WM: Die übertriebene Emotionalität des ARD-Kommentators Gerd Gottlob

Das stadion in Salvador, wo Deutschland Portugal mit 4:0 besiegte. Quelle: wikipedia, Foto: David Campbell, Lizenz: CC-BY-3.0-br
Das Stadion in Salvador, in dem Deutschland Portugal mit 4:0 besiegte. Quelle: Wikipedia, Foto: David Campbell, Lizenz: CC-BY-3.0-br

Top-Auftakt in das WM-Turnier für die Nationalmannschaft aus Deutschland. Portugal wurde am Abend deutlich mit 4:0 besiegt. Weniger toll der dazugehörige Kommentar der ARD, bei dem Reporter Gerd Gottlob über weite Strecken des Spiels etwas die Verhältnismäßigkeit seiner schier überschäumenden Emotionen vermissen ließ: Klar, die Art Fußball zu kommentieren hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Der Stil der 1970er oder 1980er-Jahre wirkt, wenn man heute einmal die Gelegenheit hat in so etwas hineinzuhören, altbacken und arg steif.

Die Zunge der Kommentatoren sitzt heutzutage deutlich lockerer. Und das ist auch gut so. Es muss ja nicht gleich der Stil sein, welchen zum Beispiel das BVB-Fanradio pflegt, wenn Norbert Dickel und Boris Rupert mal wieder so richtig loslegen, offen den Fan raushengen lassen, und ihrer Vorliebe für die Dortmunder Borussia so richtig ausleben.

Wenn Spiele der Nationalmannschaft im nationalen TV übertragen werden, dann wird in der Regel eine nicht ganz so lockere Zunge geschwungen, man ist um etwas mehr Sachlichkeut und Neutralität bemüht. Bisher zumindest. Was NDR-Reporter Gerd Gottlob gestern bei der ersten Vorrundenbegegnung der DFB-Elf gegen Portugal, welche diese bekanntlich ungefährdet und klar mit 4:0 (3:0) frühzeitig für sich entschied, vor Millionen von Zuschauern bzw. Zuhörern ablieferte, das war phasenweise schon nicht mehr allzu weit von den extremst emotionalen und klar parteiischen Kommentaren eines Norbert Dickel im BVB-Fanradio entfernt.

Egal ob beim frühen Elfmeter, beim zweiten und dritten Treffer für die deutsche Elf, auch bei der Roten Karte gegen Portugal usw. Gottlob schrie sich vor Begeisterung in diesen Momenten förmlich die sprichwörtliche Schhwarz-Rot-Goldene-Lunge aus dem Hals, jubelte und kommentierte wie ein engagierter Fan der Löw-Truppe. Und das, ganz nebenbei angefügt, im ersten Spiel des Turniers, wo es doch noch um vergleichsweise wenig ging.

Auch in Hälfte zwei, in der die Begegnung mehr oder weniger vor sich hinplätscherte, hatte Gottlob so seine Adrenalin-Highlights. Und auch beim Schlusspfiff erhöhte er seine Emotionalität gleich noch einmal um ein paar Stufen, obwohl die Begegnung über weite Phasen nicht mehr mit der Spannung versehen war, die der Kommentar den Zuschauern offenbar mit seinem Kommentar nahelegen wollte. Gottlob freute sich, als hätte die Deutsche Mannschaft gerade den Titel gewonnen. Viel steigerungspotential war jedenfalls nicht mehr denkbar. Und das bei einen nicht entscheidenden Vorrundenspiel einer Weltmeisterschaft. Die DFB-Truppe konnte gestern jedoch weder scheitern noch eine Runde weiterkommen. Es ging lediglich um einen guten Start ins Turnier. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Unter den um mich herumstehenden Betrachtern amüsierte man sich gestern jedenfalls bereits frühzeitig ob der großen Emotionsanfälle des ARD-Reporters. Man fragte sich was der 49-Jährige denn wohl noch machen wolle, wenn es wirklich mal eine knappe oder entscheidende Aktion zu kommentieren gibt, oder das entscheidende Finale vor der Tür steht.

