Tribalismus in der Ummah

Emirates Foto: Андрей Бобровский Lizenz: CC BY 3.0

Von unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani.

Geehrte Leser!

Das Thema des heutigen Beitrags ist der Tribalismus innerhalb der Ummah. Gesellschaften wie die Arabische sind extrem tribalistisch und das habe ich nicht aus irgendeinem obskuren Blog, sondern die These wird von seriösen Wissenschaftlern wie Mordechai Kedar vertreten. Aber Tribalismus ist nicht nur ein Problem innerhalb der arabischen Welt, sondern ist einer der Gründe, warum Somalia und Afghanistan inzwischen zu „failed states“ geworden sind und die beiden genannten Staaten sind nicht arabisch. Tribalismus ist auch einer der Gründe, warum es bis heute kein unabhängiges Kurdistan gibt. Auch die Kurden sind keine Araber. Aber der Fakt,

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Was wird aus der Labour-Partei nach dem Brexit?

Wahlkampfstand der Labour Party Foto: Philafrenzy Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die britische Labour-Partei ist gespalten. Die Blue-Labour-Bewegung hofft, dass einer Niederlage bei den Unterhauswahlen eine Neuorientierung folgt. Von unserer Gastautorin Sabine Beppler-Spahl.

Wenn am frühen Freitagmorgen in Großbritannien die Wahlergebnisse bekannt gegeben werden, dann wird sich der Blick besonders auf die Hochburgen der Labour Partei richten. In zahlreichen dieser Regionen, zu denen z.B. auch das „Black Country“ gehört, stimmte die Mehrheit 2016 für den Brexit. (In dem Ballungsgebiet Black Country, nördlich von Birmingham, dessen Namen an die Kohleförderung erinnert,  waren es sogar 67 Prozent.) Doch gerade hier muss die Partei, die mit dem Versprechen, ein neues Referendum abzuhalten, in den Wahlkampf gezogen ist, um jede Stimme bangen. Viele, so die Prognosen, wollen entweder die Konservativen (Tories) oder die Brexit-Partei wählen. Auch mit einer hohen Wahlenthaltung wird gerechnet, was ebenfalls keine gute Nachricht für Labour ist.

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Kriegsbeginn 1939 in der ostwestfälischen Provinz

Foto: Haller Kreisblatt/Haller Zeiträume

Da wir wissen, dass die Medien in den 1000 Jahren gleichgeschaltet waren, werden auch die Zeitungen im Ruhrgebiet und anderswo in „Großdeutschland“ ähnlich über die Sicherung der Ernährung berichtet haben wie das HALLER KREISBLATT(HK). Die Ernährungslage von 14-18, insbesondere der schlimme Hungerwinter 16/17 standen den älteren Volksgenossen noch allzu deutlich vor Augen.

Von unserem Gastautor Thomas Weigle.

Ein ähnliches Fiasko wollten die Nazis unbedingt vermeiden. Deshalb vermeldete das HK immer an prominenter Stelle die Erfolge an der Erntefront. Und tatsächlich war die Ernährung bis zum Kriegsende halbwegs gesichert, auch wenn die Zuteilungen kleiner wurden. Allerdings auch nur, weil aus den besetzten Gebieten,v.a.im Osten, ein rabiater Ernte- und Viehraub betrieben wurde.

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Christian Steiffen macht Dortmund zum Schlager-Olymp

Im Rüschenhemd, im Scheinwerferlicht, im FZW: Christian Steiffen. Foto: Johannes Hülstrung

Die „Ferien vom Rock ’n’ Roll“ sind lange vorbei. Und der einstige „Arbeiter der Liebe“ ist inzwischen zum „Gott of Schlager“ geworden. Für ein ganzes Wochenende steigt Christian Steiffen alias Hardy Schwetter von seinem Olymp und landet in Dortmund. Die zwei Konzerte im ausverkauften FZW sind eine amüsante Rückkehr in ein 70er-Jahre-Paralleluniversum. Von unserem Gastautor Johannes Hülstrung.

Christian Steiffen ist Schlager für alle, die Schlager blöd finden. Und besonders für Christian Steiffen persönlich, den man auch deshalb so mag, weil er sich selbst so mag. „Jetzt bin ich hier

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Buchvorstellung: Die Eisenbahn in Dortmund

Foto: Mit freundlicher Genehmigung des Verlages DGEG.

Der DGEG-Verlag in Hövelhof hat sich erneut in einem überaus umfangreichen Werk mit einem Teilaspekt der Entwicklung des Schienenverkehrs im Ruhrgebiet zu Wort gemeldet.

Von unserem Gastautor Thomas Weigle.

