#EM2016: Man muss dem ARD-Experten Mehmet Scholl für die Kritik an der DFB-Elf dankbar sein!

Mehmet Scholl (li.) bei der Arbeit. Quelle: Wikipedia, Foto: Adrian Zawislak, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Mehmet Scholl (li.) bei der Arbeit. Quelle: Wikipedia, Foto: Adrian Zawislak, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Viertelfinalspiele bei der Fußball-EM in Frankreich liegen inzwischen bekanntlich hinter uns. Portugal gegen Wales und Frankreich gegen Deutschland, so lauten die beiden Halbfinalspiele, welche ab Mittwoch ausgespielt werden. Dass Deutschland es über die hohe Viertelfinalhürde ‚Italien‘ geschafft hat, das verdankt das Team einer großen Portion Glück in einem wirklich denkwürdigen Elfmeterschießen, welches erst nach insgesamt 18 (!!!) Versuchen beendet werden konnte.

Zwischendurch stand die Löw-Elf bereits mehrfach kurz vor dem ‚Aus‘. Am Ende trauerten aber die Italiener, waren die Unglücklicheren an diesem Abend, nach der knappsten aller denkbaren Entscheidungen im modernen Fußball. Und trotzdem wurde im Nachgang der Partie vom Samstag in erster Linie über die Kritik von Mehmet Scholl diskutiert, welche er, vom Zeitpunkt her etwas überraschend, direkt nach dem Weiterkommen der DFB-Mannschaft öffentlich äußerte.

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Dortmund: BVB-Fans fordern ‚Kuba muss bleiben!‘

Foto: Robin Patzwaldt
‚Kuba‘ noch vor Saisonstart 2015/16 in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Nach zuletzt einem eher glücklosen Jahr beim AC Florenz kehrt BVB-Kicker Jakub ‚Kuba‘ Błaszczykowski nach der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich, wo er aktuell für sein Heimatland Polen kickt, nach Dortmund zum BVB zurück. Zumindest auf dem Papier. Beobachter rechneten zuletzt mehrheitlich mit einem wohl erneut nur sehr kurzen Aufenthalt in Westfalen. Trainer Thomas Tuchel schien offenbar nicht sonderlich viel vom Polen zu halten. Ein ‚Verkauf‘, oder aber eine weitere Ausleihe zeichnete sich für den 30-Jährigen ab.

BVB-Fans machen sich mit einer Online-Petition nun allerdings stark für einen Verbleib des Mittelfeldspielers in der Elf des Vizemeisters. Ob sie damit tatsächlich Gehör bei den Verantwortlichen der Schwarzgelben finden werden?

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‚Pioniere des Comic‘ – Überblickswerk zu den Anfängen der Comic-Kultur

presse_sterrett_polly 2 (600x418)Auch wenn ich mich persönlich zwar als grundsätzlichen, langjährigen Comic-Fan, aber bisher doch nur sehr begrenzt auch als wirklichen Comic-Experten bezeichnen würde, zog die Neuerscheinung ‚Pioniere des Comic‘, welche in diesen Tagen frisch auf dem Buchmarkt erschienen ihre Käufer sucht, sehr rasch meine volle Aufmerksamkeit auf sich.

Comic Cover (466x600)Und ich wurde auch wirklich nicht enttäuscht. Viel zu lernen, viel zu entdecken in Sachen Comic-Geschichte. Sehr charmante Zeichnungen. Der Band lohnt sich, auch für ‚Nichtexperten‘ wie mich. Keine Frage!

Spektakulär, groß und in Farbe, so eroberte der Comic ab 1897 sein Publikum. Und der Verlag Hatje Cantz publiziert mit ‚Pioniere des Comic‘ nun mit diesem Bildband ein umfassendes Überblickswerk zu den Anfängen der Comic-Kultur.

