
Je näher die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 rückt, desto größer werden die Zweifel an der Personalpolitik von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Dabei geht es längst nicht mehr nur um taktische Fragen oder die Zusammensetzung des Kaders. Vielmehr entsteht zunehmend der Eindruck, dass die deutsche Nationalmannschaft ihre Hoffnungen auf zu viele Unsicherheiten stützt.
Bereits die Diskussion um Manuel Neuer zeigt das deutlich. Der mittlerweile 40-jährige Torhüter reist mit einer Verletzungshistorie und körperlichen Fragezeichen in Richtung Nordamerika. Statt frühzeitig Klarheit auf der Torwartposition zu schaffen, scheint Nagelsmann darauf zu hoffen, dass der ehemalige Weltklassekeeper noch einmal rechtzeitig fit wird. Eine riskante Strategie für ein Turnier, bei dem Kleinigkeiten über Erfolg und Misserfolg entscheiden können.
Doch die Debatte um Neuer wird inzwischen von einer anderen Personalie überlagert: dem verletzungsbedingten WM-Aus von Lennart Karl. Und genau hier offenbart sich ein noch größeres Problem.