Wie groß ist der Zusammenhalt beim BVB? Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Es ist eine dieser Entscheidungen, die auf den ersten Blick vernünftig klingen – und auf den zweiten zunehmend irritieren. Borussia Dortmund verzichtet im Sommer offenbar auf ein klassisches Trainingslager, um die Belastung für die Spieler gering zu halten. Angesichts eines vollen Kalenders mit Weltmeisterschaft und anschließender Regeneration scheint das nachvollziehbar.
Doch wer genauer hinschaut, erkennt schnell die Bruchstellen in dieser Argumentation. Denn gleichzeitig steht eine kommerziell geprägte Asien-Reise im Terminplan. Weniger Reisen für die Spieler? Offenbar nur dann, wenn sie keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen bringen.
Heute Abend steigt in München das DFL-Supercup-Spiel zwischen dem gastgebenden FC Bayern München und Borussia Dortmund. Auf dem Papier eine spannende Angelegenheit, doch ‚super‘ ist am Supercup leider schon lange nichts mehr.
Insgesamt 32 Pflichtspiele haben die Eisadler Dortmund im abgelaufenen Jahr 2014 saisonübergreifend bestritten und nun beginnt am Sonntag ab 17:15 Uhr beim TuS Wiehl das neue Jahr für den überlegenen Tabellenführer der Regionalliga West.
Neun Begegnungen stehen in der Doppelrunde noch auf dem Spielplan und das Erreichen des ersten Etappenziels, die Qualifikation für die am 20. Februar beginnenden Play-Offs zur Regionalliga West Meisterschaft bzw. den Aufstieg in die Oberliga, erscheint nur noch eine Formsache.
Ciro Immobile bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: BVB
Es ist schon erstaunlich, wie schnell die öffentliche Wahrnehmung von Sportlern manchmal kippt. Da ist Dortmunds neuer Top-Stürmer Ciro Immobile erst wenige Tage im Mannschaftstraining, bleibt bei seinen ersten beiden Kurzeinsätzen für den neuen Club (in Heidenheim und in Osnabrück) ohne eigenen Treffer und spielerisch (verständlicherweise) noch relativ blass, und schon setzt es Kritik, werden Zweifel laut, ob der Ex-Turiner wohl die Fußstapfen von Robert Lewandowski, den es von Dortmund bekanntermaßen zu den Bayern nach München zog, jemals wird ausfüllen können.
Und dann, nur ein Testspiel später, bei erschreckend schwachen Essenern übrigens, die 180 Grad Kehrtwende.
Dan Mori. Quelle: Wikipedia; Foto: Conceited 2; Lizenz: CC-BY-SA
In der zurückliegenden Woche sorgte das Fußballteam Vitesse aus dem niederländischen Arnheim einmal wieder für internationale Schlagzeilen. Allerdings nicht im Sport, sondern in Bezug auf sein Verhalten auf politischer Ebene.
Wie aktuell viele Profiteams aus Mitteleuropa (u.a. auch der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg) begab sich der Club in ein Trainingslager in den arabischen Raum. Man wollte sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) auf die in einigen Wochen beginnende Rückrunde in der heimischen Liga vorbereiten.
Der Golfstaat hatte dem israelischen Nationalspieler Dan Mori, der sich aktuell in Diensten der Niederländer befindet, dann jedoch kurzfristig die Einreise verweigert.
Die VAE erkennen den Staat Israel nicht an und unterhalten keine diplomatischen Beziehungen zu ihm. Der aktuelle Tabellenzweite aus unserem Nachbarland reiste schlussendlich dann ohne seinen israelischen Nationalspieler nach Abu Dhabi.
Hierfür erntete man in der Heimat umgehend scharfe Kritik. „Vitesse ist ein Klub ohne Rückgrat, wenn er so etwas akzeptiert und einfach nach Abu Dhabi reist“, sagte u.a. der christlich-demokratische Abgeordnete Pieter Omzigt. Auch das niederländische Parlament will sich in den nächsten Tagen nun noch mit diesem Fall beschäftigen.
Eine Klubsprecherin erklärte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt ‚Radio 1‘, dass es eigentlich eine Einreisezusage für Mori gegeben habe. Diese sei jedoch kurzfristig zurückgezogen worden. Nach Angaben des Vereins habe Mori sich selbst dafür
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