Die Leute hatten Spaß beim Ruhrpott Rodeo 2022 | Foto: Ruhrpott Rodeo
Das Ruhrpott Rodeo in Hünxe gehört für viele Rockfans zu den beliebtesten Festivals in Nordrhein Westfalen. Es hatte in diesem Jahr viele tolle Bands in seinem Billing, unter anderem Kreator, Slime, Dropkick Murphys, Danger Dan, Agnostic Front, Social Distortion oder Gluecifer. Trotz aller Bemühungen steht am Ende keine schwarze Null, sondern das Festival ist in eine finanzielle Schieflage geraten.
Die Debatte geht weiter. Weil NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst keinen Migranten in sein Kabinett ernannt hat, gibt es seit Tagen viel Kritik. Jetzt äußert sich sogar die Türkische Gemeinde in Deutschland.
Erst die türkische Zeitung „Hürriyet“ mit ihrem Redakteur Murat Tosun, dann der Türkische Gemeinde NRW mit ihrem Vorsitzenden Serhat Ulusoy, jetzt der Türkische Bund in Deutschland mit seinem Co-Vorsitzenden Gökay Sofuoğlu – Ministerpräsident Hendrik Wüst hat es sich gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit mit Migrantenverbänden verscherzt. In seinem Kabinett gibt es keinen Platz für Migranten; auch die Grünen um Mona Neubaur haben keinen Migranten als Minister entsandt.
Lediglich eine Staatssekretärin mit Migrationshintergrund wird von der Landesregierung als Beleg für Vielfalt hervorgehoben. Nur: als „normale“ Staatssekretärin gehört sie dem Kabinett Wüst überhaupt nicht an.
Ruru-Haus der Documenta in Kassel Foto Jonas Dörge
Es ist nicht absehbar, ob der Documenta-Skandal Konsequenzen haben wird. Es wird debattiert statt gehandelt und wie erwartet baut Kulturstaatsministerin Claudia Roth keinen wirklichen Druck auf.
Nachdem das Bündnis gegen Antisemitismus Kassel (BgA) und in der Folge zahlreiche Medien seit Januar darüber berichtet hatten, wie groß der Einfluss von Anhängern der antisemitischen BDS-Kampagne auf die Documenta 15 ist, kam es, wie es kommen musste: Antisemitische Bilder wurden auf der nordhessischen Kunstshow präsentiert, Filme, in denen antisemitische Terroristen gefeiert
Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin im Palais des Prinzen Heinrich Foto (Ausschnitt): Christian Wolf (www.c-w-design.de) Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Die Absage eines Vortrags der Biologin Marie-Luise Vollbrecht bei der Humboldt-Universität Berlin zeigt mal wieder die Unredlichkeit auf allen Seiten in Zeiten des Internet-Kulturkampfes. “Transaktivisten” wie “Transkritiker” (in Ermangelung besserer Begriffe) schlachten das Ereignis gleichermaßen und teilweise sogar mit den gleichen Argumenten für sich aus. Da kann man eigentlich nur der seufzende Dritte sein und sich die Debatte von außen anschauen.
Die bekannten Fakten sind dürftig: Die Humboldt-Universität hatte die Biologin Marie-Luise Vollbrecht zu einem Vortrag mit dem Titel „Geschlecht ist nicht gleich (Ge)schlecht. Sex, Gender und warum es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt“ zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ eingeladen. Vollbrecht ist Mitautorin des umstrittenen „Welt“-Artikels über Transsexualität, der seinerseits starken Protest ausgelöst hatte. Die Gruppierung „Arbeitskreis kritischer Jurist*innen“ sowie der Referentinnenrat (RefRat) der Universität hatten daraufhin zu einer Demonstration gegen den Vortrag aufgerufen. Laut Universitätssprecherin seien dann auch „Gegenaktionen von Vollbrecht-Unterstützer:innen angekündigt und vorbereitet“ worden. Es habe daher Sicherheitsbedenken gegeben.
Mona Neubaur und Hendrik Wüste Foto Neubaur: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen Foto Wüst: Raimond Spekking Lizenz Neubaur: CC BY-SA 2.0 Lizenz Wüst: CC BY-SA 4.0
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Im Dortmunder Zoo ist es häufig ziemlich öde. Foto: Robin Patzwaldt
Der Zoo in Dortmund wirbt in diesen Tagen damit, dass Kinder in den Sommerferien freien Eintritt erhalten. Auf den ersten Blick ist das natürlich eine sehr nette Geste, die in wirtschaftlich für viele Familien schwierigen Zeiten und insbesondere auch nach den starken Einschränkungen nach der Corona-Pandemie natürlich gut ankommt und offenbar auch auf ein riesiges Interesse stößt.
Lange Schlangen vor den Kassenhäuschen sind die Folge. Unter anderem der WDR, die Ruhr Nachrichten und auch die WAZ haben der Aktion des Zoos zudem zuletzt zu einer großer Bekanntheit verholfen, indem er auf unterschiedlichen Ebenen darüber berichtet haben. Eigentlich ist das kein großer Aufreger und für die Ruhrbarone an sich auch nicht von größerem Interesse. Ein Erlebnis in den sozialen Medien am gestrigen Sonntag hat mich jedoch dazu veranlasst, das Thema heute auch hier bei uns einmal in das Blog zu tragen und zusammen mit ein paar kritischen Gedanken zur Diskussion zu stellen.
Ferda Ataman Foto: Heinrich-Böll-Stiftung Lizenz: CC BY-SA 2.0
Der Fall von Ferda Ataman, die von Bündnis90/DieGrünen für das Amt der Antidiskriminierungsbeauftragten vorgeschlagen wurde, erinnert an den Fall von Frau Bochra Manaï in Quebec. Von unserer Gastautorin Naïla Chikhi.
Die Bürgermeisterin von Montreal Valérie Plante von der Partei Projet Montréal schlug im Januar 2021 Frau Bochra Manaï als Kommissarin für die Bekämpfung von Rassismus und systemischen Diskriminierungen vor.
Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin im Palais des Prinzen Heinrich Foto (Ausschnitt): Christian Wolf (www.c-w-design.de) Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Der Unterschied zwischen den Querdenkern, die seit Beginn der Pandemie demonstrieren und behaupten, das Corona-Virus gäbe es nicht und den Querdenkern, die den Vortrag von Marie Luise Vollbrecht über Evolution und Zweigeschlechtlichkeit an der Humboldt-Uni gecancelt haben, ist der zwischen erfolgreicher und erfolgloser Öffentlichkeitsarbeit.
Thomas Kufen (2020) Foto: StagiaireMGIMO Lizenz: CC BY-SA 4.0
Thomas Kufen (CDU), Vorsitzender des Städtetages NRW, appelliert an die neue Landesregierung, sich stärker für die Integration von schulpflichtigen Kindern aus der Ukraine in den Schulbetrieb einzusetzen und die Städte beim Ausbau von Schulplätzen besser zu unterstützen. „Wir dürfen nicht in das neue Schuljahr hineinstolpern“, sagte Kufen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Montagsausgaben).