Am Mittwoch hält der Journalist und Nahost-Experte Thomas von der Osten-Sacken im NRDPL einen Vortrag zum Nahost-Konflikt. Im Zentrum seines Vortrages steht die These, der Konflikt werde längst von Gruppen bestimmt die drohen, den ganzen Nahen Osten in eine failed region zu verwandeln. Schon lange ließe sich der Nahost-Konflikt nicht mehr auf die Differenzen zwischen Israelis und Palästinenser reduzieren.
Vortrag: Der „Nahost-Konflikt“ Mittwoch, 5. November, 20.00 Uhr, Nordpol, Dortmund
Kaputtlachen und Entsetzen liegen sehr nah beieinander an diesem Abend. Sie werden als »Kanacken« beschimpft und als »Islamspeichellecker«: Erschreckend, was für Leserbriefe die Mail-Postfächer der Journalistin Özlem Gezer und ihrer Kollegen fluten.
Seit zwei Jahren gibt es Hate Poetry, seitdem lesen und kommentieren Journalisten renommierter Zeitschriften mit migrantischem Hintergrund die unfreundlichsten, dümmsten und schockierendsten Zuschriften ihrer besonders »deutschen« Leser.
Seiner erste Veröffentlichung seit über 20 Jahren ist der lang erwartetenotwendige Kommentar zur Lage der Nation: Eine Vinyl-Single mit gleich zwei ebenso zeitgemässen wie aalglatten Versionen grosser deutscher Popklassiker.
„Außergewöhnliche Zeiten erfordern eben außrgewöhnliche Cover-Versionen!“ begründet der beleibte Volksbarde sein vielumjubeltes Comeback. Kongenial interpretiert der Wahre Heino die großen bundesrepublikanischen Hymnen: „Die letzte Schlacht“ von Ton Steine Scherben und „Deutschland“ von Slime mit der gehörigen Dosis Prunk und Pathos, entstanden sind wahre Volkslieder der neuen Generation – und diese neue Veröffentlichung auf dem legendären Berliner Undergroundlabel „Human Wrechords“ muss natürlich gefeiert werden, nämlich am 9. November im Goldenen Hahn in Kreuzberg.
Lag es daran, dass die Eisadler Dortmund es neuerdings gerne spannend machen oder lag es am Halloween? Auf jeden Fall musste bis zum Abpfiff gezittert werden, bevor mit dem 6:5-Heimerfolg gegen die Soester EG der 6. Sieg im 6. Meisterschaftsspiel der Regionalliga West unter Dach und Fach war.
„Süßes oder Saures“ lautete lange Zeit das Motto für die Eisadler, am Ende konnte dann doch die Tabellenführung verteidigt werden, zumal im Parallelspiel Bad Nauheim mit 7:11 (nach 4:0-Führung!) in Solingen unterlag.
Dreißig Minuten lang sah es am Freitagabend an der Strobelallee nach einem klaren Sieg für die Dortmunder gegen die Bördeindianer aus. Bereits nach fünf Minuten gab es nach Toren von Felix Berger und Benjamin Proyer einen 2:0-Vorsprung. Kapitän Niko Bitter markierte in der 13. Minute dann das 3:0 und die Führung hätte zu diesem Zeitpunkt gemessen an den vielen Chancen noch wesentlich deutlicher sein können. Die Gäste aus Soest kamen nur gelegentlich vor das Tor der Eisadler, die kurz vor der ersten Pause sogar in Unterzahl gleich mehrfach die Führung noch weiter hätten ausbauen können.
Ist er der nächste Oberbürgermeister Essens? Während die SPD noch verzweifelt nach einem Oberbürgermeisterkandidaten sucht, hat die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative -kurz DiePARTEI – Jürgen Lukat nominiert. Lukat ist Fan des FC Kray und leidet nach Angaben der PARTEI an einer aufkommenden Profileurose, verursacht durch seine politischen Erfolge.
Das Straßenmagazin „bodo“ porträtiert im November die Bochumer Schauspielerin Nermina Kukic, trifft einen Erben des legendären Musikers und Komponisten Moondog, begleitet Flaschensammler und besucht Manga- und Cosplay-Fans. „bodo“ gibt es nur auf der Straße.
Nermina Kukic spielt Marilyn, Dennis Hopper, Heidi Klum im Bochumer Rottstr5-Theater. Vorher war sie Susi Schäfer in der Serie Marienhof. Ein Porträt der Bochumerin vom Balkan, der Wuppertaler Weltbürgerin, einer deutschen Schauspielerin.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Foto: Robin Patzwaldt
Borussia Dortmund wird nach den bedauerlichen Vorfällen rund um das Spiel der zweiten BVB-Mannschaft gegen den FC Hansa Rostock vom vergangenen Sonntag gemeinsam mit der Polizei entschieden gegen Chaoten vorgehen und die Täter hart bestrafen.
