Fußball: Unwürdiger Umgang einiger Fans von Fortuna Düsseldorf mit Tobias Levels

Tobias Levels im Trikot von Fortuna Düsseldorf. Quelle: Wikipedia, Foto: Northside, Lizenz: CC
Tobias Levels im Trikot von Fortuna Düsseldorf. Quelle: Wikipedia, Foto: Northside, Lizenz: CC

Nach seiner erneut schwachen Leistung auf dem Platz musste Fortuna Düsseldorfs Verteidiger Tobias Levels gestern erleben, welche Macht und Kraft die Fans im Stadion haben. In seinem Fall gestern sogar die eigenen Anhänger!

Nachdem dem 26-jährigen der Fehler zur 1:2-Führung der Gäste von 1860 München unterlaufen war, wurde er über den Rest der Spielzeit bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen, konnte der sonst so selbstbewusst und ‚eisenhart‘ erscheinende Profikicker seine Tränen zum Schluss nicht länger verbergen. Er weinte hemmungslos nach dem Schlusspfiff.

Nachdem viele Fans im Stadion bemerkt hatten, was sie mit dem eigenen Kicker angestellt hatten, gab es nach dem Spielende dann aber auch demonstrativen Applaus vieler Anwesender für Levels.

Fortuna-Trainer Mike Büskens ließ in den anschließenden Interviews seine Enttäuschung über das Fanverhalten allerdings offen heraus und beklagte sich lautstark über Teile der Fans und der Medien, welche es gezielt auf Tobias Levels abgesehen hätten, ein Spießrutenlaufen bewusst provozieren würden.

Abgesehen davon

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50 Jahre ‘Aktuelles Sportstudio’ im ZDF – Herzlichen Glückwunsch!


Die Kult-Sportsendung des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), das ‚Sportstudio‘, feiert in diesen Tagen Ihren 50. Geburtstag! Den Kollegen aus Mainz, auch von dieser Stelle aus, einen herzlichen Glückwunsch!

Leider hat die Sendung in den letzten Jahren für viele Fußballfans im Lande, so u.a. auch für mich, doch erheblich an Attraktivität eingebüßt. Informative Diskussionen und lebhafte Streitigkeiten, wie ich sie in meiner Jugend früher häufig dort miterleben durfte, findet man dort inzwischen seit Jahren nur noch selten.
Seit dem die Sendezeit zudem auf 23 Uhr verlegt wurde

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Ex-Opel-Betriebsrat Franz steigt in die Beraterbutze seiner Frau ein, die bislang vor allem von Opel-Aufträgen lebte

opel_werkKlaus Franz, der ehemalige Opel-Gesamtbetriebsrat, ist nach einem Bericht der WAZ nun als Unternehmensberater tätig.

Das freut einen, das ist schön. Doch schauen wir uns doch einmal das Unternehmen genauer an, für das Franz nun tätig ist. Es ist keines der bekannten, klassischen Beratungsunternehmen. Forum-Urbanum, so der Name der Beraterbude, wurde von seiner Frau Dagmar Eichhorn-Franz gegründet, die auch die Geschäftsführerin ist.

Stolz und branchenüblich werden auf der Internetseite die Projekte von Forum-Urbanum vorgestellt. Franz hat noch keine, seine Frau indes hat schon einige vorzuweisen:

Kunstausstellungen, Diskursveranstaltungen, Konzepte für Opel und die Stadt Rüsselsheim

„Träume des Adam. Eine poetische Werbung“ von Hans Diebschlag, Kunstausstellung anläßlich des Astra-Launch der Adam Opel AG. Ausstellung in der Halle A1 am historischen Hauptportal sowie zur Feier der Opel- JubiliarInnen im K48, 2011. Katalog.

„Diebschlag-Monologe“, Begleitung des Filmes von Michael Farquharson im Auftrag der Adam Opel AG. Ein Film, der die Geschichte von Arbeiten bei Opel und Leben in Rüsselsheim zusammenbringt.

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‚König Otto‘ wird 75!



Otto Rehhagel, langjähriger Fußballtrainer im Lande, 1938 in  Essen geboren, wird heute 75 Jahre alt!

Größter Erfolg des Trainers war wohl der Europameistertitel, welchen er 2004 mit der Griechischen Nationalmannschaft in Portugal gewann.

Schier unzählige Jahre coachte er zuvor u.a. Werder Bremen, wo er auch heute noch als Legende gilt. Weniger erfolgreich dann u.a. seine letzte Station bei Hertha BSC. Mit den Berlinern stieg Rehhagel im letzten Jahr in die zweite Liga ab.

Um Sprüche war der selbstbewusste Essener nie verlegen. Er polarisiert seit Jahrzehnten die Beobachter der Fußballszene. Großer Respekt ist ihm aber sowohl bei seinen Fans als auch bei den Kritikern unbestritten sicher.

