
Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp hat dem antisemitischen BDS in Deutschland zum Durchbruch verholfen, die Öffentlichkeit hintergangen und sich erpressen lassen. Doch ihren Job wird sie erst einmal behalten können.
Ja, Kunstfreiheit ist ein hohes Gut. Aber gilt sie auch für jene, die sie ablehnen? Die Künstler bedrohen und verfolgen? Die jeden Austausch unterbinden sollen? Sollte es nicht so etwas wie Haltung geben, Überzeugungen, die nicht verhandelbar sind, zu denen man steht, auch wenn es einmal nicht ganz so einfach ist, wie wir es in unserer Demokratie gewohnt sind? Und warum kann über so etwas im Ruhrgebiet nicht offen und kontrovers diskutiert werden? Im Kern sind das die Fragen, um die es beim Streit um die Ruhrtriennale geht.
Anfang Juni erschien in diesem Blog ein Artikel darüber, dass die schottische Band Young Fathers im August im Rahmen der Ruhrtriennale in Bochum in einem Nebengebäude der Jahrhunderthalle auftreten wird. Das Gelände der Jahrhunderthalle ist der zentrale Spielort der Ruhrtriennale. Jede Spielzeit des Festivals erstreckt sich über drei Jahre. Für jede Spielzeit wird ein neuer Intendant bestellt. Zu sehen gibt es Theater, Musik, Installationen und auch ein paar Vorträge. Die Ruhrtriennale bespielt ehemalige Industriehallen und sie tut es auch, weil niemandem eine andere Nutzung einfiel. Sie findet seit 2002 statt.




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