Essen prüft Pilotprojekt zur intelligenten Videoüberwachung

Überwachungskamera Foto: KMJ Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Stadt Essen will prüfen, ob und wie sie ein Pilotprojekt zur intelligenten Videoüberwachung durchführen kann. Einen entsprechenden Auftrag hat der Rat der Stadt gestern (22. Juni) an die Verwaltung gegeben. Vorbild ist das sogenannte Mannheimer Modell: Dort setzen Polizei und Stadt in einem Pilotprojekt seit einigen Jahren an bestimmten öffentlichen Orten auf eine intelligente Videoüberwachung, die durch besondere Algorithmen typische

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Liberale Migranten gegen Ferda Ataman als Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung

Ferda Ataman Foto: Heinrich-Böll-Stiftung Lizenz: CC BY-SA 2.0


Zahlreiche liberale und säkulare Muslime und Migranten haben sich mit einem offenen Brief an die Bundestagsfraktionen gewandt. Sie wollen nicht, dass Ferda Ataman zur Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung gewählt wird.

Zu den Unterzeichnern gehören Seyran Ates, Rechtsanwältin, Autorin und Gründerin der Ibn Rushd-Goethe Moschee, Ali Ertan Toprak, der Bundesvorsitzender Kurdische Gemeinde Deutschland und die ehemaligen Kölner SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Akgün.

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Städtetag-Chef Kufen fordert Corona-Krisenstab beim Land NRW für die Herbstwelle

Thomas Kufen, OB in Essen Foto: HP

Der neue Vorsitzende des NRW-Städtetags,Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU), hat die künftige schwarz-grüne Landesregierung aufgefordert, einen Krisenstab einzurichten, um eine künftige Corona-Welle im Herbst besser bewältigen zu können. „Die Kommunen brauchen feste Ansprechpartner bei der Landesregierung. Ich fände es richtig, wenn ein Corona-Krisenstab mit den zuständigen Experten eingerichtet würde, so wie es ihn bei der Flutkatastrophe gab“, sagte Kufen

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Gut vorbereitet zur Extraschicht

Extraschicht Foto: Ruhr Tourismus / Nielinger

Die ExtraSchicht am 25. Juni stellt die Besucher wieder vor die Qual der Wahl: 43 Spielorte in 23 Städten werden zur Bühne für Performances, Musik, Kultur und Kunst. Die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) in Oberhausen gibt einige wichtige Tipps: Damit die Nacht der Industriekultur ein Genuss wird, ist es am besten, sich auf drei Spielorte zu konzentrieren. Idealerweise liegen sie an derselben Shuttlebuslinie. So haben Besucher am meisten vom Programm vor Ort. Als kleine Gedankenstütze dient der Merkzettel, der online zusammengestellt und ausgedruckt werden kann.

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Völkermord in der Ukraine: „Niemand kann sagen, wir hätten es nicht gewusst“

Zehn in Butscha exhumierte Leichen aus Massengrab Foto: National Police of Ukraine Lizenz: CC-BY 4.0


Auf Initiative des Zentrums Libe­rale Moderne haben mehrer Autoren, darunter, Marie­luise Beck, Ralf Fücks, Tanja Penter, Jan Claas Behrends und Timothy Snyder, einen Offenen Brief an den Bundestag und die Bundesregierung verfasst. Sie appellieren in dem Schreiben alles zu tun, um die Selbst­ver­tei­di­gung der Ukraine zu stärken.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Abgeordnete,

als Antwort auf die Ver­bre­chen des Natio­nal­so­zia­lis­mus einigte sich die Staa­ten­ge­mein­schaft 1948 auf eine Kon­ven­tion zur „Pre­ven­tion and Punish­ment of Genocide“.

Wer in Deutsch­land ein poli­ti­sches Mandat innehat, hat zugleich eine beson­dere Ver­pflich­tung, diesen Kern des huma­ni­tä­ren Völ­ker­rechts zu schüt­zen. Welchen Sinn sollte das deut­sche „Nie wieder“ sonst haben? Die Ver­nich­tung der euro­päi­schen Juden und die unfass­ba­ren Ver­bre­chen gegen die sla­wi­sche Bevöl­ke­rung in Ost­eu­ropa während des Zweiten Welt­kriegs begrün­den eine beson­dere deut­sche Ver­ant­wor­tung. Nicht umsonst haben sich zu Beginn des rus­si­schen Angriffs­kriegs ukrai­nisch-jüdi­sche Ver­bände mit der Bitte um Schutz an Deutsch­land gewandt.

Heute sind wir mit einem Ver­nich­tungs­krieg mitten in Europa kon­fron­tiert, der alle Merk­male eines Völ­ker­mords aufweist.

