VfL Bochum trennt sich schon wieder von Coach Atalan

Der VfL Bochum 1848 hat Trainer Ismail Atalan mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Die Trennung ist ein Resultat der Analyse, von der VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag sprach.

„Wir haben nach gründlicher Analyse der aktuellen sportlichen Situation uns gemeinsam dafür entschieden, dass eine sofortige Beendigung der Zusammenarbeit für beide Seiten die sinnvollste Entscheidung ist“, äußert sich Christian Hochstätter zur Personalie.

Weiterlesen

Ein angezeigter Hai und die Polizei als Meteorologen: die skurrilen Wüchse des Verhüllungsverbotes in Österreich


Eigentlich sollten ja nur Burkas verhindert werden, doch weil man das nicht so explizit in Form eines Gesetzes pressen konnte, wurde ein eher fragwürdiges Gesetz auf den Weg gebracht, welches sich bisher in einigen Situationen gegen das eigene Volk gerichtet hat. Von unserem Gastautor Andre Wolf.

Seit dem 1. Oktober 2017 ist in Österreich ein neues Anti-Gesichtsverhüllungs-Gesetz in Kraft, auch Verhüllungsverbot genannt. Dieses Verhüllungsverbot verbietet eine Vollverschleierung von Personen im öffentlichen Raum und soll zur Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhalts einer offenen Gesellschaft dienen.

Man möchte also aus Sicherheitsgründen das Gesicht eines jeden einzelnen Menschen in der Öffentlichkeit erkennen können. Das ist verständlich, auch wenn hier ein wenig der Beigeschmack vorherrscht, dass man primär keine Burka im öffentlichen Raum haben will, obschon bis dato keinerlei burkatragende Frauen einen Terroranschlag auf österreichischen Boden ausgeübt haben.

Es handelte sich bei der Inkraftsetzung des Gesetzes also wohl eher um die präventive Eindämmung einer vorherrschenden Angst, sowie auch ein schneller Vorstoß der (noch) regierenden Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP, um die Sicherheitsfrage bezüglich Asylbewerbern nicht allein der FPÖ (Anmerkung: das deutsche Pendant zur FPÖ ist die AfD, nicht die FDP) zu überlassen.

Um jedoch Religionsfreiheit zu wahren, sowie auch nicht anerkannte Religionsgemeinschaften zu diskriminieren, musste dieses Verbot so säkular wie möglich gehalten werden. Sprich: es muss so ausgelegt werden, dass es nicht allein die Burka trifft, sondern allgemein angewendet werden kann. Religionsneutral as possible. Das Ergebnis daraus, sowie auch die ersten Anwendungen in der Praxis, sind daher eine bizarre Einschränkung der Freiheit geworden, die so wohl niemand gewollt hat.

Weiterlesen

IG-BCE-Vorsitzender warnt vor „ideologisch verblendeter Politik“

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE Foto: IGBCE

Während Gewerkschaften wie die GEW und Verdi längst wie der verlängerte Arm der Grünen klingen, hört man von Gewerkschaften wie der IG Metall und Der IGBCE oft kluges. Klar, ihre Mitglieder erwirtschaften den Wohlstand, von dem wir alle leben und sie sind es, deren Jobs durch die Prediger der Ökoreligion gefährdet sind, für die jeder Industriebetrieb ein Angriff auf die Lebenswürde des Feldhamsters ist. Und wenn der Vorsitzender der IGBCE, Michael Vassiliadis, ein Bekenntnis zur Industrie fordert, schreibt er das auch ins Stammbuch aller, die

Weiterlesen
Werbung


Der jüdische Freund

Die FPÖ buhlt vor der Nationalratswahlen verstärkt um die Stimmen serbischstämmiger Österreicher. Die Kampagne ist aus Sicht der Partei erfolgreich – aber anders, als man denken würde.

Weiterlesen

Der Ruhrpilot

Antisemitische Demonstration 2014 in Dortmund.


NRW: 
Linkspartei – Eine Hochburg des Hasses auf Israel…Mena-Watch
NRW: Land erhält von EU 74 Millionen mehr…RP Online
NRW: Nur vier Prozent wollen keine homosexuellen Nachbarn…Queer
NRW: Falken gegen Wölfe…Jungle World
Debatte: Habemus Obergrenze?…FAZ
Debatte: Grüne lehnen Unions-Einigung über Zuwanderung ab…Welt
Debatte: Maximal 200.000 Flüchtlinge jährlich…taz
Debatte: Che Guevara – der gescheiterte Messias der Weltrevolution…NZZ
Debatte: Schröders jüngster Bärendienst…Post von Horn
Ruhrgebiet: Lit.Ruhr mit Spurensuchern, Kraftwerkern und Fetischisten….WAZ
Bochum: Hellen Medien GmbH zahlungsunfähig und überschuldet…Bo Alternativ
Bochum: Stadt baut knapp 2000 Plätze für Flüchtlinge ab…WAZ
Bochum: Krach am Prinz-Regent-Theater…WAZ
Dortmund: Aus dem Spiel genommen…WAZ
Dortmund: Hier soll urbanes Leben entstehen…WAZ
Duisburg: Tierpark soll unter das Dach des Stadtkonzerns…WAZ
Essen: Im Eulenspiegel-Filmtheater ist plötzlich Musik drin…WAZ

