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Salafisten jubeln – Journalist und Israelhasser Martin Lejeune tritt Islam bei

Protest gegen Salafisten in der Frankfurter Fußgängerzone Zeil.

Protest gegen Salafisten in der Frankfurter Fußgängerzone Zeil.

Der Journalist Martin Lejeune zeigt keine Berührungsängste mit Islamisten. Letzte Woche machte er die Sache perfekt und feierte er in einer öffentlichen Zeremonie in der Berliner Moschee des „Islamisches Nachrichten- und Informationszentrum Al Risalah“ seinen Beitritt zum Islam. Das Ereignis wurde ausführlich dokumentiert und fand in den einschlägigen islamistischen Foren und Sozialen Medien ein großes Echo. Salafisten jubelten „Deutscher Journalist wird Muslim!“

2014 entsetzte Martin Lejeune mit der Behauptung, die Hinrichtungen von Palästinensern durch Hamas-Islamisten seien „sehr sozial“ abgelaufen. Letzte Woche konvertierte er in der Berliner Moschee des „Islamischen Nachrichten- und Informationszentrum Al Risalah“  zum Islam. Das Zentrum machte von sich reden, weil dort Reda Seyam Propaganda betrieb und sich später dem IS anschloss.

Journalist Lejeune, der u.a. für die taz und die Junge Welt schrieb, hat mit seinem Beitritt zum Islam medienwirksame Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Die Leadership der deutschen Salafisten, wie Hassprediger Pierre Vogel, postete begeistert das Video der Konvertierungs-Zeremonie und feierte den Übertritt des „berühmten deutschen Journalisten“ zum Islam. Selbst die arabische Ausgabe der Huffington Post zeigt das Video mit dem Lejeune-Bekenntnis. Wie ein Bräutigam steht er mit einer Orchidee im Knopfloch seines Anzugs da und spricht gegenüber Khedr Modi, Imam in der Arresalah Moschee, die gewichtigen Worte „Ja, ich will“

Zwei Tage nach seinem offiziellen Beitritt organisierte Lejeune ein „Gedenken an die Opfer des Krieges und des Faschismus“ – tatsächlich aber eine Anti-Israel-Demonstration. Mit einem Schild „Milliardenschwere Waffengeschenke Deutschlands an Israel“ demonstrierte Lejeune vor der britischen Botschaft in Berlin. Sein ursprünglicher Plan, die Veranstaltung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas zu machen, scheiterte. Sie wurde von der Berliner Polizei an diesem Ort nicht genehmigt. Zufällig ist die Wahl des Denkmals sicher nicht gewesen. Lejeune vergleicht den Palästinenserkonflikt im Gazastreifen mit dem Holocaust: „Im Gazastreifen leben fast 2 Millionen Menschen im größten Konzentrationslager der Welt“.

Auch sonst bedient sich Lejeune reichlich im Portfolio antisemitischer Hassparolen, schimpft über das „israelische rassistische Apartheidsystem“ und nennt die Gründung des Staates Israel „Nakba“ – die größte Katastrophe. Die NS-Verbrechen relativiert er: „Deutschland trägt schon die Schuld an einem Holocaust. Es darf nicht noch einen Holocaust in Palästina geben.“ Dass Israel für einen „Völkermord“ verantwortlich sei – davon redet Lejeune seit seiner umstrittenen Reportage-Tätigkeit im Gaza.

Antisemitische PR für die Lies!-Islamisten, Salafisten und die Muslimbruderschaft

Für diese Völkermord-Behauptung bot er sich letzte Woche dem Chefstrategen der Korankampagne Lies!, Bilal Gümüs, als Zeuge der Situation in Israel an. „Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie sie die gläubigen Menschen, Muslime und Christen, abgeschlachtet haben.“ sagte er in dem Interview. 18.979 Mal wurde das Video aufgerufen. Kein Wunder, ist Gümüs doch gut vernetzt mit der Islamisten-Szene und pflegt Kontakt zu Extremisten wie dem Konvertiten Marcel Krass und Salafistenprediger Ibrahim Abou Nagie.

Martin Lejeune im Interview beim VerschwörungstheorieN- Kanal KenFM, Bild: Screenshot

Martin Lejeune im Interview beim Verschwörungstheorien-Kanal KenFM, Bild: Screenshot

Die Anwesenheit des Al Quaida-Sympathisanten und radikalen Islamisten Bernhard Falk auf seiner Kundgebung störte Ljeune nicht. Eingeladen hätte man ihn nicht, es wären mehrere Passanten spontan dazugekommen. Sicher, Falk habe stundenlang bei der Kundgebung ein Schild mit dem Slogan ‚Du musst kein Muslim sein, um Dich für Gaza einzusetzen‘ hochgehalten. Aber diese Meinung spiegele seine eigene Haltung wieder.

Erdogan, Muslimbrüder, Salafisten – Hauptsache Solidarität!

Sein Engagement für Ansaar International verstärkte Lejeune und lud diese Woche zur Pressekonferenz des extremistisch-salfistischen Vereins ein. Letzte Woche twitterte er Solidaritätsadressen an den türkischen Despoten Erdogan und dankte ihm für seinen Einsatz gegenüber dem ägyptischen Ex-Präsidenten Mursi, Mitglied der islamistischen Muslimbruderschaft. Geben und Nehmen gehört zum Geschäft: Imam Khedr Moty, Mursi-Sympathisant und Prediger der Muslimbruderschaft, hatte Lejeune mit warmen Worten in die Gemeinschaft der Al Risalah Moschee aufgenommen hatte.

Die Aufforderung seines Imam, dass er nun ein Botschafter des Islam sei, nimmt Lejeune sehr ernst. „Ich bringe Licht in dunkle Ecken“, sagte er gegenüber den Ruhrbaronen. „Ich werde auch weiterhin mit meinem Fachwissen neutral und unabhängig berichten“. Von journalistischer Neutralität kann jedoch keine Rede sein. Lejeune hat sich zum PR-Mann für Salafisten und zum Propagandisten eines antizionistischen Antisemitismus gemacht.

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