„Seit Klopps Weggang ist die Trainerhistorie beim BVB mehr oder weniger ein Desaster“

Dietrich Schulze-Marmeling. Foto: privat

Dietrich Schulze-Marmeling ist für klare Worte und scharfe Analysen bekannt. Der 65-Jährige Journalist und Buchautor stand diesem Blog in der Vergangenheit schon häufiger in Interviews Rede und Antwort.

Auch mit einigen seiner Bücher haben wir uns hier bei den Ruhrbaronen schon einige Male beschäftigt. Zuletzt stellten wir im Frühjahr sein Buch „Tradition schießt keine Tore“ aus dem Verlag ‚Die werkstatt‘ vor, in dem er gemeinsam mit Marco Bode einen Blick auf den SV Werder Bremen wirft. Im Oktober dieses Jahres wird Schulze-Marmeling  mit „1990 – Eine WM, die alles veränderte“ ein weiteres Werk herausbringen, das uns dann hier an dieser Stelle mit Sicherheit auch wieder eine Vorstellung wert sein wird.

Bis es soweit ist, hat sich Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt aber zunächst einmal mit dem engagierten Fußballfan über den nahenden Bundesligastart und den Stand der Dinge beim Kampf gegen die bei vielen Fans ungeliebte WM in Katar ausgetauscht, bei dem Schulze-Marmeling ebenfalls sehr meinungsstark als einer der Wortführer vertreten ist.

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Typisch DFB: Der bei den Fans ungeliebte Werbeclaim ‚Die Mannschaft‘ stirbt nur in Raten

Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Sie haben sich dann doch noch dazu durchgerungen. Der spätestens nach der gescheiterten Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland beim DFB in der Diskussion stehende Werbeclaim ‚Die Mannschaft‘, der symbolisch für die schleichende Entfremdung zwischen der deutschen Nationalmannschaft der Männer und deren Fans steht, wird nun doch noch abgeschafft.

Doch ganz typisch für den vielfach sehr träge wirkenden und häufig geradezu aus der Zeit gefallen zu scheinenden Verband, wird die endlich getroffene Entscheidung nicht sofort umgesetzt.

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#WM2018: Mit England und Belgien scheiden die Teams mit der attraktiveren Spielanlage aus

Der WM-Pokal. Foto: Robin Patzwaldt

Die Fußball Weltmeisterschaft 2018 in Russland hat nach knapp vier Wochen Turnierverlauf inzwischen also ihr großes Finale gefunden. Frankreich gegen Kroatien lautet das Endspiel, das am Sonntag weltweit die sportinteressierte Öffentlichkeit in ihren Bann ziehen wird.

Sicherlich grundsätzlich eine durchaus würdige Begegnung, doch mit Belgien und England sind, zum Bedauern vieler Fußballfreunde, die beiden attraktiver spielenden Teams in den beiden Halbfinalspielen jeweils auf der Strecke geblieben. Garantiert kein Zufall!

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Nach Ausbootung durch Jogi Löw: Sandro Wagner gibt den schlechten Verlierer

Sandro Wagner. Quelle: Wikipedia, Foto: Rufus46, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Sandro Wagner sorgt aktuell einmal wieder für Negativschlagzeilen. Gut zwei Jahre nachdem der stets äußerst selbstbewusst auftretende Kicker sich mit Äußerungen über das seiner Meinung nach noch nicht ausreichende Gehalt von Profifußballern öffentlich in die Nesseln setzte, fiel es ihm offensichtlich diesmal übermäßig schwer seine jüngste Ausbootung aus dem vorläufigen WM-Kader des DFB mit der wünschenswerten Souveränität zu ertragen.

Einmal mehr macht der Stürmer der Fußballnation damit überdeutlich, dass Bescheidenheit und Zurückhaltung wohl nicht gerade zwei seiner herausragenden Stärken sind. Genauer gesagt macht er das Nichtvorhandensein dieser für einen Profisportler nicht immer wünschenswerten Eigenschaften sogar für sein aus seiner Sicht schlechtes Standing bei Bundestrainer Jogi Löw verantwortlich.

