Der Ursprung des Jazz war klar schwarz

Buddy Bolden’s Band ca. 1903 Foto: Unbekannt

Nach dem Cultural Appropriation Vorfall in Bern, der Auftritt einer Band wurde wegen des Tragens von Dreadlocks abgebrochen, über den jetzt zumindest die meisten deutschsprachigen Medien sprechen, möchte ich im Nachfolgenden auf einige Beispiele in diesem Kontext eingehen, die durchaus ernsthafter sind als das Tragen von Dreadlocks als «weisse» Person in der Stadt Bern, wo alles etwas langsamer läuft als anderswo. Diese stammen ausschliesslich aus den Vereinigten Staaten und stehen im Zusammenhang mit altem Jazz, mit dem ich – wie die meisten meiner Follower festgestellt haben dürften – vertieft auseinandersetze und Schallplatten sammle, die zwischen 1917 und 1931 aufgenommen wurden. Vielleicht wird man nach diesen Ausführungen die Beweggründe für die Existenz einer solchen Ideologie besser erkennen und einsehen, dass ein Vorwurf der kulturellen Aneignung nicht immer komplett haltlos und lächerlich sein muss. Für mich handelt es sich allerdings um einen Diskurs, der mit der amerikanischen Gesellschaft zusammenhängt und daher praktisch ausschliesslich im Zusammenhang mit der amerikanischen Gesellschaft geführt werden muss. Unser Gastautor Emrah Erken lebt in Zürich.

Die Musik, die wir heute als Jazz bezeichnen, entstand circa im Jahr 1895 in New Orleans. Erfunden wurde sie klarerweise von Farbigen. Der erste Jazzbandleader war der legendäre Buddy Bolden, von dem nur ein Foto aus dem Jahr 1906 existiert, der den Kornettisten gemeinsam mit seiner Band zeigt. Buddy Bolden soll ein fantastischer Spieler gewesen sein und wurde in der Stadt sehr schnell bekannt und verehrt. Für seine Eigenschaft als bester Hornbläser der Stadt bekam er den Beinamen «King», so wie später Freddie Keppard und Joe Oliver. Jedenfalls nahm Buddy Bolden, der erste Bandleader des Jazz, nie auf, obwohl dies rein

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Programm für den Tag der Trinkhallen steht

Typische ‚Bude‘ im Ruhrgebiet. Quelle: Wikipedia, Foto: Hans-Jürgen Wiese, Lizenz: CC BY 3.0

Mehr als 250 Künstler an 50 Programm-Buden in fünf Programmsparten: Das sind die wichtigen Zahlen am 6. August, wenn das Ruhrgebiet von 15 bis 22 Uhr zum dritten Mal den Tag der Trinkhallen feiert. An den ausgewählten Kiosken gibt es ein von der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) organisiertes und finanziertes Kulturprogramm. Gefördert wird die Veranstaltung von Regionalverband Ruhr (RVR), NRW-Kulturministerium und Brost Stiftung.

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Geierabend zum Feierabend: Alternativ-Karneval kommt in Dortmunder Parks

Martin „Der Steiger“ Kaysh Foto: Geierabend/PR

Karnevalsstimmung in Dortmund: Nachdem der alternative Ruhregebietskarneval Geierabend im Februar wegen Corona ausfallen musste, wird er nun in den Dortmunder Parks nachgeholt. Vom 4. August bis 1. September jeweils donnerstags um 18 Uhr präsentiert das Kulturbüro unter dem Motto „Sommer, Sonne, Geierabend!“ Kabarett und Comedy umsonst und draußen. Das einstündige Kurzprogramm bietet ein Best-of der vergangenen Jahre.

Infos:
http://www.dortmund.de/parks und facebook.com/kulturbuero.dortmund

Documenta: Das Problem ist die Klasse der den Westen verachtenden Kulturfunktionäre

Findungskommission der Documenta 15 Foto: Nicolas Wefers/DocumentaPR Lizenz: Copyright


Die Auswahl von Künstlern bei Events wie der Documenta folgt einem ideologischen Muster. Die Eingeladenen wissen, was von ihnen erwartet wird und liefern, was bestellt wurde.

Schon immer waren die Beschreibung und Darstellung fremder Länder und Regionen ideal, um die Zustände im eigenen Land zu kritisieren. Die Beschreibungen von Suff und Sittenlosigkeit im Ausland in der mittelalterlichen Reiseliteratur war weniger seriöse Berichte von den Lebensverhältnissen in der Fremde als eine Mahnung an die Leser, keusch und nüchtern zu leben. Wenn römische Autoren die Härte und Bescheidenheit germanische Barbaren lobten, diente das oft dazu das Luxusleben daheim zu kritisieren. Die Wilden selbst lebten ohne jede Alternative jenseits des Limes zumeist schlicht in Armut und Elend.

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