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Die Linke: Der Terminkalender zur Macht ist fertig

dielinkenrwSollte die neoliberale Weltverschwörung am 9. Mai bei den Lanstagswahlen in NRW eine Schlappe erleiden und der Sieg des Proletariats in greifbare Nähe rücken, ist die Linkspartei gut vorbereitet: Sie hat den Terminkalender zur Macht längst fertig.

Noch ist die Linkspartei in NRW nicht im Landtag und auch der Sprung über die 5-Prozent Hürde könnte noch misslingen. Aber über solche Szenarien mag man in der Parteizentrale in Düsseldorf und dem Wahlkampfhauptquartier in Bochum offensichtlich nicht nachdenken. Hier plant man für den Sieg des Proletariats, für den Griff der Ausgebeuteten und Geschundenen dieser Welt nach der Macht.

Für den Fall, dass es nach der Wahl zu einer Koalition der Linkspartei mit SPD und Grünen kommen könnte, steht der Fahrplan der Linken fest: Zwischen dem 25. und 29. Mai soll auf Regionalkonferenzen über die Ergebnisse der Gespräche mit Grünen und SPD diskutiert werden. Die Termine sind im Linkskalender bescheiden mit ggf. (gegebenenfalls) gekennzeichnet. Und am 30. Mai könnte dann auf einem Sonderparteitag die Entscheidung über die Gründung der Volksrepublik Nordrhein-Westfalen fallen. Oder einfach nur über die Verteilung von einem ganzen Haufen Staatsknete. Sollte alles etwas komplizierter werden, sind weitere Sonderparteitage für den 27. Juni und den 4. Juli eingeplant.

Also, all ihr Bonzen da draußen, ihr Freunde von Kirche und Kapital, ihr Büttel des Klassenfeindes: Spätestens am 5. Juli ist die neoliberale Ausbeuterparty vorbei. Gegebenenfalls.

dielinkenrwSollte die neoliberale Weltverschwörung am 9. Mai bei den Lanstagswahlen in NRW eine Schlappe erleiden und der Sieg des Proletariats in greifbare Nähe rücken, ist die Linkspartei gut vorbereitet: Sie hat den Terminkalender zur Macht längst fertig.

Noch ist die Linkspartei in NRW nicht im Landtag und auch der Sprung über die 5-Prozent Hürde könnte noch misslingen. Aber über solche Szenarien mag man in der Parteizentrale in Düsseldorf und dem Wahlkampfhauptquartier in Bochum offensichtlich nicht nachdenken. Hier plant man für den Sieg des Proletariats, für den Griff der Ausgebeuteten und Geschundenen dieser Welt nach der Macht.

Für den Fall, dass es nach der Wahl zu einer Koalition der Linkspartei mit SPD und Grünen kommen könnte, steht der Fahrplan der Linken fest:  Zwischen dem 25. und 29. Mai soll auf Regionalkonferenzen über die Ergebnisse der Gespräche mit Grünen und SPD diskutiert werden. Die Termine sind im Linkskalender bescheiden mit ggf. (gegebenenfalls) gekennzeichnet. Und am 30. Mai könnte dann auf einem Sonderparteitag die Entscheidung über die Gründung der Volksrepublik Nordrhein-Westfalen fallen. Oder einfach nur über die Verteilung von einem ganzen Haufen Staatsknete. Sollte alles etwas komplizierter werden, sind weitere Sonderparteitage für den 27. Juni und den 4. Juli eingeplant.

Also, all ihr Bonzen da draußen, ihr Freunde von Kirche und Kapital, ihr Büttel des Klassenfeindes: Spätestens am 5. Juli ist die neoliberale Ausbeuterparty vorbei. Gegebenenfalls.

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11 Kommentare zu “Die Linke: Der Terminkalender zur Macht ist fertig

  • #1
    XY (Alter Nutzername gelöscht. David)

    Ach, wenn am 15. und 16.03. der Sat.1-Movie „Die Grenze“ läuft und uns das Horrorszenario erstmal vor Augen geführt wird, hat sich das Problem erstmal erledigt und alle wählen wieder brav Stillstand (SPD).

