Stellen Sie sich das doch bloß einmal vor!

Stellen Sie sich das doch bloß einmal vor! Ich gebe zu: die ganze Sache ist etwas weit hergeholt. Aber es hätte doch sein können. Und dann? Unvorstellbar.

Stellen Sie sich doch bloß einmal vor, der Freiherr von und zu Guttenberg hätte als junger Familienvater seine Doktorarbeit selbst angefertigt, also neben seiner beruflichen Beanspruchung als Schlossherr und seiner politischen Karriere als Bundestagsabgeordneter auch noch in mühevollster Kleinarbeit Einleitung und Schlussteil seiner Dissertation ohne Rückgriff auf anderer Leute geistigem Eigentum selbst geschrieben und in den Kapiteln dazwischen sämtliche Zitate sowohl kenntlich gemacht als auch in sinnvoller Weise in den eigenen Gedankengang eingebettet.
Kurz: Guttenberg hätte in untadeliger Weise seinen Doktor gemacht. Oder, weil diese Vorstellung in der Tat äußerst abstrus ist, der ganze Schwindel wäre erst ein paar Monate später aufgeflogen. Oder schon ein paar Monate zuvor. Hätte doch sein können. Nur mal so als fixe Idee. Und dann stellen Sie sich bitte weiter noch vor, die Völker Arabiens hätten die ganzen Aufstände, Revolutionen oder, wie auch immer wir diese Dinge bezeichnen wollen, noch eine Weile zurückgestellt. Wenn sich die Araber einfach gesagt hätten: jetzt haben wir jahrzehntelang all diese Despoten ertragen, da kommt es auf ein paar Monate mehr oder weniger auch nicht an.

Stellen Sie sich also bitte einfach nur einmal vor, wir müssten in diesen Tagen sowohl ohne die Plagiatsaffäre mit dem fränkischen Lügenbaron als auch ohne die Volkaufstände in der arabischen Welt auskommen. Nicht auszudenken. Überlegen Sie doch bloß einmal, was dann hier los wäre! Ich meine im Fernsehen, in den politischen Nachrichtensendungen, in den renommierten Talkshows und Politmagazinen. Oder in den politischen Tages- und Wochenzeitungen, auf deren Online-Ausgaben oder auf den nicht so etablierten Blogs im Internet. Wissen Sie, was da ohne Guttenberg und Arabien los wäre?! Nichts wäre da los, gar nichts – absolut tote Hose.
Schalten Sie doch heute – nur mal zum Spaß – eine Nachrichtensendung im Fernsehen an! Schalten Sie pünktlich ein; dann haben Sie den Trailer für die Polit-Talkshow unmittelbar davor gleich mit dabei. Haben Sie eine Tageszeitung im Abonnement? Egal, dann kaufen Sie sich heute oder morgen mal eine. Oder ein politisches Wochenmagazin. Sollte Ihnen dafür das Geld zu schade sein, klicken Sie eben im Internet die entsprechenden Seiten an. Und jetzt denken Sie sich alles, was mit Guttenberg und Arabien zu tun hat, einfach mal weg! Und jetzt?!

Völlig klar: hätte Guttenberg wissenschaftlich korrekt gearbeitet und hätten die Völker Arabien ein wenig mehr Geduld mit ihren Peinigern, hätten wir immense Probleme. Die ARD zum Beispiel. Die Tagesschau müsste nach jahrzehntelangem Quotenerfolg eingestellt werden, und das beschlossene neue Programmschema mit täglichem Polittalk wäre Makulatur. Der guten alten deutschen Holzpresse drohten Massenentlassungen, also: noch mehr Massenentlassungen. Und die Politblogger wären auf die Aufgabe zurückgeworfen, den arabischen Kollegen Knowhow zu übermitteln. Bei richtiger Anwendung zur Belohnung eine Revolution. Oder sie könnten dem Freiherrn Nachhilfe geben in Sachen … – ach nee, das ist ja Quatsch.
Quatsch ist natürlich auch dieses hätte, wäre, konnte. Es ist, wie es ist. Wahrscheinlich gesetzmäßig. Guttenberg hat nun einmal gepfuscht; die Araber haben genug von ihren Diktatoren, und die Diktatoren wollen weiter tyrannisieren. So ist es nun einmal. Was soll da dieses Was wäre wenn?

