Eschhaus-Duisburg: Wenn die roten Grosseltern erzählen

Helmut Loeven Eschhaus


Einstige AktivistInnen des legendären Duisburger Jugendzentrums Eschhaus diskutierten einen Einblick ihr damaliges Engagement – und gaben damit jungen Leuten in der einzigen deutschen Großstadt ohne soziokulturelles Zentrum Tipps und Traditionen auf den langen Marsch.

„Am Anfang waren Schwangerschaften“ erinnert sich Elke Fritzen, „mit 15, 16 waren damals viele junge Frauen schwanger.“ Und Elke Fritzen half sich selbst und anderen: „Wir haben Ärzte besorgt, rund ein halbes Dutzend waren das letztlich.“ Ein Schwangerschaftsabbruch war ja Anfang der Achtziger Jahre quasi illegal, der Paragraph 218 sanktionierte das unerbittlich. So kam Elke Fritzen in die Kreise der AktivistInnen, die sich seinerzeit für das Eschhaus als

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Der Marathon-Pater aus Duisburg-Neumühl

Pater Tobias beim Oman-Wüsten-Marathon. Foto: Foto: Projekt LebensWert
Pater Tobias beim Oman-Wüsten-Marathon. Foto: Foto: Projekt LebensWert

Es gibt nicht unbedingt viele gute Gründe für einen samstagsabendlichen Ausflug nach Duisburg-Neumühl. Das Nachtleben und Freizeitangebot im Norden von Duisburg ist – abgesehen vom Besichtigungspunkt Landschaftspark Nord – genauso trostlos wie im restlichen Gebiet der Ruhrmetropole. Angrenzend an Oberhausen, ist dieser Stadtteil – selbst beim liebevollen Blick als überzeugter Duisburger – nicht unbedingt der schönste Fleck der stolzen Ruhrgebietsstadt. Die Arbeitslosenquote liegt deutlich über dem Stadt-, Landes- und Bundesdurchschnitt – der Strukturwandel hat den Norden von Duisburg hart getroffen. Aber auch in diesem Problemstadtteil gibt es Lichtblicke.

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RiseUp: Für einen nazifreien 1. Mai in Duisburg!

Nazis der Kleinpartei "Die Rechte" wollen am 1. Mai in Duisburg marschieren...
Nazis der Kleinpartei „Die Rechte“ wollen am 1. Mai in Duisburg marschieren…

Circa 40 Interessierte hatten sich, am gestrigen Abend, zur Informationsveranstaltung Neonazis in Duisburg, in den Räumen des AStA Duisburg eingefunden. Hintergrund: Die neonazistische Kleinstpartei Die Rechte mobilisiert, im Rahmen ihrer Frühjahrsoffensive 2019, zu einer Kundgebung am 1. Mai 2019 in Duisburg.

Das Bündnis RiseUp Duisburg, das diesem Aufmarsch von Neonazis verhindern bzw. stören möchte, informierte über die Strukturen der neonazistischen Splitterpartei Die Rechte in Duisburg und den aktuellen Stand in Sachen Gegenveranstaltungen zum Nazitreffen am Tag der Arbeit.

Paul Richardt (RiseUp Duisburg) verschaffte den Anwesenden einen Überblick über die

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Was ist los mit dir, Europa?

Prof. Friedhelm Hengsbac , Autor von "Was ist los mit dir, Europa?" - Fotos: Peter Ansmann
Prof. Friedhelm Hengsbach, Autor von „Was ist los mit dir, Europa?“ – Fotos: Peter Ansmann

Was ist los mit dir, Europa? – war am gestrigen Montagabend das Thema einer Veranstaltung der Europa-Union Duisburg/Mülheim Niederrhein,  dem Katholischen Bildungswerk Duisburg und Europe Direct Duisburg. Gast des Abends war Prof. Friedhelm Hengsbach – Jesuit, Priester, Professor für christliche Sozialwissenschaft, ehemaliges Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von ATTAC – und Autor des Buches Was ist los mit dir Europa?.

Circa 30 Interessierte fanden sich in der Karmel-Begegnungsstätte ein, um mit Prof. Hengstbach über die aktuellen Krisen in Europa zu diskutieren.

Vorab: Es gab sehr viel Input an diesem Abend – der aber zu keinem Zeitpunkt langweilig war.

