Datteln: Kraftwerkskritiker starten ihren eigenen Bilderwettbewerb

Wettbewerb Linsensuppe DattelnUnter dem Motto ‚Dattelner Linsensuppe‘ haben nun Kraftwerkskritiker aus dem Ostvest einen eigenen Bilderwettbewerb rund um die Dattelner E.On-Kraftwerke 1-4 gestartet.

Einzige Bedingung: Die Kraftwerke selber dürfen auf den eingereichten Werken nicht zu sehen sein!

Eine, wie ich finde, sehr originelle Reaktion auf den jüngst von E.On ausgerufenen Foto-Wettbewerb (wir berichteten), welcher zu einigen hitzigen Diskussionen, auch hier unter den Lesern der Ruhrbarone, geführt hatte.

Die Veranstalter des Alternativ-Wettbewerbs erklären hierzu:

„… Drückt Eure Gefühle in Bildern aus – egal ob gemalt oder per Foto

Wir suchen zum Thema E.ON Kraftwerk Datteln kritische, ausdrucksvolle, emotional bewegende Bilder/Grafiken/Fotos/Collagen/Montagen u.ä..

Unter der EINEN Bedingung: Das Kraftwerk selbst soll nicht bildlich dargestellt werden, wohl aber die Folgen und Wirkungen oder die Betroffenheit, welche von den Kraftwerken ausgelöst werden bzw. in einem Zusammenhang mit diesen stehen.

Berücksichtigt werden die Einsendungen, die sich glaubhaft kritisch oder emotional mit dem Thema auseinandersetzen. Es darf/soll ruhig etwas Persönliches sein, aber im Ton/in der Aussage sachlich und nicht persönlich angreifend. …

Die Wahl der 3 Gewinner bestimmt ein Gremium aus lebenserfahrenen Bürgern mit gesundem Menschenverstand. Die Siegermedien werden bei aufpunkt.de veröffentlicht.

Einsendungen bitte im Zeitraum vom 5. März bis 4. April 2013. … an folgende  email-Adresse:

DattelnerLinsensuppe@aufpunkt.de … „

Weitere Infos unter www.aufpunkt.de

Passend zum Thema:

http://www.ruhrbarone.de/e-on-startet-umstrittenen-fotowettbewerb-in-sachen-kraftwerk-datteln/

http://www.ruhrbarone.de/wie-sehr-das-kraftwerk-datteln-4-die-landschaft-seit-2006-veraendert-hat/

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10 Kommentare

  1. #1 | Robert sagt am 4. März 2013 um 15:56 Uhr

    Als Malstil schlage ich naive Malerei vor.

  2. #2 | Walter Stach sagt am 4. März 2013 um 17:59 Uhr

    Robert,
    mit einer für die Kleinsten der Kleinen sehr erfolgreichen Vestischen Kinderklinik im Schatten Kühlturmmonsters von E.on-Datteln IV und einer Vest.Kinder- Klinik, die wie alle anderen auch, davon auszugehen hat, dass die Emmissionen des größten Monoblock-Kohlekraftwerk Europas deutlich größer sein werden als die bisherigen von E.on- Datteln I-III, erscheint es mir fragwürdig, wenn Sie Aktionen, die konkret diese kinderspezifische Problematik im Zusammenhang mit dem neuen Kraftwerk aufgreifen ,zu karikieren versuchen. -sh.“..naiv(e

    Robin,erfreulich, daß Du über diese Aktion hier bei den Ruhrbaronen berichtet -ich bin weder unmittelbar noch mittelbar engagiert-.

  3. #3 | Sebastian sagt am 4. März 2013 um 18:32 Uhr

    Traurig das mal wieder die Kleinsten von ihren Eltern für sowas eingespannt werden…

  4. #4 | Robert sagt am 4. März 2013 um 18:34 Uhr

    Also ich bin im Schatten von Gustaf Knepper aufgewachsen, dem damals größten Kühlturm Europas, hat meinem Charakter nicht geschadet wie Sie sehen. Ich finde aber gut, dass die Kinderklinik so erfolgreich arbeitet. Ich hoffe sie tut es weiterhin dank ausreichend Strom.

  5. #5 | Walter Stach sagt am 4. März 2013 um 19:32 Uhr

    Robert,
    ich bin wie viele andere im Ruhrgebiet auch im Schatten von Kokereien aufgewachsen;schlimmer als im Schatten eines Kohlekraftwerkes wie z.B.Gustav Knepper.

    Nun haben sich seitdem die Realitäten und das Bewußtsein der Menschen in Sachen Gesunheit, gesundheitsgefährende Industrie, in Sachen Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie, in Sachen Energieerzeugung, auch unter dem Aspekt des Kliamwandels, fundamental geändert. Und das ist im Interesse der Menschen, nicht immer im vordergründigen Interesse einiger Industrieunternehmen, „gut so“. Und „gut so“ ist auch, daß die Menschen heute -anders als vor 5o Jahren-nicht alles das, was die Industrie hier im Ruhrgebiet will, als quasi „Gott gewollt“ ertragen, eben auch nicht die Kritiker des größten Monoblockkohlekraftwerk Europas an diesem Standort in Datteln -u.a.in unmittelbarer Nachbarschaft zur Vesitsichen Kinderklinik.

    Robin,
    ich habe vor „einiger Zeit“ hier bei den Ruhrbaronen am Ende einer Diskussion mit Frau Krasnici -zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit E.on-Datteln IV-zwei Fragen gestellt im Zusammenhang mit der Thematik/Problematik E.on Datteln IV und Vestische Kinderklinik. Dabei ging es abschließend um die Überreichung von zwei Schecks zu Gunsten der Vestischen Kinderklinik 2005 -sh.aktuell S.6.hier bei den Ruhrbaronen im Zusmmenhang mit dem von E.on gestarteten Fotowettbewerb – mein Beitrag unter 33-.

    Beantwortet wurden meine zwei Fragen bis heute von Frau Krasnici (E.on)nicht, obwohl ich mir das weiterhin wünsche.Selbstverständlich müssen meine Fragen durch Frau Krasnici nicht beantwortet werden.

  6. #6 | Robin Patzwaldt sagt am 4. März 2013 um 19:38 Uhr

    @Walter: In Bezug auf die damals hier aufgeworfenen Fragen zur Kinderklinik ist es mir bisher leider auch noch nicht gelungen an weitere Infos zu kommen. Ich bleibe da aber auch ‚am Ball‘.

  7. #7 | Robert sagt am 4. März 2013 um 20:22 Uhr

    Ja ja, ich weiß. Heutzutage kann man keinen Gullideckel mehr versetzen lassen, ohne das sich eine Bürgerinitiative bildet.

  8. #8 | Klaus Lohmann sagt am 4. März 2013 um 23:35 Uhr

    @#7 | Robert: Leider ist es aber so, dass viele Menschen erst eine Bürgerinitiative brauchen, um in Erfahrung zu bringen, *warum* der Gullideckel versetzt wird und *wieso* das vielleicht himmelschreiender, teurer Unsinn ist. Sie brauchen ja nicht hinzuhören, die Welt dreht sich trotzdem weiter.

  9. #9 | Links anne Ruhr (05.03.2013) » Pottblog sagt am 5. März 2013 um 07:03 Uhr

    […] Kraftwerkskritiker starten ihren eigenen Bilderwettbewerb (Ruhrbarone) […]

  10. #10 | Robert sagt am 5. März 2013 um 09:05 Uhr

    Als erstes gilt dabei zu prüfen, ob der Gullideckel neben einer Kinderklinik liegt. Wegen der kinderspezifischen Problematik.

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