Ob es auch hätte anders kommen können? – Nein. Guttenberg hätte nicht ordnungsgemäß eine Dissertation anfertigen können. Und kein Volk lässt sich auf ewig unterdrücken; kein Despot geht freiwillig. So what?!

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Erich
13 Jahre zuvor

Nö, so funktioniert das nicht. Holzpresse & Tagesschau hätten dann andere Themen hochgepitcht. Schon mal eine leere Zeitung gesehen? (Eine inhaltsleere schon.)

Dieter Carstensen
13 Jahre zuvor

Lieber Werner Jurga,

so manches kann ich mir vorstellen.

Ich hatte mir gestern die Sendung „Hart aber fair“ zum Thema angeschaut. Das viele ältere Damen Adelsspross „Gutti“ süss finden und ihm die Treue halten, wundert mich nicht besonders, davon leben zig bunte Klatschzeitungen, viele wünschen sich eben so pomadige Adelstypen als Schwiegersöhne …

Verblüffender fand ich die vollkommene Naivität, mit der viele ältere Befragte ihre kleinen Lebensschummeleien mit denen von „Gutti“ verglichen und meinten, das auf der gleichen Ebene sehen zu müssen.

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man mit 16 oder 17 Jahren auf der Schule mal mit Spickzetteln arbeitet, was wohl fast jeder mal gemacht hat, oder ob man als studierter Erwachsener seine Doktorarbeit fälscht.

Es gibt, nicht ohne Grund, auch im Strafrecht, die Unterscheidung zwischen Jugend- und Erwachsenenrecht.

Was wäre unsere Klatschpresse ohne die „Guttis“ dieser Welt, was hätten wir heute auszutauschen, ohne Ghadaffi, Gutti und Co?

Die Tagesthemen hätten einen Quoteneinbruch gehabt, die BILD Auflage wäre dramatisch gesunken und die Stammtische hätten kein Thema gehabt.

Der erneute Hartz IV Betrug und dass es heute in Waldbröl geschneit hat, hätte wohl niemand interessiert, *fies grins*

M.f.G.

der, der auszog
der, der auszog
13 Jahre zuvor

Abgesehen, dass der Artikel sehr zum schmunzeln anregt, ist es ausgesprochen lobenswert, endlich einmal Guttenberg und die afrikaischen Despoten in einem Atemzug zu nennen. Diese beiden Themen gehören zusammen, bedenkt man, dass Gaddafi gerade seine eigenen Landsleute bombadieren lässt. Eine von vielen Militäraktionen, die ohne eine Nase Koks, ohne schlechten Schitt und vor allem ohne die Beteiligung der Bundeswehr wahrscheinlich unmöglich wäre, ist Libyen für unsere Militärs doch ein willkommener Secondhandmarkt, auf dem sich Ausgedientes problemlos weiterverramschen lässt. Drei, zwei, eins, deins Gaddafi. Deutschland ist drittgrößter Rüstungsexporteur des afrikanischen Despoten mit dem Drogenproblem.

Der Spiegel hat gestern was dazu geschrieben und vielleicht wäre es auch aufgefallen, dass sich einige Medien bereits im Zusammenhang mit der Ägyptenrevolte an das Thema deutsche Rüstungsexporte in die Länder von Tausend und einer Nacht wagen wollten. Aber dann kam Gutenberg mit seinen Doktorspielchen und die ganze Republik läßt sich verarzten mit Diskussionen über Tugenden, Ehrlichkeit, Anstand und Moral, allen voran die parlamentarischen Chefsezierer bei Grünen und Sozialdemokraten.

