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Eine Folge dieser Fernsehreportage des norwegischen Journalisten Harald Eia war, dass das Nordic Gender Institute geschlossen wurde. Ganz neu ist das alles nicht, aber doch eine schön gemachte Sendung. Via agens.
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Eine Folge dieser Fernsehreportage des norwegischen Journalisten Harald Eia war, dass das Nordic Gender Institute geschlossen wurde. Ganz neu ist das alles nicht, aber doch eine schön gemachte Sendung. Via agens.

Die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (Die Linke) will am kommenden Sonntag den Wikileaks-Gründer Julian Assange in London besuchen. Der Australier befindet sich derzeit in der ecuadorianischen Botschaft, welche ihm Asyl gewährt. Seit zwei Jahren wird in Schweden gegen Assange ermittelt, zwei Schwedinnen erheben Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn. Sevim Dagdelen scheint das egal zu sein – sie schlägt Assange sogar für den Friedensnobelpreis vor.
„Als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses fühle ich mich besonders verpflichtet, alles für eine diplomatische und die Menschenrechte wahrende Lösung des Konfliktes zu unternehmen und einen Menschen vor Folter, ungerechtfertigter lebenslanger Haft oder sogar dem Tod zu bewahren“, teilt Sevim Dagdelen, Sprecherin der Linken für Internationale Beziehungen, in einer Pressemitteilung mit. Ihre Anteilnahme scheint allerdings Grenzen zu haben. Mit ihrem pathetischen Plädoyer meint die Bochumerin freilich nicht die zwei Frauen, die Assange Vergewaltigung vorwerfen – sie meint Assange selbst. Und das, obwohl die Vorwürfe nicht aus der Welt sind.
Dagdelen möchte Julian Assange, den politisch verfolgten Kämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit beuchen. Treffen wird sie aber auf Julian Assange, den mutmaßlichen Vergewaltiger. Sicher, das Verfahren könnte eine Finte sein, um Julian Assange an die USA auszuliefern. Dort würde er dann wegen der Veröffentlichung hochsensibler Daten juristisch belangt werden, auch die Todesstrafe droht.
Die Polizei in Dortmund setzt ihren harten Kurs gegen die Nazis fort: Soeben wurde die für den 1. September angekündigte Nazi-Demo verboten.
Bereits in der vergangenen Woche waren im östlichen Ruhrgebiet der Kameradschaft Hamm sowie der Nationale Widerstand Dortmund verboten worden. Dessen Anführer Dennis Giemsch hatte auch die nun verbotene Nazi-Demo am 1. September angemeldet.
Auch die für Freitag geplante Nazi-Veranstaltung in Lütgendortmund wurde untersagt.
Bereits am Donnerstag war eine Veranstaltung der Nazis ebenso untersagt worden waren Nazi-Demoas am Freitag und Samstag.
Grundlage des Verbots der Demonstrationen ist das Verbot der Nazi-Gruppe Nationaler Widerstand (NW). Ihre Anführer, so Polizeipräsident Norbert Wesseler, hätten die Demonstration bereits im vergangenem Jahr angemeldet. „Ich habe immer gesagt, das wir nach einem Grund für ein Verbot suchen. Durch das Verbot des NW haben wir diesen Grund.“
Nach dem Verbot ist nun auch das Werben für die Nazi-Demo am 1.9. eine Straftat. „Die Demonstration am 1.9. würde den Zusammenhalt einer verbotenen Organisation stärken. Das werden wir nicht zulassen.“
Wesseler sagt, dass er davon ausgeht, dass das Verbot Bestand haben wird. Aber er rechnet mit einer Klage der Nazis gegen das Verbot – die Lage wird also noch einige Tage in der Schwebe sein. Wesseler rief alle Bürger zu friedlichem Protest gegen die Nazis auf.
Update: In einer ersten Stellungnahme weist das Antifa-Bündnis Alerta darauf hin, das Demonstrationsverbot gegen Nazis in den vergangenen Jahren häufig von den Gerichten gekippt wurden. Alerta ruft deshalb nach wie vor dazu auf am Samstag nach Dortmund zu kommen. Auch die für Freitag geplante Demonstration gegen das heute verbotene Nazi-Konzert in Lütgendortmund soll stattfinden:
Am kommenden Freitag wird das Alerta!-Bündnis eine Demonstration vom Bahnhof Langendreer in das Zentrum von Lütgendortmund durchführen.