Vor dem Anstoß hatten sich ca. 300 BVB-Sympathisanten widerrechtlich Zutritt zum Stadion Rote Erde verschafft, gut 60 unter ihnen provozierten im Anschluss vor dem Gästefanblock auf der Laufbahn und auf Teilen des Spielfeldes Rostock-Fans. Nach Abstimmung mit der Polizei stoppte der BVB aufgrund der nicht eindeutigen Lage den Stadioneinlass und ließ aus Sicherheitsgründen auch (Arbeits)-Bereiche der Haupttribüne sowie des Innenraumes vorübergehend räumen.
Borussia Dortmund stellte unmittelbar Strafanzeige, die Polizei startete daraufhin mit einer Feststellung der Personalien im gesperrten BVB-Fanblock. All diese Maßnahmen in Gänze verzögerten den Anstoß des Drittliga-Duells um rund 90 Minuten.
Heute werden in Köln wahrscheinlich über 1000 Hooligans, darunter viele Neonazis, gegen Salafisten demonstrieren. Eigentlich wäre der Protest gegen Salafisten ein gutes Thema für alle Nazi-Gegner. Anfang November wird Lothar Galow-Bergemann auf einer Veranstaltung in Kassel sprechen. Den Text der Einladung halten wir für eine gute Grundlage, um in die Diskussion einzutreten, den Hooligan-Aufmarsch in Köln für einen guten Anlass, denn der Kampf gegen autoritäre Strukturen, gegen die Unterdrückung von Andersdenkenden, Frauen und Schwulen ist nun wirklich kein Thema von Nazis und rechten Schlägern, die in vielen den Salafisten ähneln, gegen die sie zu kämpfen vorgeben.
So sehr in Deutschland Konsens darüber herrscht, „wir alle“ seien „gegen Nazis“, so notwendig und unersetzbar sind antifaschistische Initiativen, die diesem Frieden nicht trauen. Seit Jahrzehnten begrenzen sie Handlungsspielraum und Einfluss der Naziszene oft mehr als es Staat und „Mitte der Gesellschaft“ tun. Antifa, das ist ihr unschätzbares Verdienst, will in Zeiten, in denen leider keine Aussicht besteht, die Verhältnisse grundsätzlich zum Tanzen zu bringen, wenigstens den allerschlimmsten und barbarischsten Kräften in den Weg treten.
Die ‚weiße Weste‘ der Eisadler Dortmund hat ihren ersten Fleck bekommen. Zwar gab es auch im fünften Meisterschaftsspiel der neuen Saison den fünften Sieg, dieser musste allerdings erst im Penaltyschiessen hart erkämpft werden.
Nach 60 Spielminuten stand die vor allem in der Schlussphase äußerst spannende Partie gegen Dinslaken nämlich 3:3-Unentschieden.
Zwei sicher verwandelte Penalties von Kevin Thau brachten den Eisadlern dann den Zusatzpunkt.
Chancen hatten die Eisadler Dortmund am Freitagabend vor über 450 Zuschauern gegen die Kobras aus Dinslaken reichlich, aber über weite Strecken konnten sie nicht genutzt werden. Zudem zeigte Felix Zerbe im Tor der Dinslakener eine sehr gute Leistung. In der 1. Minute fälschte er sogar einen Dortmunder Schuss mit dem Helm ab. So gab es bereits im ersten Drittel ein klares Chancen- und Spielanteileplus für die Gastgeber, aber egal wer aufs Tor stürmte, den Puck brachte er nicht über die Torlinie. In der 9. Minute gab es z.B. drei klare Chancen in Sekundenfolge. Stattdessen erzielte Sven Linda mit einem abgefälschten Schuss in Überzahl kurz vor der ersten Pause sogar das 0:1 für die Gäste. Die setzen mit gelegentlichen Kontern und ihrem Forechecking immer wieder Nadelstiche.
Auch die Wiehl Penguins konnten am späten Freitagabend im Eissportzentrum an den Westfalenhallen den aktuellen Höhenflug der Dortmunder Eisadler nicht stoppen. Mit 12:2 gewann das Team von EAD-Trainer Krystian Sikorski auch in dieser Höhe verdient und festigte mit der Maximalausbeute von 12 Punkten nach den ersten vier Meisterschaftsspielen die Tabellenführung.
Die Gäste aus dem Oberbergischen hatten schon bei der Anreise ihre Schwierigkeiten, denn ein größerer Stau rund um das Westhofener Kreuz verhinderte ein pünktliches Ankommen. So konnte die Begegnung erst mit über 30 Minuten Verspätung angepfiffen werden. Von Beginn an nahmen die Eisadler das Geschehen fest in die Hand und schon die 2:0-Führung nach 10 Spielminuten war mehr als verdient. Die Penguins versuchten mit einer defensiven Ausrichtung und gelegentlichen Kontern im Spiel zu bleiben und konnten sich in der 15. Minute zumindest kurzfristig über den Anschlusstreffer zum 2:1 freuen.