Pädophilie hat viele Gesichter, auch mit Geschichte.

Es ist nicht verwunderlich und das mag auch der Eine oder Andere bereits wissen: pädophil kann jeder sein.
Schätzungen zufolge sind zwischen 1 – 3 % der Bevölkerung
pädophil, wobei die Quote nur unter den Männern betrachtet nochmal auf ca. 5 % steigt. Theoretisch kann es also jeder sein: der einsam erscheinende Mann von gegenüber, der meist nur verstohlen den Blick hebt, während er ihn sonst stets auf den Boden richtet, konsequent beige trägt und zu fettigem Haar neigt, genauso wie der weltoffene Germanistik-Student freitags in der Kneipe. Und so abstoßend das die meisten von uns finden, so geht es den Betroffenen oft ähnlich.

Dabei weiß die Forschung zwischen verschiedenen Arten der Pädophile zu unterscheiden.

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Der Schaden von Animal-Peace – Ein Wut-Monolog.


Was ich davon halte, dass Animal-Peace die feigen Taten von Marcel Heße in Herne als Hamstermorde degradiert.

Ich verstehe wirklich viel, so menschlich gesehen. Ich kann unterschiedliche Positionen einnehmen und mich in den Verstand meiner Mitdiskutierenden reindenken, um angemessener auf diese zu reagieren oder wahlweise manipulieren zu können. Ich kann dir deine Argumentationsstruktur analytisch auseinander nehmen oder meinetwegen auch ganzheitlich gesehen über den Naturgeist philosophieren. Alles kein Problem, denn ich bin ja Menschenfreundin, Pazifistin (ja!!) und ich befinde mich oft in einem kontinuierlichen Streben nach Harmonie, bin ruhig und entspannt, meistens. Das alles brauche ich auch, denn früh übt sich, wer bald Psychotherapeutin ist. Das alles erzähl ich euch jetzt nicht einfach so, aber ich möchte betonen, dass ich nicht dazu neige andere Positionen zu untergraben, mich wilder Polemik zu bedienen oder wie jetzt, einfach nur öffentlich Stellung zu beziehen, echt nicht. Aber das, was Animal-Peace sich heute heute geleistet hat (ich lag noch im Bett als ich das las, das war echt früh und ich hätte eigentlich noch 3 Stunden weitergeschlafen können) hat mich weder in Ruhe schlafen noch weiter chillen lassen (denn ich wurde von einer unfassbaren Wut und Übelkeit heimgesucht), so dass ich mich so dann an den Schreibtisch setzte. Die Überschriften der Facebook-Posts von Animal Peace der letzten Tage lasen sich so:

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Der 10. historische Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle – was ein Spaß.

Lu Rieland hat gestern für die Ruhrbarone den 10. historischen Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle in Bochum besucht. Diese Kirmes der besonderen Art (super, toll, nicht nervig, gute Musik!)  kann man noch heute, am 26.02.17 oder am nächsten Wochenende vom 04. – 05.03.17 besuchen. 

Klar könnte man jetzt sagen: ganz sicher ein Spaß für Jung und Alt, aber diese Floskel würde der Atmosphäre dort einfach nicht gerecht werden, obwohl sie wahr ist. Die ganzen Witzbolde unter den Schaustellern schaffen es aber tatsächlich die normalerweise eher nervigen Erfahrungen in uns, nämlich die der wummernden Technobeat-Asi-Kirmesatmosphäre der Neuzeit einfach vollständig in den Hintergrund zu rücken und, ob mit Schnulzballaden auf der Raupe oder Jazz zwischendurch, komplett neue Eindrücke aus vergangener Zeit zu schaffen. Deswegen bin ich jedenfalls eine alljährige Besucherin und bleibe es auch. Schaut doch mal vorbei, wenn ihr Zeit habt und küsst z. B. euren Schatz unter dem Verdeck der immer schneller werdenden Raupe – extrem aufregend.