Die Leser, unabhängig von Bildungsgrad und gesellschaftlicher Zugehörigkeit, waren seinerzeit von dieser neuen Kunstform offenbar sofort sehr fasziniert.  Es begann eine ungeahnte Erfolgsgeschichte für  dieses damals noch völlig neuartige, visuelle Medium, welches den US-Bürgern ab sofort sehr regelmäßig in den amerikanischen Tageszeitungen begegnete.

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#EM2016: Und plötzlich läuft das Turnier – Besonders Deutschland, Island und Italien sei Dank!

Manuel Neuer. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0
Manuel Neuer. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Manchmal muss man offenbar nur mal kräftig meckern, und schon wird man auch erhört. Nein, mal ganz im Ernst, dass es bei der Fußball-Europameisterschaft nach zunächst äußerst zähem Beginn, selbst zu Beginn der ersten Achtelfinalspiele ja noch, nun zuletzt seit Sonntag vergleichsweise unterhaltsam zugegangen ist, das wurde doch auch wirklich allerhöchste Zeit!

Die Spiele Vier bis Acht der ersten KO-Runde konnten so doch zumindest teilweise noch für manch eine zähe Veranstaltung zu Turnierbeginn ein Stück weit entschädigen. Vorbei plötzlich das teils unwürdige Ballgeschiebe der Vorrundenspiele, endlich deutlich mehr Engagement und auch attraktive Offensivszenen.

Und zum Glück überzeugte dabei eben auch längst nur die DFB-Auswahl bei ihrem überraschend klaren 3:0-Erfolg gegen die Slowakei am Sonntag, auch die Spiele der Italiener, Belgier, und Isländer machten zuletzt richtig Lust auf die ab Donnerstag nun anstehenden Viertelfinalspiele der EM in Frankreich.

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Dortmund: Harte Zeiten für BVB-Fans – Henrikh Mkhitaryan und Neven Subotic vor dem Abgang

Foto: Robin Patzwaldt
Foto: Robin Patzwaldt

Dass diese Sommerpause in der Fußball-Bundesliga beim BVB einen größeren Umbruch bringen würde, das war erwartet worden. Das Ausmaß, welches sich inzwischen abzeichnet, das kommt dann so aber doch überraschend.

Im Frühjahr hatte BVB-Boss Aki Watzke einen Abgang aller drei eigentlich zur vorzeitigen Vertragsverlängerung in Dortmund auserkorenen Leistungsträger (Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Henrikh Mkhitaryan) im Star-Talk noch kategorisch ausgeschlossen. Inzwischen deutet immer mehr darauf hin, dass es trotzdem eben letztendlich genau so kommen wird.

Hummels und Gündogan sind bekanntlich beim BVB schon Geschichte, nun deutet auch vieles auf einen nahenden Abgang von Henrikh Mkhitaryan in Richtung Manchester United hin.

Eine Ablösesumme von über 30 Millionen Euro gilt hier als realistisch. Der BVB wäre ja wohl auch irgendwie ‚blöde‘, wenn er den Armenier, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, durch eine weiterhin sture Weigerung dem vom Spielerberater forcierten Transfer letztendlich doch zuzustimmen, zu einem potentiellen Unruheherd der nächsten Saison machen würde. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken (fast) ohne Ende.

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#EM2016: Durchhalten! – Die Hoffnung auf unterhaltsamen Fußball stirbt ja bekanntlich zuletzt!

Wer kriegt diesmal den Pokal? Quelle: Wikipedia, Foto: Football.ua, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Wer kriegt diesmal den Pokal? Quelle: Wikipedia, Foto: Football.ua, Lizenz: CC BY-SA 3.0

So, da haben wir Fußballfreunde nun also endgültig den ‚Salat‘! Nach einer ziemlich öden Gruppenphase richteten sich die Hoffnungen der positiv denkenden Zeitgenossen unter uns zuletzt ja voller Hoffnung auf den Beginn der KO-Spiele.  Ab dem Achtelfinale sollte die Zeit der überwiegend taktisch geprägten, ereignisarmen Spiele, in denen beide Mannschaften in erster Linie nicht verlieren wollen um sich Punkte für den Einzug in die direkten Duelle der letzten 16 zu sichern, bei dieser EM dann ja eigentlich endgültig vorbei sein.