Mit der Flüchtlingssituation an den Außengrenzen Europas und dem gestörten Verhältnis zu Russland, gibt es aktuell schließlich genügend Krisen, die es zu beobachten und zu meistern gilt.

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Am Ende der Welt liegt Duisburg am Meer

Sascha Pranschke, Autor von "Am Ende der Welt liegt Duisburg am Meer"
Sascha Pranschke, Autor von „Am Ende der Welt liegt Duisburg am Meer“ – Foto: Peter Ansmann

Der lokale Buchhandel geht den Bach runter. Ich muss gestehen: Ich habe meinen Anteil an dieser Problematik. Seit ich mein Kindle lieben gelernt habe, kaufe ich meinen Lesestoff – nicht wenig – ausschließlich bei Amazon. Das Kindle kann ich halt überall mitschleppen, was einfacher ist als einen Zentner Papier im Rucksack mitzuführen.

Bis zur letzten Woche gab es zwei Ausnahmen von dieser Regel: Einen Akupressuratlas – aber nur wegen der ausklappbaren und großformatigen Ansichten des menschlichen Körpers – und

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Der Masterplan – Chinas Weg zur Hightech-Weltherrschaft

Annette Krohn und Stephan Scheuer Foto: Peter Ansmann


Seitdem der Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland im Focus steht, wird immer wieder eine beteiligte Firma in den Vordergrund gerückt: Huawei, dessen Technologie bei diesem Mammutprojekt der Mobilkommunikation unentbehrlich ist – falls man daran interessiert ist, das 5G-Netz zeitnah zu erleben und nicht erst nach Fertigstellung von BER. Es gibt aber auch Kritik: Die NSA, die CIA, der BND – einige von vielen Institutionen, die vor der Kooperation mit dem chinesischen Technologieriesen warnen. Die USA, Australien und Neuseeland gehen inzwischen auf Distanz zu Huawei.
Stephan Scheuer ist Redakteur bei der Wirtschaftszeitung Handelsblatt in Düsseldorf, war zuvor fünf Jahre lang Korrespondent in China und ist Autor des Der Masterplan – Chinas Weg zur Hightech-Weltherrschaft. Von unserem Gastautor Peter Ansmann.

Zu diesem Themenkomplex war Stefan Scheuer in die Zentralbibliothek zu Düsseldorf geladen: Die aktuelle Diskussion um den Netzausbau, wäre schon Grund genug, diese Veranstaltung am gestrigen Abend aufzusuchen. Die aktuelle Entwicklungen, welche das Ruhrgebiet direkt betreffen, sind weitere Gründe einen abendlichen Ausflug in unsere  wunderschöne Landeshauptstadt zu unternehmen:

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Update: Zehn Jahre Duisburger Israelflaggen-Skandal – Demo nächste Woche Samstag

Genau 10 Jahre ist es nun her, dass am Samstag, 10.01.2009 mitten in Duisburg zwei Israelflaggen in einer Privatwohnung von dazu kommandierten Polizisten heruntergerissen wurden, angeblich der Gefahrenabwehr zuliebe.

Update, Freitag 11. Januar 2019, 18.34 Uhr

Die Veranstalter haben die Demo abgesagt. Sie planen,  sie um eine Woche zu verschieben – auf den Samstag der kommenden Woche.

Die Polizei habe die Veranstalter darauf hingewiesen, dass eine derartige Demonstration aufgrund aufgrund des Nahostkonfliktes heikel wäre. Kurzfristig könnten nicht genügend Beamten bereit gestellt werden.

 

(Aufruftext) – Während die eigentlichen Gefährder, islamisch organisierte „Friedenskämpfer“ und Hamas-Freunde, die eigentlich zur einer israelfeindlichen Kundgebung vor dem Rathaus wollten, mit Wurfgeschossen und sogar noch nach Stunden mit judenfeindlichen Rufen vor dem Haus randalierten.

Dies war neben den anti-israelischen Hasstiraden der Demonstranten aus dem Umfeld der radikal-islamistischen Bewegung Millî Görüş nicht nur ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, sondern auch eine Diskreditierung des Staates Israels, dessen Wappenemblem durch dieses Vorgehen der Duisburger Polizei verunglimpft wurde.