Bis 2004 gab es übrigens ein europäisches Wirtschaftsembargo gegen Lybien und Waffen gabs von Deutschland gar nicht für den Revolutionsführer mit den coolen Sonnenbrillen. Bis zu jenem Tag, als sich auf einmal der Kanzler einer Rotgrünen Bundesregierung in ein Libysches Beduinenzelt setzte, schwätzte, Tee trank und alte Kriegsfilme mit Wüstenfuchs Rommel glotzte. Drogen gabs bei dem Treffen wohl keine, schliesslich gab es damals auch nichts zu kritisieren. Außer vielleicht der Umgang Lybiens mit bulgarischen Krankenschwestern. Aber was sind schon zu unrecht inhaftierte und zum Tode verurteilte Krankenschwestern im Vergleich zu Rommels rollende Panzer in Anbetracht eines ewig währenden deutschen Schuldgefühls in die Länder des Nahen Ostens? Und wie nichtig wirkt selbst die Geschichte, wenn ein Muhamar und ein Gerhard anschliessend so richtig ein Fass aufmachen? – Ein Fass voll Öl, bei BASF Wintershall irgendwo in der libyschen Wüste. Lybien ist mittlerweile Deutschlands drittgrößter Ölexporteur, wie umgekehrt Deutschland Libyens drittgrößter Waffenlieferant…

Den Grundstein für den deutsch-lybischen Deal Öl gegen Waffen haben die beiden Parteien gelegt, die meinen gerade eine Art Deutungshoheit zu besitzen, wenn über Anstand, Ehrlichkeit und Moral geredet wird, als gäbe es soetwas nur in Deutschland und dort nur in der Wissenschaft. Und wahrscheinlich ist es gerade jedem Recht, dass sich die Republik lieber mit Plagiaten beschäftigt, als mit Orginalen ins gericht zu gehen…

Manchmal ist es echt doof, dass es keinen Sinn macht, darüber nachzudenken, dass man am liebsten seine Regierung und seine Oposition gleichzeitig in die Wüste schicken möchte und das sind dann die Tage, an denen man gar nicht so viel essen kann, wie man gerne kotzen möchte (Quelle: wahrscheinlich Deutsches Liedgut)

trackback

[…] Guttenberg und Libyen und der Konjunktiv: Stellen Sie sich doch bloß einmal vor, der Freiherr von und zu Guttenberg hätte als junger Familienvater seine Doktorarbeit selbst angefertigt … ruhrbarone […]

emden09
13 Jahre zuvor

Is natürlich Bullshit, was Du hier schreibst. Im Gegenteil haben diese „Star“News jede Menge wichtige Themen in den Hintergrund verbannt. Ich will nicht derjenige sein, der sagt, es gibt wichtigeres als Guttenberg! Im Gegenteil, der Typ ist inkl. seiner Familiengeschichte mindestens so widerlich wie Mubarak und Gadaffi zusammen und MUSS weg!

Aber die enorme Geldverschwendung der DB in Stuttgart, zusammen mit der Unfähigkeit auch nur den normalen Fahrbetrieb bei wenigen Grad minus aufrecht zu erhalten, wäre schon ein paar Schlagzeilen und investigative Hintergrundberichte (Immobilienspekulationen, Industriepolitik durch manipulierte Ausschreibungen usw.) Wert gewesen.

Wie SPD und die Linke in Berlin eine neue Rechte Wohnungspolitik betreiben und ohne Rechtstaatliche Grundlage ein Wohnprojekt räumen lassen, hätte auch weitere Kreise, als nur den Berliner Lokalteil der taz erreichen können.

Und wie man in Dresden immernoch Linke zusammenknüppelt, wenn die Bullen Ihren Nazifreunden den Weg freiprügeln wollen, ist sicherlich ein bundesweit diskussionswürdiges Thema. Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass eine künftige Söldnerarmee unter einem Minister mit antidemokratischer Familiengeschichte, ähnliche politische Einflussnahme (Putsch) zugetraut werden darf, wie wir sie jetzt schon in Stuttgart und Dresden von unseren Söldnermilizen (aka Berufs-Polizei) erleben.

