Deindustrialisierung: Produktion von Gießereierzeugnissen in Nordrhein-Westfalen ist weiter zurückgegangen

Arbeiter an einem Elektro-/Induktionsschmelzofen Foto: Giesserei Heunisch Lizenz: Gemeinfrei


Im vergangenen Jahr stellten 115 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes insgesamt 742.282 Tonnen Gießereierzeugnisse für den Absatz her. Das waren 4,1 Prozent weniger als 2024, wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilte.

Im längerfristigen Vergleich fällt der Rückgang noch deutlicher aus: 2015 wurden in Nordrhein-Westfalen noch 148 Betriebe erfasst. Seitdem ist die Absatzmenge um 35,5 Prozent gesunken.

Auch 2026 setzte sich die Entwicklung zunächst fort. Nach vorläufigen Zahlen sank die Absatzmenge im ersten Quartal gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um weitere 2,7 Prozent.

Gießereien stellen durch Gießen geformte Metallteile her. Sie beliefern unter anderem die Automobilindustrie, etwa mit Motorenblöcken, sowie den Maschinenbau mit Maschinen- und Getriebegehäusen. Weitere Abnehmer finden sich in der Energietechnik und der Bauwirtschaft.

Auch beim Absatzwert zeigt sich die schwache Entwicklung. 2025 erzielten die nordrhein-westfälischen Hersteller mit Gießereierzeugnissen einen nominalen Absatzwert von 3,4 Milliarden Euro. Das waren 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Gegenüber 2015 ging der nominale Absatzwert um 11,4 Prozent zurück.

Autorenseite: Meldung
Diesen Artikel beobachten
Werbung

Dir gefällt vielleicht auch:

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Älteste
Neueste
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x