Eine Bekannte brachte mich dann ganz beiläufig auf die vielleicht wahrscheinlichste Erklärung dafür. Auf die leicht genervte Kritik eines weiteren anwesenden in Bezug auf das Gebrüll des ARD-Mannes entgegnete sie ihm kühl: „Ist doch klar, der muss jetzt schon richtig Gas geben, denn wenn die Spiele im Turnierverlauf deutlich wichtiger werden, dann kommentiert der diese Begegnungen sicherlich auch nicht mehr.“.

Und in der Tat, das Endspiel der WM wird sein Kollege Tom Bartels kommentieren. Für Gerd Gottlob war das Spiel der Deutschen gegen die Portugiesen unter Umständen schon sein ganz persönliches WM-Highlight bzw. Endspiel. So viele Zuhörer hat er vielleicht während des Turniers nicht mehr. Und so hat er es eben dann auch kommentiert.

Etwas weniger an Fanleidenschaft und etwas mehr sachliche Neutralität beim Kommentator wäre hier allerdings wohl deutlich angemessener gewesen. So erinnerte es phasenweise dann doch zu sehr an Norbert Dickel & Co..

Dir gefällt vielleicht auch:

56 Kommentare

  1. #1 | Erdgeruch sagt am 17. Juni 2014 um 08:32 Uhr

    So ein Quatsch.

    Er darf parteiisc sein, aber dann bitte mehr Sachverstand und Humor dabei haben. Dazu fehlt leider aber auch, dass man in Deutschland selten Doppelmoderationen zulässt.

  2. #2 | Chris sagt am 17. Juni 2014 um 08:48 Uhr

    War es nicht Steffen Simon?

  3. #3 | Yugo sagt am 17. Juni 2014 um 08:51 Uhr

    Beste Szene von gestern:

    https://i.imgur.com/Ikj3i30.gif

    🙂

  4. #4 | Nobby sagt am 17. Juni 2014 um 08:59 Uhr

    Der Reporter Gerd Gottlob sprach für Radio!

    So ist es verständlich, warum unentwegt gequasselt wurde.

  5. #5 | Thomas Weigle sagt am 17. Juni 2014 um 09:07 Uhr

    Wenn uns nicht mehr in naher Zukunft missfällt in Bezug auf Die Mannschaft und ihr Drumherum, dort in Brasilien und bei ARD und ZDF…

  6. #6 | Markus van Klev sagt am 17. Juni 2014 um 09:32 Uhr

    „offen den Fan raushängen lassen“ bitte, nicht „raushengen“. sonst super!

  7. #7 | Arnold Voss sagt am 17. Juni 2014 um 10:23 Uhr

    Ein Reporter hat kein Fan zu sein und ein Fan kein Reporter. Das gilt auch für den Fußball. Begeisterung für den Sport hat mit Parteilichkeit nichts zu tun.

  8. #8 | Tobias Müller sagt am 17. Juni 2014 um 10:43 Uhr

    Ich habe den ARD-Livestream geschaut. Dort wurde gesagt, dass die Kommentatoren gleichzeitig den Radiokommentar machen. Nobby hat recht. Mir stieß aber auch zu teilen auf.LG

  9. #9 | WALTER Stach sagt am 17. Juni 2014 um 10:50 Uhr

    Robin,
    es gibt für mich „unerträgliche“ Kommentatoren, Moderatoren bei der WM als Gottlob -alles relativ und wohl auch eine „Ansichts- bzw. Wahrnehmungssache“.

    Ich freue mich immer wieder, M.Scholl zu hören und zu sehen!

  10. #10 | Klaus Lohmann sagt am 17. Juni 2014 um 11:46 Uhr

    Wollen wir ernsthaft zurück zu Ernst Huberty: „Beckenbauer…………………Hoeneß…………………..Vogts…………………………………………………………….Müller……Tor!“???

  11. #11 | Thomas Weigle sagt am 17. Juni 2014 um 12:11 Uhr

    Zum Spiel selbst. Gut war, dass man Ronaldo nicht aus dem Spiel nehmen musste, weil nur sein Doppelgänger auf dem Platz war.
    In mehreren englischen Tweets wird gesagt, dass Peirera einer Roten Karte „escaped“ sei bei seinem Foul gegen Götze. Wie wird das hier gesehen?
    Dass es kurz vor Schluss keinen Elfer für Portugal gab, war wohl der Tatsache geschuldet, dass diese Aktion vom SR ausging. Auf jeden Fall sehr diskussionswürdig, auch hier.