Um daran und an die Hintergründe dieses katastrophalen, auch beschämenden Duisburger Ereignisses zu erinnern, zu erhellen und um gegen die politisch geschaffenen und so mentalen Bedingungen zu protestieren, die solches erst ermöglichten (vergleichbares wiederholte sich 2014 u.a. in Essen, Wuppertal …), – rufen politisch interessierte Freunde Israels aus Duisburg, Mülheim und Krefeld zu einem Gedenkmarsch in Erinnerung an dieses historisch-moralische Verbrechen kommenden Samstag in der Duisburger Innenstadt auf.

Samstag, 12.01.2019
Uhrzeit: 13:30
Duisburger Hbf vor dem Haupteingang

 

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Ruhrtriennale: The Head And The Load von William Kentridge

The Head And The Load von William Kentridge bei der Ruhrtriennale in der Kraftzentrale Duisburg (Foto: Ursula Kaufmann)

Am 9.8. startete die Ruhrtriennale unter der Intendanz von Stefanie Carp mit „The Head And The Load“ des südafrikanischen Künstlers William Kentridge in der Kraftzentrale des Duisburger Landschaftsparks. Es war ein mehr als angemessener, wenn auch vielleicht nicht brillanter Auftakt. Kentridges Mammutproduktion zeigte mit einer 60-Meter-breiten Bühne, was die Ruhrtriennale einzigartig macht, warum dieses Festival so wichtig ist. Selbst wenn die Produktion ihre Uraufführung bereits im Juli in der Londoner Tate Modern erlebte,

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Heute startet die beste 2. Liga aller Zeiten… Schon wieder! – Was wird aus Bochum und Duisburg?

Die kurze fußballfreie Zeit zwischen Weltmeisterschaft und Bundesliga geht heute Abend jetzt auch schon wieder zu Ende. Zumindest halbwegs. Denn Liga 2 startet mit der Begegnung des Hamburgers SV gegen Holstein Kiel in die neue Spielzeit.

Die ganz große Bühne, die 1. Liga, nimmt erst in drei Wochen wieder den Spielbetrieb auf. Bis dahin richtet sich die nahezu ungeteilte Konzentration der Fans auf das sonst eher wenig beachtete Unterhaus und den in zwei Wochen angesetzten Auftakt in den DFB-Pokal.

Nach dem Abstieg der Traditionsvereine HSV und 1. FC Köln sind, zumindest in den Augen der meisten Beobachter, die beiden direkten Aufstiegsplätze in Liga 2 schon vor deren offiziellen Eröffnung so gut wie vergeben. In Anbetracht der Chancenungleichheit alleine durch die Etathöhe der beiden Giganten wäre alles andere auch eine Sensation.

Sollten Hamburg und Köln nicht auf den ersten beiden Rängen einlaufen, dann hätten sie in der Tat wohl einige kapitale Fehler gemacht. Zu überlegen erscheinen ihre Rahmenbedingungen. Insofern muss man sich gegenwärtig gewaltig wundern, wenn einige Medien vor Saisonauftakt von der spektakulärsten, besten, tollsten 2. Liga aller Zeiten sprechen.

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Gegenteilkunst: Optimistischer Blick auf Duisburg – Fotoausstellung

 

Max Schulz: Example DU-24
Max Schulz

Warmer, optimistischer Blick: Architekturfotograf Max Schulz besieht den Stand der Dinge mit seinen Augen des magischen Realismus‘.

Was sagt Max Schulz?

„Mit dieser Arbeit beschreibe ich ein Bild Duisburgs in seinen zukünftigen
Möglichkeiten. Abseits der aktuellen Diskussionen um die bekannten Probleme
dieser Stadt. Und vor allem Abseits der bildnerischen Klischees, mit denen
das Ruhrgebiet generell zu kämpfen hat.

Es ist ein gewisser magischer Realismus, der mich trägt, eine Faszination um
die Konstellation der Ensembles, dieser weiträumigen Siedlungen von
Industrie, Gewerbe und Wohnbereiche längs des Rheins.

Ich fotografiere vor meiner Haustür, nicht mehr im Ausland, wo ich lange
Jahre als Architekturfotograf unterwegs war. Bringe aber diese Erfahrungen
und mein persönliches Interesse am Ruhrgebiet und seiner Entwicklung mit ein.

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