Dortmund: Wer neue Stars für den BVB will, der muss auch bereit sein Spieler abzugeben

Vor schwierigen Entscheidungen: Wen soll BVB-Coach Thomas Tuchel in den kommenden Wochen noch abgeben? Foto: Robin Patzwaldt
Vor schwierigen Entscheidungen: Wen soll Coach Thomas Tuchel in den kommenden Wochen aus dem aktuellen BVB-Kader noch abgeben? Foto: Robin Patzwaldt

Der Kader des BVB ist aktuell bekanntlich tendenziell noch etwas zu groß. Besonders im Mittefeld tummeln sich noch die Aktiven. Jede Position ist derzeit quasi dreifach besetzt. Selbst in einer langen Saison mit Dreifachbelastung durch Meisterschaft, Europa League und DFB-Pokal ist das etwas, was Unzufriedenheit im Kader mit hoher Wahrscheinlichkeit unnötig befeuern dürfte. Es können halt immer nur elf Aktive in die Startelf der Schwarzgelben, maximal 14 Akteure in einem Spiel eingesetzt werden.
Doch egal welcher Name in den letzten Wochen als möglicher Abgang diskutiert wurde, es folgte umgehend ein Aufschrei bei den BVB-Fans, dass genau dieser Kicker eben doch bitte nicht abzugeben sei, eigentlich aufgrund seiner Beliebtheit oder Verdienste doch auch gar nicht gehen dürfe.
Kevin Großkreutz spielte seit Wochen auf genau dieser Klaviatur, sorgte mit seinen öffentlichen Aussagen so für eine Solidarisierung mit seinem persönlichen Schicksal unter den Fans. Aber auch Rückkehrer Moritz Leitner und auch Routinier Oliver Kirch, beide ebenfalls als noch mögliche Abgänge in Dortmund gehandelt, sind für einige Fans scheinbar unverzichtbar.

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Dortmund: BVB führt in Eigenregie einen neuen Stadiondeckel ein

Das Stadion in Dortmund Foto: Ulrike Märkel
Das Stadion in Dortmund Foto: Ulrike Märkel

Bei vielen Stadionbesuchern war die Freude groß, als der BVB im April bekanntgab, dass der altbekannte ‚Stadiondeckel‘ mit dem Ende der vergangenen Spielzeit abgeschafft werden sollte.
Heute jedoch folgte für die Kritiker dieser Bezahlmetode eine kleine Ernüchterung. Der Club führt nun in Eigenregie eine vergleichbare Nachfolgeregelung ein. Barzahlung, wie sie von Leuten bevorzugt wird welche nicht bei jedem Heimspiel im Stadion dabei sein können, wird zukünftig hingegen nur an einigen wenigen Orten im Stadion möglich sein. Wie praktikabel das am Ende für diese Gelegenheitskunden ist, das bleibt vorerst erst einmal noch abzuwarten.

 

Der BVB hingegen sieht darin schon jetzt viel Positives:
„Zum Heimspiel gegen Mönchengladbach feiert auch der neue, in Eigenregie betriebene BVB-Stadiondeckel im SIGNAL IDUNA PARK Premiere. … Für das Qualifikations-Rückspiel in der Europa League am Donnerstag (6. August, 20.30 Uhr) gibt es noch keinen Stadiondeckel, es gilt also: Barzahlung!

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Fan-Fest des FC Schalke 04 zeigt warum Fußball im Revier etwas ganz Besonderes ist

Heute in der Arena auf schalke. Foto(s): Michael Kamps
Heute in der Arena auf Schalke. Foto(s): Michael Kamps

Wie besonders der Fußball hier gerade hier bei uns im Ruhrgebiet doch ist, das konnte man heute mal wieder ideal in Gelsenkirchen direkt miterleben. Und auch Leute die sonst mit Profifußball vielleicht persönlich eher wenig anfangen können, konnten hier einmal mehr sehen, dass dieser Sport hier in der Region die Massen zu bewegen vermag, wie kaum irgendwo anders.
Gut 100.000 Besucher sollen es nämlich auch in diesem Jahr letztendlich wieder gewesen sein, welche heute rund um die Arena des FC Schalke 04 die Saisoneröffnung des Bundesligisten besucht haben. Kein Vergleich also, zu Bildern und Meldungen wie sie uns zuletzt etwa bei vergleichbaren Anlässen aus Hoffenheim oder Bremen erreichten, wo bei den Fanfesten der dortigen Clubs vergleichsweise wenig Trubel zu sehen und mitzuerleben war. Und während die Saisoneröffnung des BVB vor vier Wochen noch darunter litt, dass es viel zu heiß war an diesem Tag, hatten die Königsblauen Glück und erwischten ideales Wetter.

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Revierderby: Der MSV Duisburg zahlt auch beim 0:3 in Bochum Lehrgeld

Quelle: Wikipedia, Foto: Stickinho, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikipedia, Foto: Stickinho, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Herrliche äußere Bedingungen, Sonnenschein und schier ideale 23 Grad, heute Mittag beim ersten kleinen Revierderby der Saison. Aufsteiger MSV Duisburg zu Gast beim VfL Bochum und gut 24.000 Zuschauer ließen sich dieses Fußballfest im Revier nicht entgehen.