  12. #12 | Thorsten Stumm sagt am 17. Juni 2014 um 12:11 Uhr

    Ihr habt aber schöne Problem…wie alle Fussbalfans….da draussen gibts Massaker in Syrien, es droht ein Krieg in der Ukraine, der Irak wird von Islamisten zertrümmert, im Mittelmeer ersaufen die Leute…..

  13. #13 | Arnold Voss sagt am 17. Juni 2014 um 13:06 Uhr

    Thorsten, man kann nicht andauernd an Massaker und Kriege denken.., sorry.

  14. #14 | Helmut Junge sagt am 17. Juni 2014 um 13:22 Uhr

    Robin, ich sag mal ganz emotionslos, daß der Spielverlauf meiner Erwartungshaltung so ziemlich entsprach.
    Und daß ein Weltklassespieler wie Ronaldo komplett in die Bedeutungslosigkeit versinken konnte, ist zwar neu, und keiner der hochgelobten Bundesligatrainer hatte dazu je ein Konzept, habe ich Löw allerdings auch nicht zugetraut.
    Löw ist überhaupt noch besser als Trainer, als ich dachte.

  15. #15 | Heinz Schindler sagt am 17. Juni 2014 um 13:47 Uhr

    Schön, daß es mal auffällt: es ist ja auch ein Trend der letzten Jahre, daß die Kollegen nicht mehr „Tor“ rufen, sondern die Namen der Spieler langziehen wie Jahrmarktschreier und sich auch erfahrene Kollegen dieser „Mode“ unterwerfen, offenbar aus Sorge, sie dürften anderenfalls nicht mehr kommentieren.
    Der Job hat halt auch was mit Persönlichkeit zu tun, die manch Kollege abgibt, damit er nach Brasilien oder sonstwohin fahren kann.
    Die Fan-Reportage gestern habe ich mir nur eine Viertelstunde angetan. Und auch wenn man den im Artikel zitierten Huberty-Stil heute nicht mehr bringen kann: ich hätte vor ein paar Jahren nicht gedacht, daß mir die Herren Wark und Poschmann einmal sympathisch erscheinen würden.
    Und Sportfreund Gottlob mit seiner bisweilen aufgesetzten Emotionalität ist nebenbei auch Sportchef des NDR und somit innerbetrieblich Taktgeber. Wen wundert’s, daß da noch mehr baugleiche Typen auf uns zukommen werden?

  16. #16 | Nobby sagt am 17. Juni 2014 um 13:51 Uhr

    @Tobias Müller, in letzter Zeit wurde der Radiokommentar immer zum TV-Bild geschaltet.
    Besonders Lustig wurde es dann, wenn die Flanke in den Strafraum geschlagen wurde.
    Im TV-Bild aber der Gegenzug gestartet wurde.

  17. #17 | Yugo sagt am 17. Juni 2014 um 13:54 Uhr

    @#12 | Thorsten Stumm: Soll ich deswegen auf die WM verzichten ? Hilft das jemanden in der Ukraine oder dem Irak ?

  18. #18 | Nobby sagt am 17. Juni 2014 um 13:56 Uhr

    @Klaus Lohmann

    Oder auch so……Beckenbauer……zu……………Hoeneß………verlängert zu…………..Hölzenbein……..dribbelt….. in den Strafraum…..…er kommt zu Fall……….…..der Schiedsrichter pfeift…….. 11 Meter !

  19. #19 | Arnold Voss sagt am 17. Juni 2014 um 14:41 Uhr

    Wenn es mir zu marktschreierisch wird schalte ich den Ton ab. Sehr wohltuend, das Gequatsche einfach per Fernbedienung ins Nirwana zu befördern und das Zuschauergebrülle gleich mit. Mich aufregen und/oder begeistern kann ich selbst und mit Freunden machts noch mehr Spaß. Kollektive Stummfilmselbstvertonung sozusagen.

  20. #20 | Sancho Pansen sagt am 17. Juni 2014 um 14:55 Uhr

    Es gibt Schlimmere! Beckmann und Kerner z.B., mittlerweile hat man die Gott sei Dank abgeschafft. Schlimm finde ich, daß die „Experten“ scheinbar immer von den Bayern abgezweigt werden. Gibts da keine anderen?

