Die Gedenkfeier ist zu Ende. 5000 – 7000 Besucher waren im MSV-Duisburg Stadion zusammen gekommen, um den 21 Opfern der Loveparade-Katastrophe zu gedenken. Und weil die in Duisburg und nicht in Köln stattfand, berichtet der WDR auch nicht live von der Veranstaltung, sondern zeigt lieber „Emma – Tierärztin auf Safari“. Die Landesregierung hat einen Livestream eingerichtet.
Loveparade: Das Versagen der Vielen und der Tod der 21

Heute vor einem Jahr starben 21 Menschen bei der Loveparade in Duisburg. Wer letztendlich Schuld hatte, werden die Gerichte entscheiden. Wer verantwortlich war, wissen wir heute schon.
Irgendwann, es wird in Monaten oder vielleicht auch letztinstanzlich in Jahren sein, wird ein Gericht ein Urteil fällen. Es wird entscheiden, wer die rechtliche Schuld oder Mitschuld an der Loveparade-Katastrophe 2010 trägt oder auch nicht trägt. Es wird ein Urteil fällen – ob es Freisprüche oder Haftstrafen sein werden, kann heute niemand sagen. Klar ist nur: Es gibt den Schuldigen, den einen Schurken, der alles verbrochen hat nicht. Aber es gibt viele, die verantwortlich sind für das, was am 24. Juli 2010 in Duisburg geschah.
Glückauf, Viktor! – Nachruf auf Viktor Seroneit

Pils, Kölsch und Altbier zusammenzuschütten, das muss man sich erst mal trauen. Bei seinem 200. Stammtisch im Juni im PlakatKunstHof in Essen-Rüttenscheid hat Viktor Seroneit spaßeshalber „PiAKö“ serviert, Nordrhein-Westfalen und seiner NRW-Ministerpräsidentin zu Ehren. Es ist Viktors letzter Stammtisch gewesen. Essen und die Ruhrstadt haben eine einzigartige Persönlichkeit verloren. Von unserem Gastautor Uwe Knüpfer
Wenn es jemandem gelang, PiAKö als fast trinkbar zu verkaufen, dann Viktor. Er war, was man heute einen begnadeten Netzwerker nennt. Er brachte zusammen, was zusammengehört – und manchmal auch, was oder wer eigentlich nichts miteinander zu tun haben will.
Es wird wahrlich nicht wenig geredet und „getalkt“ im Ruhrgebiet. Mit Vorliebe aneinander vorbei oder übereinander her. Die Stammtisch-Zusammenkünfte in Viktors Rüttenscheider Hinterhof sind anders gewesen. Allein schon wegen der Enge konnten sich hier Künstler und Banker, Kreative und Verwalter, Schreiber und
Bochum Total: Der Sonntag
Bochum Totals letzter Tag hat begonnen. Und das Festival endet mit einem Highlight: Kettcar spielen um 20.45 Uhr auf der 1Live Bühne.
1Live-Bühne
17.00 – 17.45 Uhr Bourani
18.15 – 19.00 Uhr Frida Gold
19.30 – 20.15 Uhr Bosse
20.45 – 22.00 Uhr Kettcar
Pottmob-Bühne
17.00 – 17.45 Uhr The Staars
18.15 – 19.00 Uhr Danja Atari
19.30 – 20.15 Uhr M Walking On The Water
School’s Out @ Bochum Total
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Die Wattenscheider Schule lädt ein.
Vorglühen: 19:00 Trailer-Wortschatz-Bühne
Lesung unplugged, Saufen unter freiem Himmel.
Anschließend gemeinsames Schwimmen zum Theater.
Absch(l)ussball: 20:00 Rottstr.5-Theater
Stories, Pics und Party-People – der Klassiker.
Dan & Rachel
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Dan & Rachel, Montag, 25. Juli, 19.00 Uhr, Bahía de Cochinos, Castrop-Rauxel
Der Ruhrpilot