Auch die Jusos haben auf das Verbot der Nazi-Demos reagiert:
„Die Polizei in Dortmund hat damit bewiesen, dass ihren Versprechen auch Taten folgen. Ein Verbot der Kundgebungen war mehr als Überflüssig“, so die Jusos Dortmund. „Leider liegt es nun nicht mehr in den Händen der Dortmunder Akteure, sondern in den Händen des Bundesverfassungsgerichts.“
Und hier der Link zur Erklärung des Dortmunder Polizeipräsidenten Norbert Wesseler…Hier

Am 9. September wollen jüdische, muslimische und andere Gruppierungen in Berlin gegen das Beschneidungsverbot demonstrieren. Unter dem Slogan „Auf Messers Schneide: Religionsfreiheit„ rufen die Initiatoren auf zu „Toleranz, Weltoffenheit und Gelassenheit gegenüber einer Tradition, die für die jüdische und muslimische Identität essentiell ist.“ Mit „Toleranz und Weltoffenheit“ dürfte es bei einigen Unterstützern der Aktion nicht weit her sein: In der Liste der Unterzeichner findet sich auch eine Tarnorganisation der palästinensischen Hamas.
„Nachdem einige Beschneidungsfürworter eh schon alle theoretischen Überlegungen zum Antisemitismus über Bord geworfen haben, soll nun am 9. September eine Pro-Beschneidungsdemo stattfinden, auf welcher auch HAMAS (…) mitmarschieren wird“, schreibt der Buchautor und Jurist Tilman Tarach auf seiner Facebook-Seite. Es geht um das „Islamische Kultur- und Erziehungszentrum Berlin e.V.“, welches im Verfassungsschutzbericht 2010 auftaucht. Dort heißt es:
„In Deutschland tritt die HAMAS nicht offen in Erscheinung. Ihre Anhänger treffen sich in Moscheen, Moscheevereinen und islamischen Zentren. Als Berliner Treffpunkt von HAMAS-Anhängern gilt das ‚Islamische Kultur- und Erziehungszentrum Berlin e.V. (IKEZ).'“ (Seite 206)
Beim IKEZ selbst gibt man sich indes betont
Die Stadt Frankfurt ist offenbar bemüht, dem Bochumer Steiger Award Konkurrenz zu machen. Seit 1977 vergibt Frankfurt den Theodor-W.-Adorno-Preis für herausragende Leistungen in den Bereichen Philosophie, Musik, Theater und Film. An sich eine tolle Sache. Also nicht vergleichbar mit Sascha Hellens peinlichem Egotrip namens Steiger-Award. Doch die diesjährige Preisträgerin sorgt für weltweiten Protest. Ausgewählt hat das Kuratorium des Theodor-W.-Adorno-Preises Judith Butler. Auf den ersten Blick eine progressive Feministin. Doch ein genauerer Blick auf ihre politischen Ansichten macht deutlich, wie zynisch und respektlos es ist, dieser Person ausgerechnet einen nach Adorno benannten Preis zu verleihen.
„Es ist außerordentlich wichtig, die Hamas und die Hisbollah als soziale Bewegungen zu begreifen, die progressiv und links, die Teil einer globalen Linken sind.“ Wer könnte das gesagt haben? Horst Mahler? Fast! Diese Worte stammen von Judith Butler.

Ich habe schon immer gerne Fleisch gegessen. Auf der Pizza, dem Burger, im Döner, als Schnitzel. Alles landete unweigerlich zwischen meinen Zähnen. Seit sechs Jahren bin ich nun Veganer. Aus ethischen Gründen. Tierschutz, Klimaschutz, der Regenwald. Gründe gibt es genug. Am Geschmack lag es jedenfalls nicht. Trotzdem komme ich gut ohne Fleisch zurecht. Doch vegane Ernährung allein wird nicht das Ende der Massentierhaltung hervorrufen. Dies zu glauben, wäre naiv und ignoriert die Zusammenhänge des globalisierten Kapitalismus.
Unfassbar fasziniert bin ich daher von einem neuen 3D-Drucker, den die Amerikaner Gabor und Andras Forgacs aktuell entwickeln und tatsächlich langfristig eine Antwort auf ökologische und tierethische Fragestellungen bieten könnte. Papa und Sohn Foracs wollen Fleisch mithilfe eines 3D-Druckers herstellen.
14 Tage Urlaub liegen vor mir, völlig freie Zeit, in der ich tun und lassen kann, was ich möchte. Großartig, denke ich mir, und jetzt? Von unserer Gastautorin Verena Geiger.
Ostfriesenspieß, bring mich hinauf!
An einem völlig verregneten Samstagmittag finde ich mich auf der A31wieder. Ich habe beschlossen in den Norden, nach Ostfriesland, zu fahren, in einen dieser hübschen Ferienorte, in denen Fischräucherei und Eisdiele freundschaftlich neben Andenkenladen und Supermarkt stehen. Im Gepäck: Kleidung für jede Gelegenheit, Joggingschuhe für das gute Gewissen und den Hund, hoffentlich inzwischen flohfrei – wir wollen die Biester ja nicht noch in den klinisch reinen und aufgeräumten Norden schleppen. Reicht ja, wenn es im Ruhrgebiet drunter und drüber geht.