  21. #21 | Prader Alexander sagt am 17. Juni 2014 um 15:09 Uhr

    Ich finde die Diskussion über Gottlob übertrieben. Warum darf ein Fußballkommentator nicht auch ein wenig Nationalgefühl zeigen und ein wenig Euphorie für sein Land empfinden. Ich finde, dass auch Kommenatatoren Fans seim können. Schließlich sind der Großteil der Fernehzuschauer Deutschland- Anhänger. In Italien oder Spanien würde es eine solche Diskussion nicht einmal in die lokale Dorfzeitung am Sonntag schaffen. Auch in diesen Ländern wird Fußball auf staatlichen Programmen ausgestrahlt…

  22. #22 | Elke Müller sagt am 17. Juni 2014 um 16:11 Uhr

    Der Kommentator war hervorragend. Man spürte die Begeisterung und die Emotionalität für die deutsche Mannschaft. Endlich einmal eine neue Stimme mit viel Ausstrahlung. Uns hat es sehr gut gefallen und wir verstehen diese negativen Kritiken überhaupt nicht!

  23. #23 | Thomas Weigle sagt am 17. Juni 2014 um 16:13 Uhr

    GOOOOOOOOOOAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAALLLLLLL

  24. #24 | Arnold Voss sagt am 17. Juni 2014 um 16:25 Uhr

    Gut gebrüllt, Thomas. Ich konnte es beim lesen sogar irgendwie hören. 🙂

  25. #25 | Benjamin Klein sagt am 17. Juni 2014 um 16:34 Uhr

    Also der Kommentar von Gerd Gottlob war gestern kein Grund zur Aufregung. Endlich mal jemand, der begeistert mitgeht. Sonst ist jeder immer begeistert von Kommentatoren aus Italien, Spanien oder Südamerika, aber wenn dann man ein Kommentator engagiert und auf Seiten „unserer“ Mannschaft ist, dann passt es auch wieder nicht.

    Mittlerweile glaube ich, dass einige nur noch vor dem Fernseher sitzen, um nachher einen Shitstorm loszutreten! Egal ob Frank Buschmann beim Autoball, Steffen Simon der salopp über „Südländer“ sprach (was auch noch als Zitat von Iranern gedacht war) oder jetzt Gerd Gottlob der ZU emotional ist.

    Wenn ihr alle sonst keine Probleme habt, dann scheint die Welt und euer Leben ja vollkommen in Ordnung zu sein. 😉

  26. #26 | Thomas Weigle sagt am 17. Juni 2014 um 17:05 Uhr

    @ Danke Arnold. Die Älteren unter uns werden sich sicher noch an Herrn Finger erinnern, der, ich glaube, „naaaaarisch“ wurde. damals in jener argentinischen Stadt, deren Namen mir nicht in die Tastatur kommt.
    Weniger bekannt, weil nur im DDR-Fernsehen damals zu sehen, dürfte die während des Zieleinlaufes beim Marathonlauf 80 ergangene Aufforderung des DDR-TV Starreporters Oertel an alle frischgebackenen Eltern sein, ihren Sohn Waldemar zu nennen – zu Ehren des Olympiasiegers Waldemar Cierpinski, damals aus Halle.

  27. #27 | Ursula Schütz sagt am 17. Juni 2014 um 18:40 Uhr

    Endlich mal ein guter Kommentator und dann eine Aufregung über nichts! Ist doch schön, wenn jemand Nationalstolz zeigt und vom „wir“ spricht. Ist doch in anderen Ländern selbstverständlich. Kann man sich eher aufregen, dass nicht alle Spieler bei der deutschen Hymne mitsingen!!

  28. #28 | Robin Patzwaldt sagt am 17. Juni 2014 um 18:57 Uhr

    Mal allgemein formuliert: Ich glaube beobachtet zu haben, dass die besten Fußballkommentatoren seit Jahren bei Sky bzw. Premiere arbeiten, da dort regelmäßig hochklassiger Fußball im Programm ist.

  29. #29 | Klaus Lohmann sagt am 17. Juni 2014 um 19:47 Uhr

    @#28 | Robin: Najaa, Fritz von Tut und Taxi oder der Oberzyniker Reif machen alberne Folklore, Phrasenschwein-Füllung und Null-Emotion, aber beim Rest ist schon der eine oder andere Gute dabei…

  30. #30 | Robin Patzwaldt sagt am 17. Juni 2014 um 19:51 Uhr

    @Klaus: Ja, alle sind da auch nicht gut. Aber die Guten haben sich da weitestgehend versammelt.