 

.. in der Jahrhunderthalle, noch am 26.02.17, und noch am 04. & 05.03.17

 

Original Raupenbahn von Peter Buchholz – die Bahnboys

 

Original Raupenbahn von Peter Buchholz – 5 kleine Kinder passen in eine Reihe 😀

 

Riesenrad von Werner Feldmann – man kann über den ganzen Jahrmarkt schauen von oben.

 

 

Looping the Loop von Gilbert Marquis – ein Looping ist gar nicht so leicht.

 

Die nostalgische mobile Miniaturkirmes von M.A. de Weijer’s – sehr süß und sehenswert.

 

Das nostalgische Fotostudio mit J.P.M. Poos – auch die wartende Schlange vor dem kleinen Häuschen hat beim Beobachten der gerade Fotografierten Spaß.

 

… gerade zeichnet der Künstler beeindruckend schnell eine Besucherin …

 

Doctor Marrax posiert für die Ruhrbarone, zauberte vorher tolle Zaubertricks und alle freuten sich.

 

Das lange Gesicht der Autorin im Spiegelkabinett (auch von Peter Buchholz) – nach Angaben am Einlass: „Ein Opi kam gestern hier raus und sagte es sei wie früher ..“
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Wer will „Paro“ kennenlernen?

 

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Foto: Cristóbal Márquez

Ein Interview mit Julian Gerhard zum Projekt „Die Vergessenen“ von Lu Rieland

Paro ist die Robbe, die man auf dem Bild sieht. Ich sage: eine! der Hauptattraktionen von Julian Gerhards neuem Projekt am Mo, den 28.11.16 in der Stadtbücherei in Bochum. Nachdem man zuletzt im Zusammenhang mit leuchtenden Würfeln auf dem Bochumer Rathausvorplatz (Projekt „Lighthouse Square“) und integrierter, authentischer Arbeit mit Flüchtlingen von Julian Gerhard hörte, bietet der Absolvent „Szenischer Forschung“ Interessierten nun gemeinsam mit einem Künstlerkollektiv eine intensive Auseinandersetzung zum Thema Demenz in Form eines Szenischen Essays zum Mitfühlen an. Mitfühlen deshalb, weil eine großes Augenmerk auf den individuellen Erfahrungen und Perspektiven der Erkrankten selbst liegt, aber auch deren Angehörige spielen eine Rolle. Nach dem Erfolg von „Vater“ im Schauspielhaus bin ich mir sicher, dass sich auch durch „Die Vergessenen“ unsere Wahrnehmung im Hinblick auf diese komplexe Krankheit erweitert.

 

Ja, es ist ja noch nicht so lange her, dass wir uns das letzte mal über ein Projekt von dir unterhalten haben. Also, sei erneut gegrüßt. Das allerwichtigste: Gib mir die Robbe während wir reden.

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Think inside the box und geh in sie hinein! Interview mit Julian Gerhard über sein Kunstprojekt „Lighthouse Square“

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Foto: Cristóbal Márquez

Julian Gerhard (ganz rechts im Bild), 32, hat kürzlich seinen Master in „Szenischer Forschung“ an der Ruhr-Universität abgeschlossen und war in Bochum zuletzt im Schauspielhaus mit seinem Konzept des Künstlerroulettes zu sehen. Am Sa, den 27.08.16 ab 16.30 Uhr möchte er nun auf dem Vorplatz des Rathauses in Bochum Passant*innen und Interessierten geflüchtete Menschen und deren Geschichten näher bringen. Dafür wurden eigens würfelförmige Häuschen angefertigt, die am kommenden Wochenende rund um eine Feuerstelle platziert werden. In den Würfeln ist immer nur Platz für genau zwei Menschen, nämlich für eine*n Geflüchtete*n und eine andere Person. Ob die etwa 20-minütige Zeit innerhalb der Box ausschließlich für die vorbereiteten, autobiographisch angelegten Performances, vielleicht aber auch für weiterführende Fragen, Gespräche oder was auch immer genutzt wird, steht den Beteiligten frei und bleibt offen. 

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