Bereits vor dem Spiel herrschte große Euphorie im Lager der Hausherren, die ihren Saisonauftakt in der Vorwoche mit drei Punkten auf der Habenseite beim Auswärtssieg in Paderborn krönen konnten. Der MSV Duisburg hingegen ‚versemmelte‘ seinen Auftakt am Freitagabend, bei der klaren Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern, welcher schon zur Halbzeit schier uneinholbar mit 3:0 in Führung lag. Somit hieß es für den MSV am heutigen Mittag auch erst einmal Schadensbegrenzung beim ersten Auswärtstauftritt der noch jungen Saison, wenn man denn am Ende wirklich etwas Zählbares mit an die Wedau nehmen wollte.

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Buchtipp: „anne Castroper – Ein Jahrhundert Fußball mitten in Bochum“

anne Castroper CoverEs gibt leider doch immer wieder tolle Bücher die einem zunächst bei Erscheinen irgendwie ‚durchrutschen‘. Als Henry Wahlig‘s Buch „anne Castroper – Ein Jahrhundert Fußball mitten in Bochum“ im Jahre 2011 erschien, da erging es mir, trotz schon damals bei mir vorherrschendem intensiven Interesse an guten Sport- bzw. Fußballbüchern, damit leider auch so.
Erst vor wenigen Tagen, als ein Bekannter mich direkt und ziemlich vehement darauf aufmerksam machte, mir das Buch auch mal zur Vorstellung hier im Blog dringend empfahl, da habe ich den schönen Bildband über das Fußballstadion, eben an der legendären ‚Castroper straße‘ in Bochum gelegen, dann auch für mich entdeckt. Eigentlich eine echte Schande!

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Neuzugang für die Zebras: MSV Duisburg verpflichtet James Holland

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Foto: MSV Duisburg

Der MSV Duisburg hat mit James Holland einen weiteren Neuzugang für die neue Zweitligasaison 2015/16 verpflichtet. Der defensive Mittelfeldspieler kommt ablösefrei von Austria Wien zu den Zebras und erhält einen Vertrag für die laufende Spielzeit.

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, James zu verpflichten“, betont Sportdirektor Ivo Grlic. „James ist ein erfahrener Spieler, hat international hochklassig gespielt. Gino und ich erhoffen uns von ihm, dass er die Mannschaft mit seiner Erfahrung verstärkt. Außerdem passt er auch charakterlich gut ins Team!“

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Duisburg: Saison-Premiere in Liga 2 leider völlig verhauen, MSV!

Foto: MSV Duisburg
Foto: MSV Duisburg

Nein, so hatten sich die MSV-Fans unter den gut 25.000 im heimischen Stadion ihre Rückkehr in Liga 2 am Freitagabend ganz gewiss nicht vorgestellt. Ihre noch ziemlich euphorisch begrüßten ‚Zebras‘ waren gegen den etablierten Zweitligisten vom 1. FC Kaiserslautern am Ende völlig chancenlos, lagen schon nach ihren ersten 30 Minuten auf der endlich wieder etwas größeren Bühne des Profifußballs klar und fast schon schockierend hoch mit 0:3 im heimischen Stadion zurück, unterlagen schlussendlich dann auch glatt mit 1:3 (0:3).
Das nennt man wohl ‚Lehrgeld‘, was der MSV da am Freitag zahlen musste. Erst als der deutlich überlegene Gegner den sprichwörtlichen Fuß etwas vom Gas nahm, die klare Führung in Halbzeit zwei dann mehr und mehr zu verwalten begann, kam die Heimelf etwas besser ins Spiel, verkürzte auch zehn Minuten vor dem Ende, durch einen Kopfballtreffer nach Standardsituation durch Branimir Bajic (81.), zumindest noch auf ein erträgliches Resultat aus Sicht der Hausherren. Doch die völlig missglückte Ligapremiere des Neulings machte vermutlich bereits jedem neutralen Beobachter klar: Für den MSV Duisburg dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ganz harte Saison werden, bei der der angestrebte Nichtabstieg am Ende tatsächlich wohl ein sehr, sehr großer Erfolg, vielleicht sogar fast schon so eine Art sportliches Wunder wäre.

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Der VfL Bochum verpflichtet Arvydas Novikovas

Foto: VfL Bochum 1848
Foto: VfL Bochum 1848

Der VfL Bochum 1848 hat Arvydas Novikovas unter Vertrag genommen. Der 24-jährige Litauer wechselt ablösefrei an die Castroper Straße. In den vergangenen zwei Jahren war Novikovas für den FC Erzgebirge Aue aktiv und hat in der 2. Bundesliga 41 Spiele bestritten, in denen ihm fünf Tore gelangen. Zuvor war der Angreifer sowohl in Schottland als auch in Litauen in der jeweils höchsten Liga am Ball. Für Litauens Nationalmannschaft absolvierte Novikovas bislang 16 Spiele (1 Tor). Beim VfL hat Novikovas einen Vertrag unterzeichnet, der ihn bis zum 30.06.2017 an den Verein bindet.

