
Cartoons ohne Bilder #101

Im Restaurant. Ein Kellner und ein Gast. Mehrere Panel.
Panel 1: Kellner mit Rechnung am Tisch, Sprechblase: „Das macht 18,35€, Bitte.“
Panel 2: Gast kramt im Portemonnaie.
Panel 3: Gast gibt dem Kellner Geld, viele Münzen. Sprechblase: „Stimmt so.“
Panel 4: Kellner zählt nach.
Panel 5: Sprechblase Kellner (wütender Blick): „Moment mal, Sie haben mir exakt 18,35€ gegeben.“ Sprechblase Gast (naiv grinsend): „Sie können mir ruhig vertrauen. Ich hab gleich gesagt, dass das so stimmt!“
Deutscher Kulturrat: Antisemitismus als Präventionsstrategie?

Von unserem Gastautor Thomas Wessel
Die Gelegenheiten nehmen zu, sich für die Branche zu schämen, zu der man zählt. Der Deutsche Kulturrat, Sammel- und „Spitzenverband“ hiesiger Kulturkorporationen, hat jetzt erklären lassen, man könne quasi antisemitisch sein, um Schlimmeres zu verhindern, Holocaust und
Cartoons ohne Bilder #100

Mehrere Panels.
1. Ein grübelnder Mann mit Geheimratsecken und Brille an einem Schreibtisch. Um ihn lauter zerknüllte Papiere, auf einigen kann man noch lesen: „Cartoons ohne Bilder #100“. Papierkorb quillt über.
2. Glühbirne über dem Kopf des Cartoonisten.
3. Er zeichnet eifrig.
4. Er schaut sich das Werk an (das man nicht sehen kann) und lacht Tränen. Sprechblase: „Das ist von allen hundert überhaupt die erste wirklich lustige Idee!“
5. Guckt wieder ernst, öffnet Schreibtischschublade. Sprechblase: „Die hebe ich mir für die #200 auf.“
Ruhr-Universität Bochum veranstaltet Sommerfest in der Zuhause-Edition!
Statt auf den Campus der Ruhr-Universität lädt die Bochumer Hochschule in diesem Jahr zum Sommerfest in der Zuhause-Edition ein. Mit dabei sind unter anderem Joris und Johannes Oerding.
Die Corona-Pandemie hat nicht nur dazu geführt, dass aus dem Sommersemester 2020 ein digitales Semester geworden ist, auch das Sommerfest der RUB wird zum Online-Event. Das Rektorat lädt alle Hochschulangehörigen und Freunde ein, am 18. Juni 2020 ab 20 Uhr den YouTube-Kanal der RUB zu öffnen und das Sommerfest in der Zuhause-Edition zu feiern.
Cartoons ohne Bilder #99

Ein Frühstückstisch. Vater im Unterhemd liest die BILD-Zeitung. Wütender Blick. Gezackte Sprechblase: „Früher hatten die Politiker noch mehr Ecken und Kanten!“
Sohn im Teenageralter, gelangweilt von seinem Tablet aufschauend: „Ja, da waren die noch polygon gerendert.“
Theater: Wenn man nichts zu sagen hat, spielt man vor einem leeren Saal.

Die Theater öffnen und spielen wieder. Dass kaum jemand zuschauen wird, ist egal.
Zu große Bescheidenheit gehört nicht zu den Dingen, die man den Freunden des Theaters vorwerfen kann: „Gerade in der Krise ist das Theater unverzichtbar. Wie keine andere Kunstform ist es trainiert, produktiv Routinen zu unterbrechen und einen Diskurs- und Möglichkeitsraum zu eröffnen, um Gesellschaft ästhetisch zu reflektieren und neu zu entwerfen“ schreiben Ulrich Khuon und Birgit Lengers auf den Seiten des Deutschen Kulturrats und dürften damit das Selbstbild vieler Theatermacher gut getroffen haben.
Technik beliebter als Kunst: Die Top 3 Museen stellen Autos und Eisenbahnen aus

Nach und nach öffnen viele Museen wieder ihre Pforten. Doch wie beliebt sind Deutschlands Museen beim Publikum? Das Verbraucherportal Testberichte.de hat rund 640.000 Online-Bewertungen von Besuchern ausgewertet, insgesamt wurden über 450 Museen berücksichtigt. Herausgekommen ist Deutschlands umfangreichstes Museums-Ranking 2020.
Auffällig: Auf dem Siegertreppchen finden sich nicht etwa weltberühmte Kunstmuseen, sondern ausschließlich technische Museen. Im Land der Autobauer und Ingenieure liegt das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart ganz vorne, dahinter zwei Bahn-Museen und das Miele-Museum gleichauf. Die beiden beliebtesten Kunstmuseen stehen in Dresden: Das Residenzschloss rangiert auf Platz 8 im Gesamtranking, direkt dahinter die Gemäldegalerie Alte Meister im
038 – Der Mandalorianer und Dispatches from Elsewhere

In Folge 38 unterhalten sich Robert Herr und Maximilian Schulz über den großen Disney-Serienhit „Der Mandalorianer“ und die Amazon-Serie „Dispatches from Elsewhere“ von Jason Segel.
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Berliner Schloss: König, Kreuz und Kniebeschwerden

An diesem Wochenende soll dem Berliner Retro-Schloss, neudeutsch Humboldt-Forum, eine Laterne aufgesetzt werden, die rund 12 m hohe Krönung eines 650 Millionen schweren Ideenbaus. Ich hätte da einen Vorschlag. Von unserem Gastautor Thomas Wessel.
Die Laterne – Architektursprache für einen turmartigen Aufsatz eines Gebäudes, hier des Schloss-Surrogats – ist längst nach allen Märklin-Regeln nachgebaut, der Kran geordert, das Feuilleton empört. Dass man dem Schloss ein Kreuz aufpflanzen würde, war 2017 noch irgendwie hingenommen worden: Wenn Retro-Schloss dann Retro-Kreuz, das war so die Linie, das Kreuz sei Ornament wie ein Schnörkel am Gesims.