Da ist der Punk ab

Keine Panik: Punk ist heute nur noch Theater. Foto: Birgit Hupfeld
Keine Panik: Punk ist heute nur noch Theater. Foto: Birgit Hupfeld

Die Kassierer ersetzen Jacques Offenbach in der Punk-Operette „Häuptling Abendwind“ im Schauspiel Dortmund. Das roch nach Krawall und Skandal. Man musste auf alles gefasst sein, wenn der Wiener Schmäh von Johann Nestroys Nachdichtung gegen Wattenscheider Genitalien getauscht wird. Aber irgendwie war das dann doch alles viel harmloser. Und letztlich bleibt nur das Erschrecken über die eigenen merkwürdigen Erwartungen.

Ich gebe es offen zu, auch ich wollte unbedingt die Premiere von „Häuptling Abendwind“ am 24.1. im Dortmunder Schauspiel sehen. Was erwartete ich?

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DER NOTSCHALTER

notschalterWas kostet mehr Mut – sich von Regeln zu befreien oder welche zu setzen? Warum ist Adolf der Beste? Und was soll überhaupt der Scheiß mit den Schildern? Überlegungen im Siff einer Punk-Toilette.

„Was haben sich diese Autonomen nur dabei gedacht?“, frage ich mich, während es unter mir in die kackverschmierten Keramikschüssel plätschert. Wie hypnotisiert krallt sich mein Blick an den signalroten Schalter, der sich vor meinen Augen als farbgewordene Provokation aus den Eding- und Aufkleber-Fresken der Toilettenwand schält.

In großen Buchstaben lese ich:

„NOTSCHALTER –
Wer den Schalter nur aus Spaß drückt, bekommt sofort Veranstaltungsverbot!
Mit so etwas macht man keine Scherze.“

„Fuck“, zische ich, und Verzweiflung tropft aus meiner Stimme in die Schüssel. „Das ist echt nicht witzig.“ Meine Blase ist viel zu voll, als dass ich die Chance hätte, nicht darüber nachzudenken.

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[The Gaslight Anthem und ihr Tour-Auftakt in Düsseldorf]

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Letzten Mittwoch gaben The Gaslight Anthem in Düsseldorf ihr erstes von insgesamt sieben Deutschlandkonzerten.

Mit im Gepäck… viele ältere Songs und natürlich ihr aktuelles Album „Get Hurt“.

Sie haben sich verändert, die vier Jungs aus New Jersey. Für Fans der ersten Stunde mögen The Glaslight Anthem auf ihrer neuen Platte im ersten Moment etwas befremdlich klingen…ihr individueller „amerikanischer Punk-Rock-Slang“, der sie hat erfolgreich werden lassen,  ist ein wenig dem „Mainstream-Rock“ gewichen wie ich finde. Womit ich nicht sagen will, dass sie das rocken verlernt haben, aber es klingt poppiger, nicht mehr so rotzig 🙂

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[MAD CADDIES On Tour – im FZW Dortmund und im Musikbunker Aachen]

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Mad Caddies, das sind in aktueller und immer noch ursprünglicher Besetzung (seit der Bandgründung 1995) Leadsänger Chuck Robertson, Sascha Lazor, Keith Douglas, Eduardo Hernandez, Todd Rosenberg und – später hinzugekommen – Graham Palmer und Dustin Lanker.

Zur Zeit sind die sieben Musiker auf Europa-Tour und stellen ihr im Mai 2014 erschienenes neuntes Album „Dirty Rice“ vor.

Wie auch alle anderen 8 Alben zuvor, erschien die neue CD ebenfalls über das Punk-Label Fat Wreck Chords, was für einen Erfolg über fast zwei Jahrzehnte spricht, denn die von NOFX-Sänger „Fat Mike Anfang der 90-er Jahre gegründete Plattenfirma aus San Francisco zeichnet sich dadurch aus, mit ihren Bands nur Verträge über jeweils ein Album abzuschließen, damit sie Ihnen bei eventuellen schlechten Verkaufszahlen nicht weiter verpflichtet wäre.

Davon sind Mad Caddies wahrlich weit entfernt… und ihre nächsten Deutschlandtermine sind nur noch auf die letzten beiden Juliwochen verteilt!

