RWE investiert in Kernfusion

Luftbild des Kernkraftwerks Biblis vor dem Abriss der Kühltürme des Blocks A Foto: Rolf Kickuth Lizenz: CC BY-SA 4.0


Das Laserfusionsunternehmen Focused Energy hat in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 240 Millionen US-Dollar eingeworben. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die bislang größte vollständig gesicherte Serie-A-Finanzierung der weltweiten Fusionsbranche. Focused Energy steigt damit nach eigenen Angaben zum wertvollsten Fusionsunternehmen Europas auf.

Das Unternehmen setzt auf Laserfusion – einen Ansatz der Kernfusion, bei dem es laut Focused Energy bereits wissenschaftlich belegte Nettoenergiegewinne gegeben habe. „Die Fusionsenergie tritt damit in Deutschland und Europa in eine neue Ära ein. Es geht darum, wie wir unsere wissenschaftliche Exzellenz und industrielle Stärke in industrielle Wertschöpfung überführen“, erklärte CEO Thomas Forner.

An der Finanzierungsrunde beteiligten sich Investoren aus Deutschland, Europa, Asien und der Golfregion. Das Kapital soll nach Angaben des Unternehmens fast vollständig in Biblis investiert werden – auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks von RWE.

Mit dem Einstieg von RWE gewinnt Focused Energy zugleich einen strategischen Partner. Der Energiekonzern stellt den Standort Biblis zur Verfügung und bringt genehmigungsrechtliche Erfahrung aus dem Kernenergiebereich ein.

RWE-Chef Markus Krebber erklärte: „Dank seiner exzellenten Forschungslandschaft und innovativer Start-ups wie Focused Energy ist Deutschland gut positioniert, global eine Spitzenrolle in der Kernfusion einzunehmen.“

RWE sehe in ehemaligen Kraftwerksstandorten Vorteile für den Aufbau künftiger Fusionsanlagen. Vorhandene Infrastruktur und Erfahrung im Genehmigungsbereich könnten laut Krebber helfen, Zeit- und Kostenvorteile im internationalen Wettbewerb zu sichern.

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