Ruhrbarone-Ausflugstipp: Der Allwetterzoo von Münster schlägt die Anlagen des Ruhrgebiets

Ein neugieriger Bär im Allwetterzoo Münster. Foto(s): Robin Patzwaldt

Wer im Ruhrgebiet lebt, der ist mit wirklich konkurrenzfähigen Zoos nicht gerade gesegnet. Das Angebot in Dortmund zuletzt eher im Sinkflug, Gelsenkirchen noch etwas steril und künstlich wirkend und Duisburg auch nicht gerade glanzvoll, was seinen Zoo betrifft. Kleinere Anlagen wie Bochum oder Recklinghausen sind ohnehin keinen ernsthaften Vergleich mit anderen Tiergärten wert.

Kein Wunder also, dass immer mehr Tierfreunde zwischen Duisburg und Hamm Reisen in die Umgebung unternehmen, wenn sie Anlagen dieser Art sehen wollen. Besonders empfehlenswert sind da in leicht erreichbarer Nähe unter anderem der Aquazoo in Düsseldorf, aber auch der Allwetterzoo in Münster, den man auch in der Corona-Zeit jetzt wieder prima aufsuchen kann.

Gesagt, getan. Am Dienstag machten wir uns mit der Familie auf nach Münster, um dort am Ende einen halben Tag bei herrlichstem Wetter an der frischen Luft zu verbringen.

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Konzerthäuser im Ruhrgebiet starten im Juni wieder den Spielbetrieb

Südflügel des Bochumer Konzerthauses mit der zum Foyer umgebauten ehemaligen Marienkirche Foto: Johamar Lizenz: CC BY-SA 4.0

Das Konzerthaus Dortmund und die Philharmonie Essen nehmen noch in dieser Saison wieder den Spielbetrieb auf. In Dortmund findet das erste Konzert nach der Corona-Zwangspause am 7. Juni mit dem Konzerthausorchester Berlin statt. Am 9. Juni beginnt die Essener Philharmonie. Die Häuser haben ein Wiedereröffnungskonzept entwickelt, das Abstandsregeln und Hygienevorschriften berücksichtigt.

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Bund plant Machbarkeitsstudie für Bundesinstitut für Fotografie in Essen

Folkwang Museum in Essen

Die Bundesregierung plant eine Machbarkeitsstudie für das Bundesinstitut für Fotografie auf dem Welterbe Zollverein in Essen. Grundlage dafür ist das Votum einer Expertenkommission, die sich im März dieses Jahres für den Standort Essen als Sitz des neuen Bundesinstituts ausgesprochen hatte. In der Stadt gebe es „eine hervorragende Konzentration von Einrichtungen und vorhandener Sachkompetenz zum Schwerpunkt Fotografie“, so die Begründung der Kommission.

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Im April an Corona verstorben: Eva Sternheim-Peters

Eva Sternheim-Peters, verstorben am 13. April 2020; Foto: Amrei-Marie / CC BY-SA

Die Zeit der großen Täuschungen. Mädchenleben im Faschismus und  Habe ich denn allein gejubelt? Eine Jugend im Nationalsozialismus sind zwei persönliche Sichtweisen auf die Zeit des Nationalsozialismus.

Der erstgenannte Buch steht in meinem Regal. Selbst gekauft hätte ich mir dieses Buch vermutlich nicht. Es war ein Geschenk. Die Autorin dieser Bücher ist Eva Sternheim-Peters, die – wie jetzt bekannt wurde – am 13. April 2020 in Berlin verstorben ist.

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Motorräder: Sonntagsfahrverbot wie 1973?

Norton Foto: pyntofmyld – Norton Motorcycle Lizenz: CC BY 2.0

Nein, nicht für alle Räder, nur für Motorräder. „Zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorlä-“, von „Motorradlärm“, heißt die Entschließung des Bundesrats von Mitte Mai. Eine altertümliche Denke, 1973 waren Sweet mit „Hell Raiser“ das Sounddesign des Jahres, unser Vorschlag: Emissionshandel! Von unserem Gastautor Thomas Wessel.

