Waving The Guns, Mittwoch, 6. Juli, 20.00 Uhr, FZW, Dortmund
Waving The Guns, Mittwoch, 6. Juli, 20.00 Uhr, FZW, Dortmund

Der Zoo in Dortmund wirbt in diesen Tagen damit, dass Kinder in den Sommerferien freien Eintritt erhalten. Auf den ersten Blick ist das natürlich eine sehr nette Geste, die in wirtschaftlich für viele Familien schwierigen Zeiten und insbesondere auch nach den starken Einschränkungen nach der Corona-Pandemie natürlich gut ankommt und offenbar auch auf ein riesiges Interesse stößt.
Lange Schlangen vor den Kassenhäuschen sind die Folge. Unter anderem der WDR, die Ruhr Nachrichten und auch die WAZ haben der Aktion des Zoos zudem zuletzt zu einer großer Bekanntheit verholfen, indem er auf unterschiedlichen Ebenen darüber berichtet haben. Eigentlich ist das kein großer Aufreger und für die Ruhrbarone an sich auch nicht von größerem Interesse. Ein Erlebnis in den sozialen Medien am gestrigen Sonntag hat mich jedoch dazu veranlasst, das Thema heute auch hier bei uns einmal in das Blog zu tragen und zusammen mit ein paar kritischen Gedanken zur Diskussion zu stellen.
Deep Purple, Dienstag, 5. Juli, 18.00 Uhr, Kunstrasen, Bonn
Low Life, Montag, 4. Juli, 20.30 Uhr, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster

Jakob Augstein, Richard D. Precht und Harald Welzer werden den Ukrainern nie verzeihen, dass sie nicht einfach vor der russischen Armee und Vladimir Putin kapitulierten, sondern seit dem 24. Februar dafür kämpfen, so zu leben, wie sie es wollen: In einer Demokratie, einem Land mit wachsender Wirtschaft und Aussichten auf ein gutes Leben. Für Kapitalismuskritik und Postwachstumsökonomie, die Verachtung dessen, was die meisten Menschen auch im Westen für erstrebenswert halten, sind die Ukrainer nicht zu haben. Jede Form der Diktatur, auch einer Ökodiktatur, mit der ein Welzer ab und an gerne kokettiert,

Was die Ausstellung für zeitgenössische Kunst bisher zeigt: wie einsam es um Juden steht in Deutschland. Und in der Weltweite der Kunst. Monatelang hatten Repräsentanten des Judentums das Gespräch gesucht, sie wurden abgewimmelt. Eingelassen dagegen, und das mit Kusshand, die antisemitische Hetzkampagne BDS. Erst jetzt, wo die Documenta am seidenen Faden und das BDS-Bild abgehängt ist, wird der Dialog gesucht, genauer: er wird eingefordert. Juden wird ein Platz gewiesen am Tisch, an dem BDS in Mannschaftsstärke sitzt. Ein Nachtischbericht
„Antisemitismus in der Kunst“ war der Talk betitelt, den die Documenta – und zwar nicht etwa deren Kuratoren, sondern deren Gesellschafter zusammen mit der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank – angesetzt hat. Die live gestreamte Diskussion am Mittwochabend sollte den Skandal bedenken, den ein 96 qm großes Banner auf dem zentralen Platz der renommierten Kunstausstellung ausgelöst hatte: Auf dem Bild, nach drei Tagen abgehängt, waren nicht nur zwei antisemitisch gemalte Figuren ausgestellt, sondern ein geschlossen antisemitisches Weltbild (hier eine Bildbetrachtung). Kurz darauf wurde öffentlich, dass auch die Judenmörder von PFLP und der Japanischen Roten Armee abgefeiert werden, pure Killerkommandos. Erstmals, dass hiesige BDS-Versteher erschrocken zusammenfuhren.
The Ukulele Orchestra of Great Britain, Samstag, 2. Juli, 20.00 Uhr, Savoy, Düsseldorf

In einer extralangen Folge sprechen Robert Herr und Maximilian Schulz unter anderem über die neue Staffel des Streaming-Klassikers Stranger Things auf Netflix, die neue Star Wars Serie über Obi Wan Kenobi auf Disney+, Superhelden-Action mit The Boys auf Amazon Prime und die heftige Thrillerserie Shining Girls auf AppleTV. Außerdem geht es um die beiden Horrofilme X und Fresh. In den News ist ein neues Game of Thrones Sequel mit Jon Snow Thema, außerdem der Trailer zur neuen Westworld-Staffel, der Trailer zur neuen Kult-Comic-Verfilmung The Sandman und Joker 2 als Musical.
Das Straßenmagazin im Juli: Jule Weber spricht über Poesie als Beruf, Mille Petrozza über Heavy Metal und Nahverkehr im Ruhrgebiet. Marcel Stawinoga zeigt, wie er den Dortmunder Zoo groß auf Instagram gemacht hat, der Obdachlosenarzt Gerhard Trabert fordert mehr Gleichheit beim Zugang zu medizinischer Versorgung.
Mit 16 startet Jule Weber als Poetry Slammerin, fast zeitgleich wird sie schwanger. Sie bricht die Schule ab und baut sich eine künstlerische Karriere auf. Ihr Weg in die Freiberuflichkeit als alleinerziehende Mutter wurde möglich durch disziplinierte Kreativität und Mut zum Glück.
In den sozialen Medien hat der Dortmunder Zoo zehntausende Fans. Das schafft Kommunikationsmanager Marcel Stawinoga mit einer ziemlich einmaligen Mischung: Um niedliche, kurze Filme herum lernt man eine Menge über Tiere, Artenschutz und Zoo-Arbeit.
Wie trauert man in Familien, wenn die Todesursache Drogen sind? Wie geht man in der Szene mit dem Tod von Freunden um, der jeweils auch das eigene Risiko vor Augen führt? Wie hat sich das Leben ‑ und Sterben ‑ mit harten Drogen verändert? Eine Reportage zum Gedenktag am 21. Juli.
Der Arzt Gerhard Trabert hat im Februar für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert, um auf Armut und soziale Ungerechtigkeit hinzuweisen. Seine Forderung: Wir benötigen mehr Gleichheit, auch beim Zugang zu medizinischer Versorgung.
Die Essener Thrash-Metal-Band Kreator spielte bislang etwa 2.000 Konzerte in 65 Ländern und ist ein kultureller Exportschlager des Ruhrgebiets. Sänger und Gitarrist Mille Petrozza ist dabei völlig frei von Rockstar-Allüren oder finsterer Selbststilisierung.