Gina Bronner-Martin erklärt ausgewählte Themen und Urteile aus dem Wirtschaftrecht. (Foto: Andre Sebastiani)
Gina Bronner-Martin (50) ist schreibende Juristin und Medienpsychologin und lebt bei Landsberg. Ihre Artikelserie „Recht kurzweilig“ handelt von Themen und Urteilen aus dem Wirtschaftsrecht, die wir nun wöchtlich auch bei den Ruhrbaronen bringen. Den Anfang macht die Frage: habe ich einen Anspruch auf Verschlechterung meines Arbeitszeugnisses – und warum interessiert das jemanden?
Michael Foucault – Einer Vordenker der Postmoderne Grafik: Nemomain Lizenz: CC BY-SA 3.0
Mittlerweile haben aufbauend auf den Theorien des Queerfeminismus und Postkolonialismus Debatten über Betroffenheit, Subjektivität und Reproduktion von Diskriminierung so überhand genommen, dass die eigentlichen Ziele der selbsternannten Linken aus den Augen verloren werden und die wirklich wichtigen Diskussionen, die der Erreichung eben jener Ziele zugrunde liegen sollten, nicht mehr geführt werden. Von unserer Gastautorin Tina Sanders.
Als das oberste Anliegen der – wohlgemerkt, radikalen – Linken gilt die Schaffung einer emanzipierten Gesellschaft frei von kapitalistischen und patriarchalen Herrschafts- und somit Unterdrückungsmechanismen und -strukturen. Die Schaffung einer Welt, in der alle “ohne Angst verschieden sein können” (Adorno, Theodor W. (2003): Minima Moralia, 1. Auflage, 116.). Dieser Anspruch sollte nicht nur fürVertreterInnen marx’scher Ansätze und der Kritischen Theorie gelten, sondern der gesamten Linken ein Anliegen sein, bedeutet doch bereits der Begriff radikal, diese Strukturen und die daraus resultierenden Probleme an der Wurzel zu
Kennt sich mit BDSM und Sadisten aus: Dipl.-Psych. Lydia Benecke (Foto: Felix Linde)
Aktuell läuft in den Kinos der zweite Teil des Hau-und-Popp-Films „Fifty Shades of Grey“ an. Für viele Kinobesucher werden die dargestellten Handlungen der Inbegriff von „Sado-Maso“ oder „BDSM“ sein. Die bekannte Kriminalpsychologin und ehrenamtlich Jugendschutzbeauftragte des SMJG e.V. („BDSM-Jugend“) Lydia Benecke sieht das jedoch nicht nur etwas, sondern komplett anders. Und das schon seit Erscheinen des Buches, wie sie in diesem Gastbeitrag klar macht. Zudem erklärt sie, was ungesunde Doms ausmacht.
Schulz euphorisiert die SPD. Und ein Sozialdemokrat mit Humor persifliert die Begeisterung über den neuen Vorsitzenden und Bundeskanzlerkandidaten auf Facebook auf hintersinnige Weise. Robert Herr, Juso und Referent für politische Bildung beim AStA der Uni Mainz hat uns erlaubt, seine Facebook-Einträge hier zu veröffentlichen:
Eine am 27. Januar „We Remember“ Veranstaltung des Weiterbildungskollegs Emscher-Lippe ist durch eine irreführende Überschrift der Zeitung „Der Westen“ unter die Räder geraten. Unser Gastautor Gaby Spronz ist Mitglied des Aktionsforums Israel.
Dass der Artikel selbst sachlich und korrekt verfasst wurde konnte dies nicht wettmachen. Alleine die Überschrift „Holocaust-Gedenk-Aktion an Gelsenkirchener Schule – Moslemische Schüler verweigern sich“ hat für internationalen Aufruhr gesorgt. Die Englisch sprachige Zeitung JPost hat den Titel aufgegriffen, darauf fokussierend berichtet und schon kommen vernichtende Reaktionen selbst aus den USA.
Foto: Jon Rawlinson via Flickr (CC BY 2.0 / bearbeitet)
Ein neues Buch nimmt den westlichen Neo-Rassismus auseinander. Von unserem Gastautorin Terri Murray
Selbsternannte „Progressive“ aus dem Mainstream neigen dazu, Multikulturalismus und Vielfalt von Natur aus gut zu finden und für etwas zu halten, das nur Rassisten und Vorurteilsbeladene in Zweifel ziehen würden. Deshalb mischt das neue Buch des schwedischen Soziologen Goran Adamson, „The Trojan Horse. A Leftist Critique of Multiculturalism in the West“ (2015), die Debatte auf. Es liefert eine klare Kritik der Diversitätsideologie und zwar aus einer progressiven Perspektive. Es zeigt besonders, wie Vernunft, Freiheit und Individualität, die Grundpfeiler von Demokratie und Bürgerrechten, von der Ideologie des Multikulturalismus untergraben werden, indem Partikularidentitäten und -rechte über die universelle politische Freiheit gestellt werden.
Wer wie ich gelegentlich nachmittags mit dem Auto durchs Ruhrgebiet fährt (Ich besitze ja die Muße dafür), der wird feststellen, wie massiv das „alte Ruhrgebiet“ noch existiert. Besonders natürlich in den Vororten (Essen oder Gelsenkirchen zum Beispiel). Du durchquerst über lange Strecken Straßenzüge mit schlichter Nachkriegsarchitektur, Koloniegebäude, staubdunkle Häusergiebel, bislang noch nicht restaurierte Stuckfassaden, – dir begegnet eben all das, was das Ruhrgebiet in den Ruf gebracht hat, eine ziemlich hässliche, dreckige Ecke zu sein. Und doch, gerade dieses etwas Unwirtliche, diese Härte, die von diesen knochigen Häusern auszugehen scheint, vermittelt mir (beim Vorbeifahren) eine Vertrautheit und Nähe, die mir das Gefühl einer besonderen Zugehörigkeit vermitteln.
