Wie die offiziellen Fanbeauftragten der Dortmunder Borussen soeben via Facebook wissen ließen, sind aktuell offenbar gefälschte Warnungen vor dem heutigen Derby gegen den FC Schalke 04 im Umlauf, welche von bisher unbekannten als Kurznachrichten an BVB-Fans und Fanclubs versendet wurden.
Vor dem Derby am Dienstag: Dortmund gegen Schalke – Spiel mit dem Feuer

Am Dienstag ist bekanntlich mal wieder Revierderby. Der FC Schalke 04 als Gast zu Besuch in Dortmund, beim BVB. Nach dem 3:1-Hinspielsieg der Schwarzgelben in Gelsenkirchen, werden die Emotionen in Dortmund, völlig unabhängig vom Spielergebnis, erneut ein Maximum erreichen. Eigentlich eine schöne Sache, möchte man meinen. Doch besonders diesmal gibt es im Vorfeld des Spiels nicht wenige, die sich um die Sicherheit der Veranstaltung sorgen.
Nachdem es in Gelsenkirchen im vergangenen Herbst zu inakzeptablen Gewaltausbrüchen einiger Gästefans gekommen war, muss man wohl auch beim nun anstehenden Rückspiel um ein friedliches Derby zittern. Die Ausgangslage ist insgesamt jedenfalls deutlich angespannt.
Ist die Erwartungshaltung einiger BVB-Fans zu hoch?

Die Dortmunder Borussia steht trotz einer 1:2-Heimniederlage am gestrigen Abend gegen Zenit St. Petersburg zum zweiten Mal in Folge unter den acht besten Fußballmannschaften des Kontinents. Das ist eine wahrlich erfreuliche Erkenntnis. Zumal die Klopp-Truppe schon die ganze Saison mit einem schier unglaublichen Verletzungspech kämpfen muss.
Doch am gestrigen Abend schien der Haussegen zwischen Fans und Mannschaft erstmalig etwas schief zu hängen. Da monierten einige Spieler die fehlende Unterstützung von den Rängen, beklagten aufkommende Unruhe auf den Sitzplätzen bei Ballverlusten.
BVB/S04: Die Austragung des Revierderbys mit anderen Mitteln
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat sich im Vorfeld des am kommenden Dienstag stattfindenden Revierderbys für harte Strafen, bis hin zu Gefängnisstrafen, für randalierende Fans ausgesprochen. Seit den Gewaltauswüchsen im Hinspiel zwischen dem FC schalke 04 und Borussia Dortmund erhielt die Debatte um gewaltbereite Fans neue Nahrung.
Es gibt aber parallel dazu auch noch eine andere Seite der Rivalität zwischen den Schwarzgelben und den Königsblauen, Fans die vielleicht vordergründig nicht so sehr zu körperlicher Gewalt neigen mögen, der Gesellschaft auf ihre Art aber auf ihre Art auch in einem nicht unerheblichen Maße Schaden zufügen.
In meinem Wohnort, in Waltrop, liefern sich beispielsweise fanatische Anhänger der beiden Revierclubs seit Monaten schon eine ‚beinharte‘ Auseinandersetzung um die Vorherrschaft hier im Revier auf den Straßen der Stadt. Allerdings eben nicht mit Fäusten, sondern mit Aufklebern und Farb-Sprühdosen.
Die Bundesliga braucht die Emotionen eines Jürgen Klopp

Am Samstag war es mal wieder soweit: BVB-Coach Jürgen Klopp wurde für die letzten Sekunden des Spiels gegen Borussia Mönchengladbach auf die Tribüne geschickt, weil ein emotionaler Ausbruch von ihm den Schiedsrichter bzw. den ‚vierten Mann‘ offenbar so sehr störten, dass man den Trainer mit theatralischer Geste aus dem Innenraum des Stadions verwies. Ganz ehrlich: Das war in diesem Fall nur schwer verständlich.
Und wenn Jürgen Klopp wirklich nur das gesagt hat, was er in der Pressekonferenz angab (‚Und da pfeifst du nicht?‘), dann droht hier ein Trainer aufgrund eines gewissen Images erneut in die Vorurteils-Kiste des ständig ausfallenden, unkontrollierten schlechten Verlierers gesteckt zu werden.
BVB: Jahrestag der Vereinsrettung mahnt Fans zur Demut – auch in Richtung Uli Hoeneß
Die Verurteilung von Uli Hoeneß führte am gestrigen Tage bei vielen BVB-Fans im Netz zu hämischen Kommentaren und großer Schadenfreude.
Bis zu einem gewissen Grad mögen diese Reaktionen auch ganz verständlich sein, wenn man die sportliche Rivalität der letzten Jahre, bei denen auch Uli Hoeneß gerne einmal in Richtung Dortmund `scharf geschossen‘ hat, berücksichtigt.
Leider wurden dabei aber in den letzten Tagen, speziell eben auch Gestern, nach dem Urteil, etliche Grenzen überschritten, welche man, bei aller sportlichen Rivalität nicht hätte überschreiten dürfen/müssen.
Podiumsdiskussion ”Wer bändigt die Hooligans?“ mit Innenminister Ralf Jäger

