Fifa Klub-WM 2025: Viertelfinale, volles Konto – und tschüss!

Foto: Robin Patzwaldt

Es ist vorbei – zumindest für die deutschen Teams. Sowohl der FC Bayern München (0:2 gegen Paris SG) als auch Borussia Dortmund (2:3 gegen Real Madrid) sind im Viertelfinale der FIFA-Klub-WM 2025 in den USA ausgeschieden und können ihren Profis nun die wohlverdiente Sommerpause gönnen – eine Pause, die bei einem Weiterkommen noch kürzer ausgefallen wäre.

Kaum sportlicher Glanz, dafür viel Geld

Was bleibt aus hiesiger Sicht von dem Turnier? Sportlich nicht viel. Finanziell sollen beide Bundesligavertreter mit über 50 Millionen Euro für ihre Auftritte entlohnt worden sein – eine beachtliche Summe angesichts der eher mäßig unterhaltsamen Darbietungen der Teams.

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Zwischen Kasse und Klasse – Der BVB und das Dilemma mit seinen Talenten

Der Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé, hier noch im BVB-Trikot. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Borussia Dortmund ist seit Jahren bekannt dafür, Talente zu entdecken, zu fördern und gewinnbringend weiterzuverkaufen. Kaum ein anderer Klub in Europa hat sich derart erfolgreich als Sprungbrett für junge Spieler positioniert. Doch was lange als Erfolgsmodell galt, beginnt zu bröckeln – zumindest aus sportlicher und emotionaler Sicht.

Das jüngste Beispiel: Jamie Gittens. Der 20-jährige Engländer, der

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Iggy Pop in Köln – Ein echt legendärer Abend am Tanzbrunnen

Es gibt Musiker, die will man in seinem Leben einfach unbedingt mal live erlebt haben. In diese Kategorie gehört für mich persönlich Iggy Pop, den ich schon seit den 1980er-Jahren intensiv begleite, bisher aber noch nie im echten Leben habe live spielen hören.

Am 1. Juli 2025 war es dann endlich soweit. Iggy brachte den Tanzbrunnen in Köln zum Beben, und ich war trotz Rekordhitze von bis zu 39 Grad live dabei. Für die Leser der Ruhrbarone habe ich aus dem Rheinland ein paar Eindrücke von einem Konzertabend mitgebracht (Fotos siehe unten), den ich so schnell nicht vergessen werde.

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Wolte-Wer? – Bayerns neue Transferbescheidenheit

An der Geschäftsstelle des FC Bayern München. Foto: Robin Patzwaldt

Jahrelang wurde der FC Bayern München dafür kritisiert, auf dem Transfermarkt in unschöner Regelmäßigkeit der Konkurrenz die stärksten Spieler abspenstig zu machen – und so nicht nur den eigenen Kader zu stärken, sondern zugleich den jeweils stärksten nationalen Mitbewerber zu schwächen.

Die Liste der Beispiele ist lang und reicht von Robert Lewandowski, den die Münchner – wie zuvor auch Mario Götze – einst dem BVB wegschnappten, über Andreas Herzog von Werder Bremen bis hin zu Kalle Del’Haye, den die Bayern einst von Borussia Mönchengladbach an die Isar lotsten.

Aktuell kursiert in den Medien der Name Nick Woltemade, wenn es um potenzielle Neuzugänge des Rekordmeisters geht. Der Name zeigt schon

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Ein Hoch auf das Sommerloch! – Warum wir uns in diesem Jahr über eine Nachrichtenflaute freuen würden

Ist bald endlich mal weniger los? Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Ach ja, das Sommerloch. In normalen Jahren mag ich diese alljährliche Durststrecke der Relevanz – wenn Politiker im Urlaub sind, Parlamente pausieren und Redaktionen fieberhaft nach Meldungen suchen, die sich irgendwie in Schlagzeilen verwandeln lassen – nicht besonders. Beruflich nicht, und auch privat ist mir die Tal-Zeit zwischen Ende Juni und Ende August im Regelfall ein Graus.

In diesem Jahr wird das anders sein. Da sehne ich es regelrecht herbei.

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FIFA-Klub-WM in den USA: Noch schlimmer, als befürchtet

BVB-Trainer Niko Kovac steht in den USA vor vielen Herausforderungen. Foto: Robin Patzwaldt

Dass die FIFA mit der aufgeblähten Klub-WM ein weiteres Monument ihrer Gigantomanie errichtet, war abzusehen. Dass das Turnier ausgerechnet im Hochsommer 2025 in den USA stattfindet – in einem ohnehin überfrachteten Fußballkalender – ist eine Zumutung für Spieler, Trainer und Fans.

