Der Ruhrpilot


NRW:
 Stahlarbeiter fordern Hilfe von Landesregierung…RP Online
NRW: Regierung wird zügig Stahlgipfel einberufen…KStA
NRW: „Reparaturhaushalt“ – Streit um Milliardenschulden…KStA
NRW: Neue Brücken für den Westen…FAZ
NRW: Kennzeichnungspflicht für Polizisten wieder abgeschafft…RP Online
NRW: Funke und DuMont kommen nicht zusammen…FAZ
Debatte: Deutschland ist für Erdogan ein Sinnbild der Schwäche…Welt
Debatte: Friedensbewegung und Einmarsch der Türkei in Idlib…Jungle World
Debatte: Sackgasse Energiewende…Novo
Debatte: Mit gutem Gewissen gegen die bösen Bildungsfernen…Cicero
Debatte: Mesale Tolu muss in Untersuchungshaft bleiben…Welt
Debatte: „Scared gay kid“ …taz
Debatte: Emanzipation oder Unterdrückung…Salonkolumnisten
Debatte:  Bundeswahlleiter bestätigt Gründung einer Blauen Partei…Zeit
Ruhrgebiet: Herten lehnt Rudi Assauer als Ehrenbürger ab…Bild
Bochum: An Widerstandskämpfer erinnern…Bo Alternativ
Bochum: Es tut sich was am Uni-Center in Querenburg…WAZ
Dortmund: Guano Apes sagen kurzfristig Konzert ab…WAZ
Duisburg: Lehrer sollen Studenten begeistern…RP Online
Essen: Musikboxen als „Endlösung“ angepriesen – Kritik an Disco…WAZ
Essen: Politikerin trillert Polizisten krank…Bild

Drucksache 10/3856: Gladbecker Geiseldrama

Am 14. Dezember 1988 veröffentlichte der Parlamentarische Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags den Bericht zum Gladbecker Geiseldrama. Die Lektüre macht bis heute fassungslos.

Mit Dieter Degowski wird in weniger Monate einer der beiden Haupttäter des Gladbecker Geiseldramas frei kommen. Gemeinsam mit Hans-Jürgen Rösner überfiel Degowski 1988 eine Bank in Gladbeck und ermordeten später zwei Menschen: Den den damals 15jährigen Emanuele De Giorgi und die damals 18jährige Silke Bischoff. Bei der Verfolgung der beiden Verbrecher durch drei Bundesländer und die Niederlande kam ein Polizeibeamter bei einem Unfall ums Leben. Zahlreiche Menschen wurden als Geiseln genommen.  Das Gladbecker Geiseldrama war eines der die Bundesrepublik prägendsten Kriminalfälle.

Liest man heute den 350 Seiten langen Bericht des Untersuchungsausschuss zu dem Thema, kommt einem vieles fremd vor: Die Technik vor 30 Jahren war primitiv. Es gelang der Polizei weder, das Fluchtfahrzeug von Degowski und Rösner im Blick zu halten noch konnte ein am Ende von der Polizei ein Fluchtfahrzeug gestellt werden, dessen Zündung unterbrochen werden konnte. Die gesamt Funktechnik war abenteuerlich und auf Handys ausweichen ging nicht – es gab sie noch nicht. Anderes wiederum könnte sich so auch heute zutragen: Niemand in NRW übernahm die Verantwortung für die Fehler der Polizei. Nur in Bremen wurde der Innensenator später ausgetauscht.

Durch die bevorstehende Freilassung von Degowski, bei Rösner stehen durch sein Verhalten im Gefängnis, wo er weitere Straftaten beging, die Chancen gut, das Lebenslänglich bei ihm wirklich Lebenslänglich heißen wird, kommt das Geiseldrama noch einmal als Thema auf – eine gute Gelegenheit den Bericht des Untersuchungsausschusses noch einmal zu lesen. Er liegt hier, auf dem Server des NRW-Landtages zum Abruf bereit.