Loveparade: Sauerland, das Gesicht der Duisburger Katastrophe…Welt
Loveparade II: Alt-OB Krings: „Mit Sauerland gibt es keinen Neuanfang“…Der Westen
Loveparade III: Landesregierung sendet Loveparade-Trauerfeier selbst…Kölner Nachrichten
Oslo: Das Massaker von Norwegen und die deutschen Brüder im Geiste…Exportabel
Oslo II: Anders B., der moderne Timothy McVeigh?…Zoom
Ruhrgebiet: 3500 Menschen sind diese Nacht bei der Haldensaga mitgewandert…REL
NRW: Verliert das Land den Anschluss?…Welt
Dortmund: Juicy Beats soll „grünes Festival“ werden…Der Westen
Dortmund II: Jusos gedenken Oslo-Opfern…Ruhr Nachrichten
Bochum: Opel-Mitarbeiter informieren sich wegen blauer Briefe…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Streit zwischen dem MSV und den Sauerland-Gegnern…Der Westen
Umland: Stadt und Land wollen Entscheidung zu FH-Köln bekannt geben…Meine Südstadt
Blogs: Am 9.9. ist Schluss…Weissgarnix
Klub 27: Amy Winehouse ist tot
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Die britische Sängerin Amy Winehouse ist gestorben. Sie wurden tot in ihrem Haus in Camden, Nord-London, gefunden. Winehouse wurde 27 Jahre alt und gehört damit nun zum Klub 27. Klub 27 bezeichnet eine Gruppe von Musikern, die im Alter von 27 Jahren starben: Zum Club 27 gehören unter anderem Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison und Kurt Cobain.
Tod auf Zollverein: Das musste passieren
Das Sicherheitskonzept auf der Zeche Zollverein ist schlecht – oder zumindest miserabel umgesetzt. Das wissen wir seit den Berichten aus der WAZ. Der Brandschutz in der Kohlenwäsche war jahrelang – auch während der Kulturhauptstadtzeit – unter aller Sau. Hätte es dort gebrannt, Menschen wären reihenweise gestorben. Damit nicht genug. Die WAZ hatte auch die Verkehrswegesicherung auf Zollverein angegriffen. Auf den Mannschaftsbrücken waren keine ausreichenden Geländer angebracht. Kinder hätten dort jederzeit runterstürzen können. Das Sicherheitskonzept für den Restpark war und ist unter aller Sau – wenn es überhaupt richtig umgesetzt worden ist. Immer wieder wurde der WAZ-Autor Daniel Drepper für seine Berichte persönlich von den Verantwortlichen auf Zollverein angegriffen und schlecht gemacht. Damit nicht genug. Im Lokalteil der WAZ Essen haben sich die Hofberichterstatter lustig gemacht über Dreppers Recherchen.
Und nun das: Ein Mensch, ein 29Jähringer Mann, ist auf Zollverein zu Tode gestürzt. Er ist bei einer Klettertour entlang der Kokerei umgekommen, auf einem der verdammt zu wenig gesicherten Abschnitt des Geländes.
Und die Hofberichterstatter der WAZ Essen machen das, was sie so machen. Sie schreiben – ähnlich wie Adolf Sauerland nach dem Loveparade-Desaster – die Schuld allein dem Opfer zu. Der junge Mann habe vielleicht Alkohol getrunken, sei verbotenerweise über Absperrungen geklettert und dann an seinem eigenen Leichtsinn gestorben.
„Zufällig wird man erwachsen oder ein Fremder“

Der Schriftsteller Abbas Khider war am Mittwoch Gast der Reihe „textrevolte“ von Literaturbüro Ruhr und Ringlokschuppen Mülheim
Wenn man den heute 38jährigen aus dem Irak stammenden Abbas Khider fragt, wie es ihn nach Deutschland verschlagen habe, erzählt er bereitwillig seine Geschichte, obwohl er sie schon in Dutzenden Interviews erläutern musste. „Aber“, sagt er dazu, „ich bin selbst erstaunt darüber, dass ich sie jedes Mal etwas anders erzähle und sie bei jedem Gespräch auch etwas anders sehe oder etwas anderes daran entdecke.“
Und wenn Abbas Khider erzählt, dann tut er dies mit dem ganzen Körper. Flackert sein Zorn auf Saddam Hussein und dessen Regime auf, dann sieht man diesen Zorn in seinem schönen Gesicht. Spricht er von der Taubenzucht, der er selbst einst für sechs Jahre so verfiel wie Mahdi, der Protagonist seines jüngsten Buches, dann ahmen seine Hände die Bewegungen einer Taube nach, ihres Flugs. Kein asiatischer Taiji-Lehrer könnte sich eleganter bewegen.