„Hooligans“ beschäftigen die Fußballszene mehr als ihr lieb sein kann. Zuletzt kam es wiederholt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen von sich unter dem Deckmantel des Fußballs versammelnden Gewalttätern. Erinnert sei in dem Zusammenhang nur an die Schlägerei in der Kölner Innenstadt am Rande des Testspiels 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04 im Januar 2014.
In Dortmund findet am morgigen Dienstag (11. März 2014) eine vermutlich recht interessante Podiumsdiskussion unter dem allerdings etwas reißerisch klingenden Motto ”Wer bändigt die Hooligans?“ statt.
Teilnehmen wird daran u.a. auch der bei vielen Fußballfreunden umstrittene NRW-Innenminister Ralf Jäger.
BVB verhängt gegen den ‚Sieg heil!‘-Rufer von Hamburg ein Stadionverbot bis 2020

Borussia Dortmund hat heute Vormittag reagiert und den Zuschauer, welcher während der Schweigeminute für den in der letzten Woche verstorbenen HSV-Masseur Hermann Rieger am vergangenen Samstag beim BVB-spiel an der Alster mit einem unerträglichen ‚Sieg heil!‘-Ruf auffällig geworden ist, mit einem langfristigen Stadionverbot belegt. Dies möchten wir auch hier bei den Ruhrbaronen natürlich nicht unerwähnt lassen.
Hier die Meldung des Vereins, welche uns vorhin erreichte, im Wortlaut:
Bittere 0:3-Klatsche in Hamburg: Heute mal kein Text zum BVB von mir

Sorry, liebe BVB-Freunde, ich habe heute einfach keine Lust hier bei den Ruhrbaronen den sonst üblichen kurzen Blick auf die Dortmunder Borussia zu werfen.
Ich denke wenn das Team in Hamburg einen lustlosen Auftritt abliefert, sang und klanglos mit 0:3 untergeht, zum Gespött des Spieltages wird, dann habe ich hier auch mal das Recht einfach ‚keine Lust‘ zu haben.
Nein, es war wahrlich kein erwähnenswerter Auftritt der Schwarzgelben beim 0:3 im Hamburger Volkspark am Samstag. Gegen die zuletzt schwächste Abwehr der Liga, welche regelmäßig drei oder mehr Gegentore kassierte, nicht einmal ein einziges Tor zu erzielen, das scheint mir dafür bereits Beleg genug zu sein.
Michael Zorc war als BVB-Sportdirektor nicht immer unumstritten

Am gestrigen Mittwoch konnte der BVB verkünden, dass der Vertrag mit Sportdirektor Michael Zorc vorzeitig bis Sommer 2019 verlängert wurde. Eine wahrlich gute Nachricht für alle BVB-Fans!
Auch ich habe mich gefreut das zu lesen, steht Michael Zorc doch seit Jahren für eine unaufgeregte, sehr erfolgreiche Arbeit auf dem Posten, passt er scheinbar perfekt zu Hans-Joachim Watzke und Jürgen Klopp. Soweit also alles prima.
Was mir an der gestrigen Berichterstattung über die Vertragsverlängerung jedoch auffiel: Inzwischen wird vielfach offenbar total vergessen, dass Michael Zorc längst nicht immer so unumstritten in seinem Job als Sportdirektor war.
Zorc war auch schon in der Verantwortung als der Verein vor ca. 10 Jahren durch unzählige Fehleinkäufe und Missmanagement der Finanzen kurz vor dem ‚Aus‘ stand.
