Vor einiger Zeit haben wir Euch gefragt, ob Ihr einen Freundeskreis der Ruhrbarone wollt. Die Idee war schlicht. Ihr überweist als Freunde ein wenig Geld, damit wir den Blog aufrechterhalten und nach Möglichkeit ausbauen können. Nun stellen wir fest: Der Freundeskreis der Ruhrbarone hat sich tatsächlich formiert. Und dafür sind wir dankbar!!!
Wir brauchen Euer Geld, um die Ruhrbarone und damit ein Stück unabhängigen Journalismus im Ruhrgebiet zu erhalten und zu entwickeln.
Hier die Liste der ersten Freunde.
Wer wollte, konnte sich mit seinem oder einem fremden Namen in die Liste eintragen lassen. Wer das warum auch immer nicht wollte, läuft unter dem Titel: „Freund ohne Namen“.
1 FREUND MARTIN REISING
2 FREUND OHNE NAMEN
3 FREUND OHNE NAMEN
4 FREUND OHNE NAMEN
5 FREUND JENS KUU
6 FREUND B. ORSIGPLATZ
7 FREUND OLAF KOTZTE
8 FREUND OHNE NAMEN
9 FREUND WERNER STRELETZ
10 FREUND SOENKE SIMON
11 FREUND WALTER STACH
12 FREUND MARC SCHMITT-WEIGAND
Ihr mögt die Ruhrbarone? Na gut, nicht immer, aber im Großen und Ganzen schon. Und Ihr würdet auch gerne unsere Arbeit unterstützen – das zumindest haben wir immer mal wieder gehört. Nun, wir haben da eine Idee:
Werdet ein Freund der Ruhrbarone.
Wir brauchen das Geld, um die Ruhrbarone weiterzuentwickeln. Jeder Cent geht an die Autoren und Autorinnen des Blogs, die bislang ohne jedes Honorar gearbeitet haben. So könnt Ihr einen Beitrag dazu leisten, ein Stück unabhängigen Journalismus im Ruhrgebiet zu erhalten und zu entwickeln.
Vor ein paar Tagen wurden wir in den Kommentaren gefragt, warum eigentlich die Ruhrbarone keinen Lokalteil in Dortmund aufmachen.
Wir haben bei den Ruhrbaronen über diese Idee schon vorher diskutiert. Wir haben lange überlegt, ob wir diesen Schritt wagen sollen, diesen Schritt nach Dortmund.
Nun: Wir haben uns entschieden. Wir wagen den Schritt. Wir gehen nach Dortmund. Wir werden eine Art Lokalteil für Dortmund machen. Und gleichzeitig die Ruhrbarone als eine regionale Stimme erhalten, die in ganz Deutschland Gehör findet.
Der Grund ist einfach: Wir sehen Platz in Dortmund für eine kritische, profilierte, kratzige, manchmal böse, immer unabhängige Stimme.
Außerdem wollen wir einen Versuch wagen – im vollen Bewusstsein, dass wir auch scheitern können.
Wir wollen ins Lokale vorstoßen. Dazu bietet Dortmund die besten Vorraussetzungen. Eine Stadt, die groß genug ist für einen Blog, der etwas erzählen will. Außerdem gesegnet mit einer hinreichend verfilzten Stadtverwaltung, die genügend Ansatzpunkte für scharfe Berichte bietet. Lieb war gestern. Lieb ist vorbei.
Wir haben in den vergangenen Tagen neue Kollegen dazu gewonnen: Michael Westerhoff, Honke Rambow und ab und an auch Carsten Drees und Jens Matheuszik schreiben künftig ebenfalls für die Ruhrbarone. Robin Patzwaldt freut sich darauf, endlich seine BVB-Leidenschaft auf dem Blog ausleben zu können. Miquel Rodriguez möchten wir für seine Unterstützung bei der technischen Überarbeitung des Blogs danken.
Wir wissen, dass wir den Blog der Ruhrbarone zu einem Teil neu profilieren müssen, um ins Lokale einsteigen zu können. Die Kosten steigen, die Risiken steigen und wir müssen irgendwie und irgendwann den Mitarbeitern dieses Blogs Geld zahlen – auch denen, die hoffentlich noch zu uns stoßen werden. Denn wir brauchen weitere Kollegen, die sich vor Ort auskennen.
Wir werden daher in Dortmund auch lokale Werbung verkaufen. Dazu arbeiten wir mit Gabi Banfield und ihrer Ruhrstadt-Agentur Com4 aus Dortmund zusammen.
Heute erscheint die „Geburtstags-Ausgabe“ des Straßenmagazins bodo. Für Samstag, den 23. Februar lädt bodo e.V. ab 10 Uhr in die Vereinsräume am Dortmunder Schwanenwall zu einer Geburtstagsfeier mit „Wintergrillen“ und Livemusik.
Im Februar 1995 erschien die erste Ausgabe des Straßenmagazins bodo. Zum 18. Geburtstag blickt die Redaktion zurück auf Krisen, Erfolge und turbulente Jahre.
„Und obwohl sich viel geändert hat in den letzten 18 Jahren“, sagt Bastian Pütter, Redaktionsleiter bei bodo, „sind da auch Themen und Überzeugungen, die wir mitgenommen haben von den Anfängen bis in unsere neuen Räume in Bochum und Dortmund.“ Und er ergänzt: „Wenn wir uns hier umsehen, könnte man sogar meinen, bodo sei erwachsen geworden. Aber wer ist heutzutage mit 18 schon erwachsen…“
Ein weltweites Erfolgsmodell
Am Anfang stand ein gutes Beispiel. „Big Issue“, das britische Vorbild aller europäischen Straßenzeitungen hatte schon aufs Festland ausgestrahlt. Mit Hinz&Kunzt in Hamburg gab es ein innovatives Konzept zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit, das den Mieterverein Dortmund veranlasste, auch die Gründung einer Straßenzeitung im Ruhrgebiet anzustoßen.