Werbung


Wir und Heute – Friedensnobelpreis

So nah dran am Friedensnobelpreis waren wir noch nie, wie in dieser Woche. Unser Kollege Can Dündar war nominiert – und hätte gewinnen können. Spannend. Dann war da noch das Literaturfest Ruhr in der Essener Philharmonie, was aber nicht ganz so prickelnd war, wie es hätte sein können. Martin regt sich ganz schön auf. Und David hat so gut wie nichts davon mitgekriegt.

Zu den anderen Folgen des „Wir und Heute“-Podcastes – und zum Abo des YouTube-Kanals geht es hier.

Die Hörversionen des Podcasts, sowie die Abos für iTunes und Spotify sind hier zu finden.

Sie nannten ihn Vladi

Novi Pazar, die Hauptstadt des Sandžak ist das größte Outlet-Center für Jeans in Europa. An zwei Tagen die Woche verkaufen hunderte Händler auf einem Freiluftmarkt nahe dem Stadtzentrum Hosen aus Denim und praktisch alles, was sonst unter dem Begriff Kleidung subsumiert wird. Viele sind ehemalige Gastarbeiter aus Deutschland.

Weiterlesen

Karl Bartos auf der lit.Ruhr

Karl Bartos (1976) Foto: Ueli Frei Lizenz: CC-BY-SA 4.0


Mit einer halben Million Förderung hat die lit.Ruhr an vier Tagen 80 Veranstaltungen rund um die aktuelle Literatur-Szene aus der Taufe gehoben. Dabei wurden viele große Namen, wie Nick Hornby, Sven Regener oder Donna Leon, in die Ruhrmetropole Essen gelotst. Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Kraftwerk-Musiker Karl Bartos – aber es gibt auch kritische Bemerkungen bezüglich der lit.Ruhr. Von unserem Gastautor Peter Hesse.

Während vornehmlich die Automarken BMW und Mercedes, sowie ein paar SUV-Modelle auf dem Parkplatz der Zeche Zollverein aneinanderreihen, ist beim ersten Blick schon klar, dass die lit.Ruhr keine Kleinkunst-Veranstaltung für darbende Hipster-Studenten ist. Nein, hier trifft sich der gesunde Mittelstand und taucht ein in die Welt der vorgetragenen Lesungen. Als Folgeschäden des Sturmtiefs „Xavier“ können einige Vorleser nicht anreisen. Zum Beispiel Schauspieler Joachim Król kann genau so wenig erscheinen, wie die Autorin Ulla Hahn.

Geldgeber der lit.Ruhr sind die Brost-Stiftung, die RAG-Stiftung, die Krupp-Stiftung, die Innogy-Stiftung und die Stiftung Mercator. Böse Kritiker gehen sogar noch einen Schritt weiter und bekleben die lit.Ruhr mit dem Etikett eine kulturpolitsche Love-Parade zu sein. Das kommt nicht von ungefähr, denn unter anderem haben sich die Organisatoren der Kulturhauptstadt 2010 für dieses künstliche Literatur-Konstrukt stark gemacht: der ehemalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen, sowie der Kulturmanager Oliver Scheytt.

Dennoch ist der Freitag gut besetzt. Während Sven Regener in Halle 12 vor fast ausverkauften Stuhlreihen zu Eintrittspreisen von 23 Euro liest, ist es bei Kraftwerk-Mitglied Karl Bartos in Halle zwei (die Tickets kosten hier 21 Euro) nicht viel anders: nur ganz wenige Plätze bleiben unbesetzt und pünktlich um 21 Uhr erscheint der 66jährige Bartos mit 1Live-Moderator Klaus Fiehe an seiner Seite. In den nächsten zwei Stunden liefern sich die beiden Musik-Liebhaber eine Unterhaltung, die an ein hoch spannendes Tennis-Match erinnert. Klaus hat die unglaubliche Faktendichte von der Bartos-Biografie „Der Klang der Maschine“ quasi inhaliert, dass der Kraftwerk-Musiker mehrfach bemerkt, dass Fiehe sein Leben quasi besser kennt als er selbst. Dieser Wälzer ist 600 Seiten dick, im Eichborn Verlag erschienen und aufgeteilt 16 Kapitel. Mit Sicherheit ist es eines der interessantesten Musiker-Biografien aus der jüngeren Vergangenheit.

Weiterlesen