  31. #31 | gut sagt am 17. Juni 2014 um 21:59 Uhr

    Gottlob war endlich mal erfrischend gut. Hat mir sehr gefallen! Kann diese diskusion bei bestem wille nicht verstehen. Muss mich grade schon wieder mit dem rethy quälen.

  32. #32 | Michael sagt am 18. Juni 2014 um 01:06 Uhr

    Also ich finde diese Diskussion völlig an den Haaren herbeigezogen.
    Anscheinend ist Herr Patzwaldt noch ein Fan der Kommentatoren aus den alten Zeiten und bedient sich hier einer typisch deutschen Mentalität.
    Er versucht unbedingt ein „Haar in der Suppe“ zu finden. Und weil dies das gute Spiel der Nationalmannschaft nicht zulässt – so mäkelt er am Kommentator rum.
    Ich finde Herr Gottlob hat einen ausgesprochen guten Job gemacht. Wieso ist es falsch etwas Emotionalität rüberzubringen? „Wir“ befinden uns in Zeiten einer WM in der das ganze Land hinter Jogis Jungs steht und gespannt nach Brasilien schaut. Wieso ist es falsch, dass der Kommentator nicht auch ein wenig Stimmung aufsaugt und auch die deutsche Flagge hochhält. In jedem anderen Land wäre das absolute Normalität. Stattdessen verfasst Herr Patzwaldt einen völlig unnötigen einseitigen „emotionslosen“ Kommentar…
    Wenn sich Herr Patzwaldt an der Moderation von Herrn Gottlob allzu sehr aufhält und stört, soll er doch in Zukunft über weniger „emotionale“ Ereignisse berichten. Also am besten keine Fußball WM.
    Zudem erwähnt Herr Patzwaldt Herrn Dickel vom BVB. Anscheinend hat er noch keine Moderation von Norbert Dickel gehört. In diesem Fall empfehle ich ihm gerne ein paar Youtube-Videos…
    und so ganz nebenbei hoffe ich, dass Herr Gottlob weiterhin die Deutsche Nationalmannschaft kommentiert. Ganz im Gegensatz zu Herrn Patzwaldt. Da hoffe ich dass dies sein letztes „Highlight“ war. Für mich ist klar und da bediene mich der Worte seiner geistreichen Bekannten „der muss jetzt schon richtig Gas geben, denn wenn die Spiele im Turnierverlauf deutlich wichtiger werden, dann kommentiert der diese Begegnungen sicherlich auch nicht mehr“.

  33. #33 | Holger Max sagt am 18. Juni 2014 um 06:55 Uhr

    Leute was ist los mit euch ein Reporter ist auch nur ein Mensch und da gehören emotionen dazu. Ich auf jeden Fall finde das super . Warum gibt es hier in Deutschland nur soviele Spiesser. Seit doch mal ein wenig locker .

  34. #34 | Olaf Mertens sagt am 18. Juni 2014 um 07:13 Uhr

    Der Mann ist Reporter – der sitzt da um zu berichten. Und zwar über das Spiel und nicht über seine emotionale Situation oder seinen „Nationalstolz“. Wieso geht der davon aus, dass das alle seine Zuhörer interessiert wie es ihm dabei geht? Ich finde das ist schlechter Reporterstil und hätte im Prinzip nichts gegen die alte „Huberty-Methode“. @ Holger Max und alle, die hier ähnliche Positionen vertreten: braucht Ihr für Eure eigene Begeisterung wirklich einen Einpeitscher? Was ist daran „locker“?

  35. #35 | Olaf Mertens sagt am 18. Juni 2014 um 07:53 Uhr

    Ich muss mich insoweit korrigieren, als die Fernsehanstalten selber ihre Leute ja gar nicht mehr als „Reporter“ betiteln, sondern als „Kommentatoren“ das ist natürlich ein Unterschied! Ändert aber nichts – ich hätte da lieber einen Reporter.

