen zurückzuführen, bei dem elf Israelis starben.iEin Gastbeitrag von Jérôme Buske.