Angemessen ’50 Jahre Woodstock‘ zu feiern ist auf Facebook gar nicht so einfach

Facebook-Screenshot: Dirk Krogull

Heute vor 50 Jahren begann das legendäre Festival von Woodstock. Ein Ereignis, welches seinerzeit nicht nur musikalisch, sondern auch politisch Maßstäbe setzte, so dass über die Tage der Veranstaltung in den USA noch heute weltweit gesprochen wird. Der runde Jahrestag stellt also zweifelsohne eine schöne Gelegenheit dar einmal wieder daran zu erinnern.

Das fand auch unser Ruhrbarone-Kollege Dirk Krogull. Doch da hatte er die Rechnung leider einmal mehr ohne Facebook gemacht. Dirks Erinnerung auf dem sozialen Netzwerk von Mark Zuckerberg sucht ihr nämlich heute leider vergeblich (siehe Screenshot oben) in seiner Timeline. Sie wurden nicht nur entfernt, Dirk wurde für 24 Stunden auf Facebook gesperrt.

Es ist bekanntlich längst nicht das erste Mal, dass die Gemeinschaftsstandards von Facebook die Öffentlichkeit zu Diskussionen einladen.

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Ruhrtriennale: Ein wenig Klassenkampf und 15 Prozent Rabatt für das Publikum des Bildungsbürgerstadls

Stefanie Carp und Christoph Marthaler Foto: Edi Szekely/Ruhrtriennale 2016


Am 21. August beginnt die Ruhrtriennale. In ihrem zweiten Jahr als Intendantin gibt sich Stefanie Carp als Klassenkämpferin und hadert mit ihrer Rolle als Karl Moik des Bildungsbürgertstadls.

Es ist wieder soweit: Am 21. August beginnt mit der Ruhrtriennale der Musikantenstadl des Bildungsbürgertums. Intendantin Stefanie Carp gibt sich in diesem Jahr zerknirscht, ja klassenkämpferisch und hadert mit ihrer Arbeit als Intendantin, dem Kapitalismus, den sozialen Verhältnissen im Ruhrgebiet, ihrem Publikum und der Struktur der Ruhrtriennale.

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Cartoons ohne Bilder #64


Ein Reporter mit Mikrofon. Ein Politiker im Anzug. Alternierende Sprechblasen.

Politiker: „… müssen wir – und das sage ich mit voller Überzeugung! – perspektivisch jede Anstrengung unternehmen, um in dieser Thematik gute, aber auch gerechte, Lösungsvorschläge ganz offen zu diskutieren.“
Reporter: „Ich danke Ihnen für das Interview.“
Politiker: „Ich danke Ihnen für die Gelegenheit, nichts zu sagen.“

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Einzelzimmer mit Mehrblick – Philosophien des Alleinreisens

Was bedeutet Alleinreisen im Gegensatz zum Gemeinsamreisen? Das ist die Grundfrage des neuen Travel Episodes-Bandes „Über die Lust am Alleinreisen“, in dem knapp 20 Autoren über ihre besonderen Alleinreiseerlebnisse weltweit schreiben, vom Nahen Osten über Australien, Indien, Korea, indonesien, Portugal, Spanien, Kosovo, Italien Kambodscha, Namibia, Kenia querbeet um den Äquator. Ein paar Leseeindrücke ausgewählter Artikel.

Nur alleine bin ich frei
Den Opener macht die Düsseldorfer Reisebuchautorin Nadine Pungs: Sie geht von der Hypothese aus „Wer alleine reist, sieht mehr von der Welt.“ Und sie beschreibt das Brüllen der Welt seit ihrer Rückkehr aus der Wüste, nach dem Schweigen des Wadi Rum, durch dass sie zwei Tage lang mit einem Beduinen ritt. Jordanien bewegt sie und sie spürt den Wachstumsschmerz, weil das Herz sich weitet. Das passiert nur beim Alleinreisen, die Wannabe-Weltenbummler in der Gruppe bleiben davon ausgeschlossen.
„Also lass dich ein! Gib die Kontrolle ab, bewege dich raus aus der Komfortzone, mach’s im Alleingang. Scheitere. Dann erlebst du Intensität.“
Natürlich sieht die Autorin auch die Nachteile:
„Und schließlich ist da noch die Einsamkeit, die jedem Alleinreisenden nachläuft, wie ein räudiger Hund. Zuweilen wünsche auch ich mir einen Gefährten.

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