Bochum Total ist gestern erfolgreich und trocken gestartet. Der Donnerstag war wie immer vor allem ein Bochum-Tag. Heute geht es richtig los, wird es rappelvoll im Bermudadreieck. Und dafür gibt es gute Gründe. Das Programm zum Beispiel.
Die Ergebnisse des Euro-Krisengipfels in Brüssel liegen zur Stunde (Donnerstag gegen 18:00 Uhr) noch nicht vor. Doch seit Stunden sickern Einzelheiten aus den Verhandlungen über die Agenturen an die Öffentlichkeit. Daraus lässt sich immerhin die Richtung, die der Gipfel nimmt, klar erkennen: Europas verantwortliche Politiker bringen die Kraft auf, die Schuldenkrise Griechenlands zu managen und damit die europäische Gemeinschaftswährung zu retten. Die Richtung stimmt.
Verschiedene Antifa-Gruppen rufen auf der Site „Alerta“ dazu auf, den für den 3. September geplanten Naziaufmarsch in Dortmund zu verhindern.
Unter der Überschrift „Den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!“ haben mehrere Antifa Gruppen aus dem Ruhrgebiet und dem Umland nun die Site Alerta freigeschaltet. Ziel des Bündnisses ist es, den für den 3. September geplanten „Anti Kriegstag“ der Nazis in Dortmund zu verhindern:
Für den 03.09.2011 mobilisieren Neonazis wieder zum so genannten Nationalen Antikriegstag nach Dortmund. Den seit 2005 jährlich stattfindenden Aufmarsch werden sie auch in diesem Jahr wieder dazu nutzen, um einen völkischen Antikapitalismus und Antiimperialismus zu propagieren, der stets mit Rassismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus und Geschichtsrevisionismus einhergeht. (…)
In einer gemeinsamen Stellungnahme lehnen die Industrie- und Handelskammern Nordrhein-Westfalens das Klimaschutzgesetz von Umweltminister Johannes Remmel ab.
Alle lieben die Grünen. Alle? Nein, die Industrie- und Handelskammern in NRW erlagen bislang nicht grünen Hype. Und das geplante Klimaschutzgesetz von Umweltminister Johannes Remmel lehnen die sich zumeist an der mittelständischen Wirtschaft orientierten Kammern deutlicher ab als die Großindustrie:
„IHK NRW spricht sich gegen das Landes-Klimaschutzgesetz aus. So sieht der Gesetzesentwurf vor, dass sich jegliches politisches Handeln nach den Zielen des geplanten Gesetzes richten soll. Die Regelungen gefährden mittel- und langfristig den Energie- und Industriestandort NRW. Damit begibt sich das Land Nordrhein-Westfalen auf einen wirtschaftspolitischen Irrweg. (…) Im Ergebnis würde ein solches Gesetz zu einer massiven Gefährdung des Wirtschaftsstandortes NRW führen. Es sorgt für Rechtsunsicherheit und verhindert Investitionen in den Standort NRW. Besonders betroffen wären die in NRW stark vertretenen energieintensiven Branchen der Stahl-, Aluminium-, Metall-, Zement-, Chemie-, Automotive- und Zellstoff- /Papierindustrie sowie die Energiewirtschaft.“
Der Ökologismus – noch immer scheint er nicht alle Menschen in seinen Bann gezogen zu haben. Übrigens: Wir haben Juli und 17. Grad. Ein wenig mehr Erderwärmung fände ich im Augenblick ganz angenehm.