
„Dark“, die deutsche Antwort auf… egal! Deutsch ist Dark in jedem Fall. Wenn wir Deutschen irgendwas mit „Mystery“ machen, dann hat das nix mit Zauberkram, Elfen oder Ausserirdischen zu tun, sondern mit Ingenieurskunst, Pünktlichkeit und Physik.
Die Serie darbt an vielem, aber nicht an den Schauspielern (und auch nicht an den im Drehbuch vorgegebenen Dialogen). Schauspieler und Dialoge bewegen sich genau so, wie es der Look und das Setting der Serie vorgeben. „Leidenschaft“ würde nicht zum Ton der Bilder und auch nicht zum Ort der Handlung passen (was nicht bedeutet, dass die Figuren, und damit auch die Schauspieler, später durchaus leidenschaftlich agieren). Das man sich teilweise tatsächlich wie im „Tatort“ fühlt liegt tatsächlich am Ton, jedenfalls meiner unmaßgeblichen Meinung nach. Wie im Tatort hören wir den Originalton und nicht den geglättete Version einer Synchronisation. Das ist ungewohnt. Wer den Unterschied zwischen O-Ton und Synchronisation „live“ erleben möchte, der kann dies bei z.B. bei Berlin Station tun, einer ebenfalls von Netflix versendeten Serie oder, um im Bild zu bleiben, bei einem aktuellen Tatort aus der Schweiz