Am Ende der Gespräche mit Einrichtungen und Trägern stand bodo als monatliches Magazin für Bochum und Dortmund, verkauft von Menschen auf der Straße: „Zwei Mark, eine Mark für den Verkäufer“.
Dem Journalismus geht es schlecht. Das wissen alle. Die alten Geschäftsmodelle der Verlage brechen weg, ohne dass sich bislang neue etablieren konnten. In der Online-Welt konkurrieren die staatsfinanzierten Sender mit den Verlagen und Blogs um die Aufmerksamkeit im Internet. Zeitgleich wird der Markt der Online-Werbung von Google in einem Maße dominiert, dass eigentlich die Kartellbehörden aktiv werden müssten.
In dieser Situation kommt NRW-Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD) mit der Idee einer Recherche-Stiftung. Sie soll die entstehenden Defizite zumindest teilweise beseitigen. Mit einer neuen, irgendwie öffentlich-rechtlichen aber auch noch ach so staatsfernen Institution.
Am Montag findet in Dortmund eine Diskussionsveranstaltung des Straßenmagazins bodo und des Euromayday Ruhr statt. Titel: In der Hoffnung auf ein besseres Leben – Südosteuropäische Arbeitsmigration im Konflikt mit Bürokratie und Stammtisch.
Die Vertreibungskampagne gegen ArbeitsmigrantInnen aus Südosteuropa in der Dortmunder Nordstadt hält an. Polizei, Verwaltung und Medien zeichnen ein Bild der Bedrohung welches am Alltagsrassismus der Mehrheitsgesellschaft anschließt: „Horrorhäuser“, „Anstieg der Kriminalitätsrate“ und „Straßenstrich“ sind die Schlagworte.
Heute erscheint die Weihnachtsausgabe des Straßenmagazins. Auf acht zusätzlichen Seiten: Ein „Literatur Spezial“ mit dem brasilianischen Bestsellerautor Paulo Coelho. bodo druckt ein Interview, ein Porträt und eine Weihnachtsgeschichte, die Coelho exklusiv dem Netzwerk der internationalen Straßenzeitungen (INSP) zum Abdruck zur Verfügung stellt. Seit diesem Jahr ist Paulo Coelho Botschafter der internationalen Straßenzeitungen.
„Weihnachten auf der Straße“ heißt ein weiterer Schwerpunkt im Heft. Die Redaktion schildert die Lebenssituation von Wohnungslosen und informiert über bestehende Hilfen und Angebote.
„Zwei Dinge sind uns dabei wichtig“, sagt Redaktionsleiter Bastian Pütter: „Obdachlosigkeit ist das ganze Jahr über eine schwere Last und ein Skandal zugleich. Und: Es gibt Hilfen, die den Weg ,abwärts‘, der in der Obdachlosigkeit endet, nicht zu einer Einbahnstraße werden lassen.“
Unter der Überschrift „Gute Geschichten“ beschreibt bodo die Ziele und Erfolge des eigenen Engagements und stellt Menschen vor, für die es wieder aufwärts geht: „Menschen auf den Weg zu bringen, ihnen die Gelegenheit zu geben, neues Zutrauen in die eigenen Kräfte zu gewinnen – das ist unsere Arbeit, und sie schreibt ,gute Geschichten’“. Mit einer gleichnamigen Spendenaktion bittet der spendenfinanzierte bodo e.V. um Unterstützung.
Die Redaktion porträtiert den Bochumer „Teppich-Revolutionär“ Jan Kath, dessen geknüpfte, von der Industriekultur inspirierten Kunstwerke in Hollywood oder am Fürstenhof Monacos begehrt sind.
Zum Ende des 100. Jubiläumsjahres schaut bodo auf den Wunschzettel der Direktorin des Dortmunder Naturkundemuseums, Frau Dr. Dr. Elke Möllmann. Ganz oben steht etwas Großes: ein Mammut.
Martin Niewendick und Stefan Laurin waren auf dem Bundesparteitag der Piraten. Bei Kaffee und einem Gugelhupf haben sie ihre Eindrücke notiert.
Stefan Laurin: OK Martin. Parteitag der Piraten. In Bochum. Du kommst extra aus Witten angereist und was sehen wir im Ruhrcongress? 1800 Leute die miteinander über die Satzung streiten, sich Geschäftsfordnungsdebatten führen und dann auch noch sehr freundlich miteinander umgehen. Es war nett, aber es war auch ein wenig langweilig. Ich hatte nie das Gefühl das ich gerade miterlebe, wie die spannende, neue Politik von Morgen erfunden wird.
Martin Niewendick: Naja, was hätte auch passieren sollen? Die großen und kleinen Revolutiönchen finden wohl eher am Rande statt. Was mich gewundert hat: Die Partei, so heterogen sie auch ist, ist verdammt alt, verdammt biodeutsch und überraschenderweise auch sehr weiblich. Das passte so gar nicht zu den Vorurteilen, die man sonst von der Partei hat – nämlich jung, bunt und männlich. Aber es stimmt, Überraschungen haben wir nicht wirklich erlebt…