Wer also Lust hat auf gute Ska-Punk Livemusik mit leichten Reggae-und Swing-Einfüssen, der sollte sich unbedingt noch Tickets sichern.

Die beiden Termine für NRW sind am 19.7.2014 im FZW Dortmund und am 23.7. 2014 im Musikbunker Aachen.

19.7.2014 FZW – Dortmund, Germany > mit im Gepäck die Dortmunder Punkband Awesome Scampis

20.7.2014 Deichbrand Festival – Cuxhaven, Germany

22.7.2014 Meier Music Hall – Braunschweig, Germany

23.7.2014 Musikbunker – Aachen, Germany > mit im Gepäck die Berliner Gyspy Punkband Diving For Sunken Treasure

25.7.2014 Riez Open Air – Bausendorf, Germany

26.7.2014 Umsonst & Draussen – Lindau, Germany

27.7.2014 DAS FEST – Karlsruhe, Germany

28.7.2014 Backstage / Werk – Munich, Germany

[„Visions in Concert” holt Dave Hause ins Bochumer Riff]

 

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Auch wenn Dave Hause den großen “Amerikanischen Traums” als ein “gebrochenes Versprechen” bezeichnet, hat er ihn für mich doch ein klein wenig verwirklicht.

Der Singer & Songwriter stammt aus bescheidenen Verhältnissen.
Ende der 70-er Jahre wurde er in Pennsylvania in eine Arbeiterfamilie hineingeboren, eine Familie zwischen Hoffnung und Scheitern, die aber eines besaß…einen unermeßlichen Reichtum an Musikalität.
Und so kam es, wie es kommen mußte.
Dave hinterließ in fast jeder Punk- und Hardcore-Band ( Kid Dynamite, The Curse und Paint It Black) rund um seine Heimatstadt Philadelphia seine künstlerischen Spuren und gründete Ende 2003 die „Best-of-Philadelphia-Punkrock-Band The Loved Ones„.
Sieben Jahre später trennten sich die Mitglieder aus privaten Gründen und Hause kletterte fortan alleine in den Van, bestückt mit einer Akustikgitarre, seiner markanten Stimme und jeder Menge Herzblut.

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Farin Urlaub wird 49.

Farin Urlaub, im Urlaub. Quelle: Wikipedia Foto: Persönliche Spende von Farin Urlaub Lizenz: cc

Der Berliner Musiker Farin Urlaub, bürgerlich eigentlich Jan Ulrich Max Vetter, wird heute 49 Jahre alt. Er ist u.a. als Gitarrist und Sänger der Band ‚Die Ärzte‘ bekannt geworden. Auch als Solokünstler feierte er in den letzten Jahren beachtliche Erfolge.

Mit den ‚Ärzten‘ ist Urlaub, nebenbei bemerkt, derzeit auf Tour.

In der übernächsten Woche besucht er auch Düsseldorf.

Wer mag, der kann

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Gitarrenfans aufgepasst: heute ist Killbilly Zeit!

Ein besonderer Ohrenschmaus erwartet die Besucher heute im Soul Hell Café in Essen. Dort werden die Bonsai Kitten die Mauern zum Beben bringen. Ihr erstes Album erschien 2007 in Japan auf Downer Records und nun ist ihre zweite Scheibe auf dem Markt: Done with Hell.

Die vier Berliner haben ihren ganz eigenen Stil entwickelt: Killbilly – eine scharfe Mischung aus herbem Punk und flottem Rock`n Roll. Vor allem Frontfrau Tiger Lilly Marleen zieht das Publikum mit ihrer kraftvollen Stimme sofort in ihren Bann – und betört durch akrobatische Tanzeinlagen auf High-Heels. Die frechen Texte und das geschickte Zusammenspiel der Musiker machen Bonsai Kitten zu einem schmissigen Live-Act. Und so sieht’s dann aus:

BONSAI KITTEN: don´t you get too drunk to fuck

Eintritt: 8 Euro, Soul Hell Café, Kahrstr.3 45128 Essen

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Slime

Slime und viele andere Bands, Samstag, 22. Mai, Ganztägig auf dem Festival Ruhrpott-Rodeo – geht auch am Sonntag weiter, Nähe Flugplatz Schwarze Heide, Hünxe