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Update: Anthroposophie – Eine kurze Kritik

André Sebastian Foto: PR

Am Freitag, den 24. Juni um 19 Uhr lädt Religionsfrei im Revier zu einem Vortrag von André Sebastiani im Kulturbahnhof Langendreer in Bochum ein. Das Thema ist der Titel seines im letzten Jahr in dritter Auflage erschienenen Buches: „Anthroposophie. Eine kurze Kritik“.  Anthroposophische Einrichtungen, ob Waldorfschulen oder Demeter-Höfe, sind etablierter Bestandteil der Gesellschaft. Gleichwohl unterliegt ihre ideologische Grundlage, dargelegt in den zahlreichen Schriften Rudolf Steiners und seiner heutigen Anhänger, seit langem der Kritik.

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Einwohnerzahl des Ruhrgebiets sinkt leicht

Nordstadt: Bornstraße Blickrichtung Dortmund Innenstadt Foto: Lucas Kaufmann Lizenz: CC BY-SA 4.0

Zum 31. Dezemebr 2021 lebten im Ruhrgebiet insgesamt 5.094.817 Menschen. Die Region hatte Ende Dezember 2021 insgesamt 7.667 weniger Einwohner als am 31. Dezember 2020, dies entspricht einem Rückgang um rund 0,2 Prozent. Das hat das Statistik-Team des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Grundlage aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW errechnet. Im langfristigen Vergleich ist die Einwohnerzahl heute aber höher als vor zehn Jahren: Zum 31. Dezember 2011 lebten im Ruhrgebiet insgesamt 5.055.769 Menschen. Die Einwohnerzahl ist seitdem um rund 0,8 Prozent gestiegen.

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WAZ-Verlegerin: „Die Ausdünnung der Lokalredaktionen war ein Fehler“

Funke-Verlegerin Julia Becker Foto: Medienfachverlag Oberauer GmbH/Funke Lizenz: Copyright


„Die Sparrunden der Verlage in der Vergangenheit haben unverhältnismäßig stark die Redaktionen getroffen und dazu geführt, dass zum Beispiel das Netz der Lokalredaktionen immer mehr ausgedünnt wurde. Das war ein Fehler“, sagte Julia Becker, Chefin des Funke-Verlags, zu dem auch die WAZ gehört, selbstkritisch bei der Eröffnung des European Publishing Congress 2022 am Montagmorgen in Wien.

Auch mit der Zusammenstellung vieler Redaktionen ist die Funke-Verlegerin nicht zufrieden. „Wir haben allzu häufig versäumt, uns in den Redaktionen so bunt aufzustellen, wie unsere Gesellschaft heute ist. Auch wenn die digitale Revolution weiblich ist, haben wir noch immer zu wenige Frauen in den Redaktionen unserer Tageszeitungen und Plattformen, vor allem in Führungspositionen. Bei uns arbeiten zu wenige Menschen mit Migrationshintergrund. Wir stellen nur wenige Menschen mit „unbürgerlichen“ Biographien ein – Abitur, Studium, Journalistenschule, Volontariat sind noch immer die Normalität, obwohl vielleicht der Weltenbummler oder die engagierte Studienabbrecherin oder der Kollege, der schon mal in einem „richtigen“ Beruf gearbeitet hat, die interessanteren, weil lebensnäheren Geschichten zu erzählen hat. Wir müssen diverser im umfassenden Sinne werden, um nahe bei den unterschiedlichen Zielgruppen zu sein – und, ganz wichtig, um junge Menschen als Leserinnen und Leser zu gewinnen“, sagte Becker.

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Documenta fifteen: Verantwortung bleibt. Verantwortung lässt sich nicht outsourcen

Olaf Zimmermann Foto: Martin Kraft Lizenz: CC BY-SA 4.0


Deutscher Kulturrat unterstützt die Forderung von Bundespräsident Steinmeier nach Verantwortungsübernahme durch die Documenta.

Am Samstag hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Documenta fifteen in Kassel eröffnet. In seiner Eröffnungsrede geht er hauptsächlich auf den Streit ein, ob die Ausstellung israelfeindliche Ansichten oder sogar Antisemitismus hofiert.

Der Bundespräsident sagte unter anderem „Kunst darf anstößig sein, sie soll Debatten auslösen. Mehr noch: Die Freiheit der Meinung und die Freiheit der Kunst sind Wesenskern unserer Verfassung. Kritik an israelischer Politik ist erlaubt. Doch wo Kritik an Israel umschlägt in die Infragestellung seiner Existenz, ist die Grenze überschritten.“

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