Dafür muss man zuerst ein Protokoll machen, Auszüge: „BO-Innenstadt, gegen Abend rauschen die ersten rein, 15 Minuten einparken KOMMKOMMKOMM, Bässe wummern, der draußen STOP!STOP!!STOP!!! Türen auf Türen zu zu zu, die nächsten röhren rein, Fenster runter Musik hoch, eindeutig Ennepetal, ab und an kommt man da durch, es gibt da solche Musik. Hier gibt es den ersten Streit, Kreischenbrüllen dauert 20 min, immer, Versöhnung dauert schneller, du

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Cartoons ohne Bilder #98

Ein Typ mit Geheimratsecken und Brille sitzt an einem Schreibtisch. Vor sich ein Notizzettel, darauf gekritzelt ein kleiner Trump mit Sprechblase: „Kein Präsident vor mir hat mehr Corona-Tote erreicht als ich!“
Neben dem Zeichner ein Radio. Gezackte Sprechblase aus dem Radio: „Präsident Trump nennt Amerikas Corona-Tote a badge of honor.“
Denkblase über dem Zeichner: „Mist, jetzt war er schon wieder schneller!“

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Ruhrbarone-Ausflugstipp: Das ‚westfälische Versailles‘ in Nordkirchen

Das Schloss Nordkirchen. Foto(s): Robin Patzwaldt

Als ich hier mit frischer Motivation und sehr tatendurstig Anfang März die diesjährige Saison der Ruhrbarone-Ausflugstipps eröffnet habe, da hätte ich mir noch nicht träumen lassen, dass die Möglichkeiten in Sachen Ausflüge in der Nähe des Ruhrgebiets schon bald so rüde ausgebremst werden würden, wie es dann geschehen ist. Wochenlang waren Wochenendtrips in der Folgezeit urplötzlich tabu, war ‚Stay at home‘ angesagt. Demenstrechend waren auch die Ausflugstipps an dieser Stelle erst einmal auf Eis gelegt.

Die Corona-Pandemie machte es über Wochen schwierig die Region zu bereisen und neue, attraktive Ziele zu erkunden. Inzwischen ist der Lockdown erfreulicher Weise nicht mehr so streng, erste Aktivitäten sind seit ein paar Tagen wieder möglich, und sie machen auch wieder Spaß.

Nachdem ich hier im März ein paar Fotos von den ‚Frühblühern‘ aus dem Dortmunder Rombergpark gezeigt habe, beschäftigt sich die zweite Ausgabe dieser unregelmäßigen Serie mit dem Schloss Nordkirchen im Münsterland.

Wie aufmerksame Stammleser sicherlich bemerken werden, haben wir das westfälische Versailles, ebenso wie kürzlich den Rombergpark, nicht zum ersten Mal als Tipp auserkoren. Ich kann jedoch versprechen, dass demnächst auch echte Neuentdeckungen hier im Blog wieder vermehrt vorgestellt werden, wenn die Corona-Situation das denn über die nächsten Monate hinweg zulässt.

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„REVIERBLICKE“: Neue Ausstellung von Fotograf Ruben Becker in Herne

Nach und nach kommt auch das Kulturleben im Ruhrgebiet nach dem wochenlangen Lockdown wieder in Gang. Ab Juni zeigt der Fotograf Ruben Becker einen Teil seiner Werke in Herne.

Kompositionen aus Licht und Zeit. Diese Elemente haben ihn nach eigener Aussage schon immer fasziniert. Becker, der 1972 in Herne geboren wurde, hat schon als Kind und Jugendlicher gerne geknipst.

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„Don’t be evil“: Kay Voges-Produktion der Berliner Volksbühne im Online-Stream

Don’t be evil“ Foto: Volksbühne Berlin/Julian Röder Lizenz: Copyright

Die Produktion „Don’t be evil“, die der Dortmunder Schauspielintendant Kay Voges  im Herbst 2019 an der Berliner Volksbühne inszeniert hat, ist ab Donnerstag, 21. Mai, 18 Uhr online zu sehen unter https://www.volksbuehne.berlin/de/. Die Online-Version ist selbst eine kleine Premiere, denn die Aufzeichnung wurde eigens für den Stream zusammengeschnitten. Der Abend ist eine Irrfahrt durch die Welten der Timelines. Im Dauerflimmern der sozialen Netzwerke rüstet man sich für den kommenden Culture War. Minimale kommunikative Anstöße bewirken maximale Rückkopplung. Die Wut über die Wut der anderen macht uns immer wütender. Jeder bläst mit seinen Posaunen auf zum Kampf um die Wahrheit und die Hoheit der Zeichen. Aufregung für alle, bis die Weltkugel glüht. Neben Regisseur Kay Voges und Dramaturg Matthias Seier ist noch mehr „Dortmund“ im Paket: So gibt es ein Wiedersehen mit den Dortmunder Schauspieler*innen Andreas Beck, Julia Schubert und Uwe Schmieder, die bei dieser Produktion mitgewirkt haben. Mona Ulrich und Michael Sieberock-Serafimowitsch sind für die Ausstattung verantwortlich, Paul Wallfisch für die Musik. Der Online-Stream ist morgen ab 18 Uhr für 48 Stunden abrufbar.