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Christian Lindner


NRW: 
Lindner gibt Vorsitz der FDP-Landtagsfraktion ab…Ruhr Nachrichten
NRW: Der nächste AfD-Mann wirft hin…Bild
NRW: CDU und Grüne in der Glaubwürdigkeits-Falle…RP Online
NRW: Kaum Wohnraum für Studenten…RP Online
Debatte: Auch Lebenslang ist eines Tages verbüßt…Welt
Debatte: Jamaika auf Schwäbisch?…FAZ
Debatte: Es geht nicht um Obergrenzen – es geht um Vertrauen!…Welt
Debatte: Deutscher geht es nicht…Cicero
Debatte: Fahndung via Facebook…taz
Debatte: The Prophet of Germany’s New Right…New York Times
Ruhrgebiet: Die Stimme für das Ruhrgebiet erheben…RP Online
Ruhrgebiet: Gericht beschließt Freilassung von Dieter Degowski…FAZ
Bochum: Erste Kneipe im Bermuda-Dreieck feiert 40. Geburtstag…WAZ
Dortmund: Inside Dortmund…Last Junkies on Earth
Dortmund: Zorn und Mitgefühl bei Info-Abend für Hannibal-Mieter…WAZ
Duisburg: Keine Schlagstöcke für Ordnungskräfte…WAZ
Essen: Synagogen-Leiter meidet Empfang des türkischen Konsulats…WAZ

Bochum nicht mehr ständig auf Koks!


Bochum ist in der Gegenwart angekommen. 1984 sang Herbert Grönemeyer noch in seiner Ode auf die Ruhrgebietsstadt: „Bochum, du bist das Himmelbett für Tauben und ständig auf Koks hast im Schrebergarten deine Laube, machst mit ’nem Doppelpass jeden Gegner nass
du und dein VfL.“

Nun schafft der VfL kaum noch einen Doppelpass und macht Gegner höchsten noch nass, wenn er Bier über sie auskippt und auch die goldene Zeit von Kokain ist längst vorbei. Gut, dass dies das Bochumer Tourismusmarketing erkannt hat und zeitgemäß mit Amphetaminen für die Stadt wirbt.

Via Bastian

Gelsenkirchen: Der Osten im Westen

Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen


Mit 17 Prozent der Zweitstimmen ist Gelsenkirchen die AfD-Hochburg Westdeutschlands. Wie konnte es zu dem Erfolg der Rechten in einer Stadt kommen, in der Zuwanderung seit über 100 Jahren zum Alltag gehört und in der die SPD 2013 noch ihr bestes bundesweites Ergebnis erzielte?

Das Haus ist frisch gestrichen, tadellos renoviert und an den Nachbarhäusern hängen schon die Transparente der Städtischen Entwicklungsgesellschaft. An der Bochumer Straße in Gelsenkirchen Ückendorf hat die Stadt begonnen, heruntergekommene Immobilien aufzukaufen und zu sanieren. „Ekelhäuser“ werden diese Immobilien genannt, über 100 von ihnen gibt es noch in Gelsenkirchen. Vermieter haben diese Häuser günstig erworben und dann die Wohnungen an Zuwanderer aus Südosteuropa vermietet. Vor allem Sinti und Roma zahlten in Wohnungen ohne Bad und Heizung und mit zum Teil offenliegenden Stromleitungen bis zu 300 Euro für einen Matratzenschlafplatz. Nicht selten gibt es neun dieser Matratzen in einer der heruntergekommenen Dreizimmerwohnungen. Für die Vermieter eine Lizenz zum Geld drucken. „Für uns als Nachbarn ist es die Hölle“, sagt Leonhard Solbach. Solbach lebt im Stadtteil Bulmke am Rand der Gelsenkirchener Innenstadt. „Wir in Gelsenkirchen haben immer gut mit Ausländern zusammengewohnt“, sagt der 52jährige, „wir sind schon mit Türken zur Schule gegangen. Das waren ordentliche, fleißige Leute. Die kamen nach Deutschland, um zu arbeiten oder haben einen Gemüseladen oder eine Dönerbude aufgemacht.“ Die oft konservativen Türken und ihre Arbeitsmoral passten ins Ruhrgebiet, passten nach Gelsenkirchen. Wer hart arbeitet, wer ein „Malocher“ ist und keine Angst hat, sich die Hände schmutzig zu machen, wird hier zumindest anerkannt. Das Ruhrgebiet war nie ein Schmelztiegel, war nie der Wirklichkeit gewordene Multi-Kulti-Traum. Man lebte hier immer eher neben- als miteinander, aber man respektierte sich. „Dieser Respekt fehlt heute“, sagt Solbach, und das ist für ihn einer der Gründe, warum Gelsenkirchen eine AfD-Hochburg