Am Mittwochabend polterte der Aushilfstürmer von Bayern München nämlich gegenüber der Bild-Zeitung: „Ich trete hiermit sofort aus der Nationalmannschaft zurück. Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse….“

Inwieweit das tatsächlich der Grund für seine Nichtberücksichtigung ist, das wird sich vermutlich niemals wirklich aufklären lassen. Fest steht hingegen jedoch, dass Wagner wohl besser geschwiegen hätte, was diese unglücklichen Aussagen betrifft, da dieses Nachtreten seine ohnehin niemals besonders großen Sympathiewerte in der Öffentlichkeit so sicherlich eher noch weiter absinken lassen werden.

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Schlechte Nachricht geschickt getarnt: Bundestrainer Löw verlängert beim DFB bis 2022

Der WM-Pokal. Foto: Robin Patzwaldt

Im Zuge der Benennung des vorläufigen WM-Kaders des DFB heute im Fußballmuseum in Dortmund, die in der Nichtnominierung des BVB-Kickers Mario Götze und des Bayern-Stürmers Sandro Wagner wohl die größten Überraschungen offenbarte, ging eine Nachricht fast unter, mit der an diesem Tage kaum jemand gerechnet hatte, da sich das Interesse der Fußballnation in erster Linie auf die Kaderdiskussionen konzentrierte:

DFB-Präsident Dr. Reinhard Grindel gab fast beiläufig bekannt, dass die Verträge mit dem Trainerteam um Joachim Löw vorzeitig bis zum Jahre 2022 verlängert wurden.

Eine logische Begründung für diese Entscheidungen, gerade auch zu diesem merkwürdigen Zeitpunkt zu finden, das fällt schwer. Was mag den DFB wohl geritten haben dies trotzdem zu tun?

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WM zukünftig mit 48 – Kein guter Tag für den Fußball!

Foto: Robin Patzwaldt

Lust sich noch kurz etwas aufzuregen heute?  Die Fußball-WM mit 48 Mannschaften kommt. Die Qualität der dort dargebotenen Spiele droht damit weiter zu sinken. Dieses wurde heute von der FIFA in Zürich so beschlossen. Trotz der hierzulande zuletzt laut und deutlich geäußerten Bedenken in Bezug auf die damit endgültig ab dem Jahre 2026 drohenden Verwässerung der sportlichen Qualität einer solchen Endrunde.

Am heutigen Dienstag hat die FIFA die WM mit zukünftig dann 48 Teilnehmerländern offiziell und endgültig verabschiedet, nicht aber, wie die zusätzlichen 16 Startplätze verteilt werden. Da dürfte nun das übliche ‚Hauen und Stechen‘ beginnen. Aber sei es drum.

Der eigentliche Knackpunkt der von FIFA-Boss Gianni Infantino bereits bei seiner Wahl zugesagten Reform ist nämlich die Ausweitung des Teilnehmerfeldes auf nun zukünftig 16 Gruppen a drei Teams für die Endrunden der Turniere. Fast egal, welche Kontinente dabei wie viele Startplätze bekommen wird. Bedeutet im Klartext also zukünftig nun 48 Teilnehmer, die zuerst in den jeweils drei Gruppenspielen die 32 Teilnehmer des Sechzehntel-Finales ausspielen. Nur die jeweiligen Gruppenletzten werden nach dieser kurzen Gruppenphase in Zukunft aus dem Wettbewerb ausscheiden.

Und, mal ganz ehrlich: Wer hierzulande will sich diese Spiele, die vor den KO-Spielen, dann eigentlich noch anschauen?

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Mainzer Scheitern in der ‚Europa League‘-Qualifikation als weiteres Warnsignal

Flutlichtmast. Quelle: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei
Flutlichtmast. Quelle: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei

Die Euphorie war groß rund um den deutschen Fußball in den letzten Wochen. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft durch ‚Jogis Jungs‘ in Brasilien, wurde der Sportart hierzulande von vielen Beobachtern schon wieder eine prächtig glänzende Zukunft ausgemalt.

In dieser Woche wurden die Schönfärber dann aber bereits wieder in den grauen Alltag zurückgeholt. Mit dem 1. FSV Mainz 05 scheiterte ein ambitionierter Bundesligist nach einem mühsamen 1:0-Erfolg im Hinspiel in Rheinland-Pfalz, mit einem peinlichen 1:3 im Rückspiel in Griechenland, bei Asteras Tripolis. Für Mainz keine ganz neue Erfahrung. Auch im Jahre 2011 scheiterte man bereits in der Europapokalqualifikation an Gaz Metan Medias. Im Vorjahr blamierte sich der VfB Stuttgart mit einem frühen ‚Aus‘ in den ‚Play-Offs‘ gegen HNK Rijeka .

