…and the winner gets to go to Auschwitz – warum ein gut gemeinter Wettbewerb seine Ziele verfehlt

US-Präsident Joe Biden bei der Eröffnung der Makkabiade 2022 in Jerusalem Foto: The White House Lizenz: Gemeinfrei


Hand aufs Herz, liebe Nicht-Juden: Wie gut kennen Sie sich mit jüdischen Festen, Kultur oder Traditionen aus? Haben Sie schon einmal etwas von Latkes, Makkabi, Sukkot, Chuzpe, Taglit, Bamba, Alija, Jewrovision oder dem Mitzvah-Tag gehört? Wenn nicht, ist dies auch überhaupt nicht schlimm, es zeigt nur auf, wie wenig wir manchmal voneinander wissen, obwohl wir Nachbarn sind, dieselbe Sprache sprechen, denselben Pass haben und seit ungefähr 1700 Jahren eine gemeinsame Geschichte teilen. Von unserer Gastautorin Ruth Edut.

Das Land NRW möchte an diesen Wissenslücken aktiv etwas ändern, indem es die Schüler beim diesjährigen Shalom-Wettbewerb dazu aufruft, sich mit der Vielfalt jüdischer Feste auseinanderzusetzen. Diese Idee ist lobenswert, da sie versucht, jüdisches Leben auch dort sichtbar zu machen, wo seine Nicht-Präsenz häufig als erste Prämisse vorausgesetzt wird.

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Mercosur: Dem EU-Parlament fehlt die demokratische Legitimation

EU Parlament Foto: Diliff Lizenz: CC BY-SA 3.0

Obwohl Grüne, Rechtsradikale und Linke am Mittwoch im EU-Parlament dafür gesorgt haben, dass das Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Südamerika vom Europäischen Gerichtshof überprüft werden muss, könnte es vorläufig angewandt werden. Rechtlich ist das kein Problem, wenn die Kommission für den entscheidenden Handelsteil des Abkommens eine qualifizierte Mehrheit im Europäischen Rat erhält. Doch der Spiegel weist zu

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Mercosur: Das Geschäftsmodell grüner Wohlstandsverwahrlosung kommt an seine Grenzen

Stimmte gestern im Europaparlament mit der AfD: Terry Reintke aus Duisburg, Die Grünen (Foto: Roland W. Waniek)

Gemeinsam mit Abgeordneten der Linkspartei, der AfD und des BSW haben Grüne im Europaparlament dafür gestimmt, dass der Europäische Gerichtshof das zwischen der Europäischen Union und Südamerika beschlossene Mercosur-Abkommen prüfen muss. Die Brandmauer spielte auf einmal keine Rolle mehr. Damit könnte sich das Inkrafttreten des Freihandelsabkommens um Jahre verschieben. Für Europa und vor allem für das Exportland Deutschland ist das eine wirtschaftliche Katastrophe.

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Protest vor der Kunstakademie Düsseldorf: Kritik an Antisemitismus, Terrorverherrlichung und Abschottung

Protest gegen Antisemitenshow in der Kunstakademien Düsseldorf Foto: Schroeder


Rund 100 Menschen haben am Mittwochabend vor der Kunstakademie Düsseldorf gegen den geplanten Auftritt der in Kuwait geborenen sowie in Frankreich und den USA aufgewachsenen Künstlerin Basma al-Sharif protestiert. Zur Kundgebung aufgerufen hatte unter anderem die Jüdische Gemeinde Düsseldorf, unterstützt von weiteren Gruppen und Einzelpersonen. Der Protest richtete sich gegen das Festhalten der Akademie an einer Veranstaltung, die trotz massiver Vorwürfe der Antisemitismus- und Terrorverharmlosung stattfinden soll.

Mit Plakaten, Redebeiträgen und israelischen Fahnen kritisierten die Demonstrierenden insbesondere, dass eine staatlich finanzierte Hochschule einer derart umstrittenen Person ein Podium bietet. Mehrfach wurde

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Martin Sonneborn (Die PARTEI) stimmt mit Rechtsradikalen, Grünen und dem BSW gegen das Mercosur-Handelsabkommen

Martin Sonneborn 2018 Foto (Ausschnitt): Ptolusque Lizenz: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

25 Jahre wurde zwischen der Europäischen Union und den südamerikanischen Staaten über das Freihandelsabkommen Mercosur gestritten und verhandelt. Ein Generationenprojekt. Nachdem das Abkommen vor wenigen Tagen unterzeichnet wurde, musste es noch durch das Europaparlament. Und dort scheiterte es: Die Linksfraktion im Parlament fand eine Mehrheit für ihren Antrag, das Handelsabkommen vom

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Wie man in Waltrop von der Lokalpolitik beim Thema B 474n veräppelt wird

Diskutiert wird über die B474n schon Jahrzehnte. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es gibt diese Geschichten, die sind so typisch für das Ruhrgebiet, dass sie längst mehr sind als bloße Einzelfälle. Sie stehen sinnbildlich für eine Region, die sich seit Jahrzehnten schwer damit tut, ins Handeln zu kommen. Für träge Verfahren, endlose Diskussionsschleifen und politische Rituale, die mehr dem eigenen Gewissen als der Lösung realer Probleme dienen.

Der geplante Neubau der Bundesstraße 474n in Waltrop, also die angedachte Verlängerung der A45 von Dortmund-Mengede in Richtung Münsterland, ist genau so eine Geschichte – und sie erklärt ziemlich gut, warum sich viele Bürger regelrecht veräppelt fühlen, wenn Lokalpolitiker alle paar Jahre wieder so tun, als wollten sie die Dinge nun endlich beschleunigen.

Aktuell kommt das Thema wieder einmal frisch auf die Tagesordnung.

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Düsseldorf: Demo gegen Veranstaltung mit Terrorversteherin Basma al-Sharif

Basma al-Sharif bei der Lektüre eines Buches der (in Europa und USA verbotenen) Terrorgruppe PFLP (Screenshot Instagram)
Basma al-Sharif bei der Lektüre eines Buches der (in Europa und USA verbotenen) Terrorgruppe PFLP (Screenshot Instagram)

Der Protest der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und diverser anderer Gruppen gegen eine für heute Abend (21.01.2026) geplante Veranstaltung mit Basma al-Sharif hat bisher keine Früchte getragen.

Eine Petition (Keine Bühne für Basma ah-Sharif an der Kunstakademie Düsseldorf) wird bisher von über 900 Personen unterstützt.

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