Herzlichen Glückwunsch zum 75.Geburtstag, ‚König Otto‘!

Don’t get amazoned – Kapitalismuskritik in der FAZ

100828_schreckenamazonas_02-small.jpgSteve Jobs rettete die Musikindustrie vor dem Ruin, indem er die Vorteile digitalisierter Musik in Produkte und Service umsetzte. Für den Musikkunden hieß das vor allem: Vereinfachung der Beschaffung und Kompilierung von Musik. Jobs schaffte, worüber Dieter Gorny nur redete. Von unserem Gastautor Frank Muschalle.

Jeff Bezos brachte den Buchhandel in Schwung, indem er die Vorteile digitalisierter Bücher in Produkte und Service umsetzte. Für den Leser hieß das vor alle,: Vereinfachung der Beschaffung von Büchern. Bezos brachte auch den in Deutschland nur dümpelnden Einzelhandel in Schwung. Er schaffte, worüber der DIHK nur redete.

Seitdem ich auf digital umgestellt habe, höre und kaufe ich wieder mehr Musik. Ich kaufe auch wieder mehr Bücher, vor allem neue. Mit dem Lesen komme ich allerdings nicht so schnell nach.

Bücher lese ich zur Anregung, Musik höre ich zur Entspannung. In der Bahn kann ich beides, morgens reizt mich aber am meisten die Zeitung, die im ICE ausliegt. Ich lese immer noch gerne Zeitung, und das geht natürlich zu Lasten von Musik und Büchern.

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Hidden Tracks: „Der Racheengel“

An manchen Tagen geht wirklich alles schief! Clay, der Sänger einer erfolglosen Rockband, stürzt betrunken von der Bühne und findet sich im Paradies der toten Rockstars wieder. Doch bevor Clay im Himmel höllisch gute Partys mit Jimmy Hendrix & Co. feiern darf, muss er zuerst seine Seele retten. Denn Clay hat sein Talent verschwendet. Zur Strafe schickt ihn Gott zurück auf die Erde. Damit er hier die Leben von drei scheinbar hoffnungslosen Versagern in die richtigen Bahnen lenkt. Was Clay nicht weiß: Gott hat seine Seele längst verwettet.

Hidden Tracks, ein interaktives Hörbuch von Gesamtkunstwerk basierend auf dem Roman von Oliver Dreyer und Sebastian Büttner.

(Update) Israel als „Taubenvergifter“: Kreisler-Tochter protestiert gegen antiisraelische Karikatur

Die „Stuttgarter Zeitung“ (StZ) will nun offenbar der Süddeutschen Zeitung Konkurrenz machen. Es geht – mal wieder – um den sogenannten Nahost-Konflikt. Dazu wird der Wiener Musiker und Holocaust-Überlebende Georg Kreisler missbraucht, woraufhin seine Tochter eine wütende Protestnote gen StZ verfasste.

Wir erinnern uns: In der SZ erschien vor kurzem eine Karikatur, die, in Kombination mit der Bildunterschrift, Israel als gefräßigen Moloch darstellt. Solche Ikonographie ist, wie Kommentatoren richtig feststellten, dem „Stürmer“ entliehen. Dahinter will die StZ wohl nicht zurückstecken, und reaktiviert das alte Bild des Juden als Brunnenvergifter. Israels Premier Netanyahu sitzt auf einer Bank und wirft einer bedröppelt dreinblickenden Friedenstaube vergiftete Brotstückchen hin:

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Vorsichtshalber, man hat aus der Moloch-Affäre gelernt, wird das ganze in den Kontext von Georg Kreislers Gassenhauer „Tauben vergiften“ gestellt. Denn der ist erstens Jude und zweitens tot, dient also als Alibi und kann sich nicht wehren.

Natürlich sitzt Netanyahu alleine auf der Bank. Wo kämen wir hin, würde man die palästinensische Seite (ganz zu schweigen vom Iran) ebenfalls zur Verantwortung ziehen? Ergebnis: Ob SZ oder StZ, die (freundlich ausgedrückt) Israelphobie scheint ihren festen Platz in der süddeutschen Presselandschaft zu haben.

Georg Kreislers Tochter Sandra Kreisler hat schon reagiert und hinterließ der StZ heute folgende Message, die auf Facebook zu finden ist:

Meine Nachricht an diese Arschlöche., per Leserbrief: „Bezüglich Ihrer Luff- Karikatur, die mir zugetragen wurde, möchte ich hiermit aufs SCHÄRFSTE protestieren! Wie kann man nur eine Zeichnung veröffentlichen, die den Namen und die Arbeit meines Vaters in Zusammenhang mit einer Meinung stellt, die erstens deutlich NICHT die seine war,

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