Mit dem schottischen Club Hearts of Midlothian gelang ihm in der Saison 2011/12 der Gewinn des SFA-Cups, des schottischen Pokals. Darüber hinaus bestritt Novikovas für die Hearts fünf Spiele in der Europa League. In der A Lyga, der höchsten Spielklasse Litauens, kam er in zwölf Spielen zum Einsatz.

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‚111 Legenden der Bundesliga‘ – Eine gelungene Mischung aus Geschichtsbuch und Bildband

111_Legenden_der_Bundesliga_300dpi_CoverBevor dann heute Abend endlich wieder der Ball im nationalen Ligafußball der Profis zu rollen beginnt, wenn der MSV Duisburg im Eröffnungsspiel von Liga 2 auf den 1. FC Kaiserslautern trifft, und wir uns dann in den nächsten Wochen und Monaten in Sachen Fußball auch hier im Blog in erster Linie in Sachen Sport erst einmal wieder mit dem dann aktuellen Geschehen beschäftigen werden, möchte ich hier heute in diesem Zusammenhang noch kurz ein weiteres Buch vorstellen, welches mir persönlich bei der Verkürzung der bei uns Fußballfans so unbeliebten, langen Sommerpause erfolgreich geholfen hat: „111 Legenden der Bundesliga“.
In dem Bildband porträtiert Autor Thomas Lötz gemeinsam mit Bildredakteur Reinaldo Coddou 111 von ihnen. Legenden des deutschen Fußballs, von der Gründerzeit der Bundesliga bis hin zu den aktuellen Weltmeistern von 2014, werden in diesem Buch in Wort und Bild kurz und kompakt porträtiert. Auf den insgesamt 160 reich bebilderten Seiten ist letztendlich eine spannende Mischung an Persönlichkeiten aus gut 50 Jahren Ligageschichte versammelt.
Und Dank wirklich gelungener Fotografien (mal relativ lustig, mal historisch, mal ganz aktuell) und angenehm zu lesender Texte entsteht in „111 Legenden der Bundesliga“ so am Ende ein wirklich vielseitiges, abwechslungsreiches Bild der Liga, welche am 24. August 1963 ihren Anfang nahm, und welche bis in die Gegenwart Millionen in ihren Bann zu ziehen vermag.

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FC Schalke 04: Draxler bald weg? Riether da! Sam ‚begnadigt‘. Wo ist da die Linie?

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Sidney Sam beim Schalke-Training. Quelle: Wikipedia, Foto: Daniel Kraski, Lizenz: CC BY 2.0

Die Personalpolitik bei Bundesligisten ist manchmal für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar. Sorgte in diesem Bereich vor Wochen noch der BVB für große Schlagzeilen, als er Ilkay Gündogan, nach monatelangem Hin und Her, dann doch noch eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr anbot, was viele Fans mit einigem Kopfschütteln und sogar deutlich vernehmbaren Pfiffen bei der Saisoneröffnung quittierten, sorgte dann der Abgang von Bastian Schweinsteiger beim FC Bayern München in Richtung Manchester für Aufregung unter den Anhängern des Rekordmeisters und für einen medialen Aufschrei der Superlative.
Aktuell ist es der FC Schalke 04 der mit schon erfolgten bzw. sich abzeichnenden Kaderentscheidungen für viel Gesprächsstoff sorgt. Neben der von vielen Beobachtern nur etwas Beiläufig wahrgenommenen Verpflichtung von Sascha Riether, dem sich abzeichnenden Abgang von Jefferson Farfan, bewegt aktuell besonders die Begnadigung des eigentlich dauerhaft suspendierten Sidney Sam und der mögliche Wechsel von der ursprünglich von vielen als Vereinsikone eingeplanten Mittelfeldhoffnung Julian Draxler die Fans der Knappen. So schnelllebig ist offenbar inzwischen das Profigeschäft. Da kann man sich auf öffentlich publizierte Aussagen häufig genug eben doch am Ende nicht wirklich verlassen. Was zählen schon noch Personalentscheidungen und Verträge? Im modernen Profifußball offensichtlich inzwischen nicht mehr allzu viel.
Dass ein Trainerwechsel immer auch einige Änderungen in Sachen Wertschätzung einzelner Spieler im aktuellen Kader nach sich zieht ist keine neue Erkenntnis. Das ist normal und ja auch einer der häufig genannten Gründe dafür, warum Trainerwechsel häufig eben auch, zumindest kurzfristig, einen gewissen Effekt auf die Leistung eines Teams haben. Alle Spieler im Kader werden in dieser Phase vom neuen Übungsleiter neu bewertet, was eben auch häufig zu besseren Teamleistungen führt, da sich wirklich jeder Spieler im Kader in dieser Phase extrem motiviert reinhängt, sich zudem um einen möglichst guten Eindruck beim neuen Coach bemüht. Doch aktuell fällt es noch schwer bei den Schalker Personalentscheidungen der letzten Zeit eine wirkliche, eine klare Linie zu erkennen.

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