Gefährliche Verknappung von Lego-Spielzeug im kommenden Weihnachtsgeschäft?

Es ist Samstag, Anfang November. Ich sitze gemütlich im Sessel und lese entspannt die Westfälischen Nachrichten aus Münster. Zu meiner Überraschung befindet sich auf der Titelseite eine Meldung ‚Lego wird zum Fest knapp‘.

Ich äußere gegenüber den anwesenden Familienmitgliedern laut meine Überraschung über eine Platzierung einer solchen Meldung auf der Titelseite einer Tageszeitung von dieser Bedeutung.

Die Anwesenden Familienmitglieder reagieren überraschend emotional.

Aber nicht, wie von mir gedacht, auf die doch eher ungewöhnliche Art der Meldung auf der Titelseite einer großen Tageszeitung, sondern der Inhalt der Meldung löst schlagartig eine regelrechte Unruhe  unter den Verwandten aus:

„Wie? Wirklich? Oh, nein!…“

Ich zitiere daher für die anwesenden Familienmitglieder, auf deren Wunsch hin, weiter laut lesend aus dem vor mir liegenden Artikel:

„… Der massive Erfolg von neuen Produkten des Bauklötze-Herstellers Lego kann nach Berichten aus Dänemark zu Engpässen im Weihnachtsgeschäft führen. …“

Die Blicke der Anwesenden verfinstern sich sorgenvoll.

Es beginnt unter Erwachsenen und Kindern direkt eine erregte Diskussion darüber welche Lego-Produkte sich die Kinder denn wohl zu Weihnachten eigentlich gewünscht hätten bzw. sich wohl wünschen würden.

Zu meinem Erstaunen finden sich rasch ein paar Verwandte zusammen, welche gleich am kommenden Montag losstürzen wollen um, zur Sicherheit, die begehrten Konsumprodukte aus dem Hause der Dänen schon einmal einzukaufen.

Die Kinderaugen um mich herum beginnen zu strahlen…

Und ich bleibe etwas überrascht mit meiner Zeitung alleine im Wohnzimmer zurück.

Mein Kompliment an die Lego-Marketingabteilung! Hat prima geklappt!

Über die Auswahl der Themen auf der Titelseite der ‚Westfälischen Nachrichten‘ wundere ich mich trotzdem noch eine ganze Weile still vor mich hin…

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5 Kommentare

  1. #1 | Marek sagt am 3. November 2012 um 17:05 Uhr

    Dabei sind die Lego-Bausätze doch schon seit Jahren doch bloß Merchandiseprodukte ohne kreatives Potenzial. Statt sich aus einem Dutzen Teilen seinen eigenen Burgerker zu bauen, hat man nur noch die Möglichkeit den aus einem Einzelteil und mit anderen Teilen inkompatiblen Hogwarts-Erker an die vorgesehene Stelle zu stecken.

  2. #2 | Puck sagt am 4. November 2012 um 00:01 Uhr

    Ach, Lego hat Lieferprobleme?
    Wie schön.

    Als Kind habe ich Lego geliebt. Da gabs die großen Steinchen und die kleinen, und Platten für Zwischendecken – also wenn man Gebäude mit mehreren Etagen bauen wollte.
    Und damit konnte man sich eine ganze Welt aufbauen.

    Wenn alles gut geht, haben die Kids dieses Jahr zu Weihnachten wieder die Chance, sich eine ganz eigene Welt zu bauen.

  3. #3 | Robin Patzwaldt sagt am 4. November 2012 um 07:38 Uhr

    @Puck: So ging mir das Gestern auch. Ich kannte noch die ‚klassischen‘ Steine aus meiner Kindheit. Dementsprechen überrascht war ich als mir meine Nichten die aktuellen Produkte zeigten. Mit dem Lego von früher hat das ja kaum noch etwas zu tun…

  4. #4 | Werner Jurga sagt am 4. November 2012 um 08:49 Uhr

    „die Westfälischen Nachrichten aus Münster … eine Tageszeitung von dieser Bedeutung“, oder wie Kerkeling gesagt hätte:
    „Bestimmt ´ne wichtige Zeitung!“
    https://de.screen.yahoo.com/total-normal-bundespressekonferenz-wo-bleibt-144406305.html

  5. #5 | Rheinländer sagt am 4. November 2012 um 10:03 Uhr

    Lørdagsrevyjen von gestern im NRK-nett anschauen.
    Das Thema ist 50 Jahre Lego Norwegen.
    Da sieht man viele spielende Kinder.
    nrk.no eingeben und etwas suchen, norwegisch ist nicht kompliziert.

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