שנה טובה – Guten Rutsch ins Jahr 5773!

Traditonelle Speisen: (Ganat)apfel, Honig, Wein, Foto: Gilabrand,(CC BY-SA 3.0)

Für Jüdinnen und Juden läutet der Neujahrstag Rosh ha-Shana heute das Jahr 5773 ein. Eigentlich begann der schon gestern – denn jüdische Feiertage starten bereits beim Sonnenuntergang des Vorabends. Das Fest dauert zwei Tage und ist für orthodoxe Juden gleichzeitig der Beginn der „zehn ehrfurchtsvollen Tage“, die bis zum Versöhnungsfest Jom Kippur andauern. Säkulare Juden feiern in der Regel nur den ersten Tag des Festes. An Rosh ha-Shana sind Juden dazu angehalten, das vergangene Jahr zu reflektieren und Bilanz zu ziehen. Da gibt es viel aufzuarbeiten: Die Bedrohung Israels durch den Iran, das Massaker von Toulouse, Angriffe auf offener Straße, die hochgekochte Beschneidungsdebatte… Die großen und kleinen Ereignisse stellen die jüdische Gemeinschaft vor große Herausforderungen. Daher wünschen wir viel Kraft und alles Gute für 5773!

*Die Floskel „Guten Rutsch“ leitet sich von „Rosh ha-Shana“ ab.

 

NRW: Führer der verbotenen Kameradschaften Dortmund/Hamm gründen Landesverband „Die Rechte“

Nazi-Demo im Saarlandstraßenquartier im Dezember 2010
Nazi-Demo im Saarlandstraßenquartier im Dezember 2010

In Dortmund gründetet sich gestern der NRW-Landesverband der von dem prominenten Neonazi Christian Worch gegründeten Partei „Die Rechte“. An  der Spitze stehen zwei ehemals führende Mitglieder der im August verbotenen Kameradschaften Hamm und „Nationaler Widerstand Dortmund“.

Keinen Monat nach dem Verbot der Kameradschaften Hamm und Nationaler Widerstand Dortmund (NWDO) ist die Nazi-Szene im östlichen Ruhrgebiet dabei, si zu reorganisieren. Gestern gründete sich in Dortmund der Landesverband der Partei Die Rechte, einer Gründung des prominenten „Nationalen Sozialisten“ Christian Worch. An der Spitze des Landesverbandes: Dennis Giemsch, bis zum Verbot Kopf des NWDO und  Sascha Krolzig, einer der einstigen Führer der Kameradschaft Hamm.

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„Nudelmesse“ der Kirche des Fliegenden Spaghetti-Monsters in Bochum

Gestern gab’s hohen Besuch in Bochum. Im sozialen Zentrum fand die „Erste heilige Nudelmesse“ der „Kirche des fliegenden Spaghetti-Monsters“ statt. Geleitet wurde die Messe von „Bruder Spaghettus“ und seiner Gehilfin „Elli Spirelli“. Eingeladen wurde die skurrile Truppe von der Initiative Religionsfrei im Revier. Bei der Messe wurde das fliegende Spaghetti-Monster (FSM) als Gott verehrt. Es gab Predigten, gemeinsame Gebete, die mit dem Bekenntnis „Ramen!“ endeten, ein Abendmal und vor allem: Ganz viel zu lachen. Selbst Journalisten der Zeitung „Neues Deutschland“ waren anwesend. Hier einige kleine Impressionen.

Ruhe vor dem Sturm: Bruder Spaghettus und Elli Spirelli im Plausch mit ihren Schäfchen, den „Pastafaris“. Spaghettus: „Wir sind viel bessser als andere Religionen. Bei uns gibt es eine Gott-Zurück-Garantie! Wenn sie mit unserem Spaghettimonster nicht mehr zufrieden sind, garantieren wir ihnen: Ihr alter Gott nimmt sie zurück!“

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Eilmeldung: Bundesregierung droht Sudan nach Angriff auf die Botschaft mit dem Einsatz von Margot Käßmann!