Der gestrige Tag, bei dem bereits drei dieser brisanten Duelle anstanden, belehrte uns dann jedoch eines Besseren. Dieses öde Gekicke geht offenbar einfach so weiter. Plötzlich heißt es als Erklärung dafür jedoch, es hätte sportlich einfach zu viel auf dem Spiel gestanden um hier nun ein wirklich attraktives Fußballspiel zuzulassen. Böse Falle!

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Ist der ‚Salary Cap‘ aus der NHL nicht auch ein lohnendes Denkmodell für die Fußball-Bundesliga?

Der Stanley Cup. Foto: Robin Patzwaldt
Der begehrte ‚Stanley Cup‘. Foto: Robin Patzwaldt

Die nordamerikanische Profi-Eishockey-Liga `NHL‘ (National Hockey League) sorgt aktuell auch hierzulande mal wieder für einige Schlagzeilen in der Sportszene. Ab der übernächsten Saison wird dort die bisher aus 30 Franchises (‚Clubs‘) bestehende Liga nämlich ein 31. Team in ihr eigentlich geschlossenes System aufnehmen. Die Stadt Las Vegas erhält für eine Zahlung von kolportierten 500 Mio. US-Dollar, welche unter allen anderen Teams aufgeteilt werden wird, ein Startrecht in der besten Eishockey Liga der Welt.

Sicherlich so nichts, was sich ganz einfach und problemlos in das europäische Sportgeschehen übertragen ließe. Sportfans hierzulande sind traditionell mehrheitlich noch immer strikte Anhänger von Auf- und Abstieg. Und auch die Deutsche Eishockeyliga (DEL) hat zuletzt schon eher schlechte Erfahrungen mit einem in sich geschlossenen Ligasystem gemacht.

Ein anderer in diesem Zusammenhang nun bekanntgewordener Fakt verdient allerdings auch hierzulande eigentlich einmal mehr tatsächlich etwas mehr Beachtung: Der sogenannte ‚Salary Cap‘ wurde, wie in diesem Zusammenhang bekannt wurde, bereits für die nächste, im kommenden Herbst beginnende Spielzeit, in Übersee von bisher 71,4 auf zukünftig 73 Millionen US-Dollar angehoben. Die Untergrenze des ‚Cap‘ liegt demnächst bei 54 Mio. US$.

Was zunächst noch ziemlich beiläufig erscheinen mag, ist bei etwas näherer Betrachtung aber einer der Hauptfaktoren dafür, dass die NHL seit Jahren extrem ausgeglichen und spannend verläuft, seit Jahren schon kein Team mehr seinen Titelgewinn verteidigen konnte, auch Teams aus dem Tabellenkeller häufig binnen weniger Jahre wieder zu echten Titelanwärtern auf den ‚Stanley Cup‘ mutieren können.

Ein äußerst erfolgreiches Regulierungsinstrument also, welches man bei der zunehmenden Dominanz einiger weniger Teams im europäischen Fußball, durchaus einmal für eine wieder deutlich spannendere Zukunft der Ligen in Betracht ziehen und diskutieren sollte.

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#EM2016: Deutschland holt den Gruppensieg –Trotzdem kann es eigentlich nur besser werden!

Sebastian Schweinsteiger als 'Hologramm' im Fußballmuseum. Foto: Robin Patzwaldt
Bastian Schweinsteiger als ‚Hologramm‘ im Fußballmuseum. Foto: Robin Patzwaldt

Die Gruppenphase bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich hat die DFB-Elf nun also tatsächlich erwartungsgemäß auf Platz 1 in ihrer Gruppe beendet. Damit ist das Achtelfinale erreicht, ein erstes Zwischenziel seit gestern Abend erfolgreich abgehakt. Das unerwartet knappe 1:0 gegen Nordirland war dabei allerdings eindeutig die bisher beste Leistung der Löw-Truppe.