Nur um mal drei Themen zu nennen, die Deine These zu widerlegen geeignet sind.

Dieter Carstensen
13 Jahre zuvor

#5 emden09 Geht es denn noch primitiver und volksverhetzender als in Ihrer Argumentation?

Sie schreiben „… wenn die Bullen Ihren Nazifreunden den Weg freiprügeln wollen … “

Sie gehören aber bestimmt zu den Typen, die froh sind, dass wenn sie nachts auf der Strasse angegriffen werden, dass es unsere Polzei gibt, oder?

Hatten Sie jemals privat mit PolzistInnen Kontakt? Haben Sie sie mal gefragt, was die so über ihre Einsätze manchmal so denken? Viele von ihnen stehen auf Seiten der demokratischen Demonstranten.

Kalle Pohl z.B., der bekannte Kabarettist, was kaum jemand weiss, war mal Polizist, bevor er diese Laufbahn einschlug. Ich habe mit ihm 1981 ein Interview für die damalige Tageszeitung „Die Neue“ geführt, was ganzseitig erschien.

Ich habe damals viel über die Gewissenskonflikte von Polizisten lernen dürfen. Kalle sagte in dem Interview zu mir, die meisten seiner Kollegen hätten durchaus Symphatien mit den damaligen Demonstranten gegen das „Amerika Haus“ in Köln in den 70’er Jahren, empfunden.

Aber als sein Kollege direkt neben ihm von einem selbstgebastelten Wurfspeer der Demonstranten schwer verletzt wurde, hat auch er zugelangt, sie mussten sich ja wehren.

Polizisten als „Bullen“ zu bezeichnen, das stammt aus dem „Wörterbuch des Unmenschen“, man vergleicht Menschen nicht mit Tieren, wohin das führt haben wir bei den Nazis gesehen.

Noch schlimmer ist, dass Sie in ihrer wirklich primitiven Art der Argumentation ALLEN PolizistInnen unterstellen, sie seien „Nazifreunde“! Geht es denn noch …?

Ich bin seit Jahren mit einigen Polizisten gut befreundet, alles aufrechte Demokraten, wie die absolute Mehrheit unserer Polizei.

Die PolizistInnen können nichts für die Einsätze, in die sie geschickt werden, vieles wird da auf der politischen Ebene entschieden, wie sich ja auch bei Stuttgart 21 herausgestellt hat.

Es gibt auch bei der Polzei ein paar „schwarze Schafe“, eine absolute Minderheit, dass würde ich nie bestreiten, aber eine Pauschalverurteilung der Menschen, die als Polizei für uns alle jeden Tag Leib und Leben riskieren, finde ich widerwärtig.

Das ist nicht links, nicht rechts, wie Sie argumentieren, sondern unmenschlich und faschistoid, psychologisch betrachtet würde ich das als „Paranoia“ bezeichnen, nach dem Motto „Wer nicht absolut mit mir ist, ist gegen mich.“

Dieter Carstensen
13 Jahre zuvor

#7 Werner Jurga

Lieber Werner Jurga,

Folter ist verboten, ggg

*Alber, lach*

M.f.G.

emden09
emden09
13 Jahre zuvor

Eine lächerliche „Argumentation“ outet sich, wie in Ihrem Fall immer selbst:

„Die PolizistInnen können nichts für die Einsätze, in die sie geschickt werden, vieles wird da auf der politischen Ebene entschieden, wie sich ja auch bei Stuttgart 21 herausgestellt hat.“ schreiben Sie.

Das ist eben die Argumentation, mit der mein Opa und seine SS-Schwager sich nach dem Krieg auch „reinwaschen“ wollten von Schuld.

„Befehlsnotstand“ wird diese lächerliche Selbstverabschiedung vom eigenen Gewissen gewöhnlich genannt.