Margot Käßmann Foto: Kalip78 Lizenz: GNU

Auf den Angriff  auf die deutsche Botschaft im Sudan durch radikale Muslime wird die Bundesregierung mit bislang nicht bekannter Härte reagieren. Bundeskanzlerin Merkel wird Margot Käßmann einsetzen.

Die radikalen Muslime, die im Jemen die US-Botschaft angegriffen haben, können sich glücklich schätzen: Die USA reagieren zurückhaltend und schicken nur ein paar Dutzend Marines in den Jemens, um ihr Botschaftspersonal zu schützen.  Schlechte Karten haben hingegen die Sudanesen: Bundeskanzlerin Angela Märkel hat einen entschiedenen Gegenschlag angeordnet und das ohne sich mit dem UN-Sicherheitsrat und den Partnern in der EU- und der Nato abzusprechen. Merkel: „Deutschland kann und wird sich die Angriffe auf seine Botschaft im Sudan nicht bieten lassen und mit aller Härte reagieren. Ich habe die ehemalige evangelische Bischöfin Margot Käßmann in den Sudan beordert.“ Käßmann wolle sich nur noch duschen, eine Aspirin nehmen und einen Kaffee trinken und sei dann bereit sich von einer Bundeswehrmaschine  in den Sudan bringen zu lassen. Käßmann will mit den Sudanesen gemeinsam beten und singen. „Ich werde auch“, sagte Käßmann diesem Blog „aus meinem Buch Auf gutem Grund. Standpunkte und Predigten vorlesen.“

Ein Sprecher der sudanischen Botschaftsangreifer bat indes Bundeskanzlerin Merkel um die Entsendung des Kommando Spezialkräfte: „Der Einsatz von Käßmann verstösst gegen alle internationalen Konventionen. Das darf Deutschland nicht tun.“

Der Deutschlandfunk und die Unruhen in Arabien: „Israel sitzt den Arabern und den Muslimen schlechthin, wie ein Pfeil im Fleisch.“

Das gestern Mittag gesendete Interview des Journalisten und Seniordirektor des Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland Muhammad Salim Abdullah mit dem Deutschlandfunk hat Maßstäbe gesetzt. Abdullah konnte unwidersprochen antisemitische Stereotypen verbreiten, ohne dass es nur einmal eine Nachfrage gab.

Weit über 99 Prozent aller Araber sind in den vergangenen Tagen so aufregenden Beschäftigungen nachgegangen wie der Arbeit, dem Schulbesuch oder dem kochen mehr oder weniger gelungener Mahlzeiten. Ihr Alltag unterschied sich kaum von dem Milliarden anderer Menschen. Eine kleine Gruppe aufgeputschter Fanatiker haben ihre Zeit jedoch anders verbracht: Sie stürmten wegen eines schlechten Films in dem der Prophet Mohammed karikiert wurde US-Botschaften und töteten mehrere Menschen. Mit Betroffenheit wurde Gewalt gerechtfertigt und erklärt. In der Süddeutschen Zeitung kommentierte Stefan Kornelius: „Es ist müßig hier nach Tätern und Opfern zu unterscheiden. Diesmal ging die Provokation von amerikanischen Extremisten aus, islamistische Fanatiker haben sie angenommen und nicht minder radikal zurückgezahlt.“ Ich hoffe für Kornelius, dass er nie den Unterschied zwischen durch einen schlechten Film erzeugter schlechten Laune und einem zerschlagenen Schädel am eigenen Leib wird erleben müssen.

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Die Muddi erklärt die Welt…

 

Hallo und Salakis!