Besonders hart trifft es europäische Topklubs wie den FC Bayern München und Borussia Dortmund. Beide sind in diesen Tagen in Nordamerika als Teilnehmer dabei – und zeigen schon jetzt, warum dieses Turnier nicht nur überflüssig, sondern für die sportliche Zukunft der Teams auch gefährlich ist.

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Naturwunder mit Hufen – Die Wildpferde von Dülmen

Bei den Wildpferden in Dülmen. Foto(s): Robin Patzwaldt

Mitten im westlichen Münsterland, eingebettet in die Moor- und Heidelandschaft des Merfelder Bruchs, leben sie – die letzten Wildpferde Europas: die Dülmener Wildpferde. Seit Jahrhunderten ziehen diese robusten, kleinen Pferde durch das rund 400 Hektar große Reservat westlich der Stadt Dülmen.

Ihre Existenz ist ein lebendiges Zeugnis für die ursprüngliche Tierwelt Mitteleuropas – und kaut Expertenmeinung zugleich ein gelungenes Beispiel für gelebten Artenschutz. Viel hatte ich schon darüber gelesen und gehört, Jetzt bin ich endlich auch mal hingefahren und habe für die Ruhrbarone ein paar Eindrücke aus Dülmen mitgebracht.

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Watzke und der verpasste Absprung: Wie ein BVB-Denkmal ins Wanken gerät

Hans-Joachim ‚Aki‘ Watzke. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es hätte ein triumphaler Abgang werden können. Ein verdienter Funktionär, der Borussia Dortmund über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat, tritt mit Applaus von der großen  Bühne.

Spätestens nach der Amtszeit von Trainer Thomas Tuchel im Sommer 2017 wäre das für Watzke noch möglich, ja sogar garantiert gewesen. Hans-Joachim Watzke aber hat diesen Moment lange verpasst. Statt rechtzeitig loszulassen, läuft der langjährige Geschäftsführer und heutige Aufsichtsratschef nun möglicherweise in eine Kampfkandidatur um das Präsidentenamt des BVB – gegen einen Kontrahenten aus den eigenen Reihen, Thomas Lunow. Es ist ein riskantes Spiel mit dem eigenen Vermächtnis, das Watzke bei näherer Betrachtung eigentlich jetzt schon verloren hat.

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Die Dortmunder Stadtgesellschaft zerreißt vor unser aller Augen

Das Konzerthaus auf der Brückstraße in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Als vor Jahren das Dortmunder Konzerthaus ausgerechnet auf der von Niedergang geprägten Brückstraße errichtet werden sollte, waren viele Dortmunder entsetzt. Ausgerechnet in diese Schmuddelecke sollte das neue Aushängeschild der Stadt kommen? Vielen leuchtete das nicht ein.

Die Begründung der Planer war jedoch nachvollziehbar: Man wollte dem dort seit Jahren anhaltenden Niedergang Einhalt gebieten, dafür sorgen, dass auch besser situierte Besucher dort anzutreffen waren – und nicht nur Drogensüchtige, Obdachlose etc., um es einmal überspitzt auszudrücken.

Wirklich aufhalten konnte das neue Aushängeschild der Reviermetropole den Abwärtstrend im Viertel jedoch nicht.

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Tot, trist, teuer – Vom unübersehbaren Niedergang der Friedhöfe im Ruhrgebiet (und anderswo)

Wer geht hier schon gerne hin? Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Mal ehrlich: Wann warst du das letzte Mal freiwillig auf einem Friedhof – und nicht, weil du musstest? Ist bestimmt lange her, oder? Ich bin früher sehr gerne über Friedhöfe gegangen. Ganz ohne konkreten Anlass. Einfach, weil ich mich dort etwas entspannen konnte, oder einfach mal die Ruhe in gepflegter Umgebung genießen wollte. Das mache ich in letzter Zeit kaum noch. Denn Friedhöfe im Ruhrgebiet wirken inzwischen oft wie ungepflegte Schmuddelkinder der Stadtgesellschaft. Nichts mehr mit einer schönen Parklandschaft. Inzwischen herrsch häufig eine wahrhaft bedrückende Atmosphäre vor.

Zwischen bröckelnden Mauern, verdorrtem oder wucherndem Rasen und leeren Grabfeldern stellt sich nicht unbedingt eine Atmosphäre der Würde oder des Erinnerns ein. Stattdessen hat man vielerorts das Gefühl, man sei in einer Mischung aus stillgelegtem Parkhaus und Geisterwald gelandet.

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