Die „kritischen Polizisten“ haben auch und gerade nach S21 und dem 30.9.2011 gezeigt und mehrfach betont, dass auch Polizisten anständige Menschen bleiben können und nicht in Prügeleinsätze gehen müssen. Nur benötigt man dazu neben einem Gewissen eben auch Zivilcourage und Anstand.

Ich unterstelle deshalb und gerade deshalb jedem Polizisten, der in einen Prügeleinsaz geht, bei dem er linke niederknüppelt um Nazis oder Christdemokratische Immobilienspekulanten zu schützen, dass für diesen Polizisten Geld und Karrierestreben vor Gewissen rangiert. Bzw. dass er eben ein Gewissen hat, dass es ihm erlaubt Nazis und christdemokratische Immobilienspekulanten (wobei ich nicht weiß welche davon ich schlimmer und ekliger finde) mit Freude gegen Linke zu verteidigen und Linke Demonstranten niederzuknüppeln, wenn er damit Nazis einen Gefallen tun kann.

Dass ich diesen Menschen beim besten Willen nicht unterstellen kann, irgendetwas mit Demokratie zu tun zu haben, außer vielleicht, dass sie die Demokratie auf sehr subtile Weise bekämpfen, ist ein argumentativer Selbstläufer.

Und solche Menschen werde ich auch weiterhin „Bullen“ titulieren. Auch auf die Gefahr mit Ostfriesenwitzen gefoltert zu werden. So weit reicht meine Zivilcourage gerade noch.

Dieter Carstensen
13 Jahre zuvor

#9 Emden09 Das unterscheidet uns halt grundsätzlich, mein Opa musste sich nach dem Krieg nicht reinwaschen, wie der Ihre und seine SS-Schwager, wie sie selber schreiben.

Ich stamme zum Glück aus einer Familie mit einer langen antifaschistischen Tradition.

Genaueres können Sie auf meiner Homepage nachlesen, unter Kommentaren

Link: https://www.dieter-carstensen-waldbroel-nrw.homepage.t-online.de/495601.html

Besonders meinen Kommentar vom 10.1.11 „Moorsoldaten“ – Untertitel „Warum ich Anitifaschist bin“ empfehle ich zur Lektüre.

Wegen meiner eigenen Geschichte und der meiner Familie, muss ich die Dinge nicht so verbittert sehen wie Sie.

Ich halte Ihren Vergleich mit dem „Befehlsnotstand“ für unzulässig, noch leben wir in einer Demokratie, die trotz aller Schwierigkeiten funktioniert.

Sie „vergessen“ bei Ihrer platten Argumentation, wie oft PolizistInnnen auch „linke“ Demonstranten schützen! Vergessen Sie das absichtlich, oder weil Sie es nicht wissen?

Ich kann mich noch gut an die Fernsehbilder einer „linken“ Demonstration erinnern, wo linke Demonstranten an einer rechten Kneipe vorbeizogen, eine Horde Skinheads mit Baseballschägern rausstürmten und eine junge Polzistin und ein junger Polizist mit gezogenen Pistolen die Demonstranten schützten.

Ich finde, Sie machen es sich zu einfach und denken nur „schwarz/weiss“.

Sie verschweigen ganz einfach, wie oft die Polizei auch „linke“ Demonstranten schützt und Neonazis in die Schranken verweist. Ich habe selber an vielen Demonstrationen teil genommen und war öfters froh, dass die Polizei uns schützte.

1992 im Streik des öffentlichen Dienstes war ich Streikleiter der ÖTV bei der Stadt Velbert. Wir einen Autokorso organisiert, fuhren hupend durch die Stadt, als aus einem Haus Flaschen auf die Autos flogen.

Die kräftigen Kollegen von der Müllabfuhr wollten das Haus stürmen, ich konnte gemeinsam mit der Polizei das Schlimmste verhindern, die Flaschenwerfer wurden festegenommen und verurteilt.

Meine Lebenserfahrung ist halt eine ganz Andere, als die Ihre, daher komme ich auch zu ganz anderen Schlussfolgerungen.

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