Doch wirklichen Grund zur Zufriedenheit lieferte auch dieses Ergebnis am Dienstagabend noch immer nicht. Der Erfolg hätte, gemessen an den Spielanteilen, natürlich deutlich höher ausfallen müssen.

So bleibt am Ende der Gruppenphase für die Deutschen zwar der erhoffte erste Tabellenplatz, allerdings eben auch die Erkenntnis, dass eigentlich kein einziges der drei Spiele die Erwartungen an einen Weltmeister wirklich erfüllen konnte. Und das stimmt einen als Beobachter im Hinblick auf die nun folgenden KO-Spiele so eher nachdenklich. Sollte es zumindest.

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Große Show, wenig Neues: Markus Weinzierl nun endlich auch offiziell auf Schalke vorgestellt

Markus Weinzierl. Quelle: Wikipedia, Foto: Maerwa, Lizenz: CC BY 3.0
Markus Weinzierl. Quelle: Wikipedia, Foto: Maerwa, Lizenz: CC BY 3.0

Es hat sich ja dann doch noch einige Wochen hingezogen, doch heute war es endlich soweit. Frei nach dem Motto ‚Was lange währt wird endlich gut‘ traten erstmalig in Gelsenkirchen Neu-Manager Christian Heidel und sein ausdrücklicher Wunschtrainer Markus Weinzierl gemeinsam vor die versammelten Medienvertreter.

Und im Blitzlichtgewitter bot sich nun für langjährige Schalke-Beobachter ein wahrlich ungewohnter Anblick. Diese beiden anerkannten Fachleute der Szene werden also ab sofort die Geschicke der Königsblauen mit zu verantworten haben. In gut 30 Minuten präsentierten sie den Anwesenden dabei ihre jüngsten Erkenntnisse und Absichten. Professionell, sympathisch. Doch, um es vorweg zu nehmen, wirklich viele neue Erkenntnisse boten ihre Aussagen dabei jedoch nicht.

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ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann: Nicht ihr Geschlecht ist das Problem, sondern ihre Leistung!

Claudia Neumann. Foto: Copyright: ZDF/Peter Kneffel
Claudia Neumann bei der Arbeit. Foto: Copyright: ZDF/Peter Kneffel

Es ist ein gerne genommenes, emotionalisierendes Sport-Thema. Bei einer Fußball-EM, wo das sportliche bisher den hohen Erwartungen vieler Fans noch nicht gerecht werden konnte, wundert es daher nicht, dass aktuell in Deutschland mal wieder aufgeregt über die Leistungen der  ‚Fußballkommentatoren‘ diskutiert wird.

Im Mittelpunkt steht dabei diesmal ganz besonders die ZDF-Mitarbeiterin Claudia Neumann, welche gerade als erste Frau bei einem solchen Top-Ereignis Live-Spiele in Deutschland im Fernsehen kommentieren darf.

Die im Jahre 1964 in Düren geborene Journalistin arbeitet dabei bereits seit dem Jahre 1999 in der ZDF-Hauptredaktion Sport. Regelmäßigen Sportbeobachtern in diesem Lande ist sie daher längst nicht unbekannt. Bereits seit dem Jahre 2003 begleitet sie die Frauennationalmannschaft bei den großen Turnieren, seit 2011 auch als Live-Reporterin der WM-Spiele. Im Herrenbereich feierte sie nun aber bei der EM in Frankreich Premiere. Und genau das brachte sie in die nationalen Schlagzeilen.

In den letzten Tagen musste sie dafür sehr viel Kritik ertragen, teilweise auch deutlich ‚unter der Gürtellinie`. Und das hat sie so natürlich beileibe nicht verdient.

Natürlich kommentiert sie nicht besonders gut, macht sie vielleicht auch auffällig viele inhaltliche Fehler, ist auch ihre Stimme wohl nicht sonderlich angenehm zu hören, wirkt auf oft anstrengend und wenig sympathisch was man von ihr so zu hören bekommt. Doch unterscheidet sie sich darin wenig bis gar nicht von vielen ihrer anderen, männlichen Kollegen bei ARD und ZDF!

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