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Die deutsche WM-HOFFnung

Heute abend wird Deutschland Weltmeister.
Das ist ab jetzt kein bloßer Fußball-Patriotismus oder Wahrsagerei. Nein, es ist ein sicheres Faktum.

Denn der Mann, der die Berliner Mauer zu Fall brachte, steht an unserer Seite.

Danke David!

WM: Die letzten sechs Turnierspiele versprechen ein echtes Fußballfest in Brasilien

Sehr interpretationsfähiger Fund von heute Vormittag aus dem Supermarkt. ;-)
Sehr interpretationsfähiger Fund aus dem hiesigen Supermarkt. Trotz deutlicher besserer Leistung zuletzt, glauben offenbar noch nicht/nicht mehr alle an den Titel für die DFB-Elf. 😉

Auch heute wird der Tagesablauf bei Millionen von Fußballfans auf aller Welt wieder von ‚König Fußball‘ bestimmt werden. Nachdem sich gestern neben der Deutschen Mannschaft auch die Gastgeber aus Brasilien durch einen harterkämpften 2:1-Erfolg gegen Kolumbien für das Halbfinale dieser Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren konnte, stehen heute Abend die beiden verbliebenen Viertelfinalbegegnungen ‚Niederlande – Costa Rica‘ und ‚Argentinien – Belgien‘ an.

Läuft am Abend alles ohne größere Überraschungen ab, dann dürfte es relativ wahrscheinlich auf ein zweites Traum-Halbfinale ‚Niederlande – Argentinien‘ hinauslaufen, auch wenn man die Nationalmannschaften aus Belgien und auch die der bisherigen Turnierüberraschung Costa Rica in ihren Viertelfinalspielen heute  sicherlich nicht als chancenlos einstufen darf. Doch sowohl die Argentinier als auch unsere Nachbarn aus den Niederlanden sollten von der Papierform her die deutlich besseren Einzelspieler als ihre heutigen Gegner in ihren Reihen haben. Die Argentinier genießen zudem den Vorteil das Spiel gegen den Geheimfavoriten aus Belgien auf ihrem Heimatkontinent austragen zu dürfen.

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WM: Der erste Gewinner des Turniers steht bereits fest – Es ist das ‚Freistoßspray‘

ZDF-Experte und Ex-Schiedsrichter Urs Meier. Quelle: Wikipedia, Foto: PeterZF, Lizenz: CC BY-SA 3.0
ZDF-Experte und Ex-Schiedsrichter Urs Meier. Quelle: Wikipedia, Foto: PeterZF, Lizenz:CC BY-SA 3.0

Während die Achtelfinalduelle bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien noch in vollem Gange sind, scheint ein Sieger der WM bereits nach den ersten gut zwei Wochen festzustehen. Es ist, kurioser Weise, nicht die teure und aufwändige Torlinientechnik, über die zuletzt auch hierzulande heftig diskutiert wurde. Es ist das dort erstmals einem weltweiten Publikum präsentierte, und zuvor von vielen noch nicht wirklich ernstgenommene, ‚Freistoßspray‘.

Der zunächst von vielen nur milde belächelte Schaum, bestehend aus ca. 20% Butangas, ca. 1% Tensiden und ca. 2% anderen Substanzen; und natürlich ca. 80% Wasser, wird inzwischen auch von hohen DFB- und Schiedsrichtervertretern für den Einsatz in der Bundesliga in Erwägung gezogen.

Das Freistoßspray soll dem Schiedsrichter dabei helfen, dass alle Spieler bei Freistößen die vorgeschriebene Distanz von 9,15 Metern zum Freistoßschützen einhalten. Der Schiedsrichter markiert damit die Stelle, an der ein Freistoß ausgeführt werden soll und die Linie, die die Spieler in der Mauer nicht übertreten dürfen. Die Zeit, bis der auf den Rasen gesprühte Schaum verschwindet, liegt bei bis zu zwei Minuten.

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