  36. #36 | Stefan Laurin sagt am 18. Juni 2014 um 07:55 Uhr

    @Olaf Mertens: Das hat doch auch alles nichts mit Journalismus zu tun. Die Sender geben Millionen dafür aus, die WM zu zeigen – nicht über sie zu berichten. Ohne Fußball wäre die Quote der Öffentlich-Rechtlichen noch finsterer als sie es ohnehin schon ist. Die WM ist ein von ARD und ZDF gezeigter Event – eine „Eigenveranstaltung“, kein Objekt von Berichterstattung.

  37. #37 | Olaf Mertens sagt am 18. Juni 2014 um 08:02 Uhr

    @ Stefan Laurin: Ich muss zähneknirschend zustimmen 🙂 Traurig aber wahr.

  38. #38 | AntiCo sagt am 18. Juni 2014 um 08:36 Uhr

    Ich lach mich schlapp. Patzwald betreibt hier im Blog regelmäßig Schalke- Bashing und fordert jetzt einen ausgewogeneren Kommentator. Am besten mal vor der eigenen Tür fegen, mein Freund. Klassisches Eigentor!

  39. #39 | Robin Patzwaldt sagt am 18. Juni 2014 um 12:37 Uhr

    @Antico: Immer wieder bemerkenswert wie sehr scheinbar ganz harmlose Fußballthemen manche Leute doch emotionalisieren können 😉 😀 Da möchte man ja fast zunächst mal einen großen Beruhigungstee empfehlen…

  40. #40 | Hank sagt am 18. Juni 2014 um 16:27 Uhr

    Es geht nicht um die Emotionalität des Herrn Gottlob, sondern um die Augesetzte Emotiomalität des Herrn Gottlob. Gegen einen Werner Hansch hab ich nix, der ist so, vielen Anderen wurde es aber anscheinend nahegelegt mal ein bischen emotionaler zu werden-was sich dann auch so.anhört. Dazu wird noch ein “ Wir“ -gequassel eingebaut.

  41. #41 | WALTER Stach sagt am 18. Juni 2014 um 18:00 Uhr

    -36-Stefan
    Was Du in Sachen Journalismus ( WM-Berichterstattung, Kommentierung der Spiele, Moderation) feststellst, gilt doch mehr und mehr für alle Bereiche journalistisccher Arbeit, eben auch für das, was ARD und ZDF von „ihren Leuten“ erwarten:
    „Aufmerksamkeit erzeugen, möglichst alles irgendwie Personalisieren, möglichst viel Privates über die Betroffenen, von den Beteiligten einbringen usw.

    Die Sache, z.B. Themen im Bereich Politik, Themen im Bereich Kultur und jetzt eben auch“ das Fußballspiel an sich“ interessiert nur ganz am Rande. Sie ist lediglich ein mehr oder weniger willkommener Anlaß, für ein möglichst großes Spektakel mit der Folge hoher Einschaltquoten.

    So ist das nun einmal.
    Und unter diesem Aspekt wählen ARD und ZDF ihre Kommentatoren und Moderatoren aus. Und wir „Fußballer“ bleiben mit unseren Interessen folglich „oftmals auf der Strecke“.

    Aber was soll’s.
    Man kann sich dem ja entziehen, wie einige Anregungen vorab zeigen.

  42. #42 | Thomas Weigle sagt am 18. Juni 2014 um 21:13 Uhr

    Mike Collet schreibt in seinem für Liebhaber nicht nur des englischen Fußballs unverzichtbaren The Complete Record of the FA-CUP 2003 über die ersten vier FA-Cupspiele am 11.11.1871(!!!!):…but the passions, emotions and frenzies that were first set in Motion on that distant victorian afternoon remain as strong as ever.“ Lassen wir das doch auch für Herrn Gottlob gelten.

  43. #43 | Mittelstürmer sagt am 19. Juni 2014 um 13:33 Uhr

    Endlich einmal Emotionen im deutschen TV. Wir wollen nicht immer diese trockenen Berichterstattungen. Am besten engagiert Ihr demnächst wieder Herrn Tom Bartels der den Gegner bejubelt und in den Himmel hebt! Hoffe GErd Gottlob macht so weiter und wird nicht gebremst.

  44. #44 | Arnold Voss sagt am 19. Juni 2014 um 15:48 Uhr

    Ein Spiel ist entweder spannend oder öde und das völlig unabhängig davon wer es wie kommentiert.