Mit 13 Jahren wurde ich durch meinen großen Bruder politisiert. Begeistert berichtete er mir vom Liberalismus und seinen historischen Erfolgen. Da war es für mich völlig logisch, an meinem 14. Geburtstag im Sommer 1999 Mitglied der Jungen Liberalen (JuLis) zu werden. Denn wer auf der Seite der Freiheit steht, steht auf der richtigen Seite. Das war mir damals total klar.
Partei der Besserverdienenden? Alles Quatsch. Diese linken Miesmacher wollten doch nur gegen die Idee der Freiheit wettern. Die beteten doch alle diese Massenmörder Mao und Castro an. Zu den Linken zählte für mich im Hochsauerlandkreis auch die SPD, die bei teils nur knapp zweistelligen Ergebnissen in einigen Orten tatsächlich fast eine Art linke Splitterpartei war. So einfach konnte die Welt sein. Jedenfalls im Sauerland. Die CDU holte fast überall die absolute Mehrheit und die FDP konnte sich als einzige echte Opposition aufspielen. Ein bizarres Schauspiel. Nach kurzer Zeit bei den JuLis wurde ich zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. Für mich war das eine große Überraschung und mein Selbstvertrauen erhielt einen nie dagewesenen Schub. Ich fing sogar an Krawatten zu tragen und dachte über Visitenkarten nach. Verdammt, ich war 14!
Nach jahrelanger Vorarbeit hat sich Thomas Kuban vorgewagt ins Herz der rechtsextremen Szene: zu konspirativen, von der Öffentlichkeit völlig abgeschirmten Konzerten. Dort hat er heimlich gefilmt. Immer mal wieder erschien sein Material in politischen und Nachrichten-Magazinen im deutschen Fernsehen. Bei der Berlinale dieses Jahr hat er seinen Dokumentarfilm „Blut muss fließen – Nazis undercover“ vorgestellt. Ein Gastbeitrag von Jens Becker.
Im Interview berichtet Kuban von seiner Recherche, erläutert seine Haltung für ein NPD-Verbot und erklärt, wieso er keinen Vertrieb für den Dokumentarfilm gefunden hat. Thomas Kuban ist ein Pseudonym. Seit das erste Undercover-Material vor Jahren im Fernsehen aufgetaucht ist, wird ihm in Internet-Foren der Rechtsextremen unverhohlen gedroht – auch mit Mord: „Wenn wir den erwischen, dann stellen wir ihn auf die Bühne – der Rest ergibt sich von selbst.“
Wie war zu Beginn deiner Recherche dein Kenntnis-Stand über die rechte Szene? Kanntest du die Bands? Warst du vielleicht selbst in der Antifa engagiert?
Ich wusste das, was in Zeitungen steht, aber es war überhaupt nicht so, dass ich in irgendeiner Form aktiv gewesen bin. Ich glaube, eine Recherche wäre auch gar nicht möglich gewesen, wenn ich vorher in der Antifa gewesen wäre. Wer da aktiv ist, geht auf Demos und wird da von den Nazis fotografiert – da ist man für solche Undercover-Recherchen letztlich verbrannt.

Jetzt laufen sie Sturm. Seit einigen Wochen steckt Deutschland tief in der sogenannten Beschneidungsdebatte. Auf allen Kanälen wird protestiert, „aufgeklärt“, werden Bilder schmerzerfüllter Jungs im Säuglingsalter publiziert. In Blogs und Foren, auf sozialen Netzwerken und im Fernsehen laufen ihre Kampagnen. Die Vorhaut-Lobby hat Deutschland im Sommer 2012 fest im Griff. Der Autor schaut irritiert an sich herunter und fragt sich: warum erst jetzt?
Seit 3000 Jahren werden in manchen Kulturkreisen männlichen Babys die Vorhäute entfernt. Mal ist es Gottes Anordnung, mal eine laxe Empfehlung des Propheten, mal wird es da vorne einfach zu eng. Aber genug der Erklärungen und historisch-religiösen Ausschweifungen: dies übernehmen seit neuestem Initiativen, die die Zirkumzision gerade erst für sich entdeckt haben. Grausam sei dies, schrecklich schmerzhaft für die Kinder, eine Ungeheuerlichkeit. Der Aufschrei ist groß.
Nun ist diese „Verstümmelung“ von Kindern nicht erst seit dem Urteil des Kölner Landgerichts vom Mai dieses Jahres gängige Praxis. Da fragt man sich: woher kommen all diese Organisationen, Kampagnen und Gruppen, die dagegen mobilisieren? Da wäre zum Beispiel die Kampagne „Finger weg von meinem Pimmel“. Sie verbreitet regelmäßig schockierende Bilder grausamer Schlachtszenen, sie stellt sich als Retterin der geschundenen Kinderseelen weltweit dar. Es scheint den Initiatoren scheinbar ein großes Anliegen zu sein, Mesut, Schlomo und Kevin vor dem Skalpell zu bewahren. Wirklich? Ein Blick in die Facebook-Chronik der Pimmelschützer verrät: Es gibt die Kampagne erst