  • #2
    Udo Pahl

    Als ich das gelesen habe, fielen mir spontan die Geschichten von Don Camillo und Peppone ein.
    Da gab es einmal die Situation, als scheinbar „die Roten“ gewonnen hatten. Und der ‚Hinkende‘, ein blutroter Genosse, zog die Liste der Leute aus der Hosentasche, die zu liquidieren sind. Weitere Nachrichten des Radios zur Sachlage wurden durch einen Stromausfall vereitelt. Versteht sich, dass Don Camillo auf der Liste stand, und natürlich wurde er von Peppone, Smilzo und Brusco vor des ‚Hinkenden‘ Umtrieben gewarnt, der im Namen der Partei sprach.
    Gerade in dem Moment, als die drei den Don Camillo, der natürlich nicht zu flüchten bereit war, packen wollten, ging das Radio wieder an: Die Roten hatten nicht die Mehrheit, die Democrazia Christiana hatte wie üblich die Wahlen gewonnen.

    Und der Hinkende erhielt die Fusstritte, die er verdient hatte, so dass er nun auch mit dem anderen Bein lahmte.

    Nun stellt sich die Frage, wer von denen in Düsseldorf resp. Bochum ist die oder der Hinkende; denn die oder den wird es auf jeden Fall geben. Ich habe so meine Ideen, wer das sein könnte…..

  • #3
  • #4
  • Pingback: zoom » Umleitung: Missbrauch, Griechenland, Linke, Grüne, Bodo Hombach und am Freitag Jürgen Becker in Brilon. «

  • #6
    Annika

    Die Entstehungsgeschichte dieses Beitrags kann ich mir gut vorstellen: Stefan Laurin sitzt vor seinem Bildschirm, blättert durch die Beiträge der Ruhrbarone und stellt entsetzt fest, dass schon mehrere Tage nicht gegen die Linken gehetzt wurde. Also denkt er sich eine Geschichte aus. Er nimmt sich vor, nachzuweisen, dass die Linkspartei gar keine andere Mehrheit in NRW will, sondern in Fundamentalopposition verharrt. Dies will er damit beweisen, dass die Linke überhaupt nicht plant, wie eine andere Regierung aussieht. Er schaut auf den Terminkalender der Linkspartei, um sich eine Bestätigung seiner Einschätzung zu holen. Zu seinem hellen Entsetzen muss er feststellen, dass die Linke recht ernsthaft darauf vorbereitet ist, Gespräche über eine andere Regierung zu führen.
    Seinen Frust lebt er dann in einem Beitrag aus, der einfach nur wirr ist.

  • Pingback: Pottblog

  • #8
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Annika: Nö, so war es nicht. Ich wollte schauen, wann interessante Wahlkampftermine in meiner Nähe stattfinden – Lafontaine. Wagenknecht etc. und stolperte dann über die Terminliste.

  • #9
    Ich seh's sportlich

    Ach Annika, ein bisschen Satire gehört doch dazu. Ich bin selber Mitglied der LINKEN und stelle immer wieder fest, dass der Hang zur Ironie im Vergleich zu anderen Parteien bei uns häufig noch unterentwickelt ist und man noch nicht so über sich selber lachen kann.
    Und zur Not bekommt Herr Laurin einfach Berufsverbot in der Zweiten Deutschen Demokratischen Republik nach der Machtübernahme am 09. Mai 😉
    So, ich muss jetzt Ziegelsteine sammeln. Immerhin wird bald ein großes Bauwerk errichtet, von dem noch nichts im Kalender steht… Und niemand hat die Absicht, diese arbeitsfördernde Maßnahme zu unterbinden.

  • #10
    so, so

    Also wirklich enttäuschend diese Linke. Statt wie die Altliberalen die Guillotine für die Klassenfeinde plus Büttel aufzubauen, wollen sie an die Regierung. Überraschung! Enthüllungsjournalismus at his best. Es könnte nun noch die Enthüllung folgen, dass es sich hier um Kryptokommunismus pur handelt, der ganze Terminplan eine gezielte Finte ist und in Wahrheit eine Neuauflage des Ruhrkampfs, wofür schon Waffenlager angelegt sind, geplant ist.

  • #11
    Burkard Schulte-Vogelheim

    „Also, all ihr Bonzen da draußen, ihr Freunde von Kirche und Kapital, ihr Büttel des Klassenfeindes: Spätestens am 5. Juli ist die neoliberale Ausbeuterparty vorbei. Gegebenenfalls.“
    Glaube ich nicht. Wenn die LINKE auch nur halbwegs alle Tassen im Spind hat, nicht vergißt, wer sie wählt und warum, dann kommt eine Koalition nicht in Frage. Daran ändert auch der Größenwahn verschiedener Hardcore-Marxisten innerhalb der Partei nichts. Denn soviel steht fest, die Agenda-Parteien sind noch lange nicht entschrödert und entfischert. In diesem Falle also, weiterhin den zweifelhaften Unterhaltungswert des Arbeiterführers genießen und den Agenda-Parteien Zeit zur Buße und Resozialisierung geben.

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