  45. #45 | Robin Patzwaldt sagt am 19. Juni 2014 um 15:51 Uhr

    @Arnold: Die Qualität des Spiels ändert ein Kommentator sicher nicht. Aber er kann einem den Spaß daran schon ordentlich verderben. Schön bei Sky: Die Funktion den Kommentator auszuschalten und die reine Stadionatmosphäre aus den Lautsprechern hören zu können. Ab und zu sehr angenehm….

  46. #46 | Arnold Voss sagt am 19. Juni 2014 um 16:54 Uhr

    Stimme dir zu.

  47. #47 | Silvio Imkemeyer sagt am 21. Juni 2014 um 13:16 Uhr

    Hallo Herr Gerd Gottlob, mich hat gestern Abend Ihre Aussage »der geht bei seinem Club kaum einmal über die Mittellinie; er hat mit seinen Defensivaufgaben genug zu tun« etwas irritiert. Sind Sie solch ein Kenner des honduranischen Fußballs? Wie viele Spiele sehen Sie sich denn so an in der Woche zwischen, sagen wir, Teguchigalpa und Chichicastenango? Dass Sie die Spielweise des Herrn Beckeles so gut kennen? Ich unterstelle Ihnen mal, dass Sie ebenso wenig Kenntnis über den Fußball in Honduras haben wie ich. Höchstens einen Datenspickzettel von transfermarkt.de und – glaube ich aber nicht – ein Video mit den Highlights von Olympia Teguchigalpa. Doch wie kommt man als Journalist nun zu dieser Aussage nach dem Motto »Interessiert keinen, kann keiner nachprüfen«? Denken Sie mal dran: Schweigen kann Gold sein. Apropos Gold, Sie leben auch von meinen Gebühren.

  48. #48 | Thomas Weigle sagt am 21. Juni 2014 um 16:48 Uhr

    Wenn Gottlob einen Spickzettel hatte, was ist daran so schlimm, wenn er diese Informationen auch nutzte? Ich bin überhaupt nicht auf den Gedanken gekommen, dass Herr Gottlob ein intimer Kenner des honduranischen Fußballs sein könnte.

  49. #49 | Ernsthaft sagt am 21. Juni 2014 um 23:01 Uhr

    Ich erkenne in dem Beitrag lediglich den Portugal-Fan

  50. #50 | Robin Patzwaldt sagt am 21. Juni 2014 um 23:18 Uhr

    @Ernsthaft: Ich und Christiano Ronaldo? Neee. Wirklich nicht. 😀

  51. #51 | Jahn Kahn sagt am 22. Juni 2014 um 22:24 Uhr

    Natürlich hat der Reporter parteiisch für die BRD zu sein. Für welches Land denn sonst?

  52. #52 | Mark sagt am 3. Juli 2014 um 14:19 Uhr

    Also schlimmster Kommentator ist ja mit Abstand Tom Bartels. Da wünsch ich mir selbst Bela Rethy lieber als diesen Geschichten erzählenden Phrasendrescher.

  53. #53 | Arnold Voss sagt am 3. Juli 2014 um 16:01 Uhr

    @ Jahn Kahn # 51

    Für keins! 🙂

    (Er kann sich allerdings über jedes deutsche Tor freuen und nach Ende des Spiels auch in Jubel ausbrechen, wenn es mehr waren als die des Gegners.)

  54. #54 | zimmermann sagt am 5. Juli 2014 um 20:34 Uhr

    Ich weiß nicht was an diesem Reporter auszusetzen gab. Immer soll alles sachlich und emotionslos über die Bühne gehen. Alle anderen Länder sind Patrioten und ebenfalls ihre Landsleute die Kommentatoren. Hat es bei Ihnen seit 2006 keine emotionale Veränderung zu ihrer Einstellung zum eigenen Land gegeben. Schade.

  55. #56 | Martin sagt am 9. Juli 2014 um 23:54 Uhr

    Das ist ja wohl der größte Blödsinn den ich hier lese. Ich habe die Schnauze voll von so langweiligen sachlichen Schlaftabletten wie Bela Rethy, Tom Bartels usw. Gerd Gottlob bringt selbst in das langweiligste Spiel Spannung rein. Das muss erst mal gekonnt sein! Ich würde ihn mir für Sky wünschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.