Im Mai 1847  erreichte nun auch Dortmund der „Dampfwagen“. Nun war DO per Schiene mit Köln,Belgien und Paris, nach dem Lückenschluss nach Minden ab Oktober 1847  u.a. mit Berlin,via Breslau gar mit Wien verbunden. Auch Stettin und die Ostsee, waren via Berlin zu erreichen. 1853 war Königsberg, noch über den Umweg Stettin, erreicht, 1860 war Basel in Schienenweite und nun konnte im Osten auch das Zarenreich auf der Schiene erreicht werden, wo in der russischen Grenzstation Wirballen auf Breitspurzüge umgestiegen werden musste.

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Westfalenhalle schüttelt für Seeed ihren Speck

Seeed bei ihrem Auftritt in der Dortmunder Westfalenhalle. Foto: Johannes Hülstrung

Lauter Bass, schwingende Hüften und einmal Gänsehaut mit Ansage: Schon im zweiten Monat in Folge gastiert Seeed in der Dortmunder Westfalenhalle. Die erste Tour nach dem Tod von Demba Nabé ist besonders emotional, aber weiterhin so tanzbar, wie man es von den Berlinern gewohnt ist. Das mobile Reggae-Sondereinsatzkommando beweist, dass es auch gegen Ende der Tour zum Album „Bam Bam“ noch lange nicht müde ist. Von unserem Gastautor Johannes Hülstrung.

Das gilt offenbar auch für einen Edelfan, für den die Show in der Westfalenhalle zwar eine von vielen, aber dann doch das Konzert seines Lebens war. Frontmann Pierre Baigorry alias Peter Fox verlässt schon beim ersten Lied „Ticket“ die Bühne. In der ersten Reihe hat er den

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Fridays for Future: Klassentreffen der Mittelschicht im Olympiastadion Berlin

Olympiastadion Berlin Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Man kann nun endlich die Welt verändern – für einen Preis von nur 29,95 €. Bei einem ganz tollen Event, zumindest sagen das die Veranstalter. Indem man gemeinsam Petitionen unterschreibt – im Olympiastadion Berlin, wo die Nazis ihre Olympiade veranstalteten. Von unserem Gastautor Trevor Rhûnparth.

Wieder sollen an diesem historischen Ort Leute begeistert werden. Beworben wird es unter anderem mit diesem Werbevideo mit Prominenten, dass etwas ganz Großes suggeriert:

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Aufruhr im Ruhrgebiet

Schaufenster in Gelsenkirchen


Zwei neue Bücher erzählen von der Lage und dem Niedergang des Ruhrgebiets. Von unserem Gastautor Nils Heisterhagen.

Jörg Sartor kennen Sie vielleicht. Im letzten Jahr erregte er große öffentliche Aufmerksamkeit dadurch, dass er als Chef der Essener Tafel einen kurzfristigen Aufnahmestopp für Ausländer verhängte. Medien stürzten sich auf ihn. In bestimmten linken Kreisen galt er sofort als Aussätziger und die große Bundespolitik fühlte sich bemüßigt, schnell Kommentare zu diesem angeblich so hässlichen Vorfall in Essen abzugeben.

Nun hat er ein Buch geschrieben. „Schicht im Schacht“ heißt das Buch. Darin erklärt er nicht nur seine Motive für sein Handeln und spricht über allgemeine politische Entwicklungen, sondern vor allem geht es über das Ruhrgebiet, seine Heimat.

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Die Oktoberrevolution im Irak

Wandbild im Irak Foto: Privat


Unser Gastautor  Karam Hassawy lebt in Mossul

Sechzehn Jahre nach dem Sturz Saddam Husseins ist nichts von dem eingetreten, was sich die Iraker erhofft haben. Seit 35 Jahren erleiden die Menschen nun Unterdrückung und Tyrannei. Als nach Saddam die neuen Parteien an die Macht gekommen sind, haben sie die Verfassung erneuert. Die Verteilung der Positionen im Ministerium basierte auf Rassismus, auf ethnischen

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Bella Ciao und 374 Tote im Irak

Massenproteste im Irak Foto: Privat

Ein mir sehr nahe stehender Mensch kommt aus dem Irak. Als der IS in seiner Stadt und sogar in seinem Haus war, haben wir zusammen gezittert. Durch ihn habe ich den Irak ein bisschen verstanden. Er zeigt mir Bilder und Videos, die man sonst nicht zu sehen kriegt. Sein bester Freund ist Journalist in Mossul und hält uns mit Insidernews auf dem Laufenden. Seltene Einsichten in eine schwer nachvollziehbare Welt. Nur manches davon gelangt in die deutschen Medien. Meist Wochen oder Monate später, verpackt als heiße News. Von unserer Gastautorin Kristina Koch.

Seit einigen Wochen versorgt uns der Freund aus Mossul wieder mit Nachrichten aus dem Irak. Täglich trudeln dramatische Bilder ein. Alle Fotos hier stammen von befreundeten Fotografen aus Bagdad. Nichts davon sieht man in den deutschen Nachrichten, in denen es gerade eher um den Libanon geht.

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