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Olaf Kröck Foto: Fotograf/Credit: Knotan


Ruhrgebiet: 
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The Rolling Stones in Düsseldorf

Wir hatten es Anfang Mai angekündigt.

The Rolling Stones sind wieder auf der Bühne und kommen nach drei Jahren wieder zurück nach Düsseldorf.”

Und heute war der große Tag – Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood rockten die ausverkaufte ESPRIT arena und gaben dort im Rahmen ihrer „STONES – NO FILTER“- Europatour ihr einziges NRW-Konzert.

Wie bereits in  Hamburg und München wurde am heutigen Abend auch den 45.000 angereisten Stones-Fans in Düsseldorf eine brandneue Produktion geboten, die an Superlativen kaum zu übertreffen war und für grenzenlose Emotionen sorgte.

Mit ihrem aktuellen „Blue & Lonesome“-Album (2016) sind die vier Briten zu ihren Blueswurzeln zurückgekehrt, und es erklomm nicht nur in fünfzehn Ländern die Spitzenposition der Charts – darunter Deutschland, sondern schlich sich auch, wie jedes Album zuvor, direkt in die Herzen der Fans.

Und auch der heutige Abend war eine Herzensangelegenheit. Bereits der erste Song des Abends „Sympathy for the Devil,“, den Mick und Keith in einem perfekten Zusammenspiel gemeinsam bestritten, ließ erahnen, wie bewegend, emotional und intensiv die nächsten Stunden werden würden.

Die vier Altmeister des Rocks, begleitet von einer siebenköpfigen Band, strahlten nicht nur eine tiefe Freundschaft zueinander aus, sie waren auch noch in Topform und erinnerten mit ihren Outfits an die guten alten Zeiten, Ende der 60-er Jahre. Und viele Gäste ebenso, überall tanzten vereinzelt und in sich versunken ebenso „alte“ Herrschaften und ließen ihre Jugend im Geiste Revue passieren. Man sah in ihren Gesichtern Wehmut, aber auch Dankbarkeit für das, was The Rolling Stones schon von jeher transportiert haben. Sie stehen für eine Art zu leben, zu fühlen, sich zu bewegen und zu denken. Mal voller Leidenschaft, mal voller Euphorie, mal voller Ekstase, mal voller Wehmut. All das war heute Abend zu spüren und mit jedem Song wurde der Abend gewaltiger. Wer sich darauf einließ und deswegen war man ja erschienen, der konnte auch die eine oder andere Träne nicht zurückhalten.

Bis bald ! 

Setlist:

Sympathy for the Devil, It’s Only Rock ’n‘ Roll (But I Like It), Tumbling Dice, Just Your Fool (Buddy Johnson and His Orchestra cover), Ride ‚Em on Down (Jimmy Reed cover), Bitch, Get Off of My Cloud, You Can’t Always Get What You Want, Paint It Black, Honky Tonk Women, Happy, Slipping Away, Miss You, Midnight Rambler, Street Fighting Man, Start Me Up, Brown Sugar, Jumpin‘ Jack Flash, Encore: Gimme Shelter, (I Can’t Get No) Satisfaction

Veranstalter : Dirk Becker Entertainment  & FKP Scorpio