Gleich vorne weg für die Schlaumeier mit Abitur die hier jetzt mitlesen und schon den imaginären Rotstift in der Hand halten. Der folgende Text könnte Sodbrennen, Potenzsteigerung,  eine rapide Erhöhung der Scheidungsrate nach sich ziehen, extreme Auslastungen von Gärtner herbeiführen und den Ausverkauf von Alkohol hervorrufen. Ganz nebenbei könnte es passieren, dass ich mich eventuelle auf einer Schwarze – Liste (Alice-Schwarzer-Liste höhöhö) wieder finde. Das nur gleich zu Anfang, und um jedem Missverständnis aus dem Weg zu gehen – ich meine das nun folgende Todernst und ich sage nichts als die reine Wahrheit!

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Adorno-Preis: Frankfurts OB sagt Teilnahme ab

Peter Feldmann, Foto: Wikipedia

Der Oberbürgermeister von Frankfurt, Peter Feldmann (SPD), hat seine Teilnahme an der Verleihung des Adorno-Preises abgesagt. Die amerikanische Philosophin Judith Butler soll dort morgen den mit 50.000 Euro dotierten Preis für ihr Lebenswerk erhalten. Sie steht wegen umstrittener Äußerungen zum Nahost-Konflikt in der Kritik, ihr wird unter anderem Antisemitismus vorgeworfen. Im Vorfeld hatten mehrere jüdische Verbände und Initiativen zu einem Boykott aufgerufen. Feldmann ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, die ebenfalls einen Boykott der Veranstaltung angekündigt hat. Der Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) wird nun die Veranstaltung leiten. Feldmanns Büro ließ mitteilen, ein voller Terminkalender sei schuld an seinem Fernbleiben, nicht etwa die aktuelle Debatte um Butler. Dass Feldmann nicht anwesend sein wird, sei schon vor der Diskussion klar gewesen. Für den morgigen Tag hat das „Bündnis Kein Adorno Preis für Judith Butler!“ eine Protestkundgebung angemeldet.

 

The Gender Equality Paradox

Eine Folge dieser Fernsehreportage des norwegischen Journalisten Harald Eia war, dass das Nordic Gender Institute geschlossen wurde. Ganz neu ist das alles nicht, aber doch eine schön gemachte Sendung. Via agens.

Die Linke bei Assange: Nobelpreis für mutmaßlichen Vergewaltiger?

Will Freiheit für Assange: Sevim Dagdelen, Foto: (CC BY-NC-SA 2.0) , flickr via dielinke_nrw

Die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (Die Linke) will am kommenden Sonntag den Wikileaks-Gründer Julian Assange in London besuchen. Der Australier befindet sich derzeit in der ecuadorianischen Botschaft, welche ihm Asyl gewährt. Seit zwei Jahren wird in Schweden gegen Assange ermittelt, zwei Schwedinnen erheben Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn. Sevim Dagdelen scheint das egal zu sein – sie schlägt Assange sogar für den Friedensnobelpreis vor.

„Als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses fühle ich mich besonders verpflichtet, alles für eine diplomatische und die Menschenrechte wahrende Lösung des Konfliktes zu unternehmen und einen Menschen vor Folter, ungerechtfertigter lebenslanger Haft oder sogar dem Tod zu bewahren“, teilt Sevim Dagdelen, Sprecherin der Linken für Internationale Beziehungen, in einer Pressemitteilung mit. Ihre Anteilnahme scheint allerdings Grenzen zu haben. Mit ihrem pathetischen Plädoyer meint die Bochumerin freilich nicht die zwei Frauen, die Assange Vergewaltigung vorwerfen – sie meint Assange selbst. Und das, obwohl die Vorwürfe nicht aus der Welt sind.

Dagdelen möchte Julian Assange, den politisch verfolgten Kämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit beuchen. Treffen wird sie aber auf Julian Assange, den mutmaßlichen Vergewaltiger. Sicher, das Verfahren könnte eine Finte sein, um Julian Assange an die USA auszuliefern. Dort würde er dann wegen der Veröffentlichung hochsensibler Daten juristisch belangt werden, auch die Todesstrafe droht.

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