Tausende Studenten müssen Jahr für Jahr das Latinum an den Universitäten nachholen. Eine Petition des AStAs der Ruhr Universität Bochum will helfen, das zu ändern.
Peter Silbernagel ist ein Freund des Lateinischen. Der Lehrer für Mathematik und Katholische Religion ist Vorsitzender des Philologenverbandes Nordrhein-Westfalen und überzeugt davon, dass es Schülern und Studenten gut tut, sich mit der Sprache Cäsars und Ciceros zu beschäftigen. Doch das tausende von Lehramtsstudenten in Nordrhein-Westfalen innerhalb von drei Semestern den Stoff von sechs Jahren Lateinunterricht nachholen müssen, hält auch er für einen Fehler: „Die Studenten sind heute durch die neuen Bachelor und Masterstudiengänge zeitlich stärker belastet als in früheren Zeiten. Es stellt sich die Frage ob, die Lateinkenntnisse in jedem Fach dem entsprechen müssen, was an der Schule für das Latinum verlangt wird. In machen Fächern könnten Lateinkenntnisse völlig ausreichen.“
Nicht in NRW. Hier ist das Latinum für viele Lehrer Pflicht. Die Konsequenzen sind Studienabbrüche, eine oft deutlich verlängerte Studiendauer und eine Belastung der Studenten.


Der schier unendliche, lähmende Streit um ein jüdisches Museum in Köln schien entschieden. Vor sieben Jahren, im Mai 2006, hatte eine breite Koalition aus SPD, Grünen, FDP und Linken den Bau eines Jüdischen Museums grundsätzlich beschlossen, ein Jahr später war mit der Errichtung einer archäologischen Zone begonnen worden. Von unserem Gastautor von Roland Kaufhold.