Natürlich steige ich nicht aus dem Wagen aus, weiß ich doch, dass mir dort kein traditioneller Bergmann, sondern ein Türke die Haustür öffnen würde. Doch gleichviel: Diese Veränderung verringert nicht meine Verbundenheit mit solchen Ruhrpott-Ecken. Mögen sie in den Stadtzentren Glitzerpaläste die Menge errichten (das „Palais Vest“ in RE, welch ein Name!), für mich liegt die Seele des Ruhrgebiets nach wie vor in diesen Vorstadt-Ecken, wo die Zeit (zumindest vom äußeren Anschein her) stehen geblieben zu sein scheint. Doch sie hat sich natürlich weiterbewegt!
Es ist paradox, dass ich in solchen Momenten ein bestimmtes Heimatgefühl gerade in diesen Stadtteilvierteln erlebe, die man NIE einem konventionell denkenden Besucher zeigen würde. Mit Stolz womöglich. Nein, nein, nicht denkbar! Aber gerade das macht das Wohlgefühl gegenüber diesem eher versehrten, bedürftigen, im traditionellen Sinne unansehnlichen urbanen Gelände so spannend. Wir haben es ganz für uns allein!
Kleiner Singvogelkiller Foto: Public DomainEs war Sommer, stahlblauer Himmel, gleißendes Licht, die Luft roch nach Abenteuer und Mittagessen, als Mutter uns Kindern, blass und mit ernster Miene, die schreckliche Nachricht überbrachte: „Lisa ist tot.“ Überfahren. Direkt vor unserem Haus. Lisa war als Katzenbaby zu unserer sechsköpfigen Familie gestoßen und sofort zum Liebling aller aufgestiegen. Nun lag sie nur zwei Jahre später unter einem rosa blühenden Berglorbeer im Garten. Mit einer Schaufel dort hingeworfen. Ihre Augen quollen etwas aus den Höhlen, aus dem halb geöffneten Maul war Blut geflossen, Fliegen krabbelten auf ihrem Gesicht herum. Ich weinte bittere Tränen. Ich werde diesen grässlichen Anblick nie vergessen.
Warum ich einen Artikel über Katzensteuer mit so einer traurigen Geschichte beginne? Weil ich es kann. Von unserem Gastautor Benjamin Weissinger.
Und um zu verdeutlichen, dass ich die Katzen liebe. Meine Katzen haltenden Freunde wie auch alle anderen mögen es mir verzeihen, aber das Thema ist nun einmal da. Passiert hin und wieder.
Katzensteuer – wem fällt sowas ein? Meist sind es Hundehalter, die das Thema lancieren, weil sie es überhaupt nicht einsehen können, dass sie für ihre Vierbeiner Steuern zahlen müssen, die Katzenhalter aber nicht. Das weckt also ihren Gerechtigkeitssinn. Es ist der uralte Kampf zwischen Hunden und Katzen, ausgetragen von Menschen.
370 Euro pro Jahr zahlt jeder Bürger bereits jetzt für die Energiewende. Das ist erst der Anfang. Die Kosten explodieren, der Nutzen ist zweifelhaft. Von unserem Gastautor Heinz Horeis.
Nach dem Pariser Klimagipfel geben Politiker und Aktivisten nun ordentlich Gas: In wenigen Jahrzehnten soll sich die Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen speisen. Gelten soll dies für Strom, Verkehr und Wärme. Diese radikale Energiewende, von den Protagonisten „Sektorkopplung“ genannt, ist inzwischen offizielles Ziel deutscher Energiepolitik. Das Vorhaben ist abenteuerlich und würde das Ende Deutschlands als moderner Industrienation bedeuten, setzte man es tatsächlich um.
Gebracht hat uns die Energiewende nach knapp zwei Jahrzehnten die höchsten Strompreise, Energiearmut für die Ärmsten und ein verschandeltes Land. Ein ehemals ausgezeichnet funktionierendes Energiesystem ist schwer angeschlagen; das neue, „erneuerbare“ System hat
Heute nun der nächste Teil der Serie ‚Juden im deutschen Fußball‘ unseres Gastautors Thomas Weigle:
Betrachtet man den jüdischen Fußball während der NS-Zeit, so sind es nicht nur die immer härteren Brutalitäten der Nazis, die die Sportausübung der ausgegrenzten Juden behinderten, sondern auch die Tatsache, dass Fußball fast nur dort möglich war, wo es größere jüdische Populationen gab, nicht aber oder kaum auf dem flachen Land.
Die NS-Mehrheitsgesellschaft war nur zu einem geringen Teil aktiver Täter, selbst in der Reichspogromnacht. Aber sie duldete das verbrecherische Geschehen und wurde damit zum Komplizen von Verbrechern, die ihre Taten „als höchste Form des Humanismus“ darstellten, da sie „Menschen in erhaltenswerte Reine und nicht erhaltenswerte Reine“ aufteilten( V. Grossmann). Den zu „Unreinen“ erklärten jüdischen Deutschen standen nur wenige Sportstätten zur Verfügung und man kann sich vorstellen, in welchem Zustand Fußballplätze waren, die von mehreren Vereinen genutzt werden mussten, zumal auch den auch finanziell bedrängten Juden oftmals die Mittel fehlten, die genutzten Plätze vernünftig zu restaurieren.
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