Fragestellungen zum Sachstand wissenschaftlicher Nachweise im Envio-Fall – was die Herkunft hoher PCB-Blutkonzentrationen und was die Herkunft der gesundheitlichen Auffälligkeiten bei der Envio-Arbeiterschaft betrifft. Von unserem Gastautor Rudolf Übbing.
Die Herkunft der hohen PCB-Blutkonzentrationen darf bereits als geklärt gelten; hier lassen sich aus frei zugänglichen, publizierten Datenmaterialien extrem hohe Signifikanzwerte ableiten, welche die hohe PCB-Blutkonzentrationen mit der Arbeit in der Envio-Firma assoziieren. – Wenn von 116 Arbeitern der „recycling company“ (Fa. Envio, inbegrif. Leiharbeiter) 80 Proz. – mithin also 93 Arbeiter – höhere Blutkonzentrationen als 75 andere Personen einer Vergleichsgruppe aufweisen, so ergibt sich hieraus eine extrem geringe Irrtumswahrscheinlichkeit für die Annahme einer systematisch bedingten PCB-Belastung.
Wer dann den Lebenswandel der betroffenen Arbeiter als Ursache für die hohe PCB-Belastung heranziehen will (wie geschehen), kann bei strenger Betrachtung sich eigentlich nur lächerlich machen.







