Magnet Heiler Bild: Wellcome Collection gallery (2018-03-22) Lizenz: CC BY 4.0
Von unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani
Geehrte Leserinnen und Leser!
Zuallererst: Ja, ich bin keine Ärztin, aber ich höre auf tatsächliche medizinische Experten wie Ärzte, Physiotherapeuten und Krankenschwestern wie zum Beispiel Dr. Edzard Ernst. Das unterscheidet mich dann doch von Leuten, die auf Quacksalber hören, die ihnen nutzlose oder gar gefährliche «Behandlungen» und dergleichen andrehen wollen.
Die beigefügte Kurve zeigt die zweiwöchentliche Veränderung bestätigter Covid-19 Infektionen in den europäischen Kernländern der Erkrankung: Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland. Dieser Vergleich der Zahlen mit zwei Wochen Abstand ist der zeitlich längst mögliche Referenzwert zwischen Test- und tatsächlichem Infektionszeitpunkt, da die Infektion in milden Fällen dann meist bereits abgelaufen ist und in schweren Fällen überwiegend im Krankenhaus mündet, wo spätestens bei der Einlieferung ein Test erfolgt ist. Man kann diese
Helden und Schurken im Ruhrgebiet die Geschichte machten; Foto: Peter Ansmann
Auch als größter Fan des Online-Handels: Seit der Coronakrise kaufe ich Bücher konsequent nur noch im lokalen Buchhandel – was dazu führt, dass manchmal ein Buch mehr als geplant in meiner Einkaufstasche landet.
Ein Buch, das so bei meinem letzten Besuch in der Buchhandlung meines Vertrauens in meiner Einkaufstasche landete ist „Die Geschichte machen – Helden und Schurken im Ruhrgebiet von anno dazumal bis heute“ von Werner Bergmann.
AOK Regionalniederlassung Recklinghausen Foto: Nordenfan Lizenz: CC BY-SA 4.0
„AOK-Zahlen dokumentieren Anstieg der Hautkrebsfälle“ meldete das Deutsche Ärzteblatt am 21. Juli. Von 2003 bis 2019 hätte sich die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von Hautkrebs mehr als verdoppelt. Einige Medien scheinen diese und ähnliche Zahlen aus anderen Quellen so zu deuten, dass sich auch die Hautkrebsgefahr als solche verdoppelt habe.
Mit Wagen dieses Typs wurden während des Holocausts Menschen in die Vernichtungslager transportiert. Quelle: Wikipedia, Foto: Proesi, Lizenz: CC BY-SA 2.0 de
Von unserem Gastautor Thomas Weigle.
Der entsetzliche Alltag der Häftlinge, die Härte der Arbeit,die Brutalität und Korruption der Wachen lässt Kalmen Wewryk in Buchform (nähere Angaben siehe unten) vor unseren geistigen Auge, in unserem Kopfkino, ablaufen. Die genaue Planung des Aufstandes wird beschrieben, die Durchführung und das Ergebnis dieses für die Nazis unglaublichen Ereignisses.
Den Aufstand nutzten etwa 400-500 Häftlinge zur Flucht, aber schon die kurze Distanz bis zum erstmal rettenden Wald schafften nur um die 200 Häftlinge, die anschließend von deutschen und ukrainischen Uniformierten gnadenlos gejagt wurden, letztlich haben 47 Häftlinge, darunter 8 Frauen das Kriegsende erlebt.
Ruhrbarone: Hallo, Herr Memmeler. Wie hat sich die letzte Woche aus Ihrer Sicht entwickelt? Sind die Befürchtungen von Herrn Lauterbach berechtigt?
Magnus Memmeler: Ja, die Befürchtungen von Herrn Lauterbach sind berechtigt. Die Geschichte hat gezeigt, dass es auch bei der Spanischen Grippe zu einer zweiten Welle gekommen ist, weil Schutzmaßnahmen zu früh gelockert wurden und die aktuellen Meldungen zeigen uns, dass die Menschheit inzwischen leider nicht dazu gelernt hat. Am Freitag meldete Spanien knapp 1.000 Neuinfektionen innerhalb von nur 24 Stunden und die Bundesrepublik 815 Neuinfektionen in 24 Stunden. Wie an vielen anderen Stellen in der Bundesrepublik, ist es in Berlin erneut zur
Das alte Zechengelände in Waltrop. Foto(s): Robin Patzwaldt
Im Ruhrgebiet gibt es bekanntlich zahlreiche lohnende Ausflugsziele, wie wir in unserer losen Reihe der Ruhrbarone-Ausflugstipps ja schon seit ein paar Jahren immer wieder neu unter Beweis zu stellen versuchen.
Häufig sind das bisher überregional bekannte Orte gewesen, die Besucher aus dem gesamten Ruhrgebiet und darüber hinaus anziehen.
Heute will ich an diese Stelle auch einmal ein weniger bekanntes Ziel vorstellen, das mich persönlich schon seit frühester Jugendzeit begleitet, und welches ich bis in die Gegenwart hinein mehrfach im Jahr gerne Besuche: Die ehemalige Zeche in Waltrop.
Ruhrbarone: Man könnte meinen, in den vergangenen Wochen hätten wir bereits alles besprochen. Immer wenn man meint, jetzt gibt es eigentlich nichts Neues, tauchen Woche für Woche neue Aspekte auf. Also, was gibt es Neues?
Magnus Memmeler: Stimmt, eigentlich könnten wir es uns heute einfach machen und eine Meldung absetzen, die meinem Lieblingscartoon von Ruthe nahe kommt. In diesem Cartoon steht ein Mann im Badezimmer und der Nachrichtensprecher im Radio sagt schlicht: „Alle bekloppt! Das Wetter…“.
Betrachtet man die Meldungen zum Verhalten unserer Mitbürger, könnte es tatsächlich so einfach sein. Im Enneppe-Ruhr-Kreis hat das Ordnungsamt von Verstößen gegen die geltenden Schutzverordnungen berichtet, die mich nur noch den Kopf schütteln lassen. In Frisörbetrieben wird die Maskenpflicht missachtet, Gastwirte umgehen die Registrierung von Gästen, im ÖPNV
Auch in der hinter uns liegenden Woche gab es wieder viele Gründe sich massiv zu echauffieren. Der für mich größte Aufreger der vergangenen Tage waren die Bilder feiernder ‚Schwachköpfe‘, welche uns aus ganz Europa, aber auch aus der unmittelbaren Nachbarschaft erreichten.
Egal ob auf Mallorca, in Bulgarien, Köln, Frankfurt, oder aber Kamp-Lintfort, die Nachrichten ähneln sich immer. Im besten Falle als gedankenlos und/oder egoistisch zu bezeichnende Zeitgenossen pfeifen auf alle derzeit notgedrungen angesagten Corona-Regeln und gefährden damit am Ende nicht nur sich selbst, sondern uns alle und nebenbei auch noch die wirtschaftliche Zukunft von Millionen von Gewerbetreibenden, die auf einen Fortbestand der aktuellen Lockerungen hoffen, da sie einen zweiten ‚Lockdown‘ nicht überstehen würden.
Als Angela Merkel Ende 2005 mit ihrer Partei die Bundestagswahl gewann und kurz darauf Kanzlerin dieses Landes wurde, da war ich darüber zutiefst enttäuscht. Ich war Schröder-Fan und hätte aus damaliger Sicht gerne noch ein paar weitere Jahre unter SPD-Führung auf Bundesebene gewünscht.
Dass sich Gerhard Schröder am Wahlabend so unangenehm danebenbenahm und Merkel & Co. mit seiner zur Schau getragenen Arroganz zu erniedrigen versuchte, obwohl doch er der große Verlierer des Tages war, tat dem zunächst keinen Abbruch.
Ich bin einst in einer klassischen SPD-Familie im Ruhrgebiet groß geworden und habe die Partei bis zu diesem Zeitpunkt auch überwiegend gewählt. Jetzt, rund 15 Jahre später, bin ich nicht nur dauerhaft von der SPD abgerückt, ich empfinde die Tatsache, dass Merkel seither unsere Bundeskanzlerin ist